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Ser

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den; oft Grauat, Bronzit, Chromeisen führend. Der
iu großen Massen anftretende gemeine S. wird zu Reib—
schalen, Vasen, Leuchtern, Tischplatten ec. es. in Zoͤblig im
Erzgebirge), sowie zur Darstellung der Magnesia und' des
Bitkersalzes verwendet; der edle S, ist etwas heller, findet
ich nur in kleinen Mengen, oft in Pseudomorphofen.
Serpentinen (lat.), Schlangeulinien, -Wwindungen
Zerpentinfels, s. Olivingesteine.
Serpez (pr.ßier-), poln. Sierpe, Kreisstadt im russ.
»In. Gonv. Plozk, an der Serpeniza, 6937 E.
Serphanto, griech. Insel, s. Seriphos.
Serpuchöww, Kreisstadt im russ. Gouv. Moskau,
466 E.; Hauptstapelplatz an der Oka.
Serpuliden (Sorpulidae), zu den Röhrenwürmern ge—
yörige Familie der Borstenwürmer, mit gestrecktem Körper,
surzen Segmenten, Mundsegment mit Borstenbündel,
dewohnen an Steinen, Muscheln ꝛc, fest gewachsene kalkigt
oder lederartige Röhren; Meeresbewohner. Hierher —
die Gattg. Serpel (Serpula), mit zahlreichen Arteu—
Serra (portug.; spau. Sierra)) Säge; Gebirgszug
Serradella, Futterpflanze, s. Ornithopus [Abb. 1206)
Serradifalco, Stadt anf Sizilien, (1801) 10346 6
Serra do Mar, Küstengebirge in Brasilien, von
300 s. B. au nach N., 900 -1700 m hoch.
Serrano y Dominguez (spr. geds), Francisco,
Herzog de la Torre, span, Staatsmann, geb. 17. Sept.
(810 zu Arjonilla (Andalusien), focht (seit 1833) gegen
Don Carlos, war nach dem Sturz Esparteros mehrmals
Minister, 1866 Militärgonverneur von Neukastilien, 1869
Statthalter von Kuba, 1863 Minister des Auswärtigen,
1868 als Haupt einer liberalen Verschwörung verbannt,
leitete den Septemberaufstand 1868, 16. Juni 1869 bis
2. Jan. 1871 Regent von Spanien, daun Obergeneral gegen
die Karlisten, Jau. bis Dez. 1874 Chef der Exekutivgewalt.
gest. 26. Nob. 1886.
Sorratũla L., Scharte, Pflanzengattg. der KLompo—
iten, Kräuter mit roten Bluten. 8. tinctoria L. (Färber
charte, -distel, Gelbkraut), zum Färben benutzt.
Zerravezza, ital. Ortschaft, s. Seravezza.
Serret (spr. reh), Joseph Alfred, Mathematiker, geb
30. Aug. 1819 in Paris, seit 1861 Prof. das., gest
2. März 1885; schrieb: „Cours d'algèbre supérieure“
(1849; deutsch 1878 - 79), „Cours de calcul ditfférentie'
ↄt intẽgral“ (1867 -69; deutsch 1809799) u. a.
Sersche (frz. serge), seidene, wollene oder gemischte
geköperte Gewebe (meist Futterstoff).
Sertorius, Quintus, römi. Feldherr, aus Nursia,
zehörte im ersten Bürgerkrieg zur Partei des Marins und
verteidigte sich als Proprätor seit 82 v. Chr. in Spanien
lücklich gegen die Heere der sullanischen Partei, zuletzt
jegen Pompejus, ward 72 von Perperna ermordet.
Sertularien, s. Hydroidpolypen.
Serubabel, Führer der aus der babylon. Gefangen—
chaft zurückkehrenden Juden, begründete 5337 mit 42000
Berbannten die neue jüd. Gemeinde im zerstörten Jerufalem.
Serum (lat.), Körperflüssigkeit, in der feste Teilchen
aufgeschwemmt sind, so Blut-S. (Blutwasser), Eisen-S.
nmph⸗S. lund Schutzimpfung
Serumtherapie Pruitseruntherapie, s. Heilserum
Serval, Busch⸗
katze, afrik. Tiger—⸗
tatze (Folis serval
Ahreb. Abb.1730)),
Naubtier aus der Fa⸗
milie derKatzen, gelb—
lich, mit schwarzen
Flecken; Afrika. Fell
bei ostafrik. Neger—
stümmen Abzeichen
der Königswürde.
Servante (frz, spr. waͤngt), Dienerin; Nebentisch—
hen, Gestell zum Aufstellen von Tellern ꝛc.
Servatius, Heiliger, im 4. Jahrh. Bischof von
Tongern, Gegner der Auauer, gest. um 400; Tag 13. Mai,
»iner der bekanntesten Lostage (s. Gestrenge Herren).
Servator (at), Erretter, Erhalter.
ZServelatwurst, s. v. w. Zervelatwurst.
Servet, Michael, gelehrter Arzt, geb. 1511 zu Tudela
in Aragonien, trat seit 1530 als Bekämpfer der Drei—

1730. Serval.

inigkeitblehre auf, wurde 16538, aus Vienue —
auf Betrieb Calvins in Genf verhaftet, 27. Okt. als
Hhotteslästerer verbrannt. — Vgl. Brunnemaun Essb.
Tollin (3 Bde., 1876 —78), van — 4333 1801).
Service (ftz., spr. wihß), s. Servis.
derrg dia dienen, bedienen; als Handlungs—⸗
jehilfe arbeiten; bei Tafel aufwarten. tisch
Servil Clath, tnechtisch triechend; Servile, an
Besinnte, solche, die gegen Höhergessellte und. Ni be
uns Furcht oder Eigennutz einen unwürdigen Dienseit
zeigen (Servilismins); Servilität, Knechtssinn, hriegeret
Servis (frz. servioe), Dienst, Dienstleistung; In
geld für die Bedienung in Gasthöfen; zusanunengehörige
in der Form übereinstimmendes Tafelgeschirr; im
vesen die den nicht kafernierten Soldaten oder *9
Quartiergebern zu zahlende Eutschädigung, auch e
aungsentschädignug an Offiziere; der Servistarif niag
Gesetz vonin6. Inli 1904 unterscheidet nach dem Reng
JStufen, die Orte sind nach dem Reichsgesetz von 7. Iu
1902 in 5 Servisklassen geteilt. ider
Serviien, Diener der Heiligen Jungfrau, auch Brü d—
om Ave Maria und Brüder vom Leiden Christi oder v
Monte Senario genannt, zur Verherrlichung der wiuigen
Jungfrau 1233 zu Florenz gestifteter, 1255 bestͤtigter Oden
es. in Italien und Osterreich; die streugern Orden guitglieden
seit 1593) bilden die EinsiedlerS. Der Orden
Zervitinnen oder Schwarzen Schwestern entstand Eu
nes 13. Jahrh.
Serviteur (frz., spr. töhr), Diener. JF
Servitnt (latt), Dienftvackeit, das dingliche Pen
au einer fiemden Saͤche, vermdge dessen der Eigentimgn
der letern zugunsten einer hestimmten Person Gersough
3.) oder zugunsten des Eigentümers eines besti mmen
Frumdftücks Praͤdial S., s. Grunddienstbarkeit) in de
Benutzung seiner Sache beschränkt ist. wofopum
Servlus Tulltus, nach der sagenhaften uberliefrugs
„er 6. röm. König 578—5634 v. Ehr. war nach, ed
Chroniken von Haus aus Etrusker und hieß eigentuie
Mastarua; wurde durch seinen Schwiegersohn Tarquinius
ẽuperbus ermordet; ihm wird die Fenturienverfassung un
ie Ummauerung Roms zugeschrieben. ü
Servus (latt), Diener Kueccht. 8. serrörum Pel,
Znecht der Knechte Gottes, Titel des Papstes.
Sesamt, Pflanzengattg., s. Fesamum Abb. 17311.
—AD— angiden
rbsengroße Knöchelchen in den Sehnen gewisser Gelen
Dannien, große Zehe), erleichtern die Bewegung. ⸗
Sesamöl, aus Sesamsamen gepreßtes, midttrockuendes
Sl, dient als Speiseöl und in der Kosmetik, geringe *
ur Scifenfabrikation und als Breunoͤl. Die Preßrückstün
zeben Sesamkuchen (Viehfutter).
Sosamum I., Sefam, Pflanzengattg.
der Pedaliazeen, krautartige Gewächfe
mit weißen oder rötlichen Blüten. 8
ndlqum I. (orient. oder ind. S. [Abb.
— —
Ansichten]), uralte Kulturpflanze in Ost—
indien, Vorderasien, Siam, Sausibar,
Chingrc. besitzt ölhaltige, platte Sgmen, d4.
die zur Berestung von' Ol, Brot sowit 58
der Fastenspeise Chalba De rr F —V
türk. Honig) benutzt werden (s. Halwa). her
Sefang(Sessaug), BezirksstadtinGötz 1731, Zudischer
nd Gradisca, im Karst, (1900) 1876 E. Seosam
Seschellen, Inselgruppe, s. v. w. Seychellen.
Sesenheim (Sessenheim), Dorf im Uuͤterelsaß, —
I80 E. bekannt durch Friederte Brion (s. d.). — Bgl.
G. A. Müller (2. Aufl. 1903).
Sesãa, s. Glasflügler. te
Sesta, Nebenfluß des Po, entspringt auf dem Monte
Rosa, mündet nach 150 kmm östl. von Casale.
Sesostris oder Sesoosis, in der griech. uͤberliesern
sName eines mächtigen ügypt. Königs, dem geschcilin
vahrscheinlich zwei Koͤnige Ufertesen TM. und Ramses II.
ĩ. d2.) zugrunde liegen. — VBgl. Sethe (1900).
SZesquioryde, s. Oryde. *
Eessa Aurunca, Sladt in der ital. Prop. Caserta,
901) 21844 E., Basilika (12. Jahrh.).
ZSessang, österr. Stadt, s. Sesana.