n Mentone), in London (1888 mit Wilhelm S. als
Siemens Halske &amp; Co.“ gegründet, später äls „Siemens
Brothers don Wilhelm und Karl geleitet), in Tiflis
seit 1868), in Wien (seit 1879 unter Arnold S., dem
iltesten Sohne don Werner S.).dDas Hauptgeschäft
J Berlin übertrug 1890 Werner S. seinen Söhnen
nold und Wilhelm; 1807 wurde die Firma in eine
Attiengefeilfchaft umgewandelt (Geueraldirektor Bödiker);
903 gruͤndete diese mit der Elektrizitäts-Aktiengesellschaft
vrm. Schuckert &amp;Co. in Nürnberg eine Gesellschaft mit
eschränkter Haftaug unter der Fitma Siemens Schuckert
Werte, wober in Tell des Betriebes der Siemens T Halske
AeG. verblieb. Die Athengeseuschaft „Siemens Elet⸗
Zische Betriebe in Berlin⸗ ist 1000 aus der gleichnamigen
Beselschaft duit deschrantter Haftung hervorgegangen und
betteibt die Fortführung verschiedener von der Siemens &amp;
Halske Ahbe begründeten Straßenbahnen und Elektrizitäts—
perke. Werner S. stellie 1069 die nach ihm bengnnte Dueck⸗
ilber⸗Widerftand einheit auf, legie das erste gelungene
Tiefseekabel Bona⸗Cagliari); 1856 erfand er den Zylinder⸗
ndiktor und entdeatt 1867 das S namoprinzip; 1879
ührte er die erfte eleite n vor. Er, wurde
388 geadelt; gest. 6. Dez. 1882 sqhrieb: „Positive
orschlůge zu einem Patentgesetz“ 39 „Wissen⸗
astte und techn. Arbeiten“ (2. Aufl. 18880 91)
ehenserinnerungen“ (. ANufl. ꝛx8o ). Sein Bruder
Wilhelm Sa geb. 4. April 1828 zit Lenthe, ließ sich
1851 in London als Zivilingenieur nieder, erxichtete 1867
An Probestahlwerk in Birmingham, Isos die Tandoro
Ziewiens Stoei Worxs; 1883 als Sir William S. in
en Rilterstand erhoben; gest. 18. Rop. 1888; Grieb
AÜber Brennstoff. Über Gewinnung von Eisen und Stahl
us „Uber die Erhaltung der Sonnenenergie“ —
Scientiso woras (3 Bde. 1889 -96). — Bgl. Pole
1800). — Sein Bruder Friedrich S., geb. 8. Dez. 1826
u Mentzendorf bei Lübeck, konstruierte 18656 den ersten
Negeneratiwofen, übernahm 1867 die von seinem Bruder
dans S. (geb. 1818, gest. 1867) gegründete Glasfabrik
n Dresden, die er zur bedeutendsten Deutschlands erhob
and welcher er die Glashutten in Vöhlen bei Dresden und
Neusattel bei Karlsbad sowie die Dresdner Hartglasfabrik
hinzufuͤgte (1088 in eine „Aktiengesellschaft fuͤr Glas—
industrie⸗ umgewandelt), erfand die Glasschmelzwannen,
das Lontinuserliche Glasschmelze und Arbeitsverfahren,
eine Art Preßhartglas und Glashartguß, die Regeneratip—
gaslampen, die Regenerativgaskamine und -öfen ec.; gest—
6. Mai 1904 in Dresden; schrieb: „Heizverfahren mit
freier Flammenentfaltung“ (18865),, Uber den Verbren—
nungsprozeß“ (2. Aufl. 1887), Aber die Vorteile der An—
vendung höocherhitzter Luft“ (2. Aufl. 1887) u. a.
Siemens⸗Wartin⸗Prozeß, die Erzeugung von
Flußstahl im Morninofen (sj. Eifenerzeugung).
Siemens &amp; Halske, s. Semeus, Werner.
Siemering, Rudoif, Bildhauer, geb. 10. ug. 18868
3 Königsbergei. Pri, gest. 28. Jan. Toos als Prof. in
erlin; bedeiend in monumentalen Arbeiten, so: Luther⸗
denkmal in Eisleben (1883), Siegesdenkmal in Leipzig
4888), Washingtonstatne hi Fhiladelphia, Reiterstatue
—I in Ragdeburg (1807)5 Fredrich Wilhelm J.
ir die Berliner Siegesallee (1900), Bismarckdenkmal in
Franksurt a. M. Biogr. von Daun (1806).
Siemianowitz, Dorf im preuß RegBez. Oppelu,
00) 12178 1865. Ib 340) Er Sleinkoblenbergbau;
dabei Laurahůtten(s. d.)J. —
Siemiradzki spr. hje), Henryk von, poln. Historien—
ualer, geb. 15. Rov. 1846 in Charkow, gest. 28. Aug.
902 auf seinem Gute Strzalkow; Werte slart auf Sinneniz
 berechnet; so: Fackeln des Rero 876, Krakau),
Sklavin oder Vase (1878, Hannover), Phryne in Eleusis
I889. Petersburg), Ehristuche Dirke (1807).
Siena, im Alertum Colopis Fuua Senensis, Haupt⸗
tadt der ital Prov S. (3812 em, 1005; 241 —
Toskana), Cidol) L8 355 E. Von Chiefa Maropolitona
3. Jahrh.d, Palazzo pubblicd (18. Fahrh.s. Halazzo del
Voperno 15. Jahrhd; ünivrersunt (gestiflet 1321).
Siengerde Cerita di Sieun), vSolus.
Sientiewiez pr. ßienkitwitsch), Henryk, Pseudonym
itwos, poln. Romanschriftsteller, geb. 1846 in Wola
Okrzejsta (Gouv. Siedlez), reiste in Amerika, Afrika ꝛc.,

703

Sie

ehte abwechselnd in Warschau, Krakau, Zakopane; be—
ründete seinen Ruf durch den histor. Roman, eine Tri—
ogie: „Mit Feuer und Schwert“ (1884; deutsch 1888), dem
olgten „Die Sintflut“ (1886), . Pan Wolodzyjowsti
1878; deutsch 1902), „Ohne, Vogma“ (1880; deutsch
832), „Die, Familie Polauiecki“ 1894; deutfch 1800)
Quo vadis (1896; deutsch 1809),, Die Kreuzritter“
1901; deutsch 1802); Novellen, auch übersehzt in Reclams
AUniversalbibliothet⸗ u, a.; 4900 wurde ihm das Gut
Oblegorek (Gouv. Kielzy) als Nationalbelohnuͤng geschenkt,
805 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.“Biogr.
»on Chmielowsti (1901), Nowiusti (1901).
Sierck, Kantonstadt in Lothringen, an der Mosel,
305) 1328 E., Amtsgericht. sgericht.
Zierenz, Dorf im Oberelsaß, (1905) 1260 E., inte
Siero, Pola de S. Stadt in der span. Prov. Oviedo,
von der Nora, (1900) 225083 E.
Sieroszewsti (spr. ßierosch), Wackaw, poln. Ethno—
raph und Nopellist, geb. 1860 in Warschau, 17 Jahre in
Istsibirien verbannt; schrieb: „Korea“ (russ. 1905; deutsch
9085), „Sibir. Erzählungen“ (1903) u. a.
Sterra (span.), s. Serra.
Sterra de Perijaä, nördlichster Auslädufer der Kor—
„illeren, zieht von der südamerik. Republik Kolumbien
jegen R. nach Venezuela, im Cerro Pintado 2800 m hoch.
Sierra Leone, brit. Kolonie und Protektorai in
Dberguinea,,69 700 4km, 1100000 E., gut bewässert,
rop. Vegetation, aber ungesundes Klima; Handel s. Bei—
age: Afrika; Eisenbahnen und Telegraphenlinien (1905)
357 xm; Hauptstadt Freetown. SL., 1467 von den
Zortugiesen entdeckt, 1787 von einer engl. Gesellschaft zur
lufiedluug mit befreiten nordamerik. Sklaven erworben,
eit 1807 im Besitz der engl. Regierung — Vgl. Sibthorpe
engl.,1881), Banbury (engl., 1888), Ingham dengl., 18849
nerson (engl., 1887).
Sterra Madre, Gebirge zwischen den merik. Staaten
imaloa, Sonora und dem, Hochland von Chihuahua.
dierra Mojada, Gebirge in Meriko, an der Grenze
r Staaten Coahuila uud Chihuahua, bis 1600 m hoch.
Sterra Morena, Gebirge in Spanien, 400 xmIg.,
Züdabhaug des Kastilian. Hochlandes gegen die Andaluͤs
kiefebene, in der Rebollera 14169 m hoch; wichtig der Vaß
Despeüaperros (nach Madrid).
Sterra Nevada. 1) Höchstes Gebirge Spaniens
Karte: Spanien, uund Portugal J, 71, in An—
alusien, 80 km Ig., zieht von Almeria westl, nach
granada; höchste Gipfel Cumbre de Mulhacen 3481 m,
dicachs de Veleta 8398 m; höchster Paß (Collado de
zeleta) 3300 m. — 2) Gebirgskette imn nordamerik.
Staate Kalifornien, 650 km Ig., im Mouut Whyhitney
540 (nach neuern Angaben 4419) m —7— in 2140 m
zöhe (Truckeepaß) von der Zentral-⸗Pacificbahn überschritten.
Sierra Nevada de Sauta Marta, Gebirge in
Züdamcrika, au der Nordküste von Kolumbien, in der
zauptkette 5100 m hoch, steil zum Meere abfallend.
Sierre (spr. ßiähr), franz. Name von Siders (s. d.).
Slesta (pan., Mittagsruhe.
Zieur Efrz., spr. ßlöhr), s. Seigneur.
Sievers, Eduard, Germanist, geb. 25. Nov. 1850 in
ippoldsberg (Neg.Bez. Cassel), 1887 Prof. in Halle, 1892
n Leipzig; gab heraus „Tatian“ (2. Aufl. 1892), „Heliand“
1878), Die älthochdeutschen Glossen“ (mit Steinmeyer,
879 88); schrieb: „Phouetik“ (5. Aufl. 1901), „Angel⸗
ãchs. Grammatik“ (3. Aufl. 1898), „Altgerman, Metrik“
2. Aufl. 1905), „Metrische Studien“ (1901525) u. a.
Sievers, Jakob Johanu (bei den Russen Jakow Jefi—
nowitsch), Graf, russ. Staatsmann, geb. 30. Aug. 1731
u Wesenberg, 1764 Gouverneur vou Nowgorod, führte
7765 die Statthalterschaftsverfasfsung in Rußland eiu, leuete
zie zweite uud dritte Teilung Polens, gest. 23. Juli 1808
'n Lipland. Nach ihm bengunt der Sieverskanol (s. d).
— Biogr. von Blum (4 Bde. 1887688).
Sievers, Wilh., Geograph, geb. 81. Dez. 1860 zu
ʒamburg, bereiste 1884286 und 1892 -93 Venezuela,
886 Kolumbien, seit 1891 Prof. in Gießen; soͤrieb?
Reise in der Sierra Nevada de Santa Marta“ (1887),
Die Kordillere von Merida“ (1888), „Venezuela“ (1888),
Afrika“ (1891; 2. Aufl, von Hähn, 18010), „Asien“
2. Aufl. 1904), „Südamerika“ (1893: 2. Aufi. u. d. T.