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dung hinaus führen die Berufs- und Fachschulen (s. d.)
Hierzu die Beilage: Schulwesen.]
Schulenburg, von der, altes märk. Adelsgeschlecht
— Johaun Matthias, Graf von der S., geb. 8. Aug. 1661
zu Emden, kämpfte als sächsf. Generat 1702 —6 gegen
Karl XII., 1715 venez. Feldmärschall, gest. 14. März 1747
zu Verona. Biogr. von Fr. Albr. von der S. (1834)
— JFriedr. Wilh. Graf von der S., preuß. Staatsmann
und General, geb, 22. Nov. 1742, erließ als Gouverneur
von Berlin 1806 nach der Niederlage bei Jena die be—
rühmte Bekanntmachung: „Der König hat eine Bataille
verloren, die erste Bürgerpflicht ist Ruͤhe“; gest. 7. April
1815. - Vgl. G. Schmidt (58 Tle., 1887 1900).
Schuler, Georg, s. Sabinus, Georg.
Schülerbataillone, s. Jugendwehren.
—A
ffentlichen Hygiene, der sich mit der Verhütung der aus dem
Schulunterricht entspringenden Schädlichkeiten beschäftigt
Diese werden hervorgerufen durch mangelhafte Anlage des
Schulgebäudes, ungeeignete Schulbänke, mangelhafte Me—
thoden des Unterrichts, gedrängte srernn der
Kinder u. a. Zu den sog. Schulkrankheiten zühlen Blut⸗
armut, allgemeine Nervosität, Kopfschmerz, Veitstanz
Lungenkrankheiten, Störungen des Blutkreislaufs, Ver—
krümmungen der Wirbelsänle, Kurzsichtigkeit; auch kann di
Schule zur epidemischen Verbreitung von Infektiouskrank
heiten (Masern, Scharlach, Diphtherie u. a.) beitragen. Di
Schulzimmer sollen 4245 mn hoch sein und für jeden Schü—
ler mindestens 1,228 qm Fläche bieten, die Schulbänke (Suͤb—
sellien) der Größe der Schüler entsprechen, die vordere Kant⸗
der Bank einige Zentimeter unter den Tisch reichen (Minus
distanz). Zur Uberwachung der S. werden Schulärzte an
gestellt. — Bgl. Wehmer (1895), Burgenstein und Neto—
litzky (2 Bde., 1895-97), Baginskty (8. Aufl., 2 Bde.
1800). Enzyklopäd. Handbuch, hg. von Wehmer (1903-24)
Munk (1906). [mit den Schilluk (s. d.)
Schuli, Negerstamm im obern Nilgebiet, verwandt
Schulitz, Stadt im preuß. Reg.⸗-Bez. Bromberg, an
r Weichsel, (1905) 4826 E.
ZSchulkrankheiten, s. Schulhygiene.
Schulpe, s. Sepie.
Schulpferd, s. Schulreiterei.
Schulpforta, Landesschule, s. Pforta.
Schulreiterei, die als Selbstzweck in der Neitbahr
betriebene Reittätigkeit, um das Pferd Echulpferd) ar
zes. schwierige Gangarten zu gewöhnen. (S. Hohe Schule.
Schuls, Badeort im schweiz. Kanton Graubünden
m Unterengadin, am Inn, (1900) 1117 E., bildet mit
Tarasp den Kurort Tarasp-Schuls (s. d.).
Schulschiffe, Kriegsschiffe, die zur Ausbildung des Per
sonals für die verschierdenen Dienstzweige dienen: Kadet
cens, Schiffsjungen-, Maschinisten-, Artilleries, Torpedo—
Minen-S. In einzelnen Seestaaten auch Handelssegel—
jchiffe zur Heranbildung von Seeleuten.
Schulschwestern, die Mitglieder kath. Genossen—
schaften zur Mädchenerziehung, bes. die Armen S. von
Bayern, gegründet 18388 in Neunburg vorm Wald durch
den Bischof Wittmann von Regensburg, und die Schwestern
vom armen Kinde Jesu, 1848 von Klara Frey gegründet
Schulfparkassen, Jugendsparkassen, berühen auf der
Idee der Verbindung von Schule und Sparwesen und
sollen die Entwicklung von Sparsinn und Selbstbeherr—
schung fördern. — Vgl. Senckel (1882 u. 1888).
Schulte, Aloys, Geschichtsforscher, geb. 2. Aug. 1857
in Muͤnster i. W. 188593 Archivrat in Karlsruhe, danu
Prof. in Freiburg, 1896 in Breslau, 1908 in Bonn, 1801
3 auch Leiter des preuß. Histor. Instituts in Rom; schrieb
„Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden und der Reichs—
krieg gegen Frankreich“ (1802), „Geschichte des mittelalter⸗
ichen Handels“ (1900),,Die Fugger in Rom“ (1901) u. a.
Schulte, Joh. Friedr. von. Jurist, geb. 28. Apri)
1827 31. Winterberg 1856 fürsterzbischöfl.
Konsistorialrat zu Prag, schloß sich 1871 der altkath. Be—
wegung an, deren hervorragendster Führer er ist; seit
1873 Prof. zu Bonn, 187479 Mitglied des Deutschen
Reichstags (nationalliberal); schrieb Lehrbuch des kath.
und evang, Kirchenrechts“ (4. Aufl. 1686), „Lehrbuch der
deutschen Reschss und Rechtsgeschichte“ (6. Aufl. 1802),
„Die Macht der röm. Päpfte“ (3. Aufl. 1896) u. a.

Zchulter (Aumsrus), die seitliche Erhöhung am obern
numpf, gebildet aus Schlüsselbein, Echulterblatt und
azugehörigen Muskeln. Das Schuͤlterblatt Tafel: S
se n socher dreieciger Knochen, der zu beiden
Seiten der Wirbelseite liegt und die Gelenlkverbin dung
mit dem Oberarm (chultergelenk) vermittelt. Die Sehun
tergrüte, nach außen in die Grätenecke übergehend, ist
⸗mporstehende Knochenleiste und dient wie der Nadenschun
zelforisatz des Schulterblatts zum Ansetzen von Muskeln.
dohe S. s. Schiefheit. e
Schultergürtel, Brustgürtel, der im Rumpf Picen
nnere Abschmitt der vordern Gliedmaßen der Wir z
er sich aus einer rechten und linken, spiegelbildlich gleigen
Hälfte zusammensetzt, ist bei den Reptilien, Voͤgelu nd
aloakentieren am höchften entwickelt und besteht aus Schulter
blatt (s. Schulter), Raͤbenbein (Korakoid) und Schtagelgen
Das Rabeubein berliert bei den Säugetieren (mit Au
iahme der Kloakentiere) seine Selbständigkeit und
chmilzt als Rabenschnabelfortsatz mit dem Schulterbla
die Schluffebeine verschmelzen dei den Vöͤgeln, meist dum
sgabellnochen (j. Gabelbein), koͤnnen aber ebenso, wi
»ei vielen Säugetieren, fehlen.
Zchulterklaͤppen, s. Achselklappen.
Schulterlahmheit, s. v w. Buglahmheit. m⸗
SZchuiterstuͤcke, auf der Schulter getragene uniform⸗
ie: Epauletten, Achfelschnure, nte Achselklappe
Schuctheifß. s. Schuze. 4.
anitheiß, Albr. Kupferstecher, geb. 7. März 18
n Rürnberg.“seit 1880 in Muͤnchen; Stiche bes, ——
modernen Genremalern (Defregger, Engerth, ezen⸗Maye
ind nach Gemälden seines Sohnes Karl S., geb. is
Schultz, Albert, meist Schuͤltz-Lupitz suging Lau F
virt, gebe6. März 1831 in Rehua Mecklenburg), —*
Bsoß das sertraglose Gut Lupih in der Altmark 9
zrachte es durch Phosphorfäure- und Kalidünger Kegintt
ohne Stalldünger zu hohem Ertrag; 1882 -63 Nitgli
des preuß. Abgeordnetenhauses, 188789 und —
des Reichstags, gest. d. Fan. 1809; schrieb: Aaire
phosphadngung (sg2),. Die Kalivunging auf leich
tem Boden“ (4. Aufl. 1889) c. z8
Schulty, Nwin, Kunfthistoriker, geb. 6. Aug. 83
n Miudtai seit 1862 Prefe in prag; sohrieb; Bößische
eben zur deit der Minnesinger“ (2 Bde. 2. Aufl. —
Kunslund Kunftgefchichte“ 2. Aufl. 1901), ,Allgemein
Beschichte der bildenden Künste“ (3 Bde., 3096)
Saustiches Leben der europ. Kulturvölker“ (19008) 25
Schultz, Hermann, prot. Theolog, geb, 30. Dez, I60
u Vchowe (Hannover), 1864 Prof in Basel, 1872
Strabourg, Is74 in Heidelberg, 1876 in Ghttingen
eft. das. 16. Mai 1008; schrieb:— Altlestamentliche Then
ogie“ (5. Aufl. 1806), „Lehre von der Boitsein Christi
881), „Grundriß der — Dogmatik“ (2. Aufl. isoꝝ)
„Grundriß der Ethik“ ufl. 1897) u. a. Celle
Schulte, Frutz Philosoph, geb. 7. Rai 1846 in Gele
eit I876 Profd in Drebden, suricbe Geschiehte der Philo⸗
ophie der Renaissance (131714), Philosophie der Natut
vissenschafte (S Vde 1881 85Stammbaum der Phi⸗
ofophie“ (2. Aufl. 1899), „Vergleichende Seelenkunde
bo⸗ sg.Der! Zeitgeist inn Deutschland⸗ (neue Auss
900), „Psychologie der Naturvölker“ (1900) u. a. wpz
Schnitze, Mar, Anatom und Zoolog, geb. ——
825 in Freiburg i. Br., feit 1880 Prof. und Diren
es Anaton, Inftituts in Boun, gest. daf. 16. Jan. 187
erdient um die Keuninis der Infusorien und des feinern
Zaues der Augen von Gliederfüßern und Wirbeltieren;
chrieb: „Uüber den Organismus der Polythalamien
1854), „Die Hyalonemen“ (1860), „Zur Anatomie vn
hofiölohie der Retina“ ses)“ꝛc Sein. Bruder
zernhard S., Gynükolog, geb. 20. Dez. 1827 in —
urg i. Br., seit 1888 Prof in Jena; schrieb: Lehrhuh
er Hebammenkunst“ (13. Auft. 1904) u. a. — Lin
weiter Bruder, Aug. Sigismund S., Jurist, geb. 28. Apru
8833 zu Greifswald, Ziterst Richtet, seit 1872 Prof. in
Straßburg; schrieb; „Das deutsche Konkursrecht in seinch
uriste Gruͤndlagen“ (1880)., Pripatrecht und Prozeß in
hrer Wechselbeziehung“ (Bd. 1, 1883) u. a. b
Schultze, Viktor, prot. Theolog und Archäolog, d
8. Dez. 1881 zu — (Waldech, 1884 Prof, n
Zreifswald; schrieb: „Die Katakomben, ihre Geschich