Sinalsa, Staat in der Republik Meriko, am Kali⸗
ornischen Golf, 71380 qem, (1900) 296 701 6. gebirgig
bis 2780 m), mineralreich; Hauptstadt Culiacär
Sinapis D, Pflanzengaltge der Krugiferen,
sräuter der nörvi gemäßigten Zone. Von 8
alba T. (weißer Senf JIJAbb. 1742)) wie auch
oon 8. arvendis (Ackerfenf, falfchlich oft Hede⸗
rich genannt) dienen die Samen zur Herstellung
des Senfs Mostrichs); ersterer auch als Grün⸗
futter augebaut, die von v. — ——
der Sareptasenf) liefern das Senföl (s. d.).
Sinau, Pflanzenart, s. Nenemuia
Sinosro t cöεεανναν (at.), aufrichtig
gnd standhaft (Wahifpruch des preuß Roten
Adlerordeus) —
Sind, Fluß in Ostindien, s. Indus. eher
Sindaoo tal.), Gemeindevorsteher, Bür⸗
dermeister.
Sindelsingen, Stadt im württemb. Neckarkreis, an
der Schwippe, (18005) 4862 E. Latein-, Realschule.
Sin der inderd Haupisiabt der Landschaft Damerghn
m nordwestl. Bornue 10000 En A1809 von den Frau—
zosen befeht.
Sinder und Garu, zwei unabhängige Schwesterstädte
n Rordwestafrika, auf gInseln im ntietn Niger, 17 000 E
Sindh (engl. Sinde oder Seinde), Division der brit.⸗
ostind. Präsidentsch. Bombay, im untern Stromgebiete
des Indus 128 708 qum, 301) 3212808 E. ; Haupt⸗
stadt Karatfchi, bis 1348 selbständiger Staat. Die Ein—
wohner, urfprüngliche, Sindher, Dicat und Belutschen,
Zrechen das Sinbhi (Grannnatik von Stack, as, dr
Trumpp, 1872; Wörterbuch, engl. von Stach).
A Scindiah.
Sindhu, Fluß, s. Judus,
Sinding, Ollo norweg. Maler, geb. 16. Dez. 1842
u Throndhiem, jeht bei Kustiama ansässig; bes. Land—
Haftsbilder vom hohen Norden Sein Dude Stephan
Sa, Bildhauer, geb. NAug. 1846 zu Röraas; unter
andern Barbarenweib ihren gefallenen Sohn aus der Schlacht
Jagend lTafel; Genretunst Ii, 12). zwei Menschen,
Bortrutstͤtucn (Ibsen, Björnfon, Ole Buss).
Zindon (arch Nehrzahl Sindones), s. Byssus.
Sindringen, Etabi in württend Jagstkreis, Ober⸗
imt Ohringen, am Kocher, (1908) 625 E.
Sinear, biblischer Rame von Babylonien.
Sined ver Barde, f. Denis, Michael.
Sine ira et Studis (lat), ohne Zorn und Vorliebe,
h. unparteiisch, Zitat aus Tacitus Annalen“ (I, I).
Sinekũre (lat. bino oura, „ohne Seelsorge“), Pfründe
ohne Amtsgeschäfte; einträgliche, aber mühelose Stellung.
Sine 1000 et anno (at.; abgekürzt 8. L6. a.), ohne
Drt und Jahr (von Büchern ohne Druckort und ⸗jahr).
Sinesen und Sinesisch, sven Chinesen und Chinesisch
—AD grchsym phön eia,„Zusammenklang“)
anfangs infirumentale Vor⸗, Zwischen⸗ und Nachspiele gu
mehrstimmigen Gesangsstücken; die aus drei oder meist
ier (ausnahmsweise funf) Hauptsaten bestehende Or⸗
hester⸗S bei der die einjelnen Iustrumente selbständig
Jeführt werden, wurde durch Haydn begründet, durch Mot
jart weitergebildet und durch Beethoven zur hoͤchsten Voll⸗
ndung gefüͤhrt. Die bes von Liszt und Berlisz gepflegte
infonische Dichtung sucht in freierer Form bekannte Dichtun⸗
gen oder überhaupt poel. Notive mujsikalisch zu illustrieren,
worin Beethoven schon mit seiner Pastoral⸗G. die Anregung
Jegeben hatte. Die bedeutendsten Sinfoniker nach Beethoven
ig Stamann Brahms und I p Sheneß
zIngan⸗efur, Hauptstadt der chines. Prov. en⸗si,
im Weirho (zum Hoangeho), ca Mill. F.
Singapur (enzl. Singapore, „Löwenstadt“), Insel
an der Südspitze der Halbinfel Malata (Karte: Asien T.,7)],
unweit der Straße von S. zu den Straits Settlements
Jehörig, 385 gün, (Iso1) 3228885 6. E αα ist
die Weihnachtsinfel, seit“ 1908 sind die Keelinginseln
Dependen; pon S. — Die Hauptstadt S., (1881)
ißs ooo E. (90 000 Chinesen), befestigter Hafen, Stapel⸗
aatz für die Erzeugnisse Malakas, Sumatras und Borneos
s duch Beitage Großbritan ienen Irland];
1819 von Sir Stamford Raffles gegründet. — Geschichte
ogl. Buckley lengli., Bden Ugosß

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Sin
Singapurgummi, s. Kautschuk.
Singdrofsel, s. Drossel und — Singpögel, 15.
Singen, Gesang und Stimme.
Singen, Flecken im bad. Kr. Konstanz, an der Aach,
— —— xm entfernt der Hoheutwiel (s. d.).
mme, s. i i
W s. Harmonita, chemische, fowie
nger, Paul, sozialdemokrat. Politiker 16.
1844 in Berlin, gründete 1869 sue een
eine Damenmäntelfabrik, seit 1884 im Reichstag mit
Bebel Vorsitzender im Vorstand der sozialdemokrat. Vartei
Singhalesen, indischz drawid. Rifchvolt, die Nach⸗
ommen der ursprünglichen Bewohner sTafel: Meen sche n⸗
zassen, 82] Ceylons, im Süden Cehlons, meist buddhi⸗
nis 3 ugee Köpfe.
Singhalesische Sprache, eine nicht-arische
die aber frühzeitig von dem Pali oder veane
waden Dialett⸗e — worden ist. Die Sprache
Aer Literatur vom 12. Jahrh. an, das Altsinghalesi i
Elu. — Vgl. Geiger er ttsinghelefsche- heist
Singleton (engl., spr. ßinglt'n), im Kartenspiel (Whist)
die alleinige Karte von einer Farbe. 9
Singspiel, heitere kleine Oper mit gesprochenem Dialog.
Singular (lat. Singularis), Einzahl (s. Numerus);
ingulär, einzeln; eigen, seltsam; Singularität. Sondei
arkeit, Eigenheit.
Singularitäten, ausgezeichnete oder singuläre Punkte,
n der Geometrie Kurvenpunkle mit besondern Eigenschaften.
Singularsukzessison, die Rechtsnachfolge in ein ein—
elnes Rechtsverhaͤltnis im Gegensatz zur Universalsukzes⸗
ion, die Rechtsnachfolge in eine Gesamtheit von Rechts⸗
»erhältnissen, wie bei der Erbschaft (s. Erbrecht).
singuitus (lat.), Schluchzen.
Singvögel (Oscines), Unterordnung der Sperlings⸗
ögel, mit Singmuskeln am untern Kehlkopf und sich hier—
urch von den Schreivögeln unterscheidend. Zu ihnen ge—
sören die Familie der Wehervögel, Finken, Lerchen, Schwal⸗
en, die echten Sänger, Drosseln, Meisen ꝛc. sHierzu die
Tafel: Einheimische Singpögel.)]
Singzirpen, Singzikaden (Stridulantia, Cicadidaeo),
Familie der Gleichflügler, mit Stimmorgan in Form eines
on einer Haut überzogenen Schall⸗
zrube an jeder Seite des Hinter⸗
eibs. Hierher die Zikade —
mit zahlreichen großen Arten, z. B.
der egen inde enne ee
D. oxni L.), gelblich, Vorderflügel 1743. Eschensingzi
chwarz gefleckt, Südeuropa bis A—
Mitteldeutschland, auf Eschen, durch Anstechen der Triebe
ind Blätter Ausfließen der Manna hervorrüfend; Eschen-3.
 Eschenzikade, C. plebejs Scop. [Abb. 1748), schwarz,
Korderflügel glashell, hellbraun geadert, größte europ.
Art; Heufchrecken⸗S. (Heuschreckenzikade, Siebzehner, 06.
eptemdecim Fabr.), alle 17 Jahre bes. häufig erscheinend,
nVordamerika, von den Indianern gebraten und gegessen.
minigaglia, ital. Stadt, s. Senigallia.
Ainische Formation, bis 6000 w mächtige, unker der
lurischen Formation liegende Schichtengruppe Chinas.
Sinistra mano sital.), s. MNano destra.
Sinj (Sign), Marktflecken und Bezirksort in Dalmatien,
der Eetina, (1900) 2384, als Gemeinde 40 281 E., Kastell.
Sin⸗kai, Stadt in Birma, s. v. w. Bhamo.
Sin⸗kiang (Sin⸗tsiang, Hsin⸗chiang), chines. Provinz,
as chines. Ostturkestan und, einen Teil der Dfungarei
imfassend, 1426 000 4km, (1894) 1 Mill. E.; Haupt⸗
tadt Urumtschi.
Sinking fund (engl. spr. fönnd), s. v. w. Amortisations⸗
'onds (s. Amortisation).
Sinkwerke, Auslaugevorrichtungen des salzführenden
Bebirges unter Tage.
Sinn, ein körperliches Organ, dessen Erregung das
Auftreten von Empfindungen zur unmittelbaren Folge
at, die dazu dienenden anatom Einrichtungen (Sinnes⸗
rgane, s. d.), wie die ausgelösten Empfindungen selbst.
Die Sinnesreize sind mechan. und chem. Art; fie werden
urch die Sinnesnerven nach dem Zentralnervensystem
Gehirn) geleitet und dort durch Erregung bestimmter
Zezirke (Sinnessphären, sensorischer Rindenfelder) zum
gewußtsein gebracht. Den körperlich vermillelten Wahn