Seligersee, auch See von Ostaschkow, See auf dem
Valdaipiatean im ubrhbl Rußland, 260 4km. Abfluß
urch die Selisharowka zur Wolga.
Zeligpreifungen, s. Mafatismen.
Seligfprechuug, s. Bectifitation. —
Selim, drei donan Sultane. — S. J., mit Bein amen
Fauz (1612-20), geb. 1467, eroberte Persien, Kurdistau,
Syrien, Palästiug und AÄgypten, brachte Mekka und Me—
ing unter die Pforte, gest. 22. Sept. 1520. — S. II.,
Mest 866 74), geb. 1824, Sohn Suleimans II., schwach
ind Kenußsüchtig, Jest. 12. Dez. 1574. —, S. Ii. (1780
AI30ο), geb. 24 Dez. 1760, Sohn Mustaphas III.,
Nachfolger seines Oheinis Abd ul-Hamid, verpflauzte das
urop. Heeressystem in die Türkei, infolge eines Aufstaudes
z9. Mai 1807 gestürzt; sein Rachsolger Mustapha IV.
ieß ihn 8. Mai 1808 erdrosseln.
Selinnus (Selinunt), griech. Kolonie im westl. Si—
ilien, 628 v. Chr. angelogt, von den Karthagern 409
robert, im 1. Punifchen Krieg zerstört; Ruͤinen dor,
Tewpel bei Castelvetrano.
Selivi (Sevlijevo), Stadt im bulgär. Kr. Tiruora, an
er Nudica (zur Janita), (1901) 10042 6.
Selke, Fluß des unlerharzes, mundet nach b6 kmmer.
u die Bode, durchfließt das Selketal, darin Alexisbad,
Mägdesprung.
„Selkirkespr. ßellkört), Grafschaft im südl. Schottland,
8 qkm, (10019 28 389 E. Der Hauptort S., am
3 5701 E. sen Eins
elkirk (spr. ßellkörk), Alex., s. Robinson Crusoe.
Seu, n geb. 14. Aug. 1831 zu Altona,
est. 21. Aprii 1888 in Düsseldorf; Schlachtenbilder und
Soldatenszenen aus den Kriegen 1866 und 18701711.
Sella, Quintino, ital. Staatsmann, geb. 1826 bei
Biella, 1862 1864 65und I8673 Finanzminister,
dann bis 1880 das daupt der gemäßigten Oppositions⸗
sartei in der ital. Kammer, gest. 14. März 1884 in
Biella. Vgl. Hofmann (1886).
Sena ourũlis,s. Kurulischer Stuhl.
Sellagruppe, Bergftoc der Grödener Dolomiten
Südtiroler Dolomiten, Ostalpen), in der Boẽ 3152 m.
Sellafia, Stadt im nordt. Lakonien; hier 222 v. Chr,
Niederloge des Spartanerkönigs Kleomenes III. durch
Achäer und Mazedonier unter König Antigonus Doson
Selleny sspreschellehns), Jofeph, Maler, geb. 2. Febr.
824 zu Mödling bei Wien, gest, 22. Mai 1878 in der
Frenanstalt zu Inzersdorf; Zeichnungen und Lithogra—
hien zur Beschreibung der Weltreise der „Novara“,
Landschaftsbildet exotischen Inhalts.
Zeuerie, s. Apium. I
Selletgeschirr, Pferdegeschirr für Einspänner mit
reitem Kammdeckel, in den die Stangen der geschweiften
Sabel eingeschuallt werden; das Hinterzeug wird an den
Stangen befestigt. [Seebad.
Sellin, VDorf auf der Insel Rügen, (1900) 415 E;
Selters. 1) Dorf im preuß. Reg.⸗Bez. Wiesbaden,
m Westerwald, an der Lahn, (1805) 1198 E. Amtsge—
icht. — D) Dorf in der hefs. Prov. Oberhessen, (1000)
343 E.; Rineralquelle — 3) Dorf, s. Niederselters.
Selterser Wasser (Selierswasser), weltberühmtes
Mineralwaßser (kochsalzhaltiger alkalischer Säuerling),
aus den vier Queillen bei Nicderselters (f. d.).
Selve, Infel im Quarnero, österr. Bezirksh. Zara;
hauptort S. (1900) 1100, als Gemeinde 4389 E., guter
Selvretta, Geblrgestock, s Silbretta. Hafen.
—A—— Muͤndung
er Sauer und des Selzbachs in den Rhein, (1905) 1639 E.
Schiffsbrücke über den Rhein,
Selzerbrunnen, das allalisch-salinische Wasser (Sel—
zerwasser) der Leonhärdiquelle von Großkatben in Hessen,
zuch Otarber Mineralbrunnen gengnnt,
Sem ältester Sohn 3 nach 1 Mos. 10 Ahnherr
er Völker im südl. Vorderafien (Semiten).
Semantik (grch.), Notenschrift.
Se⸗mab, s. v. we Se⸗mau (s. d.).
Semaphor (grch., „Zeichenträger“), s. Eisenbahn—
gnale und Signalfsaliouen. der Grammatik,
Semasiosogie (grch.), die Bedeutungslehre, eiun Teil
Se⸗man (Sze⸗mau), Stadt im S. der chines. Prov.
Jün⸗nan, (1904) 9000 E.; dem fremden Handel geöffnet.

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Sem

Sent bilan, Malaienstaat, s. Negri Sembilan.
Sembrich (eigentlich Kochanska), Marcella, Sängerin,
b. 18. Febr. 1868 zu Wisniowchk in Galizien, von
878-80 an der Dresdner Hofbühne, dann auf Gast—
eisen, lebt seit 18394 in Dresden.
Someoarpus L., Pflanzengattg. der Anakardiazeen.
3. Anacurdium IL. Ail. (ostind. Tintenbaum) liefert die
und. Herzfrucht, deren Nüsse (Acajounnsse) als ostind.
klefantenläuse in den Handel kommen uund ähnlich den
vestindischen verwandt werden (s. Anacardium).
Semeiographie (garch.), Zeichenschrift; auch die
iusikal. Notierungskunst.
Semẽle, Tochter des Kadmos und der Harmonia,
ʒeliebte des Zeus, ward, als sie nach dem Rat der eifer⸗
üchtigen Herg, die sich ihr verkleidet nahte, den Gott in
riner Herrlichkeit zu sehen verlangte, von dessen Blitzen
etötet. Das Kind, das S. unter dem Herzen trug, den
dionysos (s. d.), rettete Zeus. Später als Thnone iu
n Olymp versett.
Ssemon (lat. Mehrzahl: Semina), Samen.
Semendria, serb. Smederevo, Festung im serb. Kr.
3. (1277 qk4m, 18904: 134 392 E.), an der Donau und
ver Jesava (Morava), (1901) 6912 E.; 1430 -59 serb.
Residenz.
Semenow (spr. ßemjsnoff), Peter Petrowitsch, russ.
ßeograph, geb. 12. Jan. 1827 in Petersburg, bereiste
857 68 Zentralasien, bes. den Thian-schan, 1888 Trans—
'aspien und Turkestan, 1864-75 Direktor des Zentral—
tatist. Komitees in Petersburg, seit 1873 Bizepräsident
ver russ. Geogr. Gesellschaft; gab heraus eine russ. Be—
rbeitung von, Ritters Erdkunde Asiens“ (1867- 79,
894 -96), „Geogr.⸗statist. Wörterbuch des Russ. Reichs
russ. b Bden, 186385) u. a.
Semenud, Stadt in Unterägypten, Prov. Gharbieh,
n östl. Nilarm, (1897) 12 608 E.
Semẽster (lat.), Halbjahr. smal. Hzgt. Kurland.
Zemgallen (Semigallia), der suͤdöstl. Teil des ehe—
Semi (lat.), halb (in Zusammeusetzungen).
Zemiarianer (Halbariauer), s. Ariauer.
Somi-brevis (lat.), in der Meusuralnotenschrift der
albe Brevis (s. d. und Tafel: Musik II, 11), unsere
etzige ganze Taktnote.
Semien (Simen), Alpeulandschaft in Abessinien, nord—
stl. vom Tanasee, 2—8000 m, im Boahit 4520 mm hoch.
ZSemikolon I e Strichpunkt (;).
Semil, Bezirtsstadt in Böhmen, an der Iser, (1900)
3167 E., Schloß und Herrschaft des Fürsten Rohan.
Seminar (at. „Pflanzschule“), Anftalt zur Bildung
»on Lehrern und Geistlichen (sPredigerseminar und Priester⸗
eminare); an Universitäten Anstalten zu praktischen Üübungen
er Studierenden (homiletische, philol. histor. pädagogische
5). Die Einrichtung der Lehrer⸗S. ist verschieden. Viel—
ach sind es Internate; die Dauer des Kursus beträgt in
Sachsen 6, in Preußen 3 Jahre, wozu ein zweijähriger
Präperandenkurs kommt. S. für orient. Sprachen, stagtliche
zehraustalt in Berlin (seit 1887), die zum Dolmetscherdienst
ind überhaupt für eine Tätigkeit in Asien und Afrika vor—
ereiten soll. Seminarist, Schüler eines S.
Semindlen (eigentlich Simanöle), Indianerstamm
ordamerikas, Zweig des Maskokistammes, 1750 in Florida,
etzt im Indianerterritorium, 1881 noch 2667 Seelen.
Semidtik, Semiologie Whe die Lehre von den
zeichen der Krankheit und Gesundheit, Teil der ärztlichen
diagnostik; seiniötisch, anzeigend, bezeichnend.
Semipalatinsk, Gebiet in Russisch-Zentralasien,
um Steppen-Generalgourernement gehörig, nördl. am
Zalchaschsec, 478182 qkm, 684 590 E. meist Kirgisen.
Bie Hauptstadt S. am Irtysch, 26 353 E.
Semipelagigner (d. i. halbe Velagianer) nach ihrem
Zaupt Jsohs. Cassianus in Massilia auch Maffilienfer ge⸗
annt, kirchlichzheol. Partei im 5. Jahrh. die gwischen
»en Ansichten Augustins und der Pelägianer (s. d.) zu
ermitteln suchte.
Semiramis, sagenhafte Königin von Assyrien, nach
ners.⸗griech. Legende die Gemahlin des Königs Rinus,
egierte um 2000 p. Chr. nach dessen Tode für ihren Sohn
stinyas, machte große Eroberungen, führte mächtige Ruß—
nd Prunkbauten in Babylonien, bef. in Babhloͤn selbst
dängende Gärten der S.) auf.