(8. Aufl. 1894), Kruse (11. Aufl. 1800), Winckler (1892),
Lindemann (1884).
Seebälle, Heilmittel, s. Zostera.
Seebär, s. Ohrenrobben. — S. heißt auch ein Flut—
ohtänomen in der Ostsee, ein plötzliches, kurzdauerndes
Anschwellen des Wasserstan—
des um 1-2 m.
Seebarbe, Meerbarbe
Aullus), Fischgattg. aus der
Ordnung der Etachelflosser,
wegen ihres Fleisches schou
on den Römern geschätzte
Secefische, verbreitet vom Mit⸗
telmeer bis Nord- und Ostsee. Hierher die gemeine S. (M
barbatus L. [Abb. 1697)) und die Streifeubarbe (Riesen⸗
rarbe oder Rotbart, M. Surmuletus L.).
Seebataillon, s. v. w. Marineinfanterie.
Seebeben, s. Erdbeben. sBrassen.
ZSeeblasen, s. Röhrenquallen. Seebrassen, s. Meer⸗
Seebulle, s. Panzerwaugen.
Seeburg, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Allenstein, an
der Simser, (1905) 2956 E., Amtsgericht.
Seeck, Otto, Historiker, geb. 2. Febr. 1880 in Riga,
eit 1881 Prof. in Greifswald; schrieb: „Die Quellen der
Odyssee“ (1887), „Geschichte des Untergangs der antiken
Welt“ (2. Aufl. 1897 f9.) u. a.
Seedattel, s. Bohrmuscheln und Miesmuscheln.
Seedrache, als Vogel der Haubensteißfuß (s. Haubeu—
aucher), als Fisch Ordnung der Knorpelflosser (s. d.) und
auch Bezeichnung der Meerdrachen (s. d.) — S. heißen
auch die vorweltlichen großen, schwimmenden Reptilien
Plesio⸗, Notho- und Ichthyosaurier).
See⸗Einhorn, s. Narwal [Abb. 1228)]. See⸗Elefant, s.
Sechunde. See⸗Elster, der Austernfischer (s. d. Abb. 144).
Seefahrtsbuch, Ausweis des Schiffsniannes über
eine Persönlichteit, im Deutschen Reich gesetzlich vorge—
chrieben. An- und Abmusterung werden vom Secmanus—
init im S. bescheinigt.
Seefedern, s. Oktaktinien.
Seefenchel, Pflanzenart, s. QCrithmum.
Seefischerei, s. Fischerei. [Abb. 586).
Seefledermaus, der Fledermausfisch (s. d. nebst
Seeföhre, Seeforelle, s. Forellen.
Seefrachtgeschäft, Seefrachtvertrag, s. Fracht.
Seefrosch, s. Secteufel und Tafel: Fische II, 8.
Seegans, s. Gänse.
Seegebiet, derjenige Teil des Weltmeers, welcher im
Begensätz zu der von jeder Staatshoheit freien See völker
rechtlich zum Gebiet eines Staates gehört: das Küstengebiet
(s. d.) Meerengen, die auf 8 engl. Seemeilen vom Lande
aus beherrschbar sind, Meeresbuchten bis zu einer Offnunç
von 10 Seemeilen.
Seegeltung, auch Seegewalt nud Seemacht, die Macht,
die einem Staͤate aus der richtigen Ausnutzung seines
überseeischen Verkehrs für polit. Bedeutung, Handel, In⸗
dustrie und Geldkraft erwächst. — Vgl. Mahan (1807),
Valois (1899), Margutti (1800).
Seegräser, die im öffenen Meere vorkommenden
hanerogamen, darunter Zostera (s. d.).
Seegurken, s. Seewalzen.
Zeehahn, s. Panzerwangen; auch der Haubensteißfuß
s. Haubentaucher) und der Eistaucher (s. Seetaucher).
Seehandelsrecht, s. Seerecht.
Seehandlung, preuß. Handelsinstitut in Berlin,
1772 zur Förderung des uͤbersceischen Handels gegründel
und mit mannigfachen Vrivilegien ausgestattet: heschränkt
sich jetzt fast ausschließlich
auf Bankgefchäfte.
Seehafe, Lump (Oy-Aoptsẽrus
 laumpus L. [Abb.
16981), ein Stachelslosser
aus der Familie der Schei—
benbäuche, bis 171 Ig., oben
schwarzgrau, unten weißlich;
nordenrop. und dentsche Kü⸗
sten; Fleisch schleimig, deshalb nicht benutzt. Zeichnet sick
durch seine Brutpflege aus. — S., Schnecke, J. Hinterkiemer.
Seehausen. 19 S. in der Altmark, Stadt im preuß.
Reg.-Bez. Magdeburg, (1905) 3648 E., Amtsgericht, Real—

See

100

678

chule. — 2) Stadt im preuß. Reg.-Bez. Magdeburg,
1851 * —— zh
Seehecht, s. Hechtdorsch. 8
ereee aꝛ Heuschreckenkrebs (s. Maulfüßer).
Sechofpize, s. Kinderheilstätten.
Zeehnnde (Phocina), Familie der Flossenfüßer, ohne
ußere Ohren, mit behaarten Sohleu und Eqhwiminbäuten
— die Gaitg. Phoen, deren Arten wegen des Fel
s. Robbenfelle) und Specks
verfolgt werden, mit dem ge—
meinen S. (gemeine Robbe,
Meerkalb, Seekalb, P. vitulina
 L. [IUbb. 1699)),
16—1,0 mIlg, in den nördl.
Meeren vom Mittelmeer an,
der kaspische S. (P. cas pies
Mileahe in Schwoarzen Hieer, der grönläud. S. (Sattel
pbbe grönsänd. Robbe, P. groénlandiea Ailss.), in
tördl. Atlaut. Ozean, Halächoerus, mit dem grauen S.
Kegelrobbe, H. giypus Nilss.), bis 4 m Ilg., wild nördl.
curop. Meere, Ostsee, Nordsee, Stenorhynohus, mit dem
Seeleoparden (8. leptönyx Cub.), in den antarttischen
Meeren, der Mönchsrobbe (Scemönch, 8. albiventer
Zray), leicht zühmbar, im Mittelmeer, felten, und Oxystoörs
 (Blasenrobbe), mit der Rüsselrobbe Sec⸗Elefant⸗
weurvobbe O. proαεν ιιν), bis J e, it
kurz rüsselförmiger Nase, zwischen 85 und 62 . Br.
vandertin großen Geselischaften, gejagt ihres viel Tran
Suͤdfeetran) liefernden Specks und ihrer Haut wegen,
der Muͤtzenrobbe (Klappmüitze, C. cristüta Nilss). mit
iner rundlichen, aufblasbaren Haut an der Nase, im
tördl. Atlant. Ozean.
Seeigel (Eon isa), Klasse der Stachelhäuter, kugel⸗
herge oder sHebenfürmge Tiere ohne Arme und Fühler,
mit bestachelter Kalkschale, die aus meridianartig angeord⸗
ieten Plattenreihen gebildet wird.
Indirekte Entwicklung durch Lar— *
ven. Zwei Unterklassen: Enechiaoidsa,
 umfassend S., deren —77
Zchale aus 20 Plattenreihen ge⸗ —
ildet ist, und Palacechinoidéa —
ae fossile S. (in
daläozoischen ichten), mit ge⸗ D
hh ehe ca latterroo. Vedersreigel.
ceihen. Erstere zerfallen in 3 Ordnungen: 1) Reguläre S
Regularia), After im Scheitel, Scheitel uud Mund zentral,
diefer⸗ oder Kanapparat wohl entwickelt, kompliziert ge⸗
daut (Laterne des Aristoteles); hierher die Gattg. Cidäris
Assthenosoma sA. hystrix Thomps., der Leder⸗S., Abb.
oο ennu e 2) Schitdiget (oiypeastroidea)
Mund und Scheitel zentral, After aber am Rand oder
n der ünterfelte der Schale, Schale abgeflacht, schild—
förmig; hierher die Gattg. Clypeaster u. a. 8) Herzigel
Spatangoiaca), herzformig, Nund, Scheitel und, After
rzentrifch, Mund dhue Kieferapparat; hierher die Gattg.
zatangus u. a. Echildigel und Herzigel bilden die
rregulären S. (Irxegularia). — Bgl. Agassiz (engl
872 -74 u. 1883), Loven (frauz. 1874).
Seeigelkaktus, s. Echinopsis Abb. 472)].
Seejungfer, s. Seekühe sAbb. 1702)1. — S. heißen
auch die deengern . d.), namentlich die Sqhmal⸗
ungfer (s. d.).
ZSeekadett, Bezeichnung der auf Beförderung zum
Seeoffizier dienenden Personen des Soldatenstandes.
Seckalb, s. Seehunde [Abb. 1699)].
Seekarten, Darstellungen der Ozeane oder eines Teils
derfelben samt den angrengenden Küsten, mit Angabe der
Rettungs-, Signal- und Lotsenstationen, der au oder
nahe der See gelegenen Baaken, Bäume, Schlösser, Leucht⸗
tuürme ec. sowle der Felsen, Sandbände, Ebbe- und Flut⸗
richtung, Seezeichen; ach Gröhe des Maßftabes Genergl-Rabigativns⸗-Segel-)
 un a. Spezialtarten, Die ältesten
S. sind aus dem 14. Jahrh. (Marino Sanuto); jetzt geben
Fugiland, Frautreich, Deuschland, Ssterreich-Ungarn und
die“ Ver. Staaten bon Amerika jährl. Verzeichnisse der
»on ihnen veröffentlichten S. heraus. (S. Portolane.)
Seekatz, Joh. Kour, Maler, geb. 4. Sept. 1719 30
Brünstadt (Pfalz), kurfürstl. Hofmaler, eng hefreundet
nit Goethes Vater, gest. 25. Aug. 1768 zu Darmstadt.