Sic

700

akademie das., führte mit van der Nüll (s. d.) öffentliche
Bauten in Wien aus, gest. 11. Inni 1868 in Weidling
Sichel, Werkzeug zum Abschneiden von Getreide, Grat
oder Futter mit der Hand, besteht aus halbrund gebo⸗
gener, in eine Spitze auslaufender Stahlklinge mit'höl—
zernem Handgriff.
Sichel, Nathaugel, Maler, geb. 8. Jan. 1844 ir
Mainz, lebt in Berlin; bes. weibliche Idealgestalten, so
Medes, Gefesselte Sklaͤvin, Hum-Hum, Kaͤmeliendame,
Fatme, Lautenspielerin,.
Zichelklee, s. v. w. Schwedische Luzerue (s. d.).
Sichelreiher, Sichelschnabel, Sichter, s. Ibisvögel.
Sichelwagen, im Altertum an den Rädern mit Sensen
ersehene Streitwagen zum Durchbrechen der feindlichen
Schlächtlinie, bes. dei den Persern gebräuchlich [Tafel
riegswesen 1II, IJ.
Sichelzahn, s. Zanclodon.
Sichem, Stadt im Stamme Ephraim, seit Jerobeam J.
zinige Zeit Refidenz der isrgel, Könige, nach dem öril
bis heute) Sitz des famaritanischen Kultus, von Johannes
Hyrkanus J. 128 zerstört, unter Kaiser Vespasian als
Flavia Neapblis wieder aufgebaut, daher jetzt Nabulus
Karten zur Biblischen Geschichte, g'u. ¶ bei Pa⸗
Sicheres Geleit, s.Geleit. slästina.
Sicherheitskessel, Bezeichnung für die Wasserrohrkessel
s. Dampfkessel), weil selbst das Platzen eines Wasserrohrs
uicht unbedingt eine Explosion nach sich zieht.
Sicherheitslampe, die Davysche Wetterlampe (s.
Brubenlampe nebst Abb. 731).
Sicherheitsleistung, s. v. w. Kaution.
Sicherheitspapier, für wichtige Schriftstücke be—
timmtes Papier, enthält Chemikalieu, welche die etwaige
Zerstöruug der Schrift durch Verfärbung auzeigen. Auch
das Pflanzenfaserpapier (s. d.) ist ein S.
Sicherheitsprotest, s. Sekuritätsprotest.
ZSicherheitsschloß, s. Schloß.
Zicherheitsschränke, s.v. w. Feuerfeste Schräuke(s.d.)
dicherheitstelegraphen, s. Alarmappatate.
Sicherheitsventil, durch Gewichte oder Federn be—
lastetes Bentil zur Verhütung von Dampfkesselerplofionen,
öffnet sich bei zu hohen Dampfdruck und zeigt diesen durch
geränschvolles Ausströmen des Dampfes än. [Tafeln
Dampfkefssel, 1, Si,u. 8, Si; Lokomotiven T 1, 214
Sicherheitswechsel, s. v, w. Depotwechsel (s. d).
Sicherung, hebelartige Vorrichtung am Schloß von
vandfeuerwaffen, um das unbeabsichtigte Losgehen zu
Sichet, laudw. Gerät, s. Sichte. lverhindern
Zichler, s. Ihisvögel.
Sichling, s. Ziege (Fisch).
Sichota Alin, Gebirge im südl. Teil des russ.-sibir
üstengebietes, Iängs des Meers, bis 1100 mm hoch.
Sicht, der Zeitpunkt, an welchem ein Wechsel (Sicht⸗
wechsel) seitens des Inhabers dem Bezogenen vorgelegt
wird: zu sofortiger Zahlung, wenn der Wechsel“,„bei
anf) S.“, oder zunm Akzept, weunn er einige Zeit „nach
S.“ zahlbar ist. (S. auch Kurzsichtiger Wed jsl.)
Sichte, Hausichte, am Niederrheiu
Sichet, Handgerät zum Abhauen des
Getreides, zwischen Sense und Sichel,
mit kürzerm Sensenblatt und armlangeni
Stiel [Abb. 1735). Sie wird mit der
rechten Hand geführt, während die linke
einen Haken [n handhabt, der das abge—
jauene Getreide erfaßt und mit Hilfe des
vorgestellten linken Fußes zu Gelegen
Sichtwechsel, s. Sicht. sfornt.
Sicilien, s. Sizilien.
Sickel, Theodor, Historiker, geb. 18. Dez. 1826 in Aken,
eit 1837 Prof. in Wien, 1884 in den Ritterstand erhoben
880 lebenslängliches Mitglied des oͤferr, Herrenhauses
1892 im Ruhestand, arbeitete bes. über die Kaiserurkunden
Sickerlot, s. Löten. sdes Mittelalters
Zicingen, Franz von, deutscher Feldhauptmann, geb
2. März 1481 auf der Ebernburg bei Kreuznach, führte zaͤhl⸗
ose Privatfehden unbekümmert um gueschsamniergerichtnud
Reichsacht 1322 Oberhaupt des Bundes der sawübe und
chein. Ritterschaft, ergriff Partei für Reuchlin, Ulrich
von Hutten und die Kirchenreform; bei der Belagerung
seiner Feste Landstuhl (Rheiupfalz) schwer verwundet,

jest. 7. Mai 1523. — Biogr. von Ulman (1872). Von
einem 1778 in den Reichsgrafenstand erhobenen Geschlecht
lüht noch die Linie S.-Hohenburg in Osterreich.
Sio transit glioria mangu lat.), so vergebt die
serrlichkeit der Welt. ehl
Sic volo, sio jubeo ote-, (lat.), so will, so — e
h zc., oft zitiert statt Hoo volo, sio jubeo eto. G(. 3
Sida L. Pflanzengattg. der Malvazeen, Kräuter nr
zalbstrüncher der wärmern Gegeuden. 8. rétüsa 5
Sauitpappel), krautartige ostind. Pflauze, deren Bastfasern
ju Seilen, Stricken, Gespinsten dienen. Dntelerst
Siddouns sspr. hidd ns), Sarah, eugl. Schauspielnin
Tochter des Schauspielers Roger Kemble, geb- õ.
1755 zu Brecknock, 1780 -1818 erste Tragödin Englands
m Drurylane⸗-Theater in London, gest. 8. Juni 1831
iogr. von Campbell (S Bde, 1880), Kennard (1887).
Sideral (lat.), die Gestirne betreffend.
2iderallicht, s. v. w. Kalklicht (s. d.). de
Siderisch, s. v. w. sideral; siderischer Monat, si
isches Jahr, s. Mouat und Jahr. J Me⸗
Siderismus (grch.), das angebliche Vermögen, *
ile und Wasser unter der Erde zu empfinden. (S. uq
de . v. epe pe Rhabdomantie.
iderochalzit, s. v. w. Strahlerz.
Siderolith, Terralith, fayenceartige, statt der Glasur
nit einer Lackfarbe überzogene, oft bronzierte oder ver—
noldete Tonwaren zu Ziergegenständen.
Siderosis (grch), s. Slaubinhalationskrankheiten,
Siderostat (grch), s. v. w. Heliostat.
Siclsroxyion . Eisenhotz⸗ oder Eisenbaum, Pflan⸗
eugattg. der Sapotazeen, trop. Sträucher und Donng.
Das harte Eisenholz des Handels stammt bes. vom wese
ind. S. triflörum Vahl., S. inerme L. in Südafrika un
dem japan. S. nitidum Bl.
Siders (frz. Sierre), Bezirksort im schweiz. Kanton
Wallis, au der Rhoͤne, (1900) 1833 E. t
Sidmouth (spr. hiddmöth), Hafenstadt in der engr
Brafsch. Devon, au der Mündung des Sid in den Kanal,
1901) 4201 E.; Seebad. s.
Sidmouth (spr. ßiddmöth), Heury Addington, Vis—
ount, engl. Staatsniann, geb. 80. Mai 1787 n London,
801 4 Ministerpräsident, 1812 82 Staatsfekretär des
Junern, gest, 15. * 1844.
Sidneh (spr. ßiddue), Algernon, engl. Staatsmann,
geb. 1622 zu London, stand im Bürgerkriege auf der Seite
es Parlaments, erhielt nach der Resauralivu der Stnarts
1677 die Erlaubnis zur Rückktehr nach Eugland, schloß
ich der Verschwörung des Herzogs von Monmouth au,
als Hochverräler 7. Dez. 1683 hingerichtet. — Val. Ewald
sengl, 2 Bde., 1873)
Sidnen (fr, siddne), Sir Philip, engl. Prosaiker—
eb. 80. Rop. 1854 zu Penshurst (Kent), Liebling der
dönigin Elisabeth, im Gefecht bei Zütphen tödlich ver—
vundet, gest. 7. Okt. 1586 in Arnheim; Verfasser des
Schäferromans „Arcadia“ (1580), der
befende of poesie“ (1595), „Oomapleto
Poems“ (8 Bde., 1897), „Miscellangous
Forks“ (neue Ausg. 1888). — Biogr. von
Lloyd Engl., 1862), Shmonds engl.,
1887), Flugel (1888)
Sidon, älteste Stadt Phöniziens, jetzt
Saida (. dy), die Mutterstadt vieler phönig
Kolonien, kam vor 728 b. Ehr. durch Er⸗ Itrza
oberung an Assyrien, ward 848 v. Chr. durch Sidonienorden.
die Perser zerstört, aber wieder aufgebaut
Sidonkenorden, königl. sächs. Frauenorden für Ver—
dienste auf, dem Gebiete freiwillig helfender Renschen—
reundlichkeit im Kriege und Frieden, gegrundel 31. Dez.
1870 von König Johann. Ordenszeichen ein achtspitziges
veißemailliertes Kreuz mit dem Bildnis der Herzogin Si⸗
ronie; Band violett, beiderseits von weißgrünen“ Strei⸗
en eingefaßt [Abb. 1736).
Sidonius Apollinaͤris, eigentlich Cajus Sollius
A. Modestus S., christl. Schriftsteller, geb. um 430, zu
yon Schwiegersohn des Köisers Avitus, 472 Bischof
on Clermont, gest. um 482; seine Gedichte und historisch
»elangreichen Briefe hg. von Mohr (1808). BVgal. Cair
franz, 2 Bde., 1867.268), Chatelain (franz., 1875).
Sidra (aram., „Ordnung“), s.v. w. Paraschen (f. d.)