Zepp, Meister S. von Eppishusen, s. Laßberg.
Sepy, Soh. Nepom. kath. Theolog und Hifioriker,
eb. . Aug. 1616 zu Tölz, bis 1847 Prof. der Geschichte
n München, anfangs Vertreter, daun heftiger Gegner
der Ultramontanen n Bayeru, 1868 —71 in der bayr.
dweiten Kammer Vertreter der deutschnationalen Sache;
ütaser zahlreicher Werke über das Leben Jesu und der
stel Zur Geographie vhalasenas ur Gefchichte Bayernsec.
—A chines. Ausdtuͤck für Härakiri (f. d.)
Sepfis (ch) Fäulnis; auch s. v. w. Septichämie (s. d.).
Zepifrentghorgn qͤpr. schepfchißentdsordi), Haupt
9 t des omstats Häromsztek in Siebenbürgen, an der
Aluta, (1800) 71
Septarien, linsenförmige Konkretionen, von radialen,
Wr Kalk⸗ Eisen: bder Braunspat ꝛc. ausgefüllten Spalten
In muogen Septarienton, ein an kalkigen und mergeligen
en reicher oligozäner Tou.
Septeni ber (vom lat. septem, sieben), der neunte, im
ltröm. Kolender der siebente Monat des Jahres (30 Tage).
Septemberkonvention, ital.-franz. Vereinbarung
15. Sept. 186014 betreffend die Verlegung der Haupt—
n von Turin nach Florenz und die Räumung Roins
urg die frang Truppen, Vgal Minghetti itale 18088
m epteniwer (lat.), Mitglied einer Behörde von sieben
Annern; Septemviraͤltafel Siebeumännertafel, Gerichts—
of zweiter Instanz in Ungarn.
„Septennal (at.), siebenjührig; Septennalität, sieben—
ührige Daner (des. des brit. Harlameints),
v Septennãt GSeptennium, lat.), siebenjährige Amts—
uer des Präsidenten der Frang Republik); auch die
cwilligung der Kosten für die Friedensftärke' des deut⸗
chen Heers auf je sieben Jahre.
Zeptentrional (lat., odlich.
Septett, ein Tonstück für sieben Sing- oder Jnstru—
nentalstimmen; in letzterm Falle auch Septuor genanut.
a Septichaͤmte, Ichvrrhämie, Jauchevergiftung, In—
itiongtra ntheiten, bei denen die Krankheitserreger ins
Ii üͤhergehen und sich daselbst vermehren (Milzbraud,
ucfallfieber u. g.); im engern Sinne das Ubergeben der
Litererreget ins Blut dei Wundiufettion—
Septidi, im franz. Revolutionskalender der siebente
einer Dekade. [Septichämie.
eptiko⸗Pyämie, Verbindung der Pyamie mit der
Septimanen, unter den Westgoten das Laud im
vestl. Gallien zwischen Loire, Cevennen und Pyrenäen, das
e Als den Roͤmern entrissen hatten; spater bes. die alte
om Prov. Gallia Narbonensis (Languedoc und Roussillon).
Septime (at.) in der Musik ein dissonierendes Ju—
rval von sieben Stufen; die große S. umfaßt fünf ganze
ind einen halben Ton (ePy), kleine S. vier ganze und
wei halbe (c— b), verminderte S. drei ganze und drei
albe Toͤne (cis b). Septintenakkord, s. Akkord.
aieptimer Paß der Oberhalbsteiner Alpen in den
—3 — Alpen, verbindet die Täler Oberhalbstein und
Hergell des Kautons Graubünden; Paßhöhe 231120,
Zeptimins Lucius, röm. Schriftstellet, s. Dittys.
Zeptisch (gich) faulend, Fäulnis bewitkend.
Septizine, s. Leichenalkaloide.
Spptoris h, eine Auzahl von Pilzen, die Flecken—
rankheiten der Blätter verursachen; jetzt als Eutwicklungs⸗
ormen verschiedener Pyrenomyzeten erkaunt.
Septuagefima (lat)e der 0. Tag)h, Name des
ieunten Sonntags vor stern.
Septnaginia (lat.) die „Siebzig“ (in Zahlzeichen
8 Nam̃e der aͤltesten griech. Ubersetzung des A. T.,
cr. Sage nach von 70 (genauer 72) voneinander un—
haugigen, aber in wunderbarer Weise wörtlich zusammen-—
mn menden Dolmetschern im Auftrag des äghpt. Königs
Ptolemaus Philadelphus in Alexandria gefertigt, tat—
uh daselbst aus dem Bedurfnisse der gricchisch redenden
den eni 8. bis 1. vorchristl. Jahrh. allmählich entstanden.
usgabe von Tischendorf (7. Auft. von Restle, 1867)
Zeptuvr, f. Cepiett
Sepuitral (at.), das Grab, Begräbnis betreffend
Zog. und deα,. Erquens.
Sequaͤner, gallische Völkerschaft in der spätern Frauche—
Lomte und Bourgogne; Hauptstadt Visontio (Befancoii).
Sequens (Uat.d, abgekuͤrzt seq., der oder das Folgende:
weduéntoes (abgekürzt sdy), die Folgenden.

39)

Ser

Sequénz (lat.), Folge, Reihe; Gattg, alter lat. Kir—
sengesänge, aus den wortlosen Modulauonen am Schluß
es Halleluja hervorgegangen, denen zuerst der St.
Saller, Mönch Rötker Balbulus im 9, Jahrh. Worte unter—
egte, seit 18790 bis auf fünf aus der kath. Kirche wicder
bgeschafft. — Vgl. Bartsch (1868), Kehrein (1878). — In
»er musikal. Thebrie heißt S. die mehrfache Wiederholung
ines Motivs auf höhern oder tiefern Toustufen. — Bei
inigen Karteuspielen ist S. eine Reihe von mehrern auf⸗
inander folgenden Karten derselben Farbe; auch ein Gefell—
chaftskartenspiel, bei dem jeder die zugeteilten drei Blatter
»urch Austauschin eine S. zu verwändeln sucht.
Sequéster (lat.), juristisch, s. Sequestration; medi—
misch ein abgestorbenes Knochenstück (s. Knochenbrand);
Zequestrotomie, die operative Entfernung eines solcheit.
Sequestration (lat.), Zwangsverwaltung, die An—
ertrauung eines in Streit befangenen Gegenstandes au
inen Dritten (Sequester) zwecks Aufbewahrung und Ver—
valtung bis zur Herausgabe der Sache an den Berech—
igten nach entschiedenem oder sonst erledigtem
cechtsstreit.
Soquoĩia VEndli., Pflanzengattg. der Na
elhölzer, mit zwei kaliforn. Arten. 8. gi
antéo Endl. (wollingtonta gigantés
Andl., washingtonia gigantéa WVinsl.
Nammutbaum [Abb. 1726; a Zweig mii
zapfen]) erreicht riesige Höhe und Dicke (der
„Vater des Waldes“ war 144 mm hoch). 8
empérvirens Edl. wird nicht gauz fö hoch
ind hat kleinere Zapfen. »Ihr rosenrotes,
eichtes Kernholz ist ein als Rotholz (engl.
stedwood) sehr geschätztes Nutzholz.
Ser, pers. Elle, s. Zer.
Séracs (frz.), die Eiszacken und Eisna—
eln, in ende ender in —
wei Spaltensysteme (Nand- und Querspal⸗ 726. Mam—
en) sich schneiden. [Sjerads (s. d.). eWone
ZSerads, russ.⸗poln. Stadt, s. v. w.
Serafschan (Sarefschan, d. i. Goldspender), Fluß im
niss.-zzentralasiat. Gebiet Samarkand uund im EChanat Bu—
zara, verliert sich im Salzsumpf Kara-göl, 644 km Ilg.
Serai, ehemal. Hauptstadt von Kiptschak im russ. Gouv.
Istrachan, än der Achtuba, bei der Stadt Zarew, im
3. rh zerstört. Ausgrabuugen 1838.
Serail ifrz. spr. Laͤijd türk. Serai, d. i. Palast, die
»auptresidenz der türk. Sultane in Konstantinopel.
Seraing (pr. ßeräng), Fabrikstadt in der belg. Prov.
üttich, an der Maas, (1804) 8309 848 E., mit den Vor—
erten Ougrte, Tilleur und Jemeppe 71468 E., Maschinen-—
auwerkstutten, Kohlengruben.
Serajewo (Sarajewo), Bosna Serai, Hauptstadt Bos⸗
iens sKarte: Osterreichisch-Ungarische Monarchie
V, 111, im Tale der Miljacka (zur Bosna), (1895)
1173 E. Sißz der Regierung, eines kath. Erzbischofs, griech.
Retropoliten und mohammed. Reis el Ulema, Käöstell;
abrikation von Kupfer- und Eisenwaren.
Serampore, engl. Schreibung für Srirampur.
Zerang (Ceram), Faretert der Residentschaft Bantam
d.); auch eine der Molukken, s. Cexam.
Serangapatam, s. Srixaugapattau.
Serao, Mathilde, ital. Schriftstellerin, geb. 7. März
856 in Patras, mit Edoardo Searfoglio vermählt, ge—
chieden 19805, seit 1905 Chefredaktrice des Mailänder
Zglattes „II Giono“; schrieb Romane und Novellen, wie:
ILa conquista di Roma“ (1868), „All' exta sentinella“,
I Ballérina“ (1899) u. a.; mehreres ins Deutsche übersetzt.
Serapeum, Tempel des Sarapis (s. d.), bes. die
350 bei Sakkara freigelegte Anlage.
Seraph (hebr. saraph „Schlange“; Mehrzahl Sera—
„him), nach Jes, 6,e2 himmlische Wesen am Thron Gotles
nit sechs Flügeln und Menschenhänden, später unter dio
engel eingeordnet; seraphisch, engelgleich, hocherhaben.
Seraphinenorden, das Blaue Band, hoͤchfter schwed.
Irden, angeblich 1288 von Magnus J., nachweisbar seit
336, 1748 erneuert; nur eine Klasse. Franziskauer.
Zeraphische Brüder, Seraphifcher Ordens. v. w.
Zeraphthin, s. Maul- und Hlaueusenche.
Serapton, Nanie verschiedener Märtyler und Bi—
öfe: am belanntesten der sagenhaste S. Sundonites, ein
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