Scr

676

Soriptõres historiae Augustae, die sechs röm. Ge—
chichtschreiber (Aülius Spartianus, Vulcatius Gallicanus,
Trebellius Pollio, Flavius Vopiscus, Alius Lampridius,
Julius Capitolinus), die im 8. und 4. Jahrh. n. Chr. die
röm. Kaisergeschichte (Distoria Augusta) von 117 284
schrieben; Ausg. von Peter (2. Aufl. 1884).
Soriptum (lat.), Mehrzahl veripta, Schrift, Buch;
-chulübung im Übersetzen; Skriptür, das Schreiben, Schrift.
Sorophularia T., Braunwurz, Pflanzengattg. der
Skrofulariazeen. S. nodösa T. und S. aquatien T. in
Deutschland häufig.
Sorotum (lat), der Hodensack (s. Hoden).
Serupulo, pottug. Gewicht, s. Escrupulo.
Scudern (spr. ßku), Georges de, frauz. Dichter, geb
604 zu Havre, Mitglied der Franz. Akademie, gest
14. Mai 1667 zu Paris; schrieb Dramen („a comédie
des comsdiens““ 2c.), das Epos „Alarie“ und bes. die
Lorneilles „Cid“ herabsetzenden Observations sur Ie
bid“ (16037). — Seine Schwester Mavdeleine de S., geb
1607 zu Havre, gest. 2. Juni 1701, verfaßte romantisch—
histor. Romane, wie „Ibrahim“, „Artamône“, „Olélie“,
ußerdem „Oon versations et entretiens“ und, Piscoure—
de la gloire“. — Bgl. Rathtry und Boutron (1873).
Seudo (ital. „Schild“), früher Goldmünze in Rom
* 4,88 M, in Venedig — 115,561 M, Silbermünze, in
Benug zuletzt — d,e2, in Rom S 4,80, in Venedig — L21,
n Neapel — 4,18 M.
Souipsit (lat.), hat es gestochen (auf Kupferstichen).
Soulptor, Sternbild, s. Bildhauerwerkstätte.
Boutum, der große Holzschild der röm. Legionarier.
s. Sobpiesci, Sterubild, s. Sobiestischer Schild.
Soxbalium Schott. et PIndl., Pflanzengattg. der Balano—
phorazeen, Schmarotzergewächse auf Baumwurzeln in Süd—
und Zentralamerika,. 8. fungiforms
 Schott. IAbb. 1684] hat
jutpilzartige Bluͤtenstände.
Seylla, sagenhaftes Ungeheuer,
Skylla.
rnnan (Gehitati, 831
)ie napfförmig geprägten byzant. 394. Soybalium.
Bold- und Silbermünzen. Ashie Sedbetüne
—XX—
Seythia, s. Skythen. [dakota).
S. D., offizielle Abkürzung für South Dakota (Süd—
S. D. G., Abkürzung für Soli Deo gioria (s. d.).
Zdobba, Fluß, s. Isonzo.
Sdunstkaͤja Wolja (poln. Zduüsta Wola), Stadt
m russ.⸗poln. Gouv. Kalisch, 16 934 E.
So, chem. Zeichen für Selen (s. d.).
S. E. Abkürzung für South Ast (engl.) oder Sud Est
frz.), Südost; auchh für Son Pmineree (frz.), Seine
Eminenz, und Son RPxcellence, Seine Erzellenz.
Seaham Harbour (spr. ßiämm hahrb'r), Stadt in der
ugl. Grafsch. Durham, an der Nordsee, (1901) 10 163 E.;
Glas- und Eisenhütten, chem. Fabriken.
Seal (engl., spr. sihi), Seehund, Seehundsfell.
Sealsfield (spr. ßihlsfihld), Charles, Romanschriftsteller,
 eigentlich Karl Postl. geb. 3. März 1798 zu Poͤppitz
bei Znaim, wanderte nach Amerika aus, lehte seit 1832
meist in der Schweiz, gest. 26. Mai 1864 bei Solothurn;
schilderte das Leben üneic („Der Virey und die Aristo—
kraten“, „Lebensbilder ans der westl. Hemisphäre“ 2c.). —
Biogr. von Smolle (1878), Faust (1897).
Zealfkin (eugl., spr. ßihl-), s. Robbenfelle.
Seance (frz., spr. ßeängß), Sitzung.
Seapoys (spr. ßihpeus). Sipahi.
Zeafon (engl., spt. ßihsstn), s. Saison.
Seattle (spr. hihtl), Stadt im nordamerik. Staatt
Washington, am Pugetfund, (1903) 92020 E.
Seb, ägypt. Gottheit, der Vater des Typhon, von den
Griechen mit Kronos verglichen.
Sebaldus, der Heilige, Schutzpatron Nürnbergs, soll
als Einsiedler bei Rücnberg gelebt haben, gest. 8o1 Grab—
denkmal von Peter Vischer in der Sebalduskirche zu
—
Sebaste, der griech Name von Samaͤria (f. de).
Sebastian, Heiliger und Märtyrer, aus Natbonne
in Gallien, unter Diokletiau Hauptmaun in der Prä—
torianergarde, soll 288, weil er den christl. Glauben nicht

erlassen wollte, von mauritanischen Bogeuschützen mit
000 Pfeilschussen durchbohrt und schließlich zu Tode. ge⸗
upt worden sein; Schuhpatron der Schütengesellschaften.
he dchtntstag 20. Jam“S. Beilage: Heiligesꝛc.]
Sebastian, Koͤnig von Portugal (1567-78), —*
554, folgte seinem Großvater Johaun III., fanatisch urd
ibenteueruch, fiel im Kampfe gegen Marolko 4. Aug. —
bei Kassrel-Kebir. Da sein Leschnam nicht gefunden ward,
traten vier Abenteurer als Pseudo-S. auf.
Sebaftiani, Frauçois Horace Sastieun, Graf, franz—
Marschall, geb. 11. Nov. 1775 zu La Porta Korßla
unter Napoleon J. General, 1806 Gesandter in Konstau⸗
tinopel, kümpfte bis 1811 ruhmvoll in Spanien, 11 n
Rußlaud, 1813 bei Leipzig ind Hanau, 1839-84 I
nister des Auswärtigen, darauf Gesandter in Neapel un
London, 1840 Marschall, gest. 21. Juli 1851. dt
Zebastiansberge (Pasberg, Vastelberg, Bergsta
Böhmen, im Erzgebirge, (1000) 1985 E., mchtige
Zebastopol, s. Sewastopol. ———
Zebbe ESebevid, amtlich Sebe, Ort in Togo, am Nord⸗
rder Lagune, bis 1897 Sitz des Gouverneurs.
Sebcha, Salzsumpf, s. Schott. t
Sebenteo, Bezirksstadt iu Dalmatien, am Meerbuse
von S., (1900) 10072, als Gemeinde 24747 E., drei gort
«öne Kathedralkirche. e. (Ab qkn, 4844
Zebefh, Kreisstadt im russ. Gop. Witebst, am Se—
Zebestenenbaum, s. Cordia.
—A Tais emen
Zebili, tunes. Piaster — O,pon A. 8000 6
Sebniig, Sladt in der sächs. Kreish. Dresden, in er
Stchf. Eheig im Tal des Sehnitßbache, s1800) 8747 E.
Amtsgericht, Bismarckbrunnen. Loakyv
Seborrhöe (grch.), Schmerfluß, Kleieuflechte, Bücker
krätze oder Gueis, Hantkrankheit, bes. des Kopfes (s.
Schuppen), auf krankhaft vermehrter Absonderung e,
Hauttalg beruhend, mit reichlicher Schuppenbildung. Be⸗
handlung: Glyzerinseife, milde Salben.
Sebu, groͤßler Fluß Marokkos, entspriugt im Atlas,
nündet nach 335 k17m bei Mehedija in den Atlaut. Oʒean
Sebnlon, der sechste Sohn Jatobs und der Lea, Ahn—
jerr des Stammes S. (westl. vom See Geuezareth), der
aur unter Debora geschichtlich hervortrat,
Sebuse, alger. Fluß, s. Sehbouse.
seo, Abkürzung für Sekante (j. d.).
s. e. o. Abtürzung für Saivoerrore caleuli (.- d.
Boα, Pflamengatige, Roggen, 8. Lornutum, f
udutterkorn. b
Secchi (spr. ßekti), Pater Angelo, ital. Astronom, geb.
9. Juli 1818 zu Keggio nell' Emilia, Jesnit, Direktor der
Sternwarte des Collegio Romano zu Rom, gest. 26. Febr.
878; Hauptwerke: „Die Sonne“ (deutsch 1872), Die
Sterne“ (deutsch 1878). — Biogr. von Rohle ——
Secchia (spr ßecksch, r. Nebenfluß des Po in der ital
drov. Modena, entsptingt am Apennin, mündet nach
40 xm in der Prov. Mantua.
Secoo (ital.), trocken; ai secco malen, auf trocknem
vrunde malen lim Gegensatz zur Freskomalerei). J
Seceders (engl. spr aßhAbweichende⸗) die Au⸗
änger der von der schott. Staatskirche abgesonderten „Ver⸗
inigten presbyterianischen Kirche“; bilden seit 1782 eiue
igene Kirchenpartei mit demokrat. Verfassuug, 17423
820 gespalten in Burghers, welche den das Vekenntnis
ur Religion der Staatskirche enthaltenden Bürgereid lei⸗—
teten, und Autiburghers, die ihn verweigerten.
Secentismus (oom ital. secento, spr. ßetsch-, d.
chshundert, abgekürzt fur 1600, das 17. Jahrh.), der inn
7. Sahrh. in der ital. Dichtung herrschende schwülstige
*til (Marinismus, s. Marini).
Sech, das Mefser am Pflug(s. d. nebst Abb. 1874 b).
Zechellen, Inseln, s. Seycheilen.
Sechelles, Herault de, s. Heranlt de Sechelles.
Sechseunder, ein Edelhirsch, dessen Geweih in drei
ackeuförmigen Spitzen (Enden) endet; die Stange trägt
ber der Rose eine Augsprosse und darüber die Mittel⸗
prosse (s. Eissprosse nebst Abb. 492).
Sechser, das fruͤhere hz-Silbergrofchen- oder b⸗Pfennig⸗
ick, und das 6-Kreuzerstück von 0 Guldeu.
Zechsfüßer, s. JInsetten.
Zechshaus, westl. Vorort von Wien.