el, Jod, Phos or, Fette, Ole, Kautschuk, Guttapercha,
iedet bei ade cngezundet, ust blauer Flamme
un Kohlendiotyd und Schefeldioryd, sehr feuergefährlich,
gistig gewonsten beim Aberleiten von Schwefeldämpfen
ber gluͤhende Kohlen, gereinigt durch Destillation, riecht
unrein höchst widerwärtig, rein Rloroformähnlich. S. dient
Nauptsächlich zum Extrahieren von Fetten und Hlen aus
dlsamen, Oliven, Mandeln ꝛc. zum Lösen von Kautschuk,
Bernstein; zum Tolen von Jusekten, bes. der Reblaus;
erbindet sich mit Alkalien zu Sulfokarbongten, die auch
ut Reblausvertilgung dienen, und mit alkoholischer Kali⸗
ösung zu xranthogensaurem Kalium, das im Judigodruck
oerwendet wird.
Schwefelkopf, Büschelschwamim (Agaricus sascicuris
 Mds. [Tafel: Pilze, 19]), I Pilz mit
unnem Stiel, grünlichen Lamellen unde wefelgelbem Hut.
4 Schwefelleber, die in Wasser löslichen Polysulfide
. Schwefel), bes. das leberbraune, gelbgrün werdende,
en zu Schwefelbädern bei Hautkrankheiten ꝛc, ver—
wendete Geinisch von Kaliumfnifiden, gewonnen aus Pott—
Iche beim Sehmelzen mit Schwefel; flüchtige S., s. v. w.
Schwefelammonium (. Ammonium).
Schwefel mehl, Echwefelbiumen, s. Schwefel.
Schwefelmeranle, die Berdindungen des Schwesels
it Metallen, W. Sehwefeleifen, Schwefelblei rc.
Zwy wefel in ich, Eqhwefel,
Schwetelnm vorbaider, . Htoorbäder.
Sgwefein verschiedene Verfahren zur Tötung von
Jufetlen schmaͤrotzenden Pilzen oder von Keimen schäd—
iher Organismen durch Schwefelpräpargte, bestehend in
Austreuen donSechrefepurer Sshefedlüte Shwefel⸗
—— oder durch Verbrennen von Schwefel, mittels der
hierbei entstehenden schwefligen Säure.
Schwefelnaphtha. uther Sgwefeloxyde, s
Schwefel. Schwefelquecksilber, s. Quecksilber. Schwejel⸗
quellen, s. Mineralwässer. —
Sqwefelregen;, der gelbe, Ipespige Uberzug
zuf xuhigen Teichen ꝛc., bef. im Mai, ist der fortgewehte
Blütenstanb don Nadelholzern
Schwefelfalbe, schwefelhaltige Salbe, bestehend aus
Schwefel und'Egweinefelt (etnfache Sy, vder ans Schwefel,
Zinksulfat und Schweinefett (zusammengesfetzte S.) beide
legen Krütze, Haulkrantheiten ec. verwendet.
Schwefeisalze, die Sulfosalze (s. Salze).
Sehwefeifanré, die Verbindung des Schwefeltrioryx⸗
 mit Wasser, konimt in der Natur hauͤptsächlich in
Salzen vor Schwefelsäurcanhydrid (Schwefeltrior svy,
entsteht bein Aberlesten von Schwefeidioryd mit Sauersloff
iber Platinafbeft oder erhitztes Eisenoryd, Chrom⸗ oder
Pangencund bildet lange, farblose, wasserfreie Prismen,
hnugt vet i5e, siedet bei A6“, raucht stark an der Luft,
ndem es Wasser anzieht und in Schwefelsdurehydrat über⸗
deht; verbindet sich nut erplosiver 5 wit Waffer
vird in, der Teerfardeninduftrie verwendet, meist in S
gelöst, als rauchen de S. Mordhäufer S., Vitriolsl). Diese
pird bereitet darch Destiüation von basischem Fetrisulfat
durch Rösten von Eisenvitriol gewonnen), jeßt vielfach
durch Lofen von Schwefeltrivryd in donzenitlerter S., und
aildet eine ölige Flüssigkeit, die schon bei gewöhnlicher
Temperaiur Schwefelsäureauhydrid abdunsten läßt und
daher rantht; a Gete e sheldet ban Ab
ühlen Kristalle“von Pyro-S. ab, die bei 350 wieder
dnelzen; Pyro⸗S. dient zum Lösen des Indigos, zur
darsteslung vieler Teerfarben, zur Verarbeitung des Erd—
vachses. Wewwöhnliche oder eugl. S. wird im poßen
urt Orydation von schipefliger Sanre durch Sa peter⸗
dure in Gegenwarl von Wasserdämpfen hergestellt. Die
hhweslige Säure wird durch Nösten von Kisenkies in
hesondern Ofen GKiesbfen) oder als Nebenprodult metal⸗
urgischer Operatonen gewonnen, mit überschuͤffiger Luft
m große, mit Bleiplaiten bekleidele Raume (Bleikammern,
neuerer Zeit vielfach ersetzt durch mit Siebplatten aus
urefestem Steingeng ausgesehle Tuͤrme, fog. Platten—
urme) geleitet und hier mit Salpeterfäuredaämpfen und
Wassetdampf innig gemischt. Auf dem Boden der Kammern
ammelt fich eine verdnnte S. Kammersäure; 80 680B.
pez. Gewicht 10) an; die zu Stickstofforyd reduzierte Sal⸗
etersnre wirbd durch die tgeführte Luft wieder orydiert
iu Stickftofftetrorhd, das von euent schweflige Sure uns

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Sch

Wberführt, zum Teil aber durch die großen Mengen mit—
eführten Stickstofses aus den Kammern fortgeführt wird.
Im Salpetersäureverluste zu vermeiden, leitet man die
Abgase durch einen mit Koks ausgeseßten Turm (Gay—⸗
zussac⸗Turmd, in dem starke S. etee die Stickstoff⸗
xyde zu sog. nitroser Süure (Gay⸗-Lussac⸗Sänre) bindet.
die nitrose Säure verdünnt man mit Kammersäure und
üßt sie im Gloverturm (zwischen Kiesöfen und Bleikam⸗—
nern) heruntertropfen; hier entzieht die schweflige Säure
hr die Stickstoffoxyde, und die Kammersäute wird konzen⸗
riert. Fehlt es in den Bleikammern an Wasserdampf, so
cheidet sich kristallinische Nitrosyl-S. Gitrofsulfonfänre,
Bleikammerkristalle) ab, die durch mehr Wasser in S.
ind Stickoxyde zerfällt. Die Kammersäütre wird in Blei—
fannen konzentriert bis zum spez. Gewicht 1,28 (600 B.
39 prozentige S.): Pfannensäure, und weil fie bei
söherm Gehalt Blei angreift, weiterhin in Gefäßen
»on Glas oder Platin bis zum spez. Gewicht 1,84 (660 B.
32-94 prozentige Säure): rohe eugl. S.; enthält immet
Bleisulsat, meist Arsensäure und Stickstoffoxyde und ist
»urch Berührung mit organischen Stoffen (Stroh u. a.)
zelb bis braun gefärbt, liefert durch Destillatson aus
Zlatinretorten reine konzentrierte oder destillierte S.,
iur noch 196 Proz. Wasser enthaltend, die beim Ab—
ühlen Kristalle von wasserkfreier S. abscheidet; diese
chmilzt bei 10,80, raucht schwach an der Luft. Konzen—
rierte S. wirkt höchst ätzend, verkohlt organische Sub—
tanzen, ist ein Gift, hat eine große Berwandt—
chaft zum Wasser, zieht aus der Luft Feuchtigkeit an,
nitwickelt beim Mischen mit Wasser soviel Wärme, daß
as Wasser zum Sieden kommen kann, Die Hauptinenge
der S. dient zur Sodafabrikation und zur Bewinnung
„on Superphosphaten. Die schwefelsauren Salze (Sul
ate) entstehen qus der Säure und Metallen oder durch
imsetzung mit Basen und mit Salzen leichter flüchtiget
Säuren (Karbonaten, Nitraten, Chloriden); die sauren
»der primären Sulfate sind meist in Wasser löslich, von
den neutralen oder sekundären een sind die des Kal—
iums, Strontiums, Barynms und Bleies schwer oder gar
ucht löslich und dlenen zur Abscheidung der S. aus dö—
ungen; Sulfate eutstehen auch durch Erhihen von Sulfiden
nit' Luft (Rösten). Die einzelnen Salze sind bei den be—
reffenden Metallen erwähnt. — Val. Lunge (2. Aufl. 1893);
Furifch (1803), Mierzinsti (1004).
Schwefelfaure Salze, s. Schwefelsäure.
Schwefelfäurevergiftung, Sulfoxysnmus. Der Ge—
uß von konzentrierter Schwefelsaͤnre hat eine Verbrennung
er Schleimhaut des obern Verdanungskanals zur Folge
ind führt in wenigen Stunden zum Tode; auch ver—
ünnte Schwefelsäure wirkt ätzend und, erzeugt heftige
zlutungen, denen Durchbohrung der Magenwand oder
soch ausgebehnte Narbenschrumpfungen folgen. Behand—
ung; Darreichen von Ol, dann schleimigen Geträukei und
Atalien (Seisenwasser, Soda u. aJ).
Zchwefelschnitie, s. Süßbrand.
Schwefelfilber, s. Silber. Schwefeltrioxyd, s. Schwe⸗
elsuure. Schwefelwässer, s. pede Schwefel⸗
vafferstoff, s. Schwefel. Schwefelzink, s. Zink. Schwefel⸗
inn, s. Zinn.
SZchweflige Säure, s. Schwefel.
Schwegler, Albert, prot. Theolog und Geschichts—
orfcher, geb. 10. Febr. 1819 zu Michelbach bei Schwaͤbisch—
Zall, 1848 Prof. der klassischen Philologie in Tübingen,
jest. z. Jan. 1857; schrieh; „Das nachapostolische Feit⸗
iter“ (2Bde. 1846),,Geschichte der Philosophie“ (16. Aufl.
9085), Geschichte der griech. Philosophie“ (3. Aufl. 1886),
Roöni. Geschichte“ (3 Bde. 2. Aufl. 186772; sortgesehi
son Clason, Bd. 4 und 6, 187376).
Schweichel, Rob., Schriftsteller, geb, 12. Juni 1821
u Konigsberg i. Pr., lebt in Berlin, schildert in seinen
tomanen und Novellen das Leben der Alpenwelt.
Schweidnitz. 1) Stadtkreis im preuß. Reg.⸗ Bez.
Zreslau, an der Weistritz (Schweidnitzer Wasser), (1900)
8438 (1905: 30539) E. Garnison, Land-, Amtsgericht,
ʒandelskammer, Friedenskirche (s. d.) Gymnasium; bis
867 Festung, früher Hauptstadt des sah Fürstent. S.
as 1368 an Böhmen, 1742 an Preußen dam. — Ge—
chichte von F. J. Schmidt (2 Bde., 1846-48). — ) 6.
Groß⸗S.), Irrenanstalt bei Löhau in Sachsen.