ort das S. sche Stift Gürgerhospital), mit dem 1817 die
S. sche naturforschende Gefellschaft vereinigt wurde.
Send, Seilige S Sendgericht, Synodus, früher geistl.
Bericht, don dan Bischof, den Archidiakonen oder durch
diese verordnete Sendrichter periodisch abgehalten, zur Be—
trafung aller gegen die Kirche und Moral gerichteten
daundlungen, welche vereidete Sendschöffen zur Anzeige
n bringen hatten; an seine Stelle traten
püter vielfach die Inquistionbeesbimale
Sendai, Etad auf, der japan. Insel
Rippon 903) 100 231 E., fruͤher Refidenz
ines Baimio.
Fendai, f. Cendal.
Sendelbiude. der gewöhnlich an einer
Seite der Wulsshaube . Meangocchio) und
ihnlicher Kopfbedeckungen befestigte schleier⸗ Seubnbinde.
irtige Tuchstreifen sAbb 17e
Seuden⸗Bibram, Gustav, Freiherr von, Admiral,
b kß. Suli a deae echetschteftenz atnset
die preuß Macneein, ost Flügeladjutant des Kaisers,
38 Chef deb Marinekabinetts, 1802 Koͤnteradmiral, 1896
Binadnitat en Gbos) oio E.
Zeudenhorft, Stadt im preuß. Reg.Bez. Müuster,
Sendgrafen, Königsboten (Msei domintei), unter
en Karolingern Beamte, welche die Provinzen durchzogen
ind die Verwaltung der Ganteen kontrollierten.
Sendung, Stadtteil von München; hier 25. Dez, 1705
gerii⸗e der oberbayr. Gebirasbauern durch die Sster—
eicher.
Sendschirli, Dorf in Nordsyrien, zwischen dem Giaur
ind ee e in der —— einer großen, 18883
fgefundenen Teslnerstäue wdche feite os durch
dunann, Winter und von Luschan ausgegraben worden ist.
Deetnhen u . (I8o3 f, Müller (1893).
endschöffen, Send.
——— 65 Zean, Naturforscher geb, 6. Mai
— Geuf, Oberbibliothekar das,, gest. 23. Inli 1800
andte Zerst phyfit und chem. Gesetze zur Erklärung der
kebenseischeinutgen der Tiere und Pflauzen an.
Sonebisra Poir., Kräheufuß, Schweinetresse Pflan⸗
engattg. der Kruziferen, kleine, niederliegende Pflänzchen
nit gestederten Biuten, häuftgist Seee Hoir
— Seneca, Indianerstanm, zu den Jrokesen gehörig, im
Staate Neuyork und im Indignerterrilonum. Nach ihnen
enannt der Senecasee im Staate VNeuyork, der durch
en Seneca md Oswegofluß in den Ontariofee abfließt
u hm die Stadt Seneca dalis usdod
Senẽca, Marcus Annäus, röm. Rhetor, geb. um 84
Ehr. zu Corduba in Spanien, gest um 38 n. Ehr.
——— „Suasoriae“ hg. von HeJ.
uilet 887). Sein Sohn Lucins Annans S., stoͤscher
Zhiidsoph uund Tragödiendichter, geb. um 4 v. Chr. gu
Vrduba Lehrer inß Raigeber Reree, gab sich, als Teit
nehmer an einer Verschwörung gegen' diesen verurteilt,
— selbst den Tod. Ausgabe seiner prosatschen
Sdcriften von Haase (1872 1902), deutsch von Moser und
bauin sa8 35), der neun Tragoödien von Leo (1878
ISf Veiper nud Nichter (neue Ausg. 1902), deutsch von
Swoboda (1828 -30).
Sonedoiod L., Kreuzkraut,. Pflanzengattg. der Kompo—
iten, überall verbreitete Kräuter oder Struͤucher. 8. Jaobaea
 L. gJakobskreuzkraut, Jakobskraut), an Raiuen ec.
Yulgaris (gemeines⸗ Kreuzkraut, Baldgreis), häufiges
Inlrout S. silvaticus L., viscösus T., nemoreneieL.
u Waldern. Zierpflanzen sind die afrik. S. elegans T.
ind die merik. 8. Petasites D. C
Zenefelder Ai-ho arfuder des Steindrucks, geb.
Now. VU7t in, Prag, errichtete in München eine chem.
Steindruckeret, ging dann nach Offenbach, Wien, 1806
dieder noch Muͤnchen, gest. daf. 26. Febr. 18834; schrieh:
Zehrbug der Lithögraphie“ (1818). — Biogr. von Pfeil—
dmidt 1877). Is. Aolygala und Senegawurzel.
Zenega, Sendga⸗ Kreuzblume (Polggals Senega 2,
Senegal, Fluß un nördl. Westafrika, entspringt aus
wei bei Vafulabe sich vereinigenden Quellflüssen Bafing
vom Futa Dschalon) und Bathoi, bildet Wasserfälle und
wuseln Morfil) und mündet nach 1430 a in einem
delta von 1500 qkm in den Atlant. Szean; Stromgebiet
tooo q4km. — S., franz. Kolonie, Senegambien.
Brocklaus⸗ Kleines Konversations-Lexikon. 5. Aufl. II.

889

Sen
Senẽegaljgbiru, der Senegalsattelstorch (s. Sattelzrche
 nebst Abb. 1601).
Senegambien, Senegal, frauz. Kolonie (von ost
oechselnden administrativen Grenzen) in Nordwöstafrika,
im 1904 die Küste zwischen der Sahara und Portug.—
Buineg und die Uferlaudschaft des Senegal bis zur Fa—
ememündung, 28500 4qkn, (1904) 110 500 E. sBeilage:
Afrika)], seit 1905 wieder erweilert Karte: Afrika 1
u. J, 3), ungesundes und heißes Klimaß Bevölkerung ein
dpu von Negern, Berbern und Arabern Handelf. Bei⸗
lage: Afxika; Hauptstadt Saint-Louis; Hafenplatz Dakar.
Beographisch zu S. gehört die 1892 adurmistraliv von S.
getrennte und 1893 Franzöfisch-Guineg (s. d.) benannte
dolonie Rivieres du Sud. Über die ehemal. Territorien
zon Senegambien und des Niger s. Beilage und Karte:
Ifrika; s. auch den Artikel Obersenegal nud Niger — 1626
ründung der ersten frauz. Faktoreien, weiteres Vordringen
er Franzosen ins Inland seit 1880; 1891 -93 erfolgreiche
üämpfe mit Samory, König von Wassulu. — Bgl. Ancelle
ranuz., 1887), Faidherbe (franz., 1889), Stbire (franz.
899), Lasnet u. a. (franz. 1906), Courte (franz., 1903).
Senkegawurzel (Radix Senégae), die getrockneten
uterirdischen Teile von Polygala Senega L. (s. Polyala),
 schmeckt scharf, kratend, im Aufguß, als Siruppec.
Is hustenlösendes Mittel verwendet.
Senegin, s. Saponin.
Seneschall (Seneschalt), vom lat. senes und althoch—
eutschen scalo (ältester Diener), in Frankreich ehemals
Zofbeamter über das königl. Hauswesen (Truchseß); später
Vexwalter gewisser Gerichtsbezirke (Sens haussseg).
Senestrey, Ignaz von, Bischof von Regensburg seit
858, geb. 13. Juli 1818 zu Bärnau (Oberpfalz).
Seneszenz (lat.), Altersschwäche.
Senf, Pflanzenarten (schwarzer und weißer S.), s. Brasioa
 und Sinapis [Abb. 1742). Das S. oder Mostrich
senannte breiattige Gewürz wird aus dem Samen beider
Urten durch Vermischung mit Essig, Most, saurem Wein
der Wasser und Zucker sowie aromatischen Stoffen hergestellt.
Senfgeist, s. Seufspiritus.
Senfkohl, s. Eruea.
Zenfkörner, s. Senfsamen.
Senföl, flüchtiges Ol, durch Destillieren von schwarzem
Senfsamen mit Wasser erhalten, auch künstlich aus Rho—
»ankalium und Allylbromid hergestellt (Allyl-S.), farb—
ose Flüssigkeit von üußerst stechendem Geruch; zieht Blasen
nuf der, Haut, dient zu Senfspiritus (s. d.).
Senuffamen, Senfkörner (schwarze), die Samen des
hwarzen Seufs Grassica nigra och), zur Herstellung
es Mostrichs und zu Senfteig, Fußbädern ꝛc. verwendet;
veisze S., die Samen des weißen Seufs (Sinapis alba
), als Semon REruosae offizinell, als Reizmittel und als
ʒewürz (zum Einmachen der Gurken zc.) benutzt.
Senfspiritus, Senfgeist, 2prozentige altoholische
„suug von Senföl (J. de, Hautreizmittel—
Senft, Ferdinand, Mineralog und Geognost, geb.
8. Febr. 1810 in Möhra, seit 1884 Lehrer an der Forst⸗
ehranstalt zu Eisenach, gest. das. 30. März 1893; schrieb:
Klassifikatien üud Beschreibung der Felsarten“ (1867),
Humus-⸗, Marsch-, Tyrf- und Limonitbildungen“ (1877)
Eynopsis der Mineralogie und Geognosie“ (187580 - 78),
Lehrbuch der Gesteins- und Bodenkunde“ (1877), „Der
ẽrdboden“ (1888) u. a. — VBgl. Piltz (1894).
Senftenberg, Stadt im preuß. Reg.»Bez. Frankfurt,
in der Schwarzen Elster, (1905) 6904 E., Amtsgericht,
Zexgvorschule; Braunkohleugruben.
Senftenberg, Bezirksstadt in Böhmen, an der Wilden
Adler, (1900) 3305 E., Schloß.
Seng, japan. Münze, s. Sen.
Senihor (portug., spr. heujohr; span. Seüor), Herr,
zebieter; Senhora und Seüora, Fran, Herrin.
Seni, Giovanui Battista, Astrolog zu Padug, 1629 von
Wallenftein berufen, blieb bei ihm bis zu dessen Ermordung.
Senigallia (Sinigaglig, das alte Sons Gallica), Secg
tadt in der ital. Prop. Ancona, au der Mündung der
Misa in das Adriat. Meer, (1901) 238 156 5. Seebüder
Senil (lat.), greisenhaft. Senilität, Altersschwäche.
Sonior Uat.), der Ältere (Gegensatz junior); dann
orsteher einer Gesellchaft, bes studentifchen Verbindung.
Zeniorat (lati), s. Maiorat.