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18. Febr., in der griech. Kirche 27. April). — S. von
Kana oder S. Zelstes (d. i. der Eiferer), einer der
12 Apostel, Tag 28. Okt., in der griech. Kirche Io. Mai. —
S. Petrus, s. Petrus.
Simon, der Magier (Magus), aus Samaria, gab
sich nach Apostelgesch. 8, o—24 als „die große Krast Gottes
aus, ließ sich von Philippus taufen, wurde aber von Petrus
verdammt, weil er die Gabe der Geistesmitteilung (das
Apostolat) kaufen wollte; daher Simonie (s. d.. Späater
gilt er als der Stammvater der Ketzerei, der, gnostische Irr—
ehren verbreitend, herumgezogen und in Rom als Be—
trüger entlarvt worden sein soll.
Simon (spr. bng), Eduard, franz. Schriftsteller, geb
7. April 1824 in Berlin, gest. 14. Ott. 1807 in Paris
schrieb: „L'empereur Guisiaume et son regne“ (1886)
„L'empereur Frédéric“ (1888), „L'empereur Guii
laume II“ (1880), „D Allemagne et la Russie“ (1893)
—ADD
Pseudonym E. Vely, geb. 8. Aug. 1848 zu Braunfels bei
Wetzlar, heiratete 1871 den Buchhändler S. in Stutt—
gart, später geschieden, lebt jetzt in Berlin; schrieb Ro—
mane, Novellen, Dramen und das histor. Werk „Herzog
sKarl, von Württemberg“ (8. Aufl. 1877).
Simon (spr. bng), Jules, franz. Philosoph und
Staatsmann, geb. 810 Dez. 1814 zu Lorient, 1839 51
Prof. an der Sorbonne in Paris, 1863 oppositionelles
Mitglied des Gesetzgebenden Körpers, 1870 73 Unter—
richtsminister, seit 18378 Senator und Mitglied der Franz
Akademie, Dez. 1876 bis Mai 1877 Ministerpräsident,
vertrat 1890 Frankreich auf der internationalen Arbeiter
schutzlonferenz in Berlin, gest. 8. Juni 1896 in Paris
schrieb: „Histoire de Vécoĩe d'Alexaudrie“ (1844245),
„Lo gouvernement de M. Thiers“ (2 Bde., 1878 u. b.),
„Le Ivre du petit citoyen“ (1880 u. ö.), „La femmè
du XX siécle“ (1891 u. b.) u. a. Seine Lebenserinne
rungen u. d. T. „Promières années“ und „Le soie de
ms journée“ (1901). — Val. Seche franz. 1898).
Simonides von Keos, griech. Lyriker, geb. 6506 v. Chr.
Jest. am Hof des Hiero zu Syrakus 467 v. Chr.; am be—
cühmtesten seine Tauergesänge (Threnoi) und Epigramme
Fragmente in Bergks „Poëtae Iyrici Graeoi“, 83 3)
— Bgl. von Wilamowitz (1807).
Simonie, die Erwerbung oder Verleihung geistlichen
Amter durch Kauf 2c., nach dem kanonischen Recht verboten
benannt nach Simon (s. d.) dem Magier. Vgl. Leinz (1902)
—— Eugene, belg. Bildhauer, geb. 1810 in
Lüttich, 1863 Direktor der Akademie in laseh gest. daß
10. Juli 1882; außer Genrestücken (Der über seine Trom—
mel weinende Knabe) Porträtwerke: Reiterstatue Gott—
trieds von Bouillon in Brüssel (1848), Geolog Dumon—
in Lüttich (1866) u. a.
Simonoseki, japan. Stadt, s. Schimonoseki.
Simons, Menno, s. Menno⸗Simons.
Simonsbrot, ein unmittelbar aus gingemeicten
dorn hergestelltes Brot, bei welchem durch beginnende
deimung der eingeweichten Körner die Löslichkeit der Eiweiß
toffe und dadurch die Verdaulichkeit des Brotes erhöht ist.
Simonstown (spr. ßeimönstaun), Hafenstadt in der
hrit. Kapkolonie, an der Falschen Bai, (1804) 6648 E.
Fort; Schiffswerften.
Simpla, GSunplum. —
Simpler (lat.), fimpel, einfach; schlicht; einfältig.
Simplicius, Heiliger, Papst 468 —483, bekämpft
»en Monophysitismus; Gedächtnistag 2. oder 3. März
Simplizissiimus, Roman von Grimmelshausen (s, d.).
mis mrelidicae (at.), Einfachheit, Schlichtheit; Ein⸗
ältigkeit.
lon (ital. Sempisne), Paß im schweiz. Kanton
Wallis, zwischen Penninischen uͤnd Lepontinischen Alpen,
von Brig in Wallis nach Bomo d'Ossola in Oberitalien,
2010 m hoch, mit Kunstfstraße (1800 6 von Napoleon J.
gebaut). Hoͤspiz, 2008 20, 1885 erbaut; Eisenbahn (mit
8 781m langem Tunnel) zwischen Brig und Ifeile, 1. Jun
1906 öffnet. (S. auch Jura-Simplon- Bahnd)
„Simplum (at. Mehrzahl Simpta), das Einfache,
einfacher Steuersah (. Stenereinheith.
Simpfon, Sir James Houng, Gynätkolog, geb. 7. Juni
1814 zu Bathgate, seit 1840 Riof. in Ediburgh, dest.
6. Mai 1870, führte 1847 die Lretoe outtbhe ein,

Erfinder neuer Untersuchungsmethoden und Instrumente;
chrieb: „Gynaecologioal works“ (2 Bde., 18710) u. a-Bgl.
 Guͤsserow (1871), Gordon (engl., 1886). hai
Simpfonhafen, Rabaul, Hafen an der Blanchebai,
Peupommern, 1906 dem Auslandsverkehr eröffnet.
Bimr, s. Hyänenhund.
Aim ra (Simri), Getreidemaß, s. Simmer.
Zimrishamn,— schwed. Stadt, s. v. w. Cimbrishamn.
Simrock, Karl, Dichter und Germanist, geb. 28. n
1802 zu Boun, seit 1880 Prof. der altdeutschen Litera
das., gest. 18. Juli 1876; übersetzte zahlreiche altdeutst
und altgerman. Dichtungen (Ribelungenlied, Walter po
der Vogelweide, Gudrun, Edda ac), veroöffentlichte außer⸗
dem Gedichte⸗isos), Handbüch der deutschen My—
hologie“ (6. Aufl. 1887), „Die deutschen ———
dolfsbücher“ (1830 D61) uͤ. q. — Bgl.
Zocker (1877). *
Sims (Gesims), der ans der Außen⸗
vand eines Gebäudes heraustretende,
vagerechte, die Bekrönung desselben
ildende Teil [Abb. 1741; 2 Hünge—⸗
»latte mit Wassernase, b Rinnleiste
»der Sima]. 1741. Sims.
Simse, Risch (Funcus L.), Pflan— —
zengattg. der Junkazeen, überaäll verbreitet; am häufglen
Juncus conglomeratus L., effusus L., glauous
ind butontus , alle auf naffen, Wiefen; einige liefern
Halme zu Flechtwerk. (S. auch Binsen.) ichter
Simfon, hebr. Rattonalheld, einer der sog. Nich —
Israels, lebte als Nasiräer (s. d.) uͤnd spielte den Nationan
feinden Israels, den Philistern, übel mit, bis er, a
den Haaten zugleich setner Stürke beraubt, ihnen durt
die List seiner Buhle Delila (s. d.) in die Häude sc
geblendet und gefangen gehalten wurde, wofür er no
terbend, Rache Rahm (Buch der Richter 13 516)3.
Simfon, Martin Eduard von, Zurift und delunuen
geb. 10. Nov. 1810 zu Königsberg i. Pr 1838 IFrm
das., Dez. 1848 bis Mai 1849 Präsident ber Ratioga
versammlung zu Frankfurt, 1860—61 des preuß.
Jeordnetenhauses, 1867 — 73 des Norddeutschen, später
Dentschen Reichstags, seit 1860 Vizepräsident, 1869
ident des Appellationsgerichts zu Frantfurt a. O., 1819
81 Prasident des Reidsgerichts zu Leipzig, gesn.?. Mi
is89s in Berlin. — Sein Sohn Bernhard von S. Leb.
e0. Febr. 1840, 1877 1805 Prof. der Geschichte zu de,
zurg i. Br.; veröffentlichte: „Jahrbücher des Frünk. Reich
————
darl d. Gr. 788 -814 Wen u. a., auch „Erinnerungen
zus dem Leben seines Vaters (1800). s
Simulation (at.), Verstellung, das Erheucheln de—
VBorhandenseins von elwas; Simukaͤnt, ein Heuchelnder,
zes. der eine Krankheit erheuchelt; simulieren, erheucheln,
»orspiegeln, vorschützen; auch nachsinnen, grübeln.
Simulv, die Früchte von Capparis coriaces Burch.
dom Kap der Guten Hoffnung, mit steinharter rotbrauner
Schale. Die im Zruchtfleisch liegenden Samen iefern
eine gegen Epilepsie und Hysterie angewendete Tinktur·
Simultan (late), gemeinschaftlich, leichzeilig; Simul⸗
anbeobachtungen, astron. und 3 ——
zur gleichen Zeit an verschiedenen Orten, Simultaneiltät.
Bleichzeitigkeit; Simultanerum, etwas von zwei Personen
ugleich Besessenes, bes. die gemeinsame —— der⸗
elben Kirche (Simultankirches) oder Schule (Simultan⸗
chule) seitens verschiedener Koͤnfessionen.
—A—
Sina, s. v. w. China.
Sinaui, Gebirgsstock der Sinaihalbinfel (80 000 qxm,
807; 83 762 E., zu Agypten sKarten zur biblischen
Beschichte, ‚und Tafel Bilder zur biblischen 85
schächte, 1, bei Palästina) zwischen dem Golf von Sue—
ind dem von Akabah, im Dschebel Katherin 2602 w, gn
Dschebel Musa 2244m im Dschebel Serbal 2050 m hoch; he⸗
ühmt durch die mosaische Gesetgebung (Berg Horeb; weluer
ꝛer Berg Horeb ist, ist noch zweifelhaft), am dsil, Fuß das
Sinaikloster Katharinenklofter), von Kaiser Justinian ge⸗
rindet hers e un iedih ven dindenaun aec
Sinaia, Badeort in Rumänien, unter dem Kloster e
im Flusse Prahova, (1898) 2210 E.; nahebei die königl.
Sommerresidenz im Schlofse Pelesch.