Sin

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nehmungen, den üußern S., deren man seit alters fün
(Gefühl, Gesicht, Gehör, Geruch, Geschmack) unterscheidet
während man weiterhin auch einen Druck, Temperatur⸗
Schmerze, Gleichgewichts⸗ und Muskelfinn anzunehmen be⸗
rechtigt ist, steht gegenüher der innere S. d. iĩ. die Fähigkeit
unsere eigenen Bewußtseinsakte zu erkennen und zu beur⸗
eilen. Bgl. Preyer (1870), Bernsiein (2. Äufl 18809)
Sinn, Breite S. r. Rebenfluß der Frunm. Saale
entspringt im Rhöngebirge, mündet bei Gemuünden.
Sinuen, in Süddeuischland s. v.w. Eichen.
Sinnesblatt, Hautsinnesblatt, s. Gastrula.
Sinnesorgane, die peripher am Körper gelegener
Zinrichtungen zur Aufnahme von außen kommender Reize
Sinnesreize) und Umwandlung diefer in eine Tätigkeits⸗
form (Exregung) der Sinnesnerven (. Sinn). Dem
Fühlen (s. Gefuͤhl), einschließlich den Temperatur- Lec.
Empfindungen, dienen besondere nervöse Einrichtungen in
der Haut (. d.), dem Sehen, das Auge (f. d.) den
Hören das Ohr (s. d. und Gehör), dem Riechen die Nase
. d. und Getuch), dem Schmecken der Rücken der Zunge
s. d. und Geschinack). [Hierzu die Tafeln: Siunes
irgane J und 1J1.)]
Sinnestäuschungen, Sinnesdelirien, Sinneswahrrehmungen
 ohne entsprechende äußere Objekte, zerfallen in
Iulusionen uund Halluzinätionen (s. d.). val. Heppen
1.Aufl. 1888), Sully (deutsch 1881), Parish 8084)
Sinngedicht, s. v. w. Epigramm.
Sinngrün, Pflanzengattg, s. Immergrün.
SZinnpflanze, s. Mimose IAbb. 1180)
Sinolsg (grch.), Kenner des Chinesischen.
Si non é vero.., s. So non èé veéero ....
Sinope (türk. Sinob), Stadt im türk.-kleinasiat. Wi—
aiet Kastamuni, am Schwarzen Meer, 8000 E. Hafen. Im
Altertum Kolonie der Milesier, 183 v. Ehr. Residenz der
Zönige von Pontus, 45 v. Chr. römisch, hier 80. Nov.
18583 Vernichtung der türk. Flotte durch die Rusfen.
Sinsheim, Ämtsstadt im bad. Kr. Heidelberg, an der
Slsenz, (1905) 83200 E., Amtsgericht; hier I6. Juni 674 un⸗
entschiedenes Treffen zwischen Turenne und dem Laiserl.
Feldherrn Bournonville; 1689 von den Franzosen zerstört.
Sinter, kristallinische oder amorphe Niederschlaͤge aus
nineralhaltigen Gewässern (Kalk⸗, Kiefel⸗, Eifen S).
Sinterkohlen, Steinkohlen, die in der Hitze zu einer festen
Masse zusammensinterü.
Sinteropal, s. v. w. Kieselsinter.
Sintflut (altdeutsch sinfluot, d. h. große, allgemeint
Flut), die UÜberschwemmung der Erde, von welcher 1 Mos
63—8 berichtet; volkstümlich umgedeutet in Sündflut,
weil sie zur Zeit des Noah als eine Strafe für die Sün—
den der Menschheit betrachtet wird. Die biblische Er—
ählung ist, nahe verwaudt mit der babylon. Sage, welche
1872 von G. Smith auf Tontafeln entdeckt wurde. oͤchnliche
Flutsagen hei den Griechen (s. Deukalion), Indern ua.
39h. Biestel (1876), Andree (1891), Winternitz (1902).
Sintflutmensch, s. v. w. Andrias Scheucuzeri.
Sinto, s. v. w. Shinto (s. d.).
Sin⸗tsiang, chines. Provinz, s. Sin-kiang.
Sint, ut sunt, aut non sint (lat.), sie seien, wie
ie sind, oder sie seien überhaupt nicht, Aüßerung, womit
der Jesuitengeneral Ricci eine Anderung
der Verfassung seines Ordens ablehnte. ——⸗
Sinus (lat.), Krümmung, Bufen,
Peerhusen; in der Trigonometrie: det 1741 Sinuslinie.
Quotient aus der im rechtwinkligen
Dreieck einem spitzen Winkel gegenüberliegenden Kathete zu
der Hypotenuse des Dreiecks heißt S. dieses spitzen Winkels
abgekürzt sin). Den Verlauf der Sinusfuuttton zeigt die
Szinuslinie [Abb. 1744)].
Sinusbussole, s. Tangentenbussole.
Sinusija⸗Orden, s. Suussi, [39198 E
Sinzheim, Dorf im bad. Kr. Baden, bei Baden, (1805)
Sinzig, Stadt im preuß. Reg.⸗Bez. Koblenz, an der
Ahr, Epos) 3155 E, Anisgericht
Sio Epr. schio), Abfluß des Plattensees in Ungarn, teilb
anglifiert Siotauat, geht durch den Kapos zuen Sarvig
Zion Edr, ßiongh franz diame von Sitten (. d.).
Siöng⸗ tschin (Song ifmon, Siengetschieug hpo) Hafen
an der Ostküste von Koxea, (1900) uber B 600 fener
pflichtige E.; 1899 dem fremden Handel geöffnet.

Sioux (spr. ßluh), Nadowessier, einst mächtiger nord⸗
merik. — — — der sich selbst Dakota oder Lakota
tennt, westl. vom obern Misfissippi, etwa 48 400 Seelen, gere
allen in die Stämme der Dakota im engern Sinne, Assini—
voins, Crow, Osagen 2c. sTafel: Ethnographie 16.J
Sioux City (spr. ßiuh oder ßuh ßitthh, Stadt im
tordamerik. Staate Jowa, am Missouri, (1900) 33111 E.;
Zchlüchtereien, Industrie.
Siour Falls (spr. ßluh oder ßuh fahls), Stadt im
tordamerit. Staate Süddaköta, am Siour River, (1900)
266 E.
Sipahi (pers., d. i. Soldat, Sipoys, Sepoys, Sea⸗
oys), die aus den Eingeborenen gebildeten Truppen der
ẽnglünder in Ostindien. Ihr gegen die engl. Serrschaft
jerichteter Aufstand 1887 wurde blutig unterdruͤckt.
Si parvs IIce᷑ ponére magnis (lat.), wenn man
dleines mit Großem vergleichen darf Virgil. „Georgios )
Sipet, Waffe der Dajak, ein Blaskohr, womit ver⸗
iftete Pfeile abgeschossen werden.
Siphnos, Sifanto, eine der griech. Zykladen, 74 qkm,
1896) 4060 E.; Hauptort Apollonia oder Stabros (827
ẽ.);. im Altertum berühmte Gold- und Silberminen.
Siphon (grch., „Röhre, Heber“), mit Ausflußhahn ver—
ehene Flasche kohleusauren Wassers, bei welcher der Kohlen⸗
üuredruck die Flüssigkeit in einer Steigröhre bis zum Hahn
mpordrückt; auch geschlossene ——— vpon U⸗ oder
U -förmiger Gestalt, um Wasser über ein Tal oder
nter einer im gleichen NRiveau liegenden Straße, Kanalrc.
zinwegzuführen.
Siphonia, Gummi⸗ Kautschuk⸗ Federharzbaum, Pflan—
engattg. der Euphorbiazeen, Bäume im trop Südamerika.
8. ↄlastioa Pers. Heves guianensis Aubl. sTafel: VPutz⸗
flanzen II, M und brasiliensis Nla. liefern Milqh⸗
ft zur Gewinnung des Kautschuks.
Siphoniaten, s. Muscheltiere.
Siphonophoren (Siplonophora), s. Röhrenquallen.
Sipjagin, Dmitrij Sergejewitsch, russ. Staatsmann,
jeb. 1858, 1800 Minister des Innern, 15. April 18008
rmordet. llien; Ruinen bei Maufredonia.
Sipontum (grch. Sipus), alte Küstenfiadt in Apu⸗
SZipoys, s. Sipahi.
Sippe, Sippfchaft, Inbegriff sämtlicher Blutsverwandten
mes Stammes; heilige S. s. v. w. heilige Familie.
Siquijor, eine der Philippinen bei Bohole(s. d.),
Sir (engl., spr. ßörr), Baronets- und Knightstitel
em Taufnamen vorgesetzt; Anrede an jeden anstaͤndigen
Mann, jedoch ohne Zusetzung des Namens; Anrede an
den König und die koͤnigl. Prinzen.
Sirach, eigentlich Jefus, Sohn S.s, jerusalemischer
Jude, geb. um 200 v. Chr., deen eine Sammlung.
»on Sittensprüchen (in der Vulgata „Poclesiasticus“ ge⸗
tannt), die, den „Sprüchen Salomos“ nach Form wie
Inhalt nahe verwandt, in der um 130 v. Chr. von S.s8
Enkel verfaßten griech. Übersezung späler unter die Apo⸗
ryphen gufgenommen wurden; Kommentar von Frißsche
1860); Bruchstücke des hebr. Originals wurden 1886 1801
—
Siracusa (Siragosa), s. Syrakus.
Sir⸗Charles⸗Hardy⸗ Inseln (spr. ßörr tschahrls),
Zrüue Inseln, die nördlichsten deutschen Salomominselu—
Sirdar, s. Serdar.
Sir⸗daria, Fluß, s. Syr-darja. [Könige und Kaiser.
Sire (ftz. spr. ßihr), gnädigster Herr Anrede an
Siredon, s. Axolotl.
Sirene, akustischer Apparat, zur Untersuchung von
önen auf ihre Höhe, Klangfarbe ꝛc., besteht im wesent⸗
ichen aus einer rotierenden Scheibe, die bexmoöge eines
jezahnten Randes, gegen welchen ein Kartenblatt gehalten
vird (Savarts S.), oder von Lochreihen, gegen welche
in Luftstrom geblafen wird (S. von Cagniars ve La Tour,
Zeebeck, Helmholtz u. a.) rasch aufeinanderfolgende Luft⸗
töße erzeugt, die sich zu einem Ton vereinigen, dessen
döhe mit der Rotationsgeschwindigkeit wächst. Bei der
Wellen⸗S. von Koenig wird ein Luftstrom gegen den
vellenförmig gestalteten Rand einer Scheibe oder Trommel
eblasen; die Form der Wellen, bestimmt die Klangfarbe
Tafel: Schall 11, 6). — Auf Schiffen werden Se (mit
dampf angeblasene Lochscheiben) zu Signalapparaten bei
stebel benutzt, ebenso wie die Rebelhoͤrner (Trompeten