Seqchsstädte, die 1346—1816 verbündeten Städte
Bauten, Görlitz, Zittau, Löbau, Lauban und Lamenz.
S auch Vierstuͤdte)
Sechs undfechzis, Kartenspiel zwischen zwei Personen
mit 24 Blättern; jede erhält 6 Blätter, der Rest wird
erdedt, bis auf 'eine Karte, den Trumpf, als Talon auf
den Tisch gelegt; 66 Voints entscheiden das Spiel.
Seckan, Marktflecken in Steiermark, Bezirksh. Juden⸗
urg, an den Seckaner Aipen Giedere Tauͤern) (19800)
80 J— Domkirche mit Mausoleum Herzog Karls II.
vm Steiermart und dem Grabe des Dichters Ulrich von
iegtenstein, von 1nne Bischofesig
Zecel, bw. Sctel dJ
Seckenburger Kanal, s. Friedrichsgraben.
Sedendorff, altes, in Deutschland und Osterreich⸗
ngarn verbreitetes Adelsgeschlecht. — Veit Ludwig von
2 Staatsmann und Gelehrter, geb. 20. Dez. 1626 zu
Herzogenanrag Oberfranken), gest. 18. Dez. 1602 als
danzler der Universität Halle; schrieb: „Gommentarius
istorieus et apologeticus de Tutueriieno oα
.A. — Sein Neffe Friedr. Heinr. Reichsgraf von S.
eb. 5. Juli 167 zu Königsberg (Franken), kämpfte
een die Türken und Frauzofen, 718 Reichsgraf, i86
gaiserl. Gefandter in Berlin, schlug 20. Ott. 17885 als
Neichoͤgenerht die Franzosen bei Klansen, 1737 Feld⸗
Narschäll, focht umglüciehe gegen die Tuͤrken, deshalb
abgeseßi ward Oberbefehlshaber des bahr. Heers
bis 1745, gest. 238. Nov. 1763 zu MReuselwitz. Gustav
Freiherr voun S. bekannt nuter dem Namen Patrick
Peale, geb. 20. Nov. 1775 zu Meuselwitß, erst im Jur—
ächs. Slaatsdienst, fuchte feit 1808 durch üsthetische Vor⸗
esungen in plastisch- mimische Musterdarstellungen die
deutsche Schauspielkunst zu heben, 1814 Pros. am Caro—
inuin in Braunschweig, gest. 10. Dez. 1828 zu Aleran—
v im nordamerit. Staate Louisiana; schrieb Trauer—
ie Bedichte“ (1820) n. .
—— — 30 Freiherr von, Präsident des
Reiwhogerihig geb. 22, Rov. 1844 in Köln, 185 vortra⸗
Jender Rat iin Reichsjustizamt, 1898 Unterstaatssekretär
de Staatsministerium, Mai 1805 Prasident des
Neichsgerichts
Seckenheim, Dorf im bad. Kr. Mannheim, am Neckar,
180) 1778 E.; hier 1462 Sieg Kurfürst Friedrichs J. des
ẽiegreichen von der Pfalz. 180) 682386
Zeclin (pr. ßekläng), Stadt im franz. Dep. Nord
Sootio aures (lat.), Goldener Schnitt (s. d.). 8.
azarsa, s. Kaiferschnitt. szu 640 Acres 86,60 qkm
Zectivn (eugl. spr, sechschin) , nordamerik. Landmaß
Sedaine Upe ßedähn), Michtl Jean, franz. Dichter,
b. Imn i9 zu Paris, gest. das. 17. Mai 1781
crrieb bes. Lustspiele l, Ds prildocophe zans ig⸗ savoirꝰ)
ind Opernterte „Amphitryon“, „Ancassin und Nicolette“,
evl ise —
Sedalia, Stadt inn nordamerik. Staate Missouri,
o00) 13 251 E.; Eisenbahnwerkstätten.
Sedan (or. däng), Stadt im franz. Dep. Ardennes,
dedn der Maas, (1801) 18 340 E. bdis 1878 Festung.
Der Sieg der Deutschen über die Franzosen bei S. J. Sept.
870 führte 2. Sept. zur Gefangennahme des Kaisers
Napoleon ir und der frauz. Armee. — Vgl. Nieusiädt
1886), don Scherff (1897), Tanera, (1808).
—A
Sodos (at), Sitz, Wohnsitz; 8. apostoliea, der Apo—
lousche püpste Suht
Sede at.), Sechzehntelform, Format eines Bogeus
on 16 Buͤtterk (32 Seiten).
Sedgley (spr. heddshled.Stadt in der engl. Graffch
ctafford, (1901) 15951 E., Steinkohleneæ, Eifengruben.
Zedhiu, Orn am Easccuan⸗ d).
Zedlin ent lat) Bodleas Sedimeute, Aeblagerungen,
Ab satz oder Schichtfen Igesteine, Flözgebirge, iu der Geon
duie mit Hiffe des afers dur Ablagerung gelangte Ge⸗
Airgsglieder . Gesteine), unterscheiden sich von den eruptiven
der Massengesteiten durch ihren Aufbau aus lanter ein—
Elnen ziemlich parallel übereinander liegenden Schichten (.
nichtung und dadurch, daß sie oft Reste der zur Zeit der
Ablagerung lebenden Tier- und Pflauzenwelt umschließen
Verfleinerungen führen), Die aus den S. (Sand, Kies,
Lon rc.) entstaändenen Gefteine der Sevine ä nn

677

See

ud Konglomerate, Sandfteine, Schiefertone, Touschiefer,
—
ie Zusammenfassung der Gesteinsbildungen der einzelnen
colog. Zeitabschuittẽ zu Geologischen Formationen und
svruppen s. Geologie nebst Beiblatt und Tafel: Geo—
ogische Formationen, und Abb. 652bä. (6.
iuch Rolische Sedimente.)
Sedisvakanz (lat.), Erledigung des päpstl. oder eines
ischöfl. Stuhls. Sedisvakanzmuͤnzen, Kapitelmünzen, die
zährend der Erledigung münzberechtigter Erzbistümer, Bis—
amer und Abteien von den zustündigen geistl. Herren oder
dollegien geschlagenen Münzen. — Vgh Zepechick (1822
nit Nachträgen). lrührerisch.
Sedition (at.), Empörung, Aufstand; feditiös, auf⸗
Sedlnitzki, Leopold, Graf von, kath. Konvertit, geb.
9. Juli 1787 auf Schloß Geppersdorf Osterr.⸗Schlesien),
838 Fürstbischof von Breslau, legte 1840 infolge seines
doufliktes mit der Kurie wegen seiner staatsfreündlichen
haltung in der Mischehenfrage sein Bischofsamt nieder,
og nach, Berlin und trat hier 1863 zum Protestantismus
ber; gest. 26. März 1871. Selbstbiogr. 1872. — VBgl.
dölbing (1891).
Zedschistan, Landschaft in Iran,
Seistaͤn. Ischäftigkeit.
Sedulität (lat.), Emsigkeit, Ge—
Sedum L., Fetthenne, Mauerpfeffer,
aflanzengattg. der Krassulazeen, Kräu—
er oder Halbsträucher mit fleischigen
ZBlüttern. 8. aers L. (Steinpfeffer,
nemeliuer Mauerpfeffer [Abb. 1695;
Blüte)), mit pfefferartig schmeckenden
ZBlättern; S. album L., S. andcampseros L. (Tripmtadani)
ind 8. roflexum L. (Felseupfeffer) dienen als Suppen⸗
raut; von 8. maximum Sut. (größte Fetthenne) und
indern Arten, namentlich 8. fabaria X. (Bergfetthenne),
var Wurzel und Kraut früher offizinell. Viele Ärten Zier—
oflanzen, wie 8. Sieboidii Sn. aus Japan.
Seduzieren (lat.), verführen; Seduttion, Verführung.
See (die), s. v. w. Meer (s. d.), auch die einzelne Welle:;
her die Laudseen s. Seen.
See, Gustav vom, Pseudonym für Gust. von Struensee
Seeadler, s. Adler [Abb. 251. [. d.).
Seealpen, Meeralpen, Teil der Westalpen von der
MNeeresküste bis zur Durance, mit der Argenteragruppe
3397 m), der Rivieras- und der Barcelonettegruppe (Mont
Zelat 3053 m). — S., franz. Departement, s. v. w. Alpes—
Maritimes (s. Alpes). lamsel . d.)
Zeeamsel, die Ringdrossel (s. Drossel) und die Wasser—
Seeäfmter, deutsche Behörden zur Untersuchung von
Zeeunfällen deutscher Kauffahrteischiffe und fremder in
eutschen Gewässern, mit einen rechtskundigen Vorsitzenden
ind vier schiffahrtkundigen Beisitzern. Bexufungsiustanz ist
as Oberseeant (s. d.
Seeganemonen, s. Altinien.
Seeapfel (gistideen, Cystidsa), nur
ossile Formen umfassende Klasse der
Stachelhäuter, mit dem Munde nach oben
erichtete, festsizende Tiere, kugel- oder
iförmigsPohinosphaerites aurantinm,
Ibb. 1606; a Afterpyramide, m Mund, 16096. Seeapfel.
Fortsatz zum Ausehen]. Hauptentwick— —
ung im Silur. — Bgl. von Buch (1845), Schmidt (1874).
Zeeafferuranz, . Secversicherunge
Seebach, Marie, tragische Schauspielerin, geb. 24. Febr.
884 in Riga, 1854 56 am Hofburgtheater in Wien,
1855256 am Hoftheater in Hannover, seitdem auf Gast⸗
pielreisen; 1889 mit dem Tenoristen A. Niemann ver⸗
mählt, 1868 wieder geschieden, seit 1887 am Berliner Hof⸗—
heater, gründete 1895 das Marie-Seebach-Stift in Wei—
nar für bedürftige Bühnenkünstler, gest. 3. Aug. 1897 in
St. Moritz. — Vgl. Gensichen (1806).
Seebäder, wegen ihres großen Salzgehalts den
Mineralbädern gleichend, ühertteffen sie an Wirtfamkeit
»urch den Wellenschlag, das Einatmen der Secluft —
ind bes. wirksam bei geschwächter Nerven? und Haut⸗
ätigkeit, sowie bei Skrofulose, schädlich bei Leberkrank—
eiten, akuten Rheumatismen, Herz⸗- und Lungenleiden.
die Ostseebäder sind milder, die Nordseebäder stärker, haben
öhern Salzqgehalt und stärkern Wellenschlag. — Bal. Flomn