om Thron gestoßen. Johann III. (1568—-62) mußte
—V d Vnen sen Sein Sohn Sigis⸗
nund (1582 1600), feit 1087 auch König von Polen,
uchte den Protestantismus auszurotien, wurde aber ge—
stürzt, worduf Karl i (160411) den Thron bestieg.
Sein Sohn Guftav 110. Adolf (16151—82) kämpfte sieg—
eich gegen die Polen, Russen und Däuen, mischte sich
dann in den Dreißigiährigen Krieg (js. d.)., Dessen Tochtet
Christine (163254) trat 1654 die Regicrung an ihren
Letter den Pfalzgrafen von Zweibrücken, Karl X. Gustav
— ab.Karl XI. verbesserte die während seiner
Ninderährigteit (bis 1072) zerriteten Finangen durch
Zurücknhme der der Krone entrissenen Güter. arl XII.
1697 1718) begann den Rorvischen Krieg (s. d.), der
S8üußere Madht brach. Unter seiner Schwestet und
Nachfolgerin, d Eleynore, und deren Geinahl Fried—
ich voñ Hessen-Cassel (1420—251) gingen die deutschen
Zesitzuuge und die Ostseeprovinzen verloren. Unter
Adoif Friedrich 1761- 71) bekämpften s zwei Parteien
des Adels (Hute nud Muͤtzen), Und die königl. Gewalt
sant un Sdellenbid herede Gußar du ir)
sellte dieselbe in erweiterter Form wieder her und siel
eshalb als Dpfer einer Adelsberfchwörung. Gustav IV.
Adolf ward Avoöo gestürzt. Karl XIII. welcher 1808
Kiunlaud an Rußlaud abtrat, 1814 gegen Pommern und
Rigen Norxwegen erwarb, adoptierte (1410) den franz.
Nasscheil Venadolte det debr IAsis als Karl XIV.
Johann ans dem Thron folte, Dessen Sohn Oskar, J.
—— neigte ciner Verfassungsreform im liberalen
Sinne zu; doch kam die Reichstagsordnung erst unter
—
Diefem solie 18 Sepi. 1872 sein Vruder Ostar il.
. — Durch Vertrag vom 10. Aug. 1877 trat S. seine
Anzige Kolonie, die westind. Insel Saint-Barthelemy, gegen
eldentschadigung an Frankreich ab. Am 6. Juni 1905
kündigte Norwegen die Union mit S., worauf 28. Sept.
in Ubereinkonnnen uüber das Verhältnis zwischen beiden
Staaten zustande kam. — Vgl. „Sveriges oftieiela gta
Istix“ Guührld, Agardh und cjüngberg (schwed., 4 Bde.,
882 63)Sibenbladhefranz 1876), Rosenberg Gchwed.
883 un 1887), Jonas 878), Rysscm (schwed. 1808),
—— —
deitert, 1001), Kjellen (shHwed., 1900), Ahlenius (schwed.,
—— Geschichte: Geijer (fortgesetzt von Carlson, 1832
8 Geyrell (40 Bde., 182370), Strinnholm (1887
80). Sgren Ischwed. 19009.
Schwedenhe he, Dorf im preuß. Reg.Bez. und Landkr.
romberg, (10906) 8028 E. naturwiss. Museum.
Zchwedische Heilgymnastik, Heilgymnastik.
Zwwedische gunst, ctandingosche Funft.
Schwedische Lebensessenz, Lebenselirier.
Schwedische dugerne Gediengo sucata T), sehr
cuügsame Luzernenart mit gelben Blüten.
Schwedifcher Klee GBastardtlee, Trifoitum hybrtdum
J. Kleeart, die noch auf moorigem Boden gedeiht.
Zchwedisches Gruͤn, s. Scheclesches Gruͤn und Kupfer.
SEwwedisches Vove, s. enors
Saqwedifche Sprache und Literatur. Die schwed.
Sprache, eine der wohltlingendsten Europas, gehört zum
ugrdgerman, Sprachzweige vund hat neben dem gJslan—
Aschen allein noch volle Endungen bewahrt. Das Alt—
wedische (älteste Denkmäler die zahlreichen Nuneu—
nischristen vom 10. bis 10. Jahrh.) destand aus einer Keihe
don Dialekten, die sich bald mit dein Norwegischen, bald mit
dem Danischen berührten. Vom 185. Jahrh. Verwilderung
der. Sprach durch fremde, bes, deutsche und dän. Ein—
se, nachdem sich seit der Mitte des 14. Jahrh. die
Velchssprache zu entwickeln begonnen hatte. Die Bibel—
bersehung der Bruͤde Olans und Laurentius Petri (1821)
die Grundlage des Neuschwedischen, das im 18. (unter
Zalin, Kellgren) und 10. Jahrh. (Tegner, Wallin) zur
Blüte gelange Geschichte der schwed. Sprache von Noreen
2. Ausi 1897); „Svenska Spräkoets-Lagar“ von Rydquist
nd Södewall 6 Boe 18603) Sammetiten von
— und Noreen (1881), Sunden (B. Aufl. 1885),
Ainders (I886), Poestion (8. Aufl. 1806). Walier (1800)
ur Altschwedisch Rorxten Lüson fg);. Wörterbucher von
— 1878), Hoppe (1880— 92), Wörterbuch der schwed.
—

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Sch

Die ältesten Denkmäler der schwed. Literatur sind die
ßrovinzialgesetze (Ausg. von Schlyter, 1825—77), denen
ich Chroniken, Überseßungen —9— Werke, ausländischer
omantischer Epen, Legenden ꝛc. anreihen. Auch die
olkevisor (Volkslieder) gehören der vorreformatorischen
jeit an (Sammlung von Geijer und Afzelius, 2. Aufl.
880; Arwidsson, 1834 -42, u. a.). Von Einfluß war die
seformation: die Übersetzer der Bibel Olaus und Lau—
entius Petri, zugleich Chronikschreiber und Dichter; Er⸗
lühen der theol. Literatur und der Schulkomödie. Von
ziufluß auf die Literatur wurde die Universität Upsala
ur Zeit des Messenius, des Vaters des histor. Schau—
»iels (13579 -1637), und des ältern —2 (1630 -
702; „Atlantica“), der neben dem Polyhistor Stjern⸗
elm seine Zeit beherrschte. Im 17. Jahrh. die Dichter
Virsallius, Lagerlöf, Dählstjerna, Lucidor, Frese, Trie—
oald, der Kirchenliederdichter Spegel u. a.; als Gefchichts—
hreiber Verellius, Pufendorf, Pexringskiöld, die Philo—
ogen Tjällman, Svedberg, der Mediziner Hiärne, die
gechtsgelehrten Stjernhöök, Abrahamson, der Philosoph
———
relsius, der Mechauiker Polhem (Schwedens Archiniedes).
im die Mitte des 18. Jahrh. steht Dalin im Mittel-—
unkt der schwed. Literatur: die sog. klassische, nach
ranz. Muster gebildete Schule wurde herrschend; die be—
eutendsten Vertreter dieser; die Liederdichterin Nordeu—
ycht, die Grafen Creutz und Gyllenborg; Mörk, Schwe—
ens erster Romandichter. Damals lebten der Botaniker
iunnt (1707-78), der Geschichtsschreiber Lagebring, der
-prachforschetr Ihre. Höhepunkt der schwed. Dichtkunst
inter Gustav IV. (1778 -1809); Gründung der schwed.
Akademie (1786), die trefflichen Satiriker und Lhriker
dellgren und Leopold; ferner Oxenstjerna, Fran Leun—
zren, Adlerbeth; eigene Wege gingen der geniale Bell⸗
an und seine NRachahmer Kertel und Hallnman, Lidner,
zhreusvärd, der schwed. Winckelmann. Rousseaus Ideen
ncctrat in Schweden zuerst Thorild, Ziit ihm, Frauzen
ud Wallin beginnt eine neue Zeit: Aufbluͤhen der Ro—
iantit, Beginuͤ der eigentlichen schwed. Nationalliteratur.
Den Kampf gegen die alte klassische Schule und für eine
cciere Richtung fuhrten Anfang des 19. Jahrh, zwei sich
arallel entwidelnde Schulen: ) die Phosphoristen (Ro—
autiter nach deutschem Vorbilde, benanut nach der von
anmarstidld herausgegebenen Zeitschrift Phosphoros“,
810 I, vertreten durch Atterbom, Dahlgren, Elg⸗
rom, Hebborn als Dichter, Hammarskibld, Palmblad,
hᷣraf Echwerin als Prosaiker; und —A
aterlandischen Romantiker, die auf die altnordische Zeit
urückgreifen); ihr Hauptführer Geijer, Stifter des Gotischen
Zuͤndes (Zeitschrist Iauna“), vertreten durch Afzelius,
ing, von Beskow, vor allem aber durch — Tegner und
inen Rachahmer Lindeblad. Mehr Selbständigkeit zeigen
Stagnelius, Sjöberg (Pseudonyni Vitalis), Nicander, der
elseitige Fahlcranb, und, der originelle Almgvist. Auch
er Roman exblüht'seit Anfang des 19. Jahrh.“ Haupt⸗
ertreter Friederika Bremer, Margareta von Knöorriug,
mulie Fiygare⸗ Carlen, Wetterbergh, Blauche, Sparre,
crufenstolpe Kidderstad, der Finne Topelius. Nach Ver—
i des got. Bundes treten bes, Rydberg und der Finne
duneberg als ausgezeichnete Dichter hervor, daneben
zöttiger, Nybom, aicn Strandberg, Braun,
turzenbecker, Wennerberg, Wetterbergh, der Lustspiel⸗
ichtet Hedberg, der Lyriker Graf Snoilsty; in jüngster
eit der Lyriker Baath, der Dramatiker und Roman—
Hriftsteller Strindberg, Charlotte Leffler⸗Edgren, die
Aichtigste Vertreterin des Realismus, Frau Agrell, Ahl—
ren, af Geijerstam, Wraner, Hedberg, der Novellist He⸗
enfljerna, Ola Hansson, Per Hallström, die Win Frö⸗
ing und Karlfeldt, die Romanschriftstellerin Selma La—
—— In der Wissenschaft gichneten sich aus: als Philo—
ophen Bolström, Sahlin, Nybläus, als Theologen der
irchenhistoriker Reuterdahl, der Bischof Thomander, die
——— Geijer, Strinnholm, Fryxell, H. Hilde⸗
rand, der Archäolog Montelius, die Philslogen Rydapvist,
züve, Rietz, die Aiterarhistoriler Klemming, Ljunggren,
Schück, die Rechtshistoriker Schlyter, Jürta, Agardh, die
Nediziner Huß, Retzius (Vater und Sohn), Holmaren;
ie Botaniker Agardh (Vater und Sohn), Wilström, Fries;
ser Chemiker Berzelius, die Physiker Hallström, Adlund,