Ska

Fearnley, Baade, Frich), teils nach Düsseldorf (Tidemand,
Gude), teils nach Karlsruhe (Eckersberg, Morten Müller,
Munthe, Otto Sinding), teils nach München (Werenskiold),
in neuester Zeit teils nach Berlin (Krohg) und Parié
Thaulow) sich wandten.
Skandinavische Müuzkonvention, die Konven⸗
tion zwischen den standinav. Staaten vom 27. Mai 1873
und 16. Okt. 1875 zur Einführung eines gemeinschaftlichen
Münzsystems auf Grundlage der Kroneñnwährung.
Skandinavische Mythologie, s. v. w. Rordische
Mythologie (s. d.).
Skandinavische Sprachen und Literaturen,
.Nordische Sprachen und Literatureu.
Skandium (chem. Zeichen 8o), sehr seltenes Erdmetall
om Atomgewicht 44,1, findet sich inn Eurenit und Gadolinit.
Skaphanderapparat, s. Taucherapparate
Skaphiten, kahnförmige Ammo—
titen aus der Kreideformation [Abb
1749; nach Neumayr]..
Skaphopoden (Soaphopeda), s
Grabfüßer.
Skapolith (mit Wernerit und
Dipyr), tetragonales, farbloses, glas—
zlänzendes Mineral, aus Kieselsäure,
Tonerde, Kalk, Natron und wenig Chlor
hestehend. In Kontaktkalksteinen, kri—
stallinen Schiefern; als Umwandlungs—
produkt des Plagioklases bes. im Gabbro.
Skapulier (lat. scapularium, Schulterkleid), ein
Mönchskleidungsstück, bestehend aus zwei über Brust und
Rücken getragenen, auf den Schultern verknüpften viereckigen
Tuchstreifen. Am berühmtesten das (braune) heilige S. der
Karmeliter, welches die Mutter Gottes selbst 1251 dem
Ordensgeneral Simon Stock überreichte; zum Andenken
»aran in der kath. Kirche das Skapulierfest (16. Juli).
Skara, Stadt im schwed. Län Skaraborg, (1900) 4431E
Skarabäus, s. Scarabaeus IAbb. 1608).
Skaraborg, Mariestad, Län in Schweden (Westergöt⸗
und) 8480 qkm, (1904) 240 149 E. ; Hauptstadt Mariestad
Skaramuz (ital. Scaramuceia) Charakterfigur der ital.
Bühne, der feige Großsprecher.
Skarbina, Franz, Maler, geb. 24. Febr. 1849 in
Berlin, seit 1888 Prof. das.; bes. kleine Genrebilder aus
dem Leben der bessern Stände (auch der Rokokozeit),
erner: Spitzenklöpplerinnen (Berlin), Allerseelentag u. a.
Skären, Felseninseln, s. Schären.
Skarga, Piotr, eigentlich Paweski, poln. Geistlicher,
geb. 1536 in Grodziec (Masowien), trat in Rom zum
Zesuitenorden, 1578 Rektor der AÄkademie in Wilna,
1588 1611 Hofprediger König Sigismunds III., gest
27. Sept, 1612 in Krakau, berühmt durch seine Reichstags—
vredigten, die den Untergang Polens voraussagten.
Skarifikation (lat.), das Schröpfen (s. d.); Skari—
ikãator, der Schröpfschnäpper (s. Schnäpper); auch s. v. w.
Brubber (s. d. nebst Abb. 730).
Skarpanto, türk. Insel, s. Karpathos.
Skat, beliebtes Kartenspiel, seit etwa 18385 aus dem
Altenburgischen über ganz Deutschland verbreitet, mit der
Piketkarte unter 8 Personen gespielt, wovon jede 10 Kar—
ten erhält, während die 2 übrigen verdeckt auf den Tisch
gelegten (Skat) für denjenigen zählen, der als Inhaber
des höchsten Spiels die beiden andern Spieler gegen sich hat;
gewonnen haben letztere, wenn sie von den vorhandenen
120 Points mindestens 60 erzielt haben; der Einzel—
spielende gewinnt erst mit 61 Poinis. — — Groth
(16. Aufl. 1803), Buhle (3. Aufl. 1895); Allgemeine
deutsche Skatordnung (8. Aufl. 1806). Döring (1801).
Skating⸗Rink (engl., spr.
ßkeht.), Rouschuhbahn, ebene Flaͤcht
aus Zement, mit Schuͤhen, die auf
324 kleinen Nollen gehen [Abb.
1750), befahren.
Skatophagie (grch.), s. v. w. 1750. Rollschuh.
stoprophagie.
Skazon (grch.), hinkender Vers, s. v. w. Choliambus
Skeat (sprßtiht), Walter William, Anglist, geb. 21. Nov.
1835 in London, Prof. in Cambridge; veröffentlichte Aus⸗
gaben altengl. Dichtungen, eine Ausgabe von Chaucers
Werken (1897), „Etymological English düctiöonary“

2. Aufl. 1884; Auszug 4. Aufl. 1821), „Prioiples of
oglish etymology“ (2 Bde., 2. Aufl. 1802) u, a.
Skelẽetoit, niedriger Sportschlitten Rutschschlitten)
nit fentrechten Streben, den der Fahrer, auf dem onge
egend, mit den nach hinten gestreckten Beinen Feren
Skeiett (grih.), das die Weichteile stützende, zum Tei
auch schützende Koͤrpergerüst des Tierkörpers, ist ivedcz
ein äußeres (Haut⸗So Schale) oder ein inueres, un
kann gegnedert oder ungehlicbert sein, Das S. der
Wirbeltiere, auch Gerippe genannt, ist ursprünglich nn
iüg, verknöchert später mehr oder weniger und zerfä
in Rumpf⸗, Kopf⸗, Schwanz- und Gliedmaßen-S. Das
menfchliche S. fTafel: Skelett 1IIJ, besteht mit inschus
der Zahne, Gehörlnschelchen und Schambeine aus 24*
einzelnen Kuochen [S. und Schädel anderer Wirbeltiere
auf Tafel: Skelett II; s. auch Tafel: Affen —
Sbudinum der ÄAnatomie wird das Knochengerüst des Körper
von den Weichteilen befreit und in der natürlichen Stellung
der Knochen aufgestellt, wobei diese durch ihre Gelenkbänder
verbunden (natuͤrtiches S.) oder durch Drähte, Scrauben
Kautschukbänder oder dgl) befestigt werden —
). Die S. der niedern Tiere bestehen aus Lall⸗
diesel- oder Hornsubstanz und sind vorwiegend äußere
Haut⸗S. der Gliedertiere Weichtiere, Stachelhäuter x
Skeilon and Brotton (sor ßlelt's und Prottn),
Stadt in der engl. Grafsch. Horkshire (North Niding),
1801) 132839 E.; Eisengruben. d
Skeppund (spr. schepe), Schiffspfund, älteres schwed.
—— untig
Skepfis (gIrch.), Zweifel, Zweifelsucht; skeptisch, zweisel⸗
Skeptizismus (grch), im allgemeinen die Neiguug,
ie Gewißheit herrscheüder Vorstellungsweisen und Autori⸗
äten, bes. der religiösen, in Zweisel zu ziehen; in der
bhilosophie die erkenntnistheoretische Ansicht, daß der Mens
nit seinem Denken eine wahre Erkenntuis der Dinge nich
ewinuen könne. Die Haupivertreter des altgriech. S. (Skep⸗
äter, auch Pyrrhonier oder Aporetiker, d. i die ungewissen
»der Ephektiter, d. i. die sich Euthaltenden, genanut) waren,
bgesehen von den Sophisten: Pyrrho, Ärcesilaus, Kar⸗
ieades, Anesidemus, Sertus Empirikus. In der ne
Lhilosophie erneuerte Montaigne den S., der in Bayle
Zume bedeutende Vertreter fand. J
Skerljevo (vom kroat.-serb. 8kerlet, Scharlach), eu⸗
demische rnee in Dalmatien, Bosnien, Herzegowina
und Serbien, beruht, auf tertiärer Syphilis.
Srernewizy Goln Slierniewice)Kreisftadt im russ.
oln. Gonn, Warschau, an der Sktierniewka, 9846 E,
aiserl. Lustschloß; 16. bis 17. Sept. 1884 Zusammenkunft
er drei Kalser don Rußland, Deutschland und Sfierreich.
Skete Stiti, abgelentet von Steus in Oberagypten)
»orfähnliche Mönchsansiedlungen mit aszetischen Lebens⸗
ormen in Abhängigkeit von Klöstern; eine der Haupt⸗
dormen des Monchelebens im Orieut; die Bewohner
neißen Stitiöten, die Vorsteher Dikäos.
Ski (norweg. spr. schi), s. Schneeschuhe [Abb. 1656).
Stiastopie (gech.), s. Keratostop.
Skiathos, eine der Nordl. Sporaden, zum griech. Nomos
Magnesia gehörig, 62 4km, (1886) 2780 E.
Skibbereen(spr. rihn), Seesiadt in der irischen
Srafsch. Vork, (1801) 3286 E.
Skien (spr. schihn), Hauptstadt des norweg. Amtes
ratsberg, an der Skienself, (1900) 113483 E.
Skierniewice (spr. stjernje), s. Skernewizy.
Skiff (engl.), schmales, leicht gebautes Ruderboot.
Skilling (schwed. und — Schilling.
Skink, Erdkrokodil, Apotheker⸗S. (Scincus offloinãlis
aur. [Abb. 1751)), zu den Kurzzünolern gebörende Eid⸗
echse, graugelb, mit dunklen Quer—
händern; Rordafrika. Pulverisiert
früher (als Stinkmarie oder Stinz⸗
marie, verderbt aus Seinous marinaus)
 als Aphrodisiakum gebraucht.
Skio, Insel, s. v. w. Chios.
Srioptikon (grch.), Schattenspiel, der Uatorna magioa
dAhnlicher Projetllonsapparot, bef. für den Unterricht.
Skippund (Schiffspfund), dän. Gewicht — 169 kg.
Stipton Upr. sipprend, Stadt in der'engl. Grafsch.
nort West Ridiugß, bin AÄre, (1001) 10886 6,; Textil⸗
Skiti, Skitidten, s. Skete. sindustrie.

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