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Schweidnitzer Gebirge, Hochwaldgebirge, Berg—
andschaft in den Sudeten, im Heidelberg 80 m.
Schweifaffe, Saki (Pituecla), Gattg. der Breit—
nasen. Hierher der Satansaffe
Judenaffe, P. satänas Geqpr.
—VV
starkem, nach vorn gerichtetem
Backenbart, im üquatorialen
Südamerika; Weißkopfaffe (Pi-Vons
 Deren Geopr.),
schwarz, Vorderkopf weißlich be⸗
haart, ebenso der aee ashe Salasasse.
Schweifbiber, füdanerik. Art der Trugratten (s. d.)
Schweifsäge, Art der Spannsäge, mit sehr schmalem
Blatt zum Aussagen geschweifter (gebogener) Linien.
Schweifsterne, sKometen
Eqweiger⸗Lerchenfeid, ümand von, Reiseschrift
teller, geb 17. Ral Ibas zu Wien, bis 1871 österr
Offizier. veröffenilichte nker dem Halbmond“ (1876)
—D „Das Mittel
meer“ (1888), .Die Donau“ (1895), Allas der Himmels⸗
kunde“ (1897),, Im Reiche der Kyklopen“ (1880), „Das
neue Buch von der Weltpost“ (1801) u. a.
Schweigger, gIr Sal omo Christoph, Physiker, geb
8. April 1779 zu Erlangen, gest. 6. Sept. 1887 als Prof
zu Halle, erfand den naͤch ihmm benannten elektromagne⸗
tischen Multiplikator. — Sein Sohn Karl, Augenaͤrzt
geb. 29. Okt. 1830 zu Halle, 1868 Prof. in Göttingen,
1871 in Berlin, seit 1900 im Ruhestand, gest. 24. Aug
1805 n Berlin; schrieb: Spezielle Aungenheiltunde
6. Aufl. 1893), „Sehproben“ (3. Aufl. 1885); Mit⸗
herausgeber des „Archios für Augenheilkunde“.
Schweighofer, Felir, Komiker, geb. 20. Nov. 1842
zu Brunn, seit 1871 in Wien ee Theater
au der Wien, Carl⸗Theater), später auf Gastreifen.
Schweigfystent, . Gefüängniswesen.
Schweina, Flecken im Hgt. S.⸗Meiningen, am
Thüringer, Wald, (1000) 2741 68
Schweine, Voͤrftenliere (Suina), Familie der nicht
wiederkäͤuen den Paarzeher, mit dichtem Borstenkleid, zu—
Ispttem, in einer rüsselförmigen Schnauze endigendem
opf, zuweilen mit verlüngerken Eckzähnen (Häuern)
vorn und hinten vier Zehen, Bewohner der heißen und
gemäßigten Gegenden der Aen und Neuen Welt. Hierher
das Wild⸗S. (Sus sorofo T.) braunschwarz (daher Schwarz⸗
wild), Hauer (Gewehre) des Mannchens (Eber, Keilen)
stärker als die des Weibchens (Sam, Bache), meist in
Rudeln von 1030 Stück in wasserreichen Waldgegenden
Nordafrikas, Süd- und Mitteleuropas, West- und Mittel⸗
asiens. Bruͤnstzeit Rovember bis Januar; Tragzeit 16—
18 Wochen; die Sau wirft 136 Junge (Frischlinge). Bei
Tage im Versteck (Kessel) liegend, gehen die Wild-S. ersl
abends auf Nahrungssuche aus, dabei durch Zerwühlen und
Zertreten der Felder schadend. Die Fährte des Wild-⸗S
zeigt Abb. 545d bei Führten. Vom Wild⸗S. stammt dat
Haus⸗S. (Sus soxofs äomαεαεHοανοα [Schädel auf Tafel: Ske—
Lett II, 8), in zahlreichen Kassen gezogen. Wirft zweimal
m Jahre 612 Junge (Ferkeh), mit fuͤnf Jahren ausgewachsen,
 aber meist schon im zweiten Jahre I cagten Nach
den Zuchtgebieten unterscheidet man 1) die kraushaarigen
33 des füdöstl. Europa (Bakonyer, Szalontaer“nc. S.),
meist bräunlich, Fleisch grobfaserig; 2) die roman. S. det
südl. und füdwestt. Euxopa (Italiens, Spaniens 2c)
borstenlos, gescheckt; 8) S. des mittlern, westl. und nördt
Europa, dein Wild-S. am ähnlichsten; Marsch-S., süd—
deutsches (württemb. 2c.), poln. S.; durch Kreuzung mit
engl. S. entstand das westfäl., Meißner, Oldenburger etc.
S die engl. Eder große weiße Schlag, durch Kreu—
uns der frühern Rassen der Vorkshire⸗, Cumberland⸗
Lincolnshires ic.aS. entstanden, die mittlern (Berkshire z. B.
und die kleinen Schlage (Esser, Susser ꝛc.); 5) das amerik
S. Goland⸗Chingh Hauptkrankheiten des S: Rotlauf,
Finnen-, Trichinentranthet, Schweineseuche ꝛc. — Übei
Rassen gögl. Fihinger (1858), Rathusius (1860); über
Zucht Baumeister (. Auft 18h05 Meahz. an o9
demle Asos), Rohde (8. Aufi. Ig06) über Kranbente
Hilfreich (2. Aufl. 1808).
Schweinediphtherie, Schweinefieber, die Schweine⸗
seuche (s. d.) Schweinesinne, Bandwürmer und dingen,

rankheit. Schweinelaus, s. Tierlaus. Schweinepest,
Schweineseuche. Schweinerotlauf, s. Roliauf(derSchweine).
Schweineschneider, Schweinekastrierer, Gelzer,
Leute, die gewerbsmäßig Schweine kastrieren. hons⸗
Schweinesenuche, Schweinepest. akute Infeltiens
krankheit der Schweine, im wefentlichen eine anstecen r
Entzündung der Lunge (Schweineseuche) oder des 8
kanals (Schweinepest) mit Negung zu andigen
sterben, hervorgerufen durch ein Vakterium. Zuerst
Amerika (Swine plague, Hogcholera), dann in snien
Swino kfover) beobachtet. — Vgl. Grips, Klage —
ieberle (1004), Vec und Koste (igos Boest 1006).
Zchweinetyphus, s. Rotlauf (der Schweine). g
weinfurt, Unmittelbare und Bezirksstadt im
Neg.⸗Bez. Unterfranken, am Main, (1900) 15802 919
18416) E., Land- Amlsgericht, Gymnafium, Realschule:
Fabrikation von Farben (Schweinfuͤrter Grün, Bleweiße
Altramarin), Maschinen, Leder, Schuhwaren ꝛc., ehema
Freie Reichsstadt. — Vgl. Stein (Geschichte; 1878). iß
Schweinfurter Grun, prachtvoll grüne Farbe deg
arsenigsaurem und essigsaurem Kupfer, wird, aus bg
pan, und arseniger Suͤure hergestellt; tzruige taftatnm he
Masse, wichtige Dl-, Kalt- und Wasserfarbe, aber gif—
st durch Schwerspat, Bleisulfat oder Chromgelb —
m Haundel als Casseler, Kirchberger, Neuwieder, Parigen
Wiener Grün, Englisch- Kaiser-⸗, Königs-, Mineral⸗,
Mitis⸗, Original-⸗ Papagei⸗, Patentgrün. De
Schweinfurth, Georq, Afrikareisender, geb. 20. J
836 zu Riga, erforschte 1864—66 die Flora —
gebietes, bereiste 1868271 von Chartum ans die e
der Dinka, Dschur, Bongo, Riam-HRtiam und Monhuttu,
entdeckte das Zwergvolk der Akka und den Uellefluß,
orschte 1873 -74 die libysche Oase Chargeh, siedelte 187
auf Aufforderung des Khediven nach Katro über, von n
aus er die Agypt.-Arab, Wüste zwifchen dem Ril und den
Roten Meer in 12 Streifzügen bereiste, feit 1889 in Berun
gitweise wie der in Agypten; schrieb Im Herzen von
Afrika“ (2 Bde. 18745 neue Ausg. 1678) und gab mi
datzel Emin Paschas Reiseberichte Briefe heraus —
Schweinichen, Haus von, schlef, Nitter, geb. 20. JInn
552 auf Gröditzberg, begleitete Herzog Heinrich XI, —
ziegnitz auf seinen Fahrten durch Polen uͤnd Deutscuann
gest. 28. Aug. 1616 als Hofmarschall Herzog Friedrichs1
Seine kultürhistor. wichtigen Denkwürdigkeiten hg. von
Desterley (15878), E. von Wolzogen (1885).
Schweinitz, Stadt im preuß Reg Bez. Mersebutg
der Schwatzen Elfter, (1000) 1303 &amp;. Amtsgericht.
Schweinitz / Stadt in Böhmen, (1900) 3428 E. p
Schweinitz, Rudolf, Bildhauer, geb, 18. Jan, 1839
zu Charlottenburg, gest. 8. Jan 1896 in Berlin; Genre⸗—
verke (Der gefährdete Amor, 1881), Portrütbüsten preus
Sexrscher und Feldherren, dekorative Staluengruppen, un
Zchweinsaffe/ s. NRatak. —
Schweinsberg, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Cassel,
der Ohm, (1806) 779 6E.
E een Dorf in Böhmen, bei Skalitz, oo
52 E.; hier 28. Juns 1866 Sieg des preuß. General
teiumetz über die Osterreicher unter Fesietics.
Zchweinsfeder, s. Sauͤfeder.
Schweinsgunmi, s. Ciusia.
Schweiß (ESundor), die tropfbar flüssige Hantausdün⸗
tung, die durch die Schweißdrüfen der Lederhaut ah⸗
zesondert und durch deren Ausführungsgang, den Schweiß—
angal, nach der Oberfläche der Haut geleitet wird, wo sie
»urch die Schweißporen hervorkritt (Tafel: Sinnesor⸗
Janke J, 1J. Chem. Bestandteile des S.: Wasser flüchtige
Fettsäuren, Harnstoff und Mineralsalze. Die Äbsonderung
es S. erfolgt durch den Einfluß besonderer Nerven (Schweiß⸗
aerven) und des im Rückenmark gelegenen Schweiß zeutrums
vodurqh sich auch der Augst⸗S. erklärt, Die mit S. getränlten
Hautabschilferungen faulen leicht und verursachen den übel⸗
iechenden S. Fuß⸗S.). Beim schnellen Abfallen von dieher
emperaturen tritt S. auf (kritischer S.), beim Eiterfieber un
der Lungenschwwindfucht vestehen erschöpfende S. (S, auch
ẽnglischer Schweiß.) — Schweißtreibende Mittel (Dia-Mmoretioa):
 Einhüllen in Decken, Trinken von viel warmen
Wasser oder Fliedertee.
Schweiß, in der Jägersprache das Blut aller Jagd⸗
iere, auch wohl des Hundes.