Sil (engl.), junger Hering; entgrätete, in Kräuter ge—
egte Auschopis elitkateß⸗S.j.
Sillabub (engl., spr. böbb), Getränk aus Sahne,
Wein, Zucker, Zitrone, auf Eis zu Schaum geschlagen.
Sillein, ungar gsoins Großgemeinde im uiger. Ko—
nitat Treutschin, an der Waag, (1000) 5638 E.; königl.
Salzniederlage, Eisenbahnwerkstätten. —
Sillen, Spottgedichte der alten Griechen; Sitl ograph,
Versaffer von e Ges. Xenophanes und Timon aus Phlius);
die Fragmente sind gesammelt von Wachsmuth in den
Sinographi Graeoi“ 885)
Sillery pr. ßil'rih), Dörf im franz. Dep. Marne,
im der Vesle (1800) bön E Weinbau (Champagner).
Sillimanit, Fibrolith, Faserkiesel, faserige Aggregate
hombifcher Nädelchen, farblos, seidenglünzend, AÄlumi—
niumsilikat; im kristaüsnen Sqhiefern und Kontatlgesteinen.
Ziuingswald, Gebirge, s. Seulingswald.
Ziuograph (grchds Sillen
Sillvmeter frz.-grch.), Patentlog, s. Log.
Sils (spam), Gerresvespeiher, Kornspeicher Kornhaus,
dornkeller ein aus senkrechten Schächten gebildeter Be—
alter zur Aufbewahrung von Getteide neuerdinas auch
ur Fnsilage (s. d).
Sildah bewässerte“ Gegend im alten Jernsalem,
erwähnt Jes. h.55 Teich von S Joh. d. 1, dessen Wassei
bon hesonderer Heiltraft fein follte dahet sprichwörtlich—
d Siloti, Alerander, Pianist, geb. 10. Olt. 1863 bei
harkow (Südrußland), seit 1800 in Paris, seit 1900 in
Mostau; bedeutender Lisztspieler.
Silphiden (Silphidao), s. Aaskäfer. [Thapsia.
Suphium Fompaßpflanzen; 8. eyrensteum, .
Silurische Forme ion, Suur, dis ooo mãchtige
alãozoifche Schichtenreihe von Grauwacken, Sandsteinen,
onschieteen, Quaͤrziten; reich an Erzlagerstätten (Eisen,
— Blei). Weiteres s. Beilage: Gedlogische For⸗
nationen, nebst Tafel.
Silva, Antonio Joft da, genannt o Inden („der
dudern portug. Bühnendichter, geb, 8. Mai 1705 zu Rio
de Janeiro, Mdvotal in Lissabon, des Judaismus ange⸗
—V —— das. hingerichtet; acht seiner Stücke,
neist Singfpiele, gesammelt in „Theatro comico portu
uo⸗a Bde. ιι ) Vgl. Wolf (1860).
durva Narcn, j. Abnoba. Mendes Leal
Silva Mendes Leal, Jost da, portug. Dichter, s.
Silvanns, altlatinischer Gott zuncchst des Waldes,
ann auch von Feldern und gaden'
Sirvaplang, Dorf im sanei ganton Graubünden,
m Oherengadin, (1800) 319 E.; Luftkurort.
Siwves, Siadt in ver portug. Pece Algarbien, am
nig de S dodod bog iruten
Zilvefter, Puͤpsten Sylvester.
Ziiwesire iewiste) Ven Armand, franz. Schrift⸗
B
der schönen Künft das.; schrieb im Stile der Parnaffiens
Bedichte („Rimes neuves et vieiines, Io paye de
oes“ ꝛc.) hnmorisijche Erzählungen („Les malheures
in cowmmandnn Laripéte“ „Le péché dEve“ 2c.),
dunfitititen Dramen und Opernterte.
Silvius, Sohn des üneae q
Sitwretta (Seaivreuad Gebirgöstoc im schweiz. Kanton
Jraubuͤnden auf der tirol. Grenze, im Silvrettahorn
3288 mm; des Silvrettajoch (3206 m) führt vom Prättigau
um Unterengadin.
Suxpum Harcn., Pflanzengattg. der Kompositen. 8.
—B ——— ———— Silber⸗, Milch⸗ oder Frauen⸗
bistey Südeuropa, Zierpflanze mit gescheckten Baltern—
Sima (Irch.), in der Baukunst, s. Sinns und Abb. 17413.
Simancas, Stadt in der span. Prov. Valladolid, am
bisnera (1906) 1108 E., alteb Schloß mit dem General
rchin don Spanien
Simanole, Indianerstamm, s. Seminolen.
Simar, Hubert Theophil, kath. Theolog, geb. 14. Dez.
338 zu Eupen 1860 Prof. in Bonn, 1881 Vischof von
Paderborn 1900 Erzbischof von Köln, gest. daf. 23. Mai
doꝰ schrieb „Theologie des heil. Paulus“ (2. Aufl.
dsa, Lehrbuh dee in Moraltheologie“ (3. Aufi.
808/ Lehrbuch der Dogmatite (4. Auft 18998).
ge las rava Aubl., Pflanzengattg. der Simarubazeen,
aunie im trop. Anierika, Holz und Rinde von 8. ofheci.

Sim
ialis DC und S. amara Aubl. liefern die Simarubariude,
in wirksames Mittel gegen Ruhr.
Simarubazeen, Pflanzenfamilie der Terebinthinen,
neist trop. Bãume oder Struucher mit gefiederten Blättern.
Siniba, Musikinstrument der Kaffern; längliche Klangoͤlzer
 an einem Holzbrett befestigt mit hohtppen
ingeschlagen; ein ausgehöhlter Kurbis dient zur Schall⸗
oerstärkung [Tafel: Musik , 2)].
Simbabie, afrik. Ruinenfätte s. Symbabje.
— 8 — Inn Id im bayr. Reg Bez. Nieder⸗
ayern, der österr. Sta— raunau gegenuͤber,
1805) 3877 E., Amtsgericht. üetundher, am Jun
Simbirsk, Gouvernement im südöstl. Rußland, zu
ꝛen Wolgagouvernements gehörig, 49 105 ꝗkm, 1527848
E., darunter Mordwinen, Tschuwaschen, Tataren. Sie
dauptstadt S., an der Wolgä und Swijaga, 41111 E.
Flußhafen; lebhafter Handel
Simchat Thora (hebr.), Gesetzesfreude, bei den Juden
der Tag nach dem achten Tage des Laubhüttenfestes (s. d.).
Simeon, zweiter Sohn Jakobs nod der Lea, Ahu⸗
jerr des Stamnmes S. im S. Palästinas, der teils in
Judg aufging, teils nach Seir auswanderte (1 Mos, 34).
Simevon (Symeon), der Syrer oder Stylites, geb. um
390, lebte seit 422 auf einer 80 Fuß hohen Säule bei
Untiochia, gest. 460; diese neue Form der Aszese fand Nach⸗
ahmung durch die Styliten . d. Bgl. Zingerle (1855).
Simeẽeto, Giaretta, größter Fluß Siziliens, entspringt
n der Prop. Messing am Monte Sori, mundet nach
48 xm ins Jonische Meer, nicht schiffbar.
Simferöpol, Hauptstadt des Tuff. Gouv. Taurien
eind Kreisstadt auf der Halbinsel Krim, 60876 6.
Simis (lat.), der Affe; als Gattg. der Schimpanse.
Simié (spr. itsch), Georg — serb. Staatẽ⸗
nann, geb, 28. Febr. 1848 in Belgrad, 1804 und 1886
-97 Ministerpräsident, 1901 Präsident des Staatsrates,
803 Gesandter in Konstantinopel.
Similargent (pr. arschang), s. v. w. Neusilber und
indere silberäͤhnliche Legierungen?
Similia simuihus (at.), Ahnliches wird durch Ahn⸗
iches (geheilt), Grundsatz der Homöopathie (s. d).
Similidiamanten, Glasbrillanten, aus Straß oder
inem mit Thallium versetzten Glasfluß bestehende Nachchmungen
 der echten Diamanten.
Similigravüre, s. v. w. Autotypie.
Similor, s. v. w. Mannheimer Gold, Tombak und
dre goldähnliche Legierungen.
Simla, Gesundheitsstation, s. v. w. Schimla (s. d.).
Simme, lJ. Nebenfluß der Kander im Oberlande des
chweiz. Kantons Bern, entsteht aus Großzer und Kleiner
Z., durchströmt das Simmental (Siebental).
Simmenalpen, Gruppe der Freiburger Alpen (West⸗
lpen, äußerer Gneisalpenzug) im schweiz. Kanton Frei—
zurg, im Albristhorn 2764 mm hoch.
Simmer (Sinmtri, Simra, Sünmer), früher Getreide—
naß in Frankfurt a. M. — 28, 6s, Hessen-Darmstadt — 832,
Rheinbayern 12,8, Württemberg 22,2 1J.
Simmering, Vorort von Wien, seit 1890 dessen
CI. Bezirk bildend.
Simmern, Kreisstadt im preuß. Reg.⸗Bez. Koblenz,
tuf dem Hunsrück, an der Simmer (zur Nahe), (19055
2424 E., Amtsgericht, landw. Winterschule; früher Haupttadt
 des Fürstent. S.
Simmler, Joseph, poln. Historienmaler, geb. 1823
'n Warschau, gest. das. J. März 1868; Szenen aus der
joln. Geschichte, Bildnisse.
Simms, William Gilmore, amerik. Schriftsteller,
Jeb. 47. April 1806 in Charleston, (Südkarolinad, gest,
1. Zuni 1870 das.; schrieb das Gedicht Atrianus“
1833), Romane, („Nartin Faber“, „Thé partisan“,
„The Kinsman“, „Phe wigwam andethe cabn r2c.),
erner „Fistory of South Carolina“ (1840), Biogra⸗
hien u. a. — Biogr. von Cable (Bost. 1888).
Simnan, Stadt in der pers. Prov. Irat-Adschmi,
in der Handelsstraße Teheran⸗Meschhed, 13800 6.
Simnitza, Stadt in Rumanien, s. Zimnicea.
Simon, ein Bruder Jesu; oft identistert mit seinem
Better S., dem Sohn des Klopas bder Kleophas und
sachfolger des Jakobus als Bischof zu Jerusalem, gest.
220 J. alt unter Tralan als Marthrer Gedẽchtnistag
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