Sen

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Senidrenkonvent, im Deutschen Reichstag der aus
den Delegierten der Fraktionen gebildete Ausschuß, de—
die Auzahl der Fraktionsvertreter in den Kommissioneu ꝛc
vereinbart; die Vereinigung der Delegierten der studen—
ischen Korps (s. d.).
Senj, Stadt in Kroatien-Slawonien, s. Zengg.
Sensen, nach Hindö die größte der norweg. Inseln
Zenkblei, s. Lot. [1668 akm 8800 6
Senkow, russ. Stadt, s. Sjenkow.
Senkrecht, Senkrechte, s. Lot [Abb. 1077)].
Senkrücken, Lordosis, Krümmung der Wirbelsäul—
ach vorn, gewöhnlich au den Leudenwirbeln.
Senkschüß, s. v. w. Depressionsschuß (s. Depression)
entuns, der unbetonte Taktteil des deutschen Verses
Hebung).
Senkungspneumonie, s. v. w. hypostatische Pneu—
nonie (s. Lungenentzündung).
Senkwageé, s. Aräomeker [Abb. 1041].
Senlis Epr. zanglihs), Stadt im franz. Dep. Oise
n der Nonette, (1901) 7115 E., got. Kathedrale.
Senn und Sennerin, Hirt und Hirtin, Betreibe—
iner Milch- und Käsewirtschast (Sennerei) in den Alpen
Senna, s. Sennesblätter.
Sennaar, Landschaft zwischen dem Weißen und Blauen
Nil von Chartum bis Fasokl, als Provinz (Dar S.) voun
Agypt.⸗Sudan bis zum Flusse Sobat reichend, früher ein
Reich des Negerstammes der Fundsch, seit 1820 von den
Agyptern unterworfen. Die alte Hauptstadt S., am Blauer
Sennalatwerge, s. Latwerge. [Nil, 10000 E
Senne, l. Rebenfluß der Dyle, entspringt in der belg
Prov. Hennegau, müundet nach 108 kmn bei Mecheln.
Senne, Senner Heide, öder Laudstrich in Westfalen
boon Paderborn bis Münster und Osnabrück; berühmte
Pferdezucht (s. Senner Pferd). Ein Teil der S. isi
Truppenübungsplatz des 7. Armeekorps (Sennelager).
Senner Pferd, halbwilder Pferdeschlag, schon im
2. Jahrh. auf der Senue in Westfalen gezogen.
Sennesblätter (Folia Sennsae), die getrockneten
Blättchen des Laubblatts von Cassia angustifolia Vah
(s. Cassia). Handelssorten: Tinnevelly-Senng (ind.
Senna), in der Landsch. Tinnevelly (südl. Vorderindien)
kultiviert, und Mekka⸗Senng, aus Arabien und von dei
Ostküste Zentralafrikas. Offizinell, als Abführmittel meist
im Aufguß oder in Form der Sennalatwerge, des Senna
sirups, des Wiener Tranks und des Brustpulvers benutzt
Wirksame Bestandteile der S. sind Kathartinsäure und
haenan — Deutsche (falsche) Si, s. Colutea.
ennesmus, s. v. w. Sennalatwerge (s. Latwerge)
Sennheim, Kantonstadt im Oberelsaß, au der Thur,
(19805) 5214 E., Amtsgericht; im S. das sagenreicht
Och senfeld, unfruchtbare Kiesebene; hier angebliche Schlacht
wwifchen Cäsar und Ariovist (68, v. Chr.); 1634 Sieq
Bernhards von Weimar über Karl von Lothringen.
Senndnen, s. v. w. Semnonen (s. d.).
Sendn, oberste Stufe der Kreideformation, Schreib—
treide, Sandstein, Grünsande enthaltend. PWeiteres s.
Beilage: Geologische FormatidnenJ
Sendnen, alkes Volk im nordöstl. Gallien, mit der
Hauptstadt Agedincum Getzt Seus).
S non vero, &amp; ben trovato (ital.), wenu's
nicht wahr ist, ist's doch gut erfunden.
Señor, Seüora, s. Senhor.
Sens ispr. ßangs), Stadt im franz.
Dep. Honne, an der Mündung der Vanne
in die Nonne, (1901) 14962 E.
Sensal (ital.), s. Makler. Sensarie,
Courtage.
Sensation (neulat.), Sinnesempfin—
dung; Eindruck, Aufsehen; sensationell,
Auffehen erregend.
Seusburg, Kreisstadt im preuß. Reg.⸗
Bez. Allenstein, am Czossee, (1905) 6779
SE. Garnison, Amtsgericht.
Sense, ländw. Handgerüt, bestehend
aus stählernem Blatt und hölzernem, mit
Handhaben versehenem Wurf, zum Abhauen von Gras
Futter (Gras-S. [Abb. 1724 a)) und Getreide (Getreide—
—ADDD—
sammenhalten der Haline, versehen); das Schärfen geschieht

urch Dengeln (s. d.) und Wetzen mit dem Wegzstein; At⸗
ribut des Todes (Sensenmann) und des Saturn. is
Sense, Zufluß der Sgane in der Schweiz, entsteht —
der Ralten iand Warmien S., düdet die Grenze der Kanton
Bern und Freiburg, mündet bei Laupen.
Sensibel Clat) durch die Sinne wahrnehmbar; ennp⸗
indlich; auch empfiudsam, zartfühlend; Senstbititit. gmup
indbartkeit, die Fühigkeit zů empfinden, wird durch Sinne
rgane und durch Reven vernittelt. Zum Messen der gen
ibilitüt dient das Algesimeter und das Barasthesiemtern
Seum iirn und Seuitivitat t sp. w. ens
ind Seusibilität, bes. erhöhte Reizbarkeit der ———
Sensophon Gat6, eldettrischer Telegraph,
ie Zeichen vermittelst leichter Stiche auf den auf eine
duopf gelegten Finger überträgt. in⸗
Senforium (neulat.), das Sinnes- oder Empfin⸗
ungbwertzeug, das Empfindungsgentrum im Gehirn—
Senfunl ial), fiunlich, Seufuaiismus, der Haug—,
nach funlichen AÄulrieben zu handeln, das höchste iu
icht Vergnůgen als das hoͤchste Gut zu betrachten; au
er Lehrbegriff der Sensualisten oder Sensualphilosophen
velche die Wahrheit und das Wesen der Dinge nur
inalichen Wahrnehmungen, Eindrücken und Empfindungen
uchen. Sensualität, Sinnlichkeit.
Sensus (lat.), Sinn, Empfindung; 8. commũnis, ge⸗
uder Menschenverstand.
Sententiarier, s. Lombardus, Petrus. is⸗
Zenteẽnz Gat.), Meinung; Sinn-, Denkspruch; Neqh
cuch; sententiös, spruch⸗, gedankenreich 7—
Sentiment (frz. fpr. haͤngtimang), Empfindung, Ge⸗
Seutimental Cat.), empfindsam, gefühlvoll; riipin
elnd; Sentimentalitäi, gesteigerte Empfindsamkeit, dn
übergewicht der Empfindung über das tätige Stiehen
in Gegensatz zu Raibltan, das übergewicht des Subiek⸗
wen über das Obsettive in der dichterischen Darstellung.
Seutis (Säntis), höchster Gipfel der Sentisgruppe
en Glarner Alpen, an der Greuze der Kantone Santt
RJallen, Appenzell-Außerrhoden und Innerrhoden, 2604 m;
eit 1882 meteorolog. Station.
Senüsi, mohammed. Orden, s. Snüssi.
Zéo de Urgel, syan. Stadt, s. Urgel.
zepala (lati), die Kelchblätter (s. Blüte). t
Separabel Clat.), trennbar; separat abgesondert,
etrennt; in Zusammensetzungen Einzel-, Sonder-.
Separativn (late), Sonderung, Scheidung, Tren⸗
iung (einer Ehe); auch Teilung, z. B. der Gemeinde⸗
uner, uud Zusamimenlegnuge(Rtrondierung) derfelben;
mm Koukursrecht s. v. w. Absonderung (s. d.). ,
Separatis mus (lai.), der Abfonderungsgeist in Glau—
enssachen; Separatisten, die von der bestehenden Firche
ich in ihren Religionsübungen Absondernden; im Kon—
ursrecht s. Absonderung. ⸗
Separator Cat), entrifuge zur Trennung des fett—
eidhen Rahms von der Ragermilch dei der Butterbereitung.
Separieren (lat.), absonderu, trennen, scheiden.
Sephardim (hebr), die Nachkommen der aus 777
tien 1182 vertriebenen Zuden, auch portug, Juden genaunt.
Sephthämie, s.v. w. Septichämie (s. d.).
Sedre, Zinten sisch Kutteisisch Biackfist (Sepra), Gattg
der zehufuͤßigen Kopffuͤßer, mit sacsormigem,elliptischen
Körper und innerer kaltiger Schale J
in der Mitte des Rückens (Schulpe
Rückenschulpe), acht kurzen und zwei
langen, am Ende mit Saugnäpfen
besetzten Armeu. Gemeine S. (Sepis
ofticinalis L. [Abb. 1726)), e
die etwa gleichgroßen Fangarme 20
—30 em groß, schön gefürbt, in allen
—F Meeren Ufernähe. Die
ier hängen traubenförmig zusam— e.
men — eee m 1725. Gemeine Sepie
braune Saft des Tintendeulels lieferte früher die als Sepi
bekannte braune Malerfarbe, jetzt ersetzt durch fünstliche
Praparate; die Růckenschulpe (welßes Fuͤchbein, Blackfisch—
zein) dient zur Herstellung von Zahn- und Polierpulper;
Fleisch zäh. (S. auͤch Belemniten.) — Vgl. Hescheler 1802).
Zebino, Slad u der ial rop Kanpebesse, (1009
Sepolero, Borgo San, s. San Sepolcro.278 6
Sepoys, s. Sipahi.