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Schwarz, Berthold, Franziskanermönch aus Freiburg
. Br. soll —S Konstantin Ancklitzen geheißen und
im 1330 das Schießpulver erfunden haben.
Sqhwarz, Farl, prot. Theolog, geb. 19. Nov. 1812
zu Wiek auf Rügen, 1849 Prof.“ in Halle, 1886 Hof⸗
drediger und 1876 Generalsuperintendent zu Gotha, gest
25. Märzl885; Vertreter der freien prot Theologie schuch
Hessing als Theolog“ (18893u Geschichte der neuesten
Theologie (4. Auff. 1869), „Predigten aus der Gegen⸗
wart“ I8 Bde., 1869 83).Vgl. Rudloff (1887). Die
zu seiner Erinnerung gegründete „Karl-Schwarz⸗Stiftung!
Sit in Jena) stellt hrehesenscattch Preisaufgaben.
Schwarza, J. Nebenfluß der Saalein Schwarzburg⸗
Rudolstadt, 18 xm Ig. eutspringt bei Scheibe im Thüringer
Walde, mündet hei dem Flecen S., (1800) 1574 (1905:
1299 E. Das Schwarzmal ist dab schönste Thüringens;
n ihm das Dorf Schwarzburg (s. d.).
Sqchwarzbach, Vorf und' Vad im preuß. Reg.-Bez.
egnitz, im Isergebirge, (1800) 282 E.7 Eisenquellen.
Schwarzbauch, Fisch s. v w. Nafe (s. d..
Schwarzbeere, s. Vaccinium.
Schwarzbeize, Essigsure.
Zchwarzbluͤtigkeit, s. v. w. Melanämie.
Schwarzburg; Dorf in Schwarzburg-Rudolstadt,
un Schwarzatal,“ (1900) 748 E., auf einem Bergkegel
Schlosz S., Sanden des fürstl. Hauses von S. 1726
nen erbaut; nahe bei S. der Trippstein (Aussichtspunkt)
Schwarzburg, souverünes deutsches Fürstenhaus,
erscheint als gräflich um die Mitte des 18. Ipe teilte
sich 1352 in mehrere Linien, von denen nur noch Schwarz⸗
burgeRudolstadt (s. d.) und Schwarzburg⸗Sondershausen
s. A..bestehen. — Val. Apfelftedt 1886).
Schwarzburg, Prinz dons. Sizzo.
Schwarzburgbund, Kartell von acht christl. Stu—
Inten⸗Verbindungen lin Erlangen, Göttingen, Tübingen,
Rarburg, München, Halle, Leipzig, Greifswald), gegründei
1887, Vertretertag in —— i. Thür.; betont neben
dem qhristl. das nationale Prinzip.
Schwarzburg⸗ Rudolstade, Fürstentum und Bun—
desstaat des Deutschen Reichs Karte: Mintteres WestdeutschlandJ,
 bei Rheinprovinz], 841 gkm, (1900) 93 o69
I90s: 6 830) E. Is. Bcilage: Deutsch⸗
land]J, bestehlt aus der Oberherrschaft (Ruͤ—
dolstadt, 783 4km) und der Unterherrschaft
Frankenhausen, 208 41m); reich an Wald
Thüringer Wald, Kyffhäusergebirze); Acker⸗
bau in der Unterherrschaft, see in
der Oberherrschaft, Bergbau dorl auf Braun—
kohlen, hier auf Eifen-, Kupfer- Alaun—
erze, Schiefer; Saline in Frankenhaufen.
Gymnafium. 1 Realgymnasium, Privat- z81
erziehungsanstalt Keilhaͤu I Lehrerseminar. Schyen wurg
Nach der Verfassung bom 21. Narz 1884 adbiset
lumigestaltet 16. Noͤ. 1870) ist S. eine kon⸗
itulionelle Erbmonarchie. Der Landtag besteht aus 16 (12
davon direkt gewählten) Abgeordneten. Im Bundesrate hat
das Land, eine Stimme, im Reichstage einen Abgeordueten
Oberste Regierungsbehörde das iene Oberlandes
zericht (gemeinsam für die thüring. Staaten) in Jena, Land
gericht in Rudolstadt. Eingeteilt ist S. in drei vandrats
ämiter (Rudolstadt, Königses, Frankenhaufen). Einnahmer
und Ausgaben (19646) 3347600 3 373130
Schuld 4457 100 Hauptstadt Rudolstadt. An Trupper
stellt das Fürstenlum das 3. Baidillon des zum 11. preuß
Armeekorps (38. Division) gehörigen 7. Thüring. Infanterie⸗
egiments Nr. 96. Wappen sAbb 16811 Landesfarben:
Weiß⸗Blau. Orden; das schwarzb. Ehreukreuz gemeinsam
nit Schwarzburge Sondershausen
Geschichte. Stifter der Linie S. war Albert VII
(gest. 1806); sein Urenkel dudwig Friedrich J. (gest. 1718)
nahm 1716die Reichsfürstenwürde an, doch erst dessen
Tutel. Johann Friedrich (gest. 1767) konnte 1754 seinen
Sitz im, Fürstenkollegium“ einnehmen. Ihm folgte fein
Oheim Ludwig grte V., 1780 dessen Sohn —
Farl, 17898 Ludwig Friedrich I. (gest. 1807), der dem
Rheinbund beitrat.“ Sein Sohn Friedrich Günther, seit
1814 regierend, erklärte sich 1866 für Preußen und trat
dem Norddeutschen Bund bei Jhm folgte 1867 sein
Bruder Albert, diesem 1869 sein Sohn Georg und

etzterm 19. Jan. 1880 Günther, Urenkel des Fürsten
Friedrich Karl. — Bgl. Sigismund (1862-63). d
Schwarzburg⸗Sondershaufen, Fürstentum un
Zundesstaat des Deutfchen Reschs sKarte: Mittleres
Vesideutfchland , bei diheünpredingn doe gln, (1000)
30808 (1008: 85 176) 6.f. Seilage: Dentschland,
zesteht gus der Oberherrschaft (Arnstadt, 843 qkm) und
der An eniet (Sondershausen, 518 qkm); reich an
Wald; Ackerban in der Unterherrshafl, In dustrie borwiegend
n der Oberherrschaft; Bergbau auf Eisen⸗, Manganerze,
dalifalze, Fluͤß⸗, Schwerspat Saline Arnshall dei Arnstadt.
2 Gymnasien, 2 Realschulen, 1 Lehrerz 1 Lehrerinnen⸗
eminar, Konservalorium der Musit (Sondershausen).
Tonstitutionelle Erbmonarchie. Nach der Verfassung vom
3. Juli 1857 besteht der Landtag aus 18 (dabon 6 durch
Ilgemeine Wahlen iudirekt gewühlten) Abgeordneten. Im
Bundesrate hat S. eine Stimme, im Reichstage einen Ab⸗
eordneten. Oberste Regierungsbehörde das Ministerium.
Iberlandesgericht in —E a. S., Landgericht in
erfurt. Eingeteilt ist S. in drei — Sonders⸗
jausen, Arnstadt, Gehren). Einnahmen und Ausgaben
1804/8) 8541568. Schuld 35168454.Haupistadt
Sonderbhausen. An Truppen stellt S. das 1. Bataillon
des zum 11. preuß. Armeckorps (38. Division) gehörigen
3. Thüring. Infanterieregiments Rr. 71. Wappen, Orden,
audesfarben dieselben wie in Schwarzburg-Rudolstadt.
Geschichte. Begründer der Linie S. (anfaugs Ärnstadt)
ist Johann Guͤnther (1382—86). Sie teilte fich 1643
in drei Zweige, von denen nur der Anton Guünthers IJ.
gest. 1666) zu Sondershausen übrig blieb. Seine Söhne
hristian Wilhelm (gest. 1721) und Anton Günther II.
gest. 1716 kinderlos) wurden i697 Reichsfürsten; ersterm
olgte schon 1720 sein Sohn Günther T. diefem 1740
ein Bruder Heinrich (gest. 1738), der erst 178 Zutritt
um Reichsfürstenkollegium erlangte. Ihm folgte sein
Neffe Christian Günther (gesi.“ 1794)5 dessen Sohn
Lünther Friedrich Karl J. danlte 1883 zugunsten seines
Zohnes Günther ab und dieser 1880 zugunsten seines
Zohnes Karl Günther (s. d.). — Vgl. Apfelsedt (188460).
Schwarzdorn, Strauch, s. runus.
Schwarzdrossel, s. Drossel [Abb. 488)].
Schwarze, Friedr. Oskar don, Kriminalist, geb.
30. Sept. 1816 zu Löbau, 1888 85 Generalstaats⸗
auwalt in Dresdein, 1867 84 Mitglied des Reichstagẽ
Reichspartei), 1874-76 der Reichsjustiztkommission, 1876
vom Kaiser von Osterreich geadelt, gest. 17. Jan. 1886
in Dresden; Mitbegründer des Juristentags, verfaßte
Nommentare zur süchs (1836) und deutschen (1878) Straf⸗
brozeßordnung, zum dentschen Strafgesetzbuͤch (d. Aufl 1884),
Das deuts * Schwurgericht⸗ —2* „Das Reichspreßgesetz,
erläutert“ (4. Aufl. 1803) u. a.
Schwärze, Pflanzenkrankheit, s. v. w. Rußtau (s. d.)
Schwarze Blattern, Schwarze Pocken, schwerste
Form der Pocken (s. d.), mit blutunterlaufenen Pusteln.
Schwarze Brustbeeren, s. Cordia.
Schwarze Flaggen, Schwarzflaggen (Pavillons
noãrs), die kriegerifchen Bewohner des obern Teils des
Roten Flusses in Tongking, hauptsächlich aus Resten der
aus China vertriebenen Taipings (f. d.) bestehend, die
zier einen selbständigen Staat mit der Hauptstadt Lao-kai
Schwarze Fliege, s. Blasenfüße. sgründeten.
Schwarze Kreide, s. v. w. Schwarzkreide (s. d.).
Schwarze Kunst, s. Magie.
Schwärzen, 7 w. schmuggeln. Schwärzerei, s. v. w
Schleichhandel (f. d.). sheig ob) 1378 6.
Schwarzenau, Stadt im preuß. Reg.⸗Bez. Brom⸗
Schwarzenbach. 1) S. an der Saale, Stadt im
zayr. Reg.⸗Bez. Oberfranken, eor 4282 E. — 2) S. am
Wald, Flecken im bayr. Regi-Bez. Oberfranken, im Fran⸗
kenwald, 1603 E.
Schwarzenbek, Gemeinde im preuß. Reg.⸗Bez,
Schleswig, (1905) 1718 E. Amtsgericht. Ver Guusbezirk
3. ist fürstl. Bismarcksche Fideikommißherrschaft (76 4km,
⸗ 5 wozu der, Sachsenwald (f. d) gehört; Siß der
Bexwaltung Friedrichsruh.
Schwarzenberg, Amtsstadt in der i Kreish.
Zzwickan, am Schwarzwasser, (1905) 4683 E., Amtsgericht.
Schwarzenberg, altes frünk, seit 1070 reichsfürstl.
Feschlecht, das begütertste in Ssterreich. — Johanu, Frei⸗