jerr zu S., geb. 14683, zuletzt Rat stasimirs und Georgs
don Brandenburg, —
dörderung deutscher Bildung und als Verfasser der Bam—
Rrger Halsgerichtsordnung! verdient. — Val. Wagner
4808). Avan, Graf zu S., geb. 1583, erst in jülich⸗
en, seit 1810 in dahrendcub. Diensten, unter Georg
—A— Politit, stürzte das Land durch sein
Bündnis dit Osterreich in große Kriegsdraugsale, gest.
4. Matz 1041 zu Spandau. — Seit 1708 teilt sich
us Haus in dwe Majorate; Chef des ältern, das die
Standesherrfchaften S. unter bayr., das Herzogt. Krumau
ater össerr. Bberhecrschaft u befiht, ist Fürst Adolf
doseph bon S., geb. 18. Mürz 1882 erbliches Mitglied
s dsterr Cerrenhaufes. Sein Oheim durst detir
3.deb. 2. Ott. 1800, 1844 sterr. Gefandter in Neapel,
ocht 118 Ais Feldmarschalleutnant in Jtalien, seit
Nov Iss Mustersiden, hetämpfte die preuß.⸗
deutsche Union, gestaltete Osterreich in einen Einheits—
nat um und site desen übe ewitt in Deutschland
gieder her, desteg April 1882. — Bgl. Berger (neue
Ausg. 1881). — Dessen Bruder Fürst Friedrich von S.,
. Apeli 18os et 81 dus Erzoisho don hrag
Nitglied des österr. Herrenhaufes, gesi. 27. März 1885
Wien. Das zweite Majorat, die Herrschaften
Vorli und Klingenberg umfassend, kam 1803 an Karlt
Fhitipp Furst bon S.; dieser geb. 15. April 1771 zu
Wien zeichnete sich 1789 im Türkenkrieg, feit 1703 gegen
ʒranlresch aus, 18089 Botschafter in Paris, befehligte
312 als Feldmarschall das österr, Hilfskorps gegen
Juhland 1813 —14 Generalissimus der Alliierten gegen
apoleon T. 1815 Präsident des Hofkriegsrats, gest
. Olt. 1826 ia epae wole Protesg Bfen üs2
Iʒ Sein Urenkel, Furst' Karl von Sgeb. J. Juli 1858,
etziger Majoratsherr. — Dessen Bruder, Prinz Friedrich
u S geb. z0. Dit. 1862, selt 1803 Mitglied des bohm
andtags eifriger Verfechter der tschech. Interessen.
Sywarzenvorn, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Cassel,
nnüligelirge, boödd sooe:
Sewarzensels Dorf im preuß. Reg.-Bez. Cassel,
—VV —— Amtsgericht, Domune.
— Sqhwarzenstein, Betg (3370 m) in den Zillertaler
lpen, mi großartiger Ruuͤdsicht. Orden.
Zowarzer Adierorden s. Adlerorden und Tafel
Zchwarzer Andorn, Pflanzengattg., s. Ballota.
Zywarzer Brand, s. Rußtau.
warzerde, f. Tshernofem
Zywarzer Degen, dee Birkenteer (s. dy).
Zywarzer Iura, s. dias
ywarzerle s.Crle fAbb. bru].
Zhwarzer Porphyr, Jv. w. Melaphyr.
Zwwarzer Priuz, s. Eduard, Prinz von Wales.
Sqcwarzer Schwan, s. Schwan und Tafel: Austra⸗—
5 Tierwelt, 28.
warzer Senf, s. Brassiesa.
Syhywarzer Sonuitag, s.Lalare. ——
Schwarzer Tod oder Grohes Sterben, im Mittel⸗
alter Name verschiedener epidemischer Krankheiten, bei
dinen der Körper eine schwüczliche Farbe aunahm, so die
Wotzen Pocken und bes. die Pest (s. d.).
Sywarzer Tropfen,“ Tropfenbildung.
d warzerze dahlen Abt bun,
y warzes Band, sNordflernorden (Abb. 1257)].
Zyhwarze Seife, Sqhmierfesse (f. Seife).
Swarzes Heipfigster, s Mutewaster.
Zywarzes Kabinett (Cabinet noir), s. Cabinet.
„EMhwarzes Meer, russ. Tschernojo more, der
ontus Eunnuos der Alten, Binnenmeer zwischen Ruß⸗
and, der Türkei, Bulgarien und Rumänien, 423 939 qkwn,
is 238w ie e dem Asonshen Hcen in Re,
zurch die Straße von Kertsch, durch den Bosporus mit
dem Marmarameer im S, berbunden Ebbeund Flut
ut bemerbar; Salzgehalt an der Sbesn 1,8 Proz.
d S. M. waͤr infolge der Eroberung Konstantinopels
durtch die Türten (1139 den durop. Nativnen bis Cide
es 18. Jahrh. verfschlofsen.
Swares⸗ Vieere Gouvernement, im russ. Gene⸗
sagond Fannsee zu Transkaukasien gehörig, längs der
rdosttüste des Schuargen Micers, s8 e z7
Hauptstadt; se

665

Sch

Schwarzfaãnle, s. Moniliakranlheit.
Zchwarzflaggen, s. Schwarze Flaggen.
warzfüße, Indiauerstamm, s. Blackfeet.
»chwarzgrundel, s. Grundel [Abb. 7382)].
chwarzgültigerz, s.v. w. Stephanit.
‚hwarzhäher, der Tannenhäher (j. Naben).
Schwarzholz, s. Botanyholz.
Schwarzkäfer Gelanosomäta), artenreiche Familie
er heteromeren Käfer, oft durch einen widerlichen Geruch
usgezeichnet; leben an dunklen, dunpfigen Orten. Hierher
ie Toten- oder Trauerkäfer, Mehlkäfer ꝛc.
Zchwarzkehlchen, s. Wiesenschmätzer
dchwarzkopf, die Mönchsgrasmücke (s. Grasmücke).
Ichwarzkreide, frauz. Kreide, kohlereicher, zu
Kenstiften verarbeiteter Tonschiefer.
warzkümmel, Pflanzeugattg., s. Nigella.
chwarzkunst, s. Kupferslechkunst.
chwarzkünstler, Zauberer, Hexenmeister.
oAchwarzkupfererz, kupferhaltiges Fahlerz.
Schwarzlot, eine in der Glasmalerei zu Schattenrichen
 verwendete Schmelzfarbe (Kupferoxyd).
Schwarzort, Kirchdorf im preuß. Reg.-Bez. Königserg,
 auf der Kurischen Nehrung, (1900) 416 E., Ste—
edz große Dünen (der Grikinn, 384 mhhoch). smücke).
Schwarzplättchen, die Mönchsgräsmücke (s. Gras—
Zchwarzpulver, s. Schießpulver.
Z3chwarzreutel, Schwarzreuter, der Saibliug (s. d.).
schwarzschnepfe, der Sichler (. Ibisvögel).
Schwarzschur, das Scheren der Wolle (Schinntzolle)
 bei Schafen im ungewaschenen Zustande.
Schwarzsee, Lac Domene, Bergsee im schweiz. Kanton
jceiburg, 13 Rmulg., bis 600 m'br., 12 70 tief.
Schwarzspießglaserz, s.
urnonit.
Schwarzsucht,s. Melanose.
Schwarztanne, s. Fichte
Abb. 578)].
Schwarzvögel oder Boot⸗
hwanze (0halcophanes),
Jattg. der Truͤpigle, mit schwar⸗
em, gläuzendem Gefieder. Hier—
er der Purpur⸗S. (Maisdleb, Purpurgrakel, C. quiscalus
quiscaius versiodlor Vieill. [Abb. 1682), schwarz,
hwarzgrůn, violettblau schillernd, östl. Rordamerika.
Schwarzwald, bei den Römern Silya NMarciana
ind Abpnöba, Gebirge im südwestl. Deutschland Karte:
sayern ꝛc. 1, Tafel: Bayern zc. JI, 107, vom Rhein
wischen Waldshut und Basel durch Baden und Württemberg
is Pforzheim, durch den Kraichgau vom Odenwald ge⸗
rennt, 168 xmelg. 22-60 x br., 4955 4km, in der
Breite und Höhe voun S. (1000 m) nach N. (700 m) ab⸗
sehmend, gegen den Rhein steil äbfallend; im S. liegt
er Feldberg (1493 m), das Herzogenhorn (1417 mm), der
Belchen (1414 m), u. äl, ferner mehrere Seen (eldsee,
titisee), im nördl. S. liegt die Hörnisgriude (1164 m)
ind der Kniebis (908 m); auch hier Seen (Mummelsee,
Vwilder See); zahlreiche Minetalquellen (Baden-Baden,
niebisbader, Badenweiler, Wildbad); Weinbau; berühmte
Zolz⸗ und Uhrenindustrie; wichtigste Straßen durch den S.:
ie Renchstraße über Freudenstadt nach Stuttgart, die
dinzigstraße nach Rottweil und zur Donauund die Höllen—
alstraͤße durch das Wutachtal nach Donaueschingen. — Val.
deumann (1866, 1882, 1902), Gothein, „Wirtschaftseschichte
 des S.“ (Bd. 1, 1892), Jensen (3. Aufl. 1901),
deumann und Dölker (4. Aufl. 1903).
Schwarzwaldbahn. ) Bad, Staatsbahn von Offen⸗
urg uͤber Villingen nach Singen (149 Km). — 2) Wuͤrt⸗
emd. Staatsbahn von Zuffenhausen nach Calw (48 xm)).
Schwarzwasfer. 1) 8. Nebenfluß der Weichsel in Wesi⸗
»reußen, 108 xm ig, mündet bei Schwetz. — 2) R. Rebenfluß
er Zwickauer Muͤlde im Königr. Sahsen, entspringt auf
em Fichtelberge, mündet bei Aue.
Schwarzwassersieber, schwere fieberhafte Erkrankung
»er Tropen, mit starkem Kräfteverfall und schwärzlich ge—
ärbtem Urin; ist eine Chininvergiftung, die entsteht, wenn
er Körper bei Malariganfällen die erforderliche Ehininnenge
 nicht mehr verträgt.
Schwarzwild, s. Schweine. [Symphytum.
Schwarzwurzel, s. Scorzonera sAbb. 16931 und