Sihl,l. Nebenfluß der Limmat in den schweiz. Kantonen
Schwyz und Zůrich mundet, 68 kun ig., unterhalb zürich
Zihr Secch of ind Handels gewicht a Waundef b.
Stiahposch, die Vewohner von Kafiristan (s. d).
Sikahlrsch (Oervug bne Tem.), japan. Hirschart,
nittelgroß, röllichbraun, im Winter duntler.
Sikaner, alles Volk, s. Sikuler.
Siretat el⸗Kebir, Stadt,s. Berenice.
Sith Suns, salsch Seiths, d.i. Sdhüler“, „J),nger“),
ine von Nãnak (geb. 1460, gest. 16838) gestiftete Religions⸗
enossenschaft. Dieser wollte durch eine einfache, geläͤuterte
Feligion und strenge Sittenlehre eine Vereinigung von
Hinduismus und Mohammedanismus bewirken. Kämpfe
mit den Kaisern von Dehli führten zur Begründung eines
eigenen Stautes im Pandschab durch Govind Singh (er—
mordet 1708)5 Randschit Singh (1702 1880) vehnte
denselben durch glücktiche Kümpfe ber das gauize Panoschab
 aus; durch innere Zerrüttung, die zum Kriege mit
den Englaͤudern führte, gerfiel aber das Reich bald und
vurde 1849 dem Indobrit Reiche einverleibt. 1901 betrug
die Zahl der S. ihh 3838.Bgt. Gordon (engt, 1804)
Si⸗kiang, Weltfluß (West River), größter Fluß des
üdl. China entspringt in Juͤn⸗nan, durchfließt Kwang—esi
und Kwang-tung, bildet mit dem eden bei Kanton
en Tschu-tiang“(Herlflu), muünder bei acao in das
Südchines. Meer sKarte: Aflen T, 11); von Wu⸗tschousfu
an schiffhar. Seit 1807 ist der Unterlauf dem fremden
Handel freigegeben. (1806) 697 E.
Siktnos, ine der Zykladen, östl. von Melos, 4A9 qew,
Sirkative (at.), Substanzen, die das Trocknen von Ol⸗
arben beschleunigen, Pulver oder Flüs sigkeiten (Trockenöle).
Sikkim, brit. oftind. Vasauensiadt (eit 1889) der
Lieutenantgbuverneurschaft Bengalen, am Himalaja, 7298
Axq, (18001) 38014 E. (meist buddhist. Leptscha); Handel
Beilage: Asien; Hauptorte Tumlong und Gamtak
Sikoku, apan. Infels. Shitoku.
Sikoro, Segu⸗S. Hauptstadt von Segu (. d.).
Situler Clal; gech Sitcter), die altesten Bewohner
atiums, die allmählich südwärts auf die nach ihnen be—
annte Insel Sizilien gedrängt worden sein sollen Wahr—
heinlich von hnen —— sind die Sikauer, die ältesten
Bewohner im WeaSiillens
Sila, La, Gebirgsstock in Kalabrien, zwischen den Golfen
on Taranto und Squillace halbinselartig vorspringend,
m Botte Donate 1030 hochh. J
Silaijara, ostind. Inselgruppe, s. Saleijer.
Silve (Clal yllapa), Gasamcheite der Laute, die mit
inem einzigen Stimmaäbsatz ausgefprochen werden tann;
ann aus einem Vokal oder aus Votal mit einem vder
mehrern Konsonanten bestehen.
Silbenraͤtfel, s. Scharade.
Silbenftolpern — 8 syUabsris), das Durch⸗
nanderwerfen von Buchstaben und Silben, bei gewifsen
dirn⸗ und Nervenkrankheiten.
—AD Metall,
ommi gediegen und in Verbindungen vor, gediegen meist
Dit Gold legiert als sog. guͤdisches S, in Würfeln oder
Ottaedern n zühnigen, draht- oder haarförmigen, ge—
strickten Gebilden, im Erzgebirge, Harz ꝛc.; Silbererze:
Silberglanz, Rotgüldigecz Sprödglaserz, Antimon-S.,
Arsen⸗S Silberhornerz, Bromit, Jodit, Silberkupfer⸗
glanz; silberhaitig find die Fahlerze, die meisten Blei—
zlanze, Kupfertiest ee Die Gewinnng des Saesdicht
dei reinem Silber lanz durch Rösten oder Einshhmelzen
mit Eisen — ist aber bei Gegenwart
anderer Mektalle fehr domphüztert uͤnd erfolgt entweder
zuf trocknem Wege, oder auf nassem Wege, oder durch
Amalgamation Antalgamation wird nur noch in brenn⸗
soffarmen Gegenden Amerikas ausgeübt; man erhitzt die
Erze gemengt mit Kochsalz und Kupfervitriol (sog Magi—
tral, durch Rösten von Kupferkies gewonnen), wodei
ich. Chlorfilber bildet, das Röstgut wird in rotierenden
Fassern oder Mühlen'mit Waßser, Eifenfeile und Dueg
ilber gerrühet. letzteres nimmt das durch Eisen reduzierte
S. auf und bildet Silberamalgam, das abgelaffen und
Zurch Destüllation in S. und Luedsilber geschieden wird.
die Verarbeitung auf trocnem Wege erfolgt meist bei
den silberhaltigen Bleierzen (Bleiarbeit); man erzeugt
urch Rösten und redugerendes Schmelzen mit Kohle
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon. 5. Aufl. I.

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Sil

GBerkbblei, das die Hauptmenge des S. aufnimmt, und
in Gemenge von Schwefelmeallen Gleistein), das von
ieuem in den Prozeß zurückgeht. Das Werthlei wird
jeschmolzen und e erkalten gelassen; dabei kristal⸗
isiert zuerst reines lei (Armblei), das fo Jlange heraus—
neschöpst wird, bis die zurückbleibende flüssige Legierung
A.Proz. S. enthält Gattinfonteren). Das Reich⸗
lei wird durch Zink entsilbert Parkesieren); Zink legiert
ich leicht mit S., schwer mit Blei. Man rührt die ge—
hmolzenen Metalle gut durcheinauder; bei ruhigem Stehen
dne sich dann an der Oberfläche eine silberreiche ünd
eiarme Zinklegierung aus (Reichschaum), die durch über⸗
itzten Wasserdampf von Zink befreit wird, worauf man
as Silberblei durch Treibarbeit Kupellation) scheidet.
das Abtreiben besteht im Erhitzen unter Luftzutritt; Blei
yxydiert sich zu e die seitlich abläͤuft S. bleiht
nverändert, ist schließlich nur noch von einer dünnen
Schicht Bleioryd überzogen, deren Durchbrechen (Silber
lick) das glänzende S. zu Tage treten läßt. Auf naffem
Vege (Extraktionsverfahren) verarbeitet man filberhaltige
dupfererze, indem man den Kupferstein (s. Kupfer) im
xhlorstrom röstet und dann mit Kochsalzlösung ertrahiert
Kochsalzlaugerei) oder mit Luft erhitzt; dabei bilden sich
ie Sulfate des Eisens, Kupfers and S. Bei höherm
ärhitzen zersetzen sich die beiden erstern ziemlich leicht zu
Ayden und entweichender schwefliger Saure, währeud
Silbersulfat beständiger ist, nach dem Erkalten init Wasser
usgezogen (Wasserlaugerei) und durch eingelegtes Kupfer⸗
lech oder Elektrolyse unter Silberabscheidung zerfetzt wird.
das bei den meisten Prozessen noch unrein gewonnene
5. GWerk⸗S.) wird durch Verschmelzen mit Blei und erẽ
eutes Abtreiben (Feinbrennen) gereinigt (Fein⸗S. Braud
3.); zur Scheidung von Gold GSilberscheibung) löst man
u den Affinieranstalten das Fein-S. in konzentrierter
Schwefelsaure, die das Gold unangegriffen zurückläht, und
ällt das S. aus der Fufgtlosung durch den elektr. Strom
»der Kupfer. Hauptsitze der Silberproduktion waren im
Altertum die Gegend des Altai und Ural, Äghpten, Attika,
Spanien, später 8 Karpathen), im Miltelalter Tirol,
Böhmen, Ungarn, der Harz und das Erzgebirge; seit der
ẽntdeckung von Amerika überwiegt die dortige Silber—
sewinnung (Peru, Meriko, Ver. Staaten) alle anderu.
über die Produktion s. Beilage: ee
S. ist reinweiß, stark — und ꝓpoliturfähig, weicher
ils Kupfer, härter als Gold, sehr geschmeidig, vom spez.
Bewicht 10,5, Atomgewicht 107,28. Es orydiert sich auch iu
eschmolzenem Zustand nicht, absorbiert aber 22 Volumina
Sauerstoff, die beim Erkalten unter Umherschleudern des
S. entweichen Spratzen des S.), schmilzt bei 842 und
estilliert bei Weißglut, ist der beste Leiter für Wärme
ind Elektrizität. dient, zu dünnen Bluttern ausge⸗
chlagen (Blatt⸗S.), zum Versilbern, die Abfälle verreibt
nan mit Leim und bringt sie, in Muscheln eingetrocknet,
ils Muschel⸗S. (Silberbronze) in den Handel.“ S. wird
»on konzentrierter Salzsäure und verdünnter Schwefel⸗
äure nicht angegriffen, während es von Salpetersdure
gelöst wird (zu Silbernitrat); die Halogene verbinden sich
nit ihm dirett. Schwefelwasserstoff und Sulfide liefern sehr
eicht Schwefel-S., so daß sich S. in Berührung damit
»raum bis schwarz färbt (Anlaufen des S). Aus sal—
etersaurer Lösung wird, es durch Zink in ästig zusammen⸗
ängenden Kristallen abgeschieden (Sitberbaum); durch
deduktion von Chlor-S. wird es als außerordentlich
eines, graues Pulver (sog. wolekulares S.) abgeschieden,
urch Reduktion von zitronensaurem S. als braunuschwarzes,
n Wasser mit tiefroter Farbe lösliches Pulver (kolloidales
5.). Da S. zu weich für die Verwendung zu Muͤnzen
ind Geräten ist, wird es mit Kupfer verschmolzen zu
zegierungen, deren Gehalt früher in Lot (16 Lok — Mart
rein-S9 ausgedrückt wurde, jetzt nach Tausendsteln be—
eichnet wird; Gerät-S. ist meist 1218tig (7oos.e); deutfche
steichsmünzen, franzöfische, österreichische haben Linen Fein—
ehalt von 200..0 englische von b25 (StandurdeS.).
zu seinen Verbindungen ist S. einwertig, durch Re—
»uktion oder durch Licht werden sie leicht unter Silber—
bscheidung zersetzt (VBerwendung der Silbersalze in der
Bhotographie). Silberoryd scheidet sich aus Silberlöfungen
nirch Alkalien als schwarzbraunes Pulver ab, zerfallt
eim Erhitzen in S. und Sauerstoff und gibt, mit fiarkem
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