Sjetsch (russ), s. Sitsch.
Sjewast, Wilaet iiadt, s. v. w. Siwas (s. d.).
Sjewst, FKreisstadt im ruff, Gouv. Drel, am Sjew,
9210 E.Hanffpinnerei und weberei.
Skabigs (at) krtzig, grindig
—AI Seabiosa. 9J
Srkabrös Uat), dauß, holperig; mißlich, schwierig.
Skadenz Gtalgen) Verfall, Berfallzeit lenes
Wechsels) ftadieren fällig werden.
a, Skagen, Stadte im dän. Amt Hiörring auf dem
Skagensriff (Nordfpitze Jutiands), (1001) 2438 6.
.Skagerrak, Meeresarm zwischen Jütland und dem
üdostt. Norwegen, 2o00280 aig. Doubo an br,
2οο , in der norweg. Küste o0 m tief, durch
Stürme gefährlich, verbindet die Nordsee mit dem Kattegat.
Skagwan (pr. -weh), Hafenstadt im nordamerik.
erritoium Alosta, am öste Ufer des Chiltoot Inet
Ausldufer des Lynn Canal), (1800) 3117 E.
Skaisgirren; Große⸗S.. Dorf im preuß. Reg.-Bez.
Rumbinnen, t Niederung, (1905) 1285 E., Amtsgerichi
Skala (lat. und ital.) Treppe, Stufenleiter; Ton—
leiter; Gradeinteilung bei physikmathem. Instrumenten.
Skalafyftem, s. Gleitende Stala
Skalat, Bezirkostadt in Gauzien, (1000) 8728 E.,
Skalde, altnord. Dichter. faltes Schloß.
o dalenaravmeter f. Aräometer [Abb
Skalenveder (grch.), hemiedrische Kri—
tallform des tetragonalen und hexagonalen
Systems sAbb. 17481.
Skalitz. 1) Stadt in Böhmen, s. Böh—
mische Skalitz. — 2) 8. ungar. Szakolcza,
lönigl Freistadt in Ungarn, Komitat Neutta,
nahe der March, (1000) 4032 6. *
Skalma, miasmatisch-kontagiöse Pferde⸗ —
rankheit in Form cines anstatenden Ka— See
tarrhs der Luftwege auftretende Stallseuche.
Symptome: Bronchitis, Husten, Nasenausfluß ꝛc. Ver—
lauf in 8 Tagen meist günstig.
Skalp (engl.). bei den dordemerik. Indianern die als
Siegeszeichen aufbewahrte Kopfhaut getöteter oder ver—
wundeter Feinde; fkalpieren, die Kopfhaut abziehen.
Skalpel (lat), cirurg. Ntesser, ber dem die Klinge
inheweglich mit dem iß verbunden ist.
Stalpund, älteres schwed. Gewicht Ea425, oro g.
Skamander (Skamandros) ein in der Jlios viel ge—
nannter Fluß im Gebiet von Troas in Kleinasien, enñt⸗
pringt am Ida, füllt bei Sigenm ins Meer; jetzt Menderes.
Skamandeios, Sohn des Hettor,s. Asthanar.
Skamdrup⸗ Sophus, dun. Dichter, s. Shandorph.
Skammonium, Skammoniumharz, Windenharz, der
ingetrocknete Milchfaft der kleinasiat. Purgierwinde (s.
donvoivusus) farblos, durchsichtig, kratzend schmeckend,
enthält Jalapin, fiariwirkendes Abfuührmittel, ebenso das
von zwer Arten von Oynanchum (s. d.) stammende franz. S.
Skandal (grh), Argernis, Austoß erregender Bor—
gang; standalos, Anstoß erregend.
„Skanderbeg, eigentlich Georg Kastriota, aus einer
in Albanien herrschenden Dhnaftenfamilie, kam jung als
Geisel an den vomen. Hof, diente als Skanderbeg (Fürst
Alerander) unter Sultan Murad, stellte sich 144 an die
dpige eines Aufstandes in Albanien, behauptete das
Land siegreich gegen mehrere türk. Heere, so daß Moham-⸗
med II. m Frleden von 1161 e8 ihm überlassen mußte;
dest. 17. Jan. 1768 zu Nieffio. — Vol. Pietko (1884).
Skanderborg, Sladt im dün. Amte Mrhus in Jůt
and, am Skanderüorgsee, (1001) 2721 G.
Skanderun, kleinafiat. Hafen, s. v. w. Alexandrette
Skandieren (latd. Verse latiinshia nach dem Röbtk
nus vortragen.
Skandinavien, Halbinsel im N. Europas sKarten
Schweden, Norwegen und Dänemark Ju. II],
I8ä I. 370 750 xI br., etwa soo obo qu”,
umfaßt die Königr. Schweden und Norwegen, in der
westl. Hälfte durchaus erfüllt von dem Srandinch
Gebirge, welches sih 1800 n ige 86 be
Varangerfjord im RO. bis zum Kap Lindesnäs im SW.
Istreckt und bod ood grn bedeckt, von N. nach S. an
Höhe und Breue zunehmend, zerfällt es in das Lapp—

713

Ska

Indische Gebirge (mittlere Höhe 300—650 w), die Kölen
Kjölen, 801 -800 m; im Kebnekaiße 2183 m), bdas Dovre⸗
jetd (800-1000 m; im Snehatten 2821 m) und die
Züdt. Fijelde, zwischen Sognefsord und Skagerrate(1000
71600 mʒ im Galdhöpig 2560 y. Do an Glet—
chern und Schneefeldern reiche Gebirge fäll nach O, sauft,
us Meer steil ab und bildet viele tief in das Land ciu
chneidende Fiorde; auf dem Gebirge entspringen zahl—
eiche meist uach O. fließende, zur Schiffahrt wenig ge⸗
ignete Flüsse ornede, Luleg-, Piteac Umea, Indald⸗,
Nal⸗ und Motalaelf zum Bottnischen Merrbufen dund zur
stsee, Götaelf und Glommen zum Skagerrak); wich⸗
igste Seen: Wener-, Wetters, Hielmare und Mãlarsee.
Zas Klima im W. mild und feucht mit ver größten
Niederschlagsmenge in Europa, im O. Kontinentultuna
nit warmen Sommern und kalten Wintern.
Skandinavische Kunst, gemeinsame Bezeichnung für
ie schwed. und norweg. Kunst. — 1) Schweden. . Bu
tunst. Der roman. Stil entwickelte sich bef. schön au
der Domkirche zu Lund, der Zisterzienserkirche zu Warn⸗
jem And, an mehrern Kirchen auf Gottland. Ju der Zeit
der Gotik blieb die Bautätigkeit beschrünkt auf Um- Aud
Erweiterungsbauten älterer Gebäude, so am Dom zu Lin⸗
köping: umfangreichster got. Kirchenbau der Dom zu Up⸗
sala (1260 14838). In der klaffisch-aital. Renaissancezeit
zahlreiche Schhloßbauten (Gripsholm, Wadstena, Kalmar,
Wihyholm, Swenstorp), die bes. reich im Innern (Paneel⸗
werk, Decken, Kamine 1c.); in der Spätrenaissance Blüte—
zeit der schwed. Architektur (Tessin d. A. 161581 und
sein Sohn 165451728): Schloß zu Stockholm, Schloß
Drottningholm, Katharinenkirche zu Stockholm, Vomkirche
zu Kalmar u. a. Im 18. Jahrh, herrschte die franz. Bau—
weise, im 18. Jahrh. anfangs die klaͤssische (Nystroͤmß spaͤter
die eklektische Richtung (Sholander) por. Bedeutende Ärchi—
ekten des 19. Jahrh.:? Boberg, Holmgren, Zetterwall.
». Die Bildnexei arbeitete zur Zeit des Mittelalters
u Grabsteinen, Figuren und Reliefs an Kirchenportalen;
ur Renaissancezeit außer in prächtigen Grabdenkmälern
zuch für architektonisch-dekorative Zwecke; seit Ende des
7. Jahrh. wurden Porträtstatuen geschaffen, bes. dann
m 18. und 19. Jahrh., daneben spielt auch die Ideal- und
Zenreplastik eine Rolle. Hervorragende Namen: Sergel,
Byström, Göthe, Fogelberg, Qvarnström, Molin, Kjeu⸗
erg, Börjeson u. a. c. Malerei, Nach der kirchlichen
Wandmalerei der roman. Zeit und der vorwiegend deko⸗
cativen Malerei der Renaissance folgte um die Mitte des
7. Jahrh. die auf allen Zweigen der Malerei sich betä—
igende, von Chrenstrahl (gest. 1698) gegründete Schule
B. von Krafft, Lemcke ü. a.). „Tichtige Kräfte des
8. Jahrh. waren: Meytens d. J, G. de Martes, Roslin,
Wertmuͤller, Lafrensen, Hilleström, von denen einige zeit⸗
veise in Wien bez. Munchen tätig waren. Im natio—
aalen Sinne wixkten danti seit Anfang des 19. Jahrh.:
Fahlcrantz, Wahlbom, Blomnmier, Boklund, Winge, Mälin—
tröm,u. a., bis in den fünfziger Jahren die Vüsseldorfer
Schule so manchen Künstler der Heimat entzog: Norden—
derg, d'Uncker, Fagerlin, Jernberg, Wallander, Nordgren,
Rydberg. Berühnite Maler der Reuzeit sind: Cederström,
Forsberg, Hellquwist, Jungstedt, G. von Rosen, Wahlberg;:
zu den modernen zählen: Larsson, Liljefors, Nordström,
zorn u. a. — 2) Norwegen. a. Baukunst. Der ro⸗
man. Stil kam ebenso wie der got, Stil über England
nach Norwegen; Hauptbauten der Gotik sind der Dom
u Throndhjem, und die Königshalle in Bergen. Der
Stil der auͤs Holz erbauten Stablirchen (zu Borgund,
ditterdal 2c.), meist aus dem 12, und 13. Jahrh., ent⸗
dickelte sich im Lande selbst; mit der Reformation hörte
ziese charaktexistische Bauweise auf. Aus dem 18. und
19. Jahrh. sind eigenartige Banwerke nicht zu nennen.
d. Die, Bildnexrel beschäftigte sich lange Zelt nur mit
der Holzbildnerei und Elfenbeinschnitzerei, bis im 19. Jahrh.
Bergslien, Borch, Middelthun u. a. auch zu monumentalen
Schoͤpfungen (Rorträtstatuen) übergingen. Neuerdings
aben sich einen Namen gemacht; Stephan Sinding sTafel:
Benrekunst II, 121, Steibrok u. a. 6. Malerei Bis
ur neuern Zeit beschaͤftigten sich die Maler vorwiegend mit
iblischen Stoffen und Heiligengeschichten; feit Beginn des
9. Jahrh. erstanden tüchtige Künstler, die aber die Heimat
perließen und teils nach Bresden (Joh. Ehr. Dahl nebs