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Sch
Schwätzer, s. Fruchtvögel.
Schwaz, Marktflecken und Bezirkbort in Tirol, am Inn,
1900) 6b16 E.
Schwebebahnen, Häugebahnen, Luftbahnen, ein
außergewöhuliches Eisenbahnsystem, bei welchem die Fahr⸗
zeuge an hochgelegenen Schienen oder Drahtseilen (s. Draht⸗
eilbahn [Abb. 4544)) hängend fortrollen.“ Bei der Langen⸗
schen S. werden die Wagen, auf einer Schiene häugend,
ortbewegt; sie können seitlich hin- und herpeudeln, wehall
Zurven mit hoher Geschwindigkeit durchfahreu werden
können; dieses System, elektrisch betrieben, kam zuerst bei
der Barmen-Elberfelder S. (1900 eröffnet; 13,8 Kmelang)
zur Anwendung, dann bei der Loschwitzer Berg.?S. [Tafel?
Lisenbahnwesen J, 101]; bei dieser (1901 eröffnet)
häugen die Wagen an einem Drahtseil, das auf dem Berge
iber Scheiben geschlungen ist, die von einer Dampfmaschine
Schwebeflug, s. Flugtechnik. langetrieben werden.
AVOO
hwebendes Feld, völlig abgebaute Zeche.
Schwebende Schuld, sFlottieren.
Schwebfliegen, auch Schwirrfliegen (Syrphidae),
Familie der Fliegen, am Hinterleib nuit hellen Binden
und Ihe generte gum wie dne
meln und Bienen behaarte Arten. Hier— —
her die Gattg. S. GBlattlausfliege, Syr- D —
hus [Syrhus ribosiũ L., Abb. 1688)); —
e Aeee . 7
Schwebungen, Schweben der Töne,
in quf Interserenz (s. d.) beruhendes loweb
Stärker- und Schwächerwerden des Zu—
ammenklangs zweier Töne von wenig verschie dener Tonhöhe
Schwechat, Klein⸗S., Marktflecken in Niederösterreich
1900) 8241 E;; große Bierbrauerei (Anton Dreher); hie
Olt. 1848 Niederlage der Ungarn durch die Hsterreicher
Schwechten, Franz, Baumieister, geb. 12. Aunß 1841
n Köln, lebt in Berlin; Hauptbauten das.: Anhalte⸗
Bahnhoß, Philharmonie, Votsokirche, Simeonslirche, sowit
mehrere braudenb. Kreisständehäuser.
Schweden (schwed. Sverige), Königreich, die füdöstl
größere Hälfte Skändinaviens sKarten: Schweden?c.)
u. II, bei Skandinavien], 447 864 qkm (36185 4km von
Seen [größte Hielmar-, Mälars, Weners, Wetterseej ein—
genommen), (13904) 3260811 E., mit 7600 xm Küsten⸗
entwicklung; höchster Berg der Kebnekaiße in den Kölen
2135 m hoch (weiteres über
Bodengestaͤltuͤng ꝛc. s. Skau—
dinavien). Bevölkerung ger—
man.⸗skandinav. außer (1900)
ca. 7000 Lappen, 22100 Fin⸗
nen und 35627 Ausländern;
Konfession vorwiegend luthe—
risch, außerdem Ta. 41500
Baptisten, 7000 Methodisten,
2400 Katholiken, 3900 Is⸗
raeliten. [O. auch die Bei—
lagen: Bevölkerung, Be—
rufs⸗- und Gewerbesta—
tistik, Auswanderung.)
Landwirtschaft Hauptbeschäftigung von mehr als der Hälfte
der Bevölkerung, doch betrug 18000 das Kulturland nu
12 Proz. der Fläche; Viehzucht erst neuerdings gepflegt
im Aufschwung begriffen die Milchwirtschaft. [Ehaud
Beilage: Getreide.J Forstwirtschaft. do Proz. der Fläche
Wald, daher die Holzausfuhr die bedeutendste der Well
Kronforsten 7,54 Mill. Aa im Werte von 72 Mill. Kronen
wichtig die Fischerei. Bergbau vorzugsweise auf Eisen
auferdem Förderung von Silber, Gold, Blei, Zinkerz. [S
auch Beilage: Bergbau.g Industrie umfaßt bef, Gieße
ceien und mechan. Werkstäkten, Webereien, Zuckerraffinerien
Runkelrübenzuckerfabriten, Branntweinbrennereien, Garn⸗
spinnereien, Bierbrauereien, Holzstoff⸗, Zündholzfabriken,
chem. technische Fabriken. Handels Beilagen; Europä
und Handel und Handel smarine; Echiffsverkehr
sos angekommen) 86 doo Schiffe mit 8,1 Mill. Register⸗
kons, dapon beladen 16 275 Schiffe mit 4 Niu. Register⸗
tous; für den Binnenderkehr, wichtig die Kanale: Goöta—
Dalsland⸗, Strömsholmskanal u. a.; Eisenbahnen s. Bei⸗
lage Eisenbahnen; Telegraphenlinien (1908): Staats⸗
linien 9572, Linien der Eisenbahnen 7001 Rn. Verfassung

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1684. Schweden.

S. ist nach der Konstitution vom 6. Juni 1809 und
der Erbfolgeordnung vom 26. Sept. 1819 eine beschrünkte
Erbmonarchie (männliche Deszendenten Karls XIV, Jo⸗
jaun) mit einem König, der sich zur evang.⸗luth. Kirche be⸗
ennen miuß, Ein Staͤatsrot, bestchend aus 11 Ministerm
eitet die Geschäfte. Nach der Reichssstagsordunng vom
22. Juni 1866 besteht der Reschstag aus zwei Kammern,
on denen die erste 150 indirekt, die zweite 230 direkt
ewählie Mitglieder hal. Höchste Rechtsinstanz ist das
öchste Tribnual des Königs, Appellatiousgerichte in
Stockholm, Jönköping und Kristianstad. Verwaltung ·
Inng in ine Bberstatthalterschaft mit der Hauptiadt
 Slod holm und A daüͤns, irctiche Cintelung iu dugot
3 Stifter oder Bistümer, von denen Upsala Linen Erz⸗
aischof hat. Unterricht sehr gepflegt; ausgegeichnete Volls⸗
dilduug; Landesuniversitäten zu Upfala und Lund, Privat⸗
hochschülen zu Stockholm und Goͤteborg, mediz. aroui⸗
nisches Institut zu Stockholm, Technische Hochschule, Ge⸗
verbeschule, Pharmazeutisches Institut, Veterinär⸗ und
Forftinsutut in' Sloahoint, Bergrertschule, Schiffahrtschulen
 ꝛc. Finauzen s. Beilage: Finanzen. Heerwesen.
die Wehrpflicht ist allgemein und dauert vom 24. bis 495
ebenbjahre. Das Hect zerfüllt in „Stam“ und ——
ing⸗Der Stam, aus deworbenen und von den Besiterr
cwisser Grundstuͤcke unterhaltcnen eingeteilten“ Mann⸗
Haften dusammengefeht, wird dutch die wehrpflichtige
Raunschaft Beväring ergäuzt. Das Heer wird in 6 Aruͤee⸗
oivisionen und die Truppen anf Gottland eingeteilt und
zählt 28 Infanterie-, 8 Kavallerie-, 6 Feld-,1 dstons⸗
Vandfestungsartillerseregimeunt, Juͤgenicur⸗, 6 Train⸗
und Sanitätskorps. Friedensstärke 1805: 21280 Köpfe
arunter 2208 Offiziere, 1807 Unteroffiziere, 1288 Splel⸗
cute, 15 8318 Maunschaften, sowie 10 441 Pferde; Lriegs⸗
tärke rund 480000 Mann. Die Mariue umfaßt,19 Küsten⸗
‚anzerschiffe, 7 Panzerkanonenboote, 1 Panzerkreuzer, 9
dauonenboote, 7 Torpedobootszerstörer, 18 ——
erster, 11 zweiter Klasse und mehrere Schulschiffe; dae
Personal zählt 860 Offiziere und Beamte, 126 Anteroffi⸗
iere und 86000 Matrosen. Wappyen: ein in zwei gelfe
en geteilter Schild mit einem Herzschild; x. oben drei
zoldene Kronen in Blau, unten roter Loͤwe in blauem Felde,
.in Rot goldener Löwe mit der Hellebarde des hril. Olaf;
m Herzschilde r. das Wappen des Haufes Wafa, i. das von
Pontecorvo (Abb. 16847; Flagge auf Tafel: Flaggen:
dandesfarben: Blau und Gelb. Orden: Seraphincu-Schwert⸗,
 Nordstern⸗, Wasaorden, Orden Karls XIII.
Gefchichte. Die ürgefchichte Ss ist fageuhaft; ans den
oielen Stümmen treden die Goten im S. und die
Schweden im N. hervor, die ihren Vereimgungspunbkt
im Tempel zu, Upsala hatten.. Die üpfala-König
schwangen sich über die kleinen Häuptlinge empor. Das
Christentum versuchte schon 880 der heil. Ansgar in S
8 Olof Schoßkönig ließ sich zwar (um 1oos
taufen, doch erst unter Inge dem Ältern, Ende des
14. Jahrh., wurde der Odinkultus ganz verdrüngt. Nach⸗
dem 1260 die Folkunger zum Thron gelanglen, ver
gmolzen die Goten und Schweden, Nach fortwähren den
dämpfen der Könige mit der Priesterschaft und dem Adel
ette der Adel 1363 Magnus II., den letzten Folkunger
ih und berief dessen Schwestersohn, Albrecht von Meckleu⸗
urg, zum Thron; dieser unterlag 1889 bei Falköpiug
jegen die Dänen, worauf die Königin Margareta G. d
urch die, Kalmärische Union (20. Juli 1887) S mit
Danemark und, Norwegen vereinigte. Ihr Nachfolget
seit 1412), Erich XIII von Pommern, ward 1486 ab⸗
Jesegt und Karl Knutsson Gonde) zuin Reichsvorsteher
Jewählt, der zwar 1441 Christoph von Bayern weichen
nußte, nach dessen Tod aber 1448 als Karck VIII. zum
önig gewählt ward. Zweimal (1457 und, 1466) ver
rieben und durch Christian J. von Dänemark ersehtt, be⸗
sauptete er sich endlich seit 1467. bis zu feinem Tode
1470). Ihm folgte als Reichsvorsteher fein Reffe Sten
Sture, diesem Shbante Nilsfon Stute (1804.12) und
diesem Sten Sture der Jüngere (1612-20), worguf
Christian II. von Dänemark als König anerkanut wurde.
gegen diesen erhoben sich die Schweden und wählten
dustav T. (Wasa) zum König (1023 60), der die Macht
ꝛes Adels brach und die Reformation einführte. Sein
Sohn Erich XIV. (1560 68) ward durch feine Brüder