m hohen Norden; soll vor dem Tod singen (Schwauen⸗
esaug). Seine dis auf die Dunen gerupften, gegerbten
Haute Kefern kosibares Pelzwerk (Schwanenpelz); Trom
peter.S. (C. puccinator icn), Vertreter des SingeS.
in Rordamerika, mit ganz schwarzem, höckerlosem Schnäbel;
Zwerg · S. (kleiner SingeSe wihe Fall), tleiner als
‚ariger, sonst ihm sehr ähnlich, Jsland, Sibirlen; Schwarz -
aus·s. nicricolis Sege), welß Kopf, und Gals
hwarg Schnabelwurzel mit blutrotem Höcker, Südamerila
Lhile) schwarzer S. (Trauer⸗S., austral. S., C. aträtus
eiu sTafci: Nusiralische Tierwelt, LM), schwarg,
mit rotem Schnabel, Auftralien.
Schwandorf, Stadt im bayr. Reg.-Bez. Oberpfalz,
in der Naab, (1806) 6642 E. Amtsgericht.
Schwanebeck, Stade im preuß. Reg-Bez. Magde—
urg. (1005) 3617 E.
Schwanenblume, s. Butomus JAbb. 308).
Sah wanenftuß, Swan River dluß an der Südweste
Ie — mündet bei Iee n zuz
Zean, bis Perth schiffbar; nach ihm benannt die Schwanen⸗
ugtolon le, — isnne Abb. 104.
Sehwanenhals, Roaubtierfalle, s. Berliner Tifen
Zywanenjungfrauen, s. Schwanjungfrauen.
3 Schwanenorden Orden Unserer lieben Frauen zum
Sh wau). 1440 von Kurfurst Friedrich . von Brandenzutg
 gestifteter Orden mit religiöser Tendenz, erlosch mit
er Reformation. —Vgl. Stiufried und Hünle (1880).
Zeywanenpelz, sEchwan.
Zywanenritter, sEwanritter.
Schwangerschaft (Graviditas), der Zustand der
Nutler zwischen ihrer Empfängnis oder Befruchtung (s. d.)
ind der Gehurtdes Kindes, dauert in der React 46
Bogen (280 Tage; bei kürzerer Dauer s. Abortus und
druͤhgeburt) Zu den ersten Zeichen der S. gehören Auf—
ren der Menstrugtion, verfsiedene Veränderungen der
Sinnestütigteit, Reiguig zu Echwindel und Exbrechen,
Lerlangen nach außergewöhnlichen Speisen (Gelüste der
Sgwangern Anschwellen der Brüste. Gewißheit gibt
ist das Wahrnehmen der kindlichen Herztöne (18. bis
V. Woche); auch lassen sich um diefe Zeit Lim 8. Mondt)
reits Bewegungen des Kindes dentlich wahrnehmen.
Berechnung der wahrscheinlichen Geburtszeit mit Hilfe der
nwangerschaftsͤtratenver oder man rechnet vom Tage des
Aintritts der zuleht erfoigten Menstruation 3 Halender⸗
monate zurůck und zählt 7 Tage dazu. Regelwidrige S.:
penn id die Frucht nicht im Fruchthalter, sondern im Ei⸗—
elter oder in der Bauchsöhle Bauch S.. f. Bauch) bildet,
und die Molens (. Moͤle)) Schwaugerschaftsuarben,
mil weiße Streisen dauf den Bauchdeen und der San
er Leistengegend, die sih bei Frauen uspige der Ausdehtung
während der S. bilden. — Vgl. Burckhardt, „Buch der
hrau⸗ (3. Auft. 18309; Faber (n 1s05Ptevet
1309), Ammon, „Erfte Mutlerpfuͤhten“ (30. Aufl. 1008).
Schwängerungsklage, die Klage, welche der auheit
helich Geschwängerten gegen den Schwängerer zusteht;
ft auch s. v. w. Paternitärsklage, Rach Gemeinem Recht
ung sie auf Ehelichung oder auf Geldabfindung (Dotation,
drauzgeidd. Das Deutshe Bungerl Gesebbuch h5
ewährt nur die Kosten der Entbindung und des, Unter⸗
Jalts fuͤr die eisten 6 Wochen danach, sowie die für be—
ondere etwa notwendig werdende Aufwendungen.
Schwanjungfrauen, in der german Rythologie
ttliche Wesen, die Schwangestalt annehmen können und
ie Gabe der Weissagung besitzen.
Schwank, sKonbie sdes, s. Libration.
Schwanken der Erdachse, s. Nutation, S. des Mon—
Schwann, Theodor, Naturforscher, geb. 7. Dez. 1810
n.Neuß a. Rh. 1888 Prof. in Löwen, 1848 in Lüttich,
gest. 44. Jan. 1882 in Koln, Begründer der Zellentheorie,
entdeckte als Assistent Joh. Müllers in Berlin (1834 -
38) das Pepsin. — Bgl. Henle (1882).
Sqhwanpelz (Schmancupeizy s Sahwan.
Sqwanritter der Held einer alten niederrhein.,
chließlich auf Lohengrin ( d.), übertragenen Sage.
Schwansen, suchtdate Halbinfel un der feelüste
es teuß. Reg.-Bez. Schleswig, 180 qkm.
Schwanthaler Ludw. von, Bildhauer, geb. 26. Aug.
802 zu München, Schüler seines Vaters Franz S. (gest.
1820) geste nen is a go n bersadehu

363

Sch

München, Gründer der Münchener Bildhauerschule;
chuf unter andern die Kolossalstatue der Bavaria
München 844), Relieffries für die Glyptothek, Giebel⸗
kulpturen für die Walhalla, Porträtstatuüen (Kreitmayer,
dillh, Mozart, Goethe, Karl XIV. von Schweden).
Schwanz, die hintere Verlängerung der Wirbelsäule
ei den Wirbeltieren, dient bes. als Bewegungs-, Kletter—
ind Klammerorgan (der Greif- oder Widel⸗S. ver—
chiedener Affen) gelegentlich als Waffe. Auch bei langschwän—
igen Krebsen, Skorpionen wird der Hinterleib S. genannt.
ZSchwanzbein, s. Steißbein.
Zchwänze, im Börsenverkehr s. v. w. Corner (s. d.).
Schwanzlurche (Urodsls, Caudata), Ordnung der
lmphibien, mit meist 4, selten 2 Gwordern) Gliedmaßen.
Unterordnungen: Molche (Salamandrina), mit großen
lugen und deutlichen Augenlidern, Land- und Vaßffser—
ewohner; hierher —— Wassermolch ec. Fischmolche
Kiemenlurche, Fischlurche, Jenthyodés), mit kleinen
lugen, ohne deutliche Lider, Wasserbewohner. Hierher die
ramilien der Cryptobranchiata (Derotremata, Versteckt-⸗
iemer), bei denen im ausgebildeten Zustande die dußern
diemen schwinden (Riesensalamander, Aalmolch ꝛc.), und
hanerobranchiats, mit äußern Kiemenbüscheln (Olm ꝛc.).
Schwanzmenschen, geschwänzte Menschen, Men—
hen, deren Vdienen Körperende nach Art eines Tier—
chwanzes verlängert ist, kommen nur vercinzelt, auch
n Europa, vor. Derartige Menschenschwänze sind durch
rzessives Wachstum in der Periode des embryonalen
Schwanzes entstandene rudimentäre Mißbildungen.
Schwappach, Adam Friedr., Forstmann, geb. 2. Nov.
1851 zu Bamberg, 1881 Prof. in Gießen, 1886 in Ebers⸗
valde; schrieb: „Grundriß der Forst- und Jagdgeschichte
deutschlands“ (2. Aufl. 1882), „Leitfaden der Holzincß—
unde“ (1880), „Forst-, Jagd- und Fischerespolitik“
Schwar, s. Blutschwär. [I(1894) u. a.
Schwariner, Dämmerungs- oder Abendsalter (Spham
Adae), Familie der Großschmetterlinge, mit bolzenförmigem,
raftigem, glatt und anliegend behaartem Körper. Raupeu
latt, mit aufrechtem 83 auf dem letzten Körperring;
liegen meist in der Dämmerung, Hierher Totenkopf,
Fichten⸗, Liguster⸗, Wolfsmilch⸗, Wein-, Oleander-S. ꝛc.
Schwärinsporen, J. Boosporen.
Zchwartau, Flecken im oldenb. Fürstent. Lübeck, (1905)
3146 E., Amtsgericht.
Schwartz, Marie Esperauce von, Schriftstellerin, geb.
3. Rob. 1821, Tochter des Hamburger Bankiers Btandt,
ieß sich nach der Trennung von ihrem Gatten, dem Ham—
urger Bankier von S., auf Candia nieder, gest. 80. April
809 in Ermatingen; veröffentlichte unter dem Pseudonym
xẽUIpis Melena „Garibaldis Denkwürdigleiten“ (1861),
thuogr. Schilderungen ꝛc.
Schwart, Marie Sophie, geborene Bixath, schwed. Ro—
nanschriftsteüerin, geb. 4. Juli 1818 zu Boräas, seit 1840
nit dem Phrenologen Prof. Gust. Magnus S. zu Stock—
solm vermählt, gest. das. 7. Mai 1884. „Gesammelte
stomane“ (deutsch, 12 Bde, 180194).
Schwartz, Wilh., Forscher auf deni Gebiet der Mys
hologie, geb. 4. Sept. 1821, 1864- 34 Gymnasialdirektor
Neucuppin, Pofen, Berlin, gest. 16. Mai 1899 in
Berlin; schrieb: „Der heutige Volksglaube“ (2. Aufl. 1862),
Judogerman. Volksglaube“ (1888), „Sagen der Mark
ßrandenburg“ (3. Aufl. 1895).
eee, Herm., Ohrenarzt, geb. 7. Sept. 1887
u Neuhof in Pommern, 1868 Prof. in Fan einer der
Hegründer der wissenschaftlichen Ohrenheilkunde; schrieb:
Pathol. Anatomie“ (1878), „Die chirurg. Krankheiten
jes Ohrs“ (1884 —85), „Handbuch der Ohrenheilkunde“
2 Bde, 1802 03).
Schwarz, keine eigentliche Farbe, sondern nur die Ab—
vesenheit aules Lichts und aller Farben; Körper erfcheinen
chwarz, wenn sie alle Lichtstrahlen absorbieren.
Schwarz, Bernhard, Afrikareisender, geb. 12. Aug.
844 zu Reinsdorf bei Greiz, 1876 Pfarrer in Freiberg
Sachsen), leitete 1888 eine Erpeditivn nach Kamernn.,
888 eine Goldsucherreise nach Damaraland, feit 1890
bfarrer in Gefrees (Oberfranken), gest. 11. Febr. 1901 in
Viesbaden; schrieb: „Montenegro““ (2. Ausg. 1888),
„Kamerun“ (2. Ausg. 1888), „Quer durch Bithynien“
1889), „Im deutschen Goldlande“ (1889) u. a.