Seguidilla (pr. -gidillja), span. Tanz und Strophen—
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rei Versen, von denen der erste und ketzte sich reimem).
Ekgur d'Aguesfeaus(spr gühr daͤgessoh), Louis
bhiliphe Graf, geb. 10. Dez. 1753 zu Paris, gest. 27. Aug.
Zso; Vichter und Historiker Defsen Sohn Philippe,
hraf von Segur, geb. 1. Nov. 1780, Adiütant Napo—
eons L. Brigadegeneral, 1831 Pair, gest. 28. Febr. 1873
zu Paris; sagrieb! „BHäistoüro de Napoléon et de la
zrande armée pendänt 1812“ (1824; deutsch 1885 u. ö.)
. 2. T Biogr. von Taillandier (1875).
Segura, Küftenfluß in Spanen, eutspriugt auf den
derras de S. in Jaen, mündet nach 240 kxm bei Guar—
amar in das Mittelländifche Meer.
Zeguro Porto, Handelsplatz, s. Porto Seguro.
Zebp, japan. Feldmaß — O, von a.
Sehen, s. Ange und Tafel Sinnesorgane J, 38-28.
Zehftec s. Augenfleck; Sehloch, s. Pupille.
Zrhrreis, s. Horopter
Sehne, Ehorde, in der Mathematik die Verbindungs⸗
nie zweier Punkte einer Kurve, bes. des Kreises.
Sehnen oder Flechsen, die ans festem, faserigem Ge—
vebe zusammengeftbien Fudstucke der Peuskeln, von rund⸗
iher oder hautaͤrtig breiter Form (Sehnenhaut), gewöhn⸗—
— einen Knochen angeheftet.
SEehnendurchfchneiduing, s. v. w. Tenotomie.
Sehnenhüpfen (GSudeuitus tenäinum), unwillkür—
he rasche Zusamnienziehungen der Muskeln, zuweilen bei
hweren Krankheiten, bes. beim Typhus, sowie während
es Todeskampfes.
Zehnenresler, s. Kniephänomen.
Sehnenfcheiden, röhren- oder kanalförmige, durch
ne eiweißartige Flüssigkeit schlüpfrig exhaltene Hohl⸗
Nume, die die Sehnen an bestimmten Stellen umschließen.
Infolge übermäßiger Muskelaustrengung tritt Sehnencheidenentzuͤndung
 auf, erkennbar durch Anschwellung,
Schmerzhaftigteit und ein knirschendes Geräusch bei Be—
vegungen; Behandlung: kalte Umschläge, Ruhe, Pinselr
nit Jodtinktur, später Masfage.
Eehnerv s. Auge und Gehirn, sowie die Tafeln:
nerrensysteni J, 8, 5 u, II J und Sinnesorgane
234, 6,7.
Sehpuͤrpur, Sehrot, Rhodopfin, blaßroter Farbstoff
n der Rethaut des Auges, erblaßt durch Einwirlung des
ichts, bewirtt dadurch Aufnahme des Bildes.
Sehschwache, Blöd- oder Schwachsichtigkeit, eine Her—
bsetung der Sehschärfe, veranlaßt durch Trübungen der
Tehenden Medien (Hornhaut, Linse, Glaskörper), durch
Erkrankungen der Neßhaut, des Sehnerven oder der Hirn—
Lile, aus denen die Sehnervenfasern stammen; im eugern
Siune s. v. w. Amblyopie (s. d.).
Sehwintel, Gefichlswintel, der Winkel, den die von
en üußersten Enden eines Gegenstandes nach dem Auge
gezogenen beiden Linien einschüeßen.
Seiches (frz. fpr. ßäschd, am' Genfer See Name pe—
odischer Wasserschwingungen (stehender Wellen) infolge
I Atwosphärischen Vorgaängen, die eine Störung des
Vleichgewichls des Sees veranlasfen.
Feid ein Enkel des Husejn (s. d.), nach welchem die
hitische Sekte der Seiditen benaunt ist.
Zeida, Stadt in Syrien, s. Sasda.
Seidau, Dorf in der sächs. Kreish. Bautzen, Bautzen
egenübher, an der Spree, (1900) 3068 E.
Seide, das Gespinst der Seidenraupe (s. Seidenspin—
— womit sich diese vor ihrer Verpuppung umgibt; uͤber
9 Seidenfaden —VV
phenhüue (Kokon) ist mit einer rauhen Faser, der Flock-S.,
* eckt, worunter die feine S. liegteif. auch Floretth. Die
Zubereitung der S. besteht in Toͤtung der Puppen durch
nockne Erhitzung in eincin Backofen oder durch Wasser
ampf, in Sortferen der Kokons, in Haspeln der S. (Fi—
anda oder Seidenspinnerei), wodurch die Roh⸗S. ge—
Iennen wird; hierauf folgt das Zwirnen, Filieren oder
Roulinieren,“ wobei die derfchiedenen Gattungen in der
Seidenmühle (Filgtorium) erzeugt werden. S, auch De—
ommieren. Zu Kettenfäden dient die Organsin (f. d.),
n Einschlag die Tramas(f. d.). Marabufeide ist unge⸗
ochte stark gezwirute, daher sehr steife S. Titrierung
der S. hat den Zweck der Bestimmung ihrer Fadenläugeé

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Sei

ind Feinheit; die Konditionierung (s. d.), die Bestim—
unng ihres Wassergehalts. deinn 688
staupeun ind. Spinner. Begetabilische S. sind die Sameu—
agre der Seidenpflanze (7. Ascleépias). Uber Muschel-S.
Byssus; Kunstseide (s. d.), Spinnenseiden(f. dy Die
Jeidenfüärberei ist einer der wichtigsten und schwierigften
Zweige der Färberkunst. Die Weberei und Apprelur der
*. stimmt mit dem Weben baumwollener, leinener und
vollener Zeuge überein; man verfertigt glätte, geköperte—
emusterte und, samtartige Stoffe, deren Beneumungen hochst
nannigfaltig sind. Halbseidene Stoffe sind mir Baͤnm—
volle, Leinen oder Wolle gemischt. — Den Chinesen war
je S. schon um 2000 v. Chr. bekannt. Nach Europa
heint sie durn Alexanders des Großen Eroberungszug
rkommen zu sein, Gegenwärtig sind China uditn
talien und Frankreich die Hauptproduktionelkuder —*
doh- und verarbeitete S. Deutschland hat nur in Kre—
eld und Elberfeld nenneuswerte Seidenindustrie.
Seidel Geitel), früheres Flüssigkeitsmaß, in ster—
eich 4 Maß —, 0351, in, Ungarn, (Meszelyß 1 ungar.
halbe — Oe, in Bayern Maßkanne — 6,53 1.
Seidel, August, Sprachgelehrter, geb. 29. Sept. 1863
n Helmstedt, 1889 1803 Generalsekretär der deutschen
eolsnialgesellschaft in Berlin; veröffentlichte Grammatiken
chlreichet afrik. und ostasiat. Sprachen, ferner „Deutsche
inds Kolonien“ (1902) u. a.
Seidel, Heinrich, Schriftsteller und Dichter, geb.
5. Juni, 1848 in Perlin (Mecklenburg), bis 1880 In—
enieur, schuf in seinen Geschichten die Gestalt des „Lebe—
V hen „Gesammelte Schriften“ (seit 1889
7Bdeo.
—A s. Daphkne und Tafel: Giftpflan 8
Seidenaffen, die Krallenaffen (s. Affen); namentlich
cUistitin(s. d.) heißt Seidenäffchen.
eee s. edesinnen
Seidenberg in der Oberlausitz, Stadt im preuß.
steg.⸗-Bez. Liegnitz, an der böhm.-sächs. Greuze, 5
707 E. Amtsgericht; dabei Dorf Alt-S., 630 E.
Seidenbiber, das samtartig zubereitete und gefärbte
Fell der Bäreurobbe (s. Ohrenroöbben), unter dem Namen
Muckmuck zu Mützen verarbeitet.
Seidendarm, der in Fäden gezogene Inhalt der
S„piundrüsen der Seidenraupen, gewonunen durch Mazera—
ion der Seidenraupen in Essig uuüd Zerreißen der Raupen,
u Augelschnüren verwendet.
Seidenhase, Augora⸗, Kaschmirkaninchen, graues,
raunes, gemsenfarbiges oder weißes Kaniuchen, mit feinen,
idenartigen, bis 20 om langen Haaren, die zu Geweben
Handschuhen, Strümpfen, Tuͤchern ꝛc.) verwendet werden.
Seidenhühner, Woll- oder Haarhühner. Haushuhn—
asse mit sehr schwach⸗ und weichschäftigen Federn mit
voll⸗ oder haͤaraͤhnlichen, nicht zusammenhängenden Fah—
ien. Hauptrassen das javau. und
amesische S.
Zeidenmesser, s. Serimeter.
Seidenpflanze, s. Asclepias
ubb. 1261. [Abb. 17194).
Zeidenraupe, s. Seidenspinuer
Seidenschwanz, Pestvogel (Am
„élis oder Bombycilla), Gattg. der
Zperlingsvögel, Vertreter einer klei—
ien, das noͤrdl. Europa, Asien und
Imerika bewohnenden Familie. Europ.
3. (A. garrula I. [Abb. 1718]), mit hohem Schopf, röt⸗
ichgrau, Kehle schwarz, Banch silbergrau, Flügel schwarz
deiß gebändert, nistet in Lappland, kommt oft im Wintet
n Scharen nach Deutschlaud.
Seidenspinner, verschiedene Schmetterlinge der Spin—
erfamilie, deren Raupen einen zur Herstellung der Seide
s. d.) dienenden Kokon spinnen, namentlich der gewöhn
iche S. (Maulbeer⸗S., Bombyx mori L), 40 50 n
pannend, gelblichweiß, mit blaßbrännlichen Querbinden und
albmondförnigem Fleck auf den Vorderflügeln, aus China
lammend. Raupe (Seidenraupe, Seidenwuͤrm [Abb.
719 2)) durchschuittlich 6 em Ig., glatt, weißlich, hinten mi
urzem Horn, lebt auf dem weihen Maulbeerbaunm,; die eben
ais den mohnkorngroßen, scheibenförmigen Eiern (Grains,
vraines) ausgekrochenen Ränpchen sind braun, häuten sich
is zur Verpuppung lin sechs Wochen) viermal, suinuen sic