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Schwinmmen, das Nichtuntersinken eines in eiue Flüssig—
keit getauchten Körpers, der leichter ist als jene; sind beide
zleich schwer, so schwebt er. Jeder schwimmende Körper
erleidet einen Auftrieb (s. d.).
Schwimmender Kopf, s. Klumpfisch [Abb. 935).
Schwimmendes Gebirge, von Wassern durchtränkte
andartige Gebirgsschicht der juͤngern Formationen, oft
Braun- und Steinkohlen überlagernd und dem Bergbau
Schwierigkeiten bereitend (Schwimmsand, Fließ).
„Schwimmer, leichter Körper, der, anf einer Flüssigkeit
hwimmend, den Stand derselben auzeigt; dient bei Wasser—
zehältern auch zur Absperrung der Leitung, aus welcher das
Reservoir gespeist wird
Schwimmfüßße, die zum Schwimmen eingerichteten
Bliedmaßen zahlreicher Tiere, bes. von Vögeln und gn—
ekten; oft mit einer die Zehen verbindenden Schwimmhaut.
Schwimmkäfer (Pyticidae), arteneiche
 (üher 900) Familie der fuͤnfzehigen
Käfer, mit flachgedrückten und bewimperten
Hinterbeinen (Schwimm- oder Ruderbei—
nen); viele S. fliegen auch. Hierher die
Gattg. S. (Tauchkäfer, Dyticus), mit dem
Breitrand (D. latissimus L.), schwärzlich,
Unterseite gelb, selten, in Fischteichen; Gelb⸗
raud (D. marginalis L. (Abb. 1691), oben
hunkelgrün, Seitenwand der Flügeldecken gelb, 1691.
gemein in stehenden Gewässern. sMNattern). Gelbrand.
SZchwimmnatter, die Ringelnatter (s.
Schwimmpolypen, Blasenquallen, Blasenträger.
„rdnung der Polypomedusen, s. Röhrenquallen.
Schwimmsand, s. Schwimmendes Gebirge.
Schwimmschneden (Noritidae), zu den Schildkie—
meru gehörige Familie der Vorderkiemer, mit halbkugliger
dicker Schale, teils Süßwasser-, teils Meeresbewohner;
hierher Mondschuecke (Meer⸗S., Norsta), Flußz⸗S. (Neri
tina), Nachenschnecke Navicelia) 2ꝛc. — Auch einige Kiel—
füßer, die Flossenfüßer n. a. werden S. genannt.
Schwimmvpögel (Natatores), Vogelordnung der ältern
Systematiker, eine die Ordnung der Entenvögel, Ruder—
üßler, Langflügler und Taucher umfassende Vogelgruppe
Schwimmwage, s. v. w. Aräometer.
Schwind, Mor. von, Maler und Zeichner, Vertreter
der deutschen Romantik, geb. 21. Jau. 1804 zu Wien,
seit 1847 Prof. an der Akädemie zu München, gest. das.
8. Febr. 1871. Entwürfe zur Ausschmückung des Schlosses
Hohenschwangau und der Wartburg (Sängerkrieg, Szenen
aus dem Leben der heil. Elisabeth); Staffeleibilder (Ritter
Kurts Brautfahrt, Die Hochzeitsreise); zyklische Kompo—
sitionen zu „Aschenbrödel“, „Die sieben Raben“, „Die
schöne Melusine“, Kartons zu Glasmalereien. — Vgl
Führich (1871), Holland (1872), Haack (2. Aufl. 1906,
Weigniann (1905).
Schwindel (Vertigo), krankhaftes Gefühl, zufolge
dessen dem Kranken die Außenwelt, namentlich der Fuß—
boden schwankend scheint, beruht am häufigsten auf Störun—
gen des Gehirns (Kopf-S.), und zwar sind die Ursachen
keils rein pfychisch (Angst-S., Halluzinations-S.), teils
durch wirkliche Hirukraukheiten veranlaßt (z. B. Blutan—
häufungen, Blutarmut, Schlagfluß), teils hängen sie mit
Störungen der Sinnesorgane zusammen (Augen-S., Ohren—
—A
nen reflektorisch S. erregen (sog. Magen-S.). — Der
epileptische S. ist ein epileptischer Anfall ohne Krämpfe. —
Bgl. Hitzig (1808), Panse (1802).
Schwindflechte, Schwindknötchen, Knötchenflechte
Hautkrankheit in Form weißlicher oder rötlicher Knötchen,
die Jucken verursachen und unter kleienförmiger Schuppung
verschwinden. Urfachen: Hautreize (Unreinlichkeit, Ungeziefer,
Einwirkung der Hitze ech) oder Ernährungsstöruüngen. Be—
handlung: Bäder, Schwefel- und Teersalben, innere An—
wendung, von Arfen. — S. bei Tieren, s. Finuͤenausschlag
Schwindler, s. Drehkrantheit.
Schwindsucht (Tabés Tabescdentia), im allgemeinen
des allmähliche krankhafte Abnehmen an Fleisch und
Fräften, im engern Sinne versteht man darunter die tu—
berkulbse Lungenschwindsucht (s. d).
Schwingbaunm, alte Vorrichtung zum Heben von
Wasser, ein Ziehbruunen mit Schivengel.
Schwingbrücke, s. Klapphriicken sAbb. 928).

t⸗
Schwinge, l. Nebenfluß der Elbe in Hannover ent
pe ins hn Biccte wonde, mundet unterhalb, 8
ei Brunshausen. — S.Kanal, Oste⸗S.Kanal, s. Oste.
Zchwingel, Grasgattg., s. Festuca.
Schwingen, im Seewesen, s. Schwoien.
cchwingfaben, Alge, f. Oscillarxia [Abb. 3
Schwingkölbchen, Halteren, die verkümmerten Hiuter⸗
agel der Zweiflügler. *
Droop, ein Kran, der aus einem doppe
armigen Hebel besteht, an dessen eines Ende die zu sen m
den nd gehängt werden, während das andere Ende ei
Begengewicht trägt. chblei⸗
Schwingung, Vibration, Oszillation, in gleich de
benden Zeitaumen zwifchen veffintmten Grenzen hin b
her gehende Bewegung eincs Körpers (Pendel, Gl⸗ n
Saiten, die Luft beim Schall, der Lichtäther 2c.), sie ist ei
steheude (Saite) oder fortschreitende (Wasser⸗, Schalu⸗ un
Lichtwellen). Schwingungsdauer ist die Zeit bis ag
Rucktehr zu demfelben Puntt, die Zeit eines Hin— ig
Hergangs, dessen Größe man die Amplitude neunt.
gibt Quͤer- oder Transversal-S, (Licht, strahleude in
Ind dungs- oder Longitudinal-S. Schall). Durch dor—
»tzung von S. entstehen Wellen (s. d.).
nirrsiegei eniegen.
ZSchwirrvögel, s. Kolibris. i⸗
Schwitzbad, s. v. w. Dampfbad. Auch mit Elektri
werden S. hergeftellt (j. Elektrisches Lichtbad).
Schwitzen, s.Shweiß.
Schwödebrei, s. Anschwöden. dab
Schwoien (jchwojen, schwajen) oder schwingen,
rumdrehen der Schiffe vor Anker.
Schwören, s. Erd.
ch wund, in der Heilkunde, s. v. w. Atrophie.
chwungkraft, s. Zentralbewegung.
hwungmaschine, s. Zentrifugalmaschine. n
Schwungrad Schloungscheibe schweres Rad We
Maschinen, zur Ausgleichung der kleinen uͤlregelmäßigkei *
m Gang derselben, indem es zufolge des Beharrunga
ermögens die einmal angenommene WGeschwindigkeit e
eitlang beibehült, auch wenn die antreibende Kraft o
ie zu üherwindenden Widerstände etwas zu- oder abnehme
Tafel: Dampfmaschinen, 1 (1)J.
Schwur, s. Eid. zue
Schwurgericht, Geschworenengericht, Jury, allgemein
Bezeichnung für eine Versammlung von eidlich in ——
Jenommenen, regelmäßig rechtsunkundigen Vertrauen.
nännern aus dem Volke (Geschworene, engl. nrymen
rz. juxées), die in bedeutendern Gerichtsfällen durch e
Spruch (Wahrspruch, Verditt, in Hsterreich: Aus spruch
»en Sachverhalt feststellen und damit die Auwendung
iuschlagenden Gesetzes durch die rechtsgelehrten Richt
orberetten. In Deutschland ist die Geschworenenbank nt
wölf Männern besetzt. Diese werden einberufen auf Grund
einer Geschworenenliste, welche alljährlich von einem d
den Amtsgerichten zusammentretenden Ausschuß aufgeste
vird, Sie haben uber die Schuldfrage zu eutscheiden (zut
Bejahung mindesteuns 8 Stimmen nötig), die drei an der
Zethandlung teilnehmenden rechtsgelehrten Richter über die
Straffrage. Die S. sind zuständig die Verbrechen, welche
icht zur dustäudigkelt der Straftammer dder des Reichs—
gerichts gehören, in manchen Staaten, z. B. in Bayern, auc
ür die Preßvergehen. Gerichtsverfassungsgesetz 8 ——
Strafprozeßordnung g88 276 fg. In Ositerreich stimmt de
Lerfahren wesentlich mit dem deutschen überein. — Die
Heimat des Justituts der S. ist England; von da wurde
S zuerst nach Frankreich verpflanzt und ging dann in die
neisten andern europ. Länder über.
Schwyz, einer der Urkantone der Schweiz
ind eine der 4 Waldstätten, 908 qkm, (1900)
55 885 meist kath. E., von den Schwyzer
Alpen (westl. Teil der Sihlgruppe der Glar—
ner Alpen, im Rigi 1800 mm hoch) durchzogen,
im S. rauh, im N bewaldetes Voralpenland, 5
von der Sihl und Wäggitaler Aa und der α,
Muota bewässert; im W. der Zuger, im S.
»er Vierwaldstätter See. Wichtigste Iudustriezweige: Baum—
voll⸗ und Seidenspinnerei uͤnd -weberei, Strohflechterei—
Töpferei. — Der Hauptort S. Karte: Schweiz I, U,am
Fuhe des Mythen“ au der Gotthardbahn 308 Bgl.