Skive, dän. Hafenstadt in Jütland, an der Mündung
er Stive-Ag in den Limfjord, (1001) 42891 6.
Sklavenflußßz, Groher Rame des Athabasca (s. d.)
in Brit.⸗Nordamerika vom Athabascasee bis zum Großen
Stlavensee (21500 qkm), nach dessen Verlassen der Finf
als Madckenzie (s. dd in das Nöorol. Fismeer geht; der
Kleine Stlavenfee füeßt zum FSlusse Athabasca ab.
Sklavenhandel, . Etlaveren
Sklavenkriege, die von den Römern zur Nieder⸗
werfung der Stlavenerhebungen geführten Kriege; der
erste in Sizilien gegen Eunus, 183—182, der zweike eben⸗
dort gegen Tryphon und Athenion, 102 08, der dritte
in Anteritalien gegen Spartacus, 2371 v. Chr.
Sklavenküste, Landftrich in Rordwestafrika zwischen
den Flüssen Volta und Riger am Golf von Benin; von
dem Aposso⸗ oder Opossumgebirge durchzogen; Flüsse:
Mono, Weme, Ogun; Lagunenseen (Togosec u. a.); Be
völkerung meist Ewe, außerdem Joruüba, Ming n.“a.
Sklavensee, Groͤßer und Kleiner. s. Sklavenfluß.
Sklavenstaaten, s.Stlaverei.
Sklaverei, der Zustand unbedingter Knechtschaft, der
inen Menschen zum igentum eines andern macht, sindet
siich zu allen Zeiten und bei allen Völkern; am meisten
ausgebildet beĩ den Römern; die Sklaven (meist Kriegs
gefangene) wurden bei ihnen zu öffentlichen und häus—
üchen Arbeiten, zum Landbau und“ zu induͤstriellen Ge—
werben, seit 265 v. Chr. auch als Gladiatoren verwendet
ihre Mißhandlung veranlaßte öfter Aufstände (s. Sklaven⸗
kriege). Bei den vrient. Völkern, bes. bei den Türken, hat dit
S. einen sehr milden Charakter; außer den Negerstlaven
werden noch jetzt vorzüglich Jünglinge (als Diener be'
Kroßen bis zů den höchsten Ämtern steigend) und Mäd—
hen (für die Harems) aus den kaultaf. Gebirgsländern
augekauft. In den Barbareskenstaaten Afrikas bestand
nebeun der Negex⸗S. (bis zur Gegenwart in den moham⸗
med. Staaten Junerafrikas weit ausgebreitet) seit dem
Mittelalter bis ins 19. Jahrh. die härteste S. christl.
Weißer. Im christl. Europa hörte die S. seit dem
13. Jahrh. auf; nur in Portugal und Spanien gab es noch
bis ins 16. Jahrh, manr. Stlaven. Der' Stlavem
handel nahm aber mit der Entdeckung Amerikas und der
hortug. Besitznahme der Westküste von Afrika einen neuen
Aufschwung, indem Negersklaven nach den überseeischen
Kolonien der Europäer geführt wurden. Die Abschaffung
dieser S. wurde 1727 zuerst von den Onakern angeregt,
für sie wirkte im engl. Parlament seit 1788 eifrigst Wilber⸗
force u. a.; aber erst 1807 ward das Verbot des Sklaven-—
handels für die brit. Kolonien durchgeseßt, Auf Eng⸗
lauds Drängen folgten die andern europ Mächte 1813
28 mit ähnlichen Verboten, doch trieben Porkugiesen,
Spanier und Franzosen (bis 1830) den Negerhandel ins⸗
geheim fort. 1883 endlich verkündete die brit Regierung
die völlige Sklavenemanzipation; in Frankreich geschah
dasselbe 1848. In den Ver. Staaten von Amerita führte
die Sklavenfrage zum Bürgerkriege (1861 -65) zwischen
den die S. bekümpfenden Nordstaäaten und den sie be⸗
sunstigenden Südstaaten (Sklavenstaaten), in dessen Ver—
auf die dann in die Verfassung aufgenommene Eman—
zipation der Sklaven proklamiert ward. 1868 wurde die
S. auch auf Kuba, 1871 und definitip 1888 in Brasilien,
dann in den dän, niederländ. und span. Kolonien West⸗
indiens aufgehobeit. Heute besteht die S. noch im größern
Teil Afrikas und Asiens. Durch die Kongoakte vom
26. Febr. 1885 haben sich die Mächte im Kongobecken zur
Unterdrückung der S. verpflichtet. Weiter dat 18801n
Brüssel ein Äntistlavereikbugreß zusammen, dessen Be—
stimmungen 2. April 1892 in Kraft raten. — Vagl. Kappr
(1861), Tourmagne (franz. 1880), Gareis (1885), Ebe⸗
ing (1889), Ingram (1883), Smilh (engl, 2 Bde.1908).
Sklera (Selora), die harte Haut Auge).
Sklerem, Stlerodermie (gre), chronisch verlaufende
Hautkrankheit, bei der die Haut eine brettartige Härte
und Starrheit annimmt.
Sklerenchym (grch.), ein Pflanzengewebe, dos aus
ehr dickwandigen Jellen besteht; bef. in den Samen—
schalen, der Rinde, sowie in vielen Früchten.
Skleritis (grch.), Entzündung der harten Augenhaut
Sklerodermen (Sclsrodexmi), s. Hasttiefer
Sklerodermite. J. Skleren

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Sko

Skleroma, Stierösis (Skleröse, grch.), krankhafte Ver—
ctung eines Organs. der Härte der Kristalle.
Sklerometer (grch.), Apparat zur genauern Messung
Skobelew (pr. leff), Pichail Dmitrijewitsch, russ.
Seneral, geb. 17. Sept. 1848, machte 1878 den Feldzug
egen Chiwa und 1876 gegen Kokan mit, erstürmte 1877
dowatz und zeichnete sich dor Plevna aus; unterwarf 1881
ie Teke⸗Turkmenen durch Erstürmung von Geoktepe, gest.
J. Juli 1882 in Moskau. — Vgl. „S. Ein Zeilbid“
1882), Mome. Adam (franz., 1886).
Skoda, Jos. Mediziner, geb. 10. Dez. 1805 zu Pilsen,
846 Prof. in Wien, gest. das. 13. Jußi 1881, begrün⸗
ete durch „Perkussion und Auskultativn (G. Aufl. 1864)
»ie geue diagnostische Schule in Deutschland.
Skodsborg, dän. Seebad, s. Klampenborg.
Sköfde (spr. schöf.), Stadt im schwed. Lun Skara⸗
vorg, (1900) 4872 E.; Kaltwasserheilaustalt.
Skokloster, schwed. Schloß am Mälarsee, zwischen
? tockholm und, Upsala; im 17. Jahrh. gegründet.
Skoler (grch.), Kopf des Bandwuͤrms
Skolezit, Mesotyp, Kalkmesotyp, farbloses, glas—
länzendes Miuneral der Zeolithgruppe, in monolinen
dadeln kristallisierend, wasserhaltiges Kalk-Tonerdesilikat;
»es. in Hohlräumen von Bafalten.
Skolfen (grch.), Einzelgesänge der alten Griechen beim
echgelage; die erhaltenen Stücke gesammelt in Bergis
Poetas Iyrici graeci“, Bd. 8 (4. Aufl. 1882).
Skoliose (grch.), die häufigste der Rüͤckgralsverkrüm—
nungen. (S. Schiefheit und Wirbelsäule.)
Skolopendren (Chilopoda), Orduung der Tausend—
üßer, mit flachgedrücktem Körper ünd Giftdruͤsen am ersten,
lauenförmigen Beinpaar. Hierber die Gattq. Scolopen
lra I. Gandassel, Zangen⸗
isel) mit S. Luoasi Bluncli., J
Abb. 1752], auf den In—
eln des dn ed ——
J. cingulata Latr., in Süd⸗
e Lucassche 3
Schildassel, Spinnenassel), mit S. coleoptrãta L. in Südzuropa
 und Nordafrika, Lithobius Leaenb. (Steinkriecher),
nit L. forficatus L. gemein in ganz Europa und Amerika,
ind Geophtlus Leach. (Erdassel), Europa, Afrita, Amerita
Skonto s(ital. gconto), s. Diskont.
Skontration, Stontrieren, Ristontrieren (ital.), die
aufmännische Abrechnung gegenseitiger Forderungen und
Lerbindlichkeiten in der Weise, daß der eine nur den
überschuß an den andern (Skontro) zahlt. In der Buch
jaltung ist Skontro ein Nebenbuch, das den Vorrat und
zie Bewegung von jedem einzelnen Artikel und den au
emselben erzielten Gewinn und Verlust nachweist.
Skopas, griech. Bildhauer und Architekt aus Paros,
im die Mitte des 4. Jahrh. in Athen neben Praxiteleé
ätig. — Bgl. Urlichs (1868).
Skopelos, eine der Nördl. Sporaden, zum griech. No—
nos Magnesia gehörig, 123 qkm, (1806) 3295 E.; Haupttadt
 S. 3779 E. [Werda, 14 128 E.
Sköpin, Kreisstadt im russ. Gouv. Rjasan, an der
ropuije Stopia) türt, Stadt s. üiskup
Skopolamin, Alkaloid der Wurzel bon Scopolla
tropoĩdes Schult., einer zu den Nachtschattengewüchfen
zehörenden Pflanze Krains, atropinähnlich, aber ftärker
wirkend, identisch mit dem im Bilsenkraut enthaltenen
Alkaloid Hyoszin. Bromwasserstoffsaures S. Skopolamin⸗
yydrobromid), farblose, rhombische Kristalle, ist offizinell,
egen Augenleiden und als Beruhigungsmittel bei Nerven—
eiden. Subkutan iniiziert, wirkt es stundenlang allgemein
mästhetisch (Schneiderlinsche Skopolaminuarkofe).
Skopzen (russ.,„Verschnittene“), eine der ruͤss. Sek—
en, im 18. Jahrh. hervorgegangen aus den Chlystu
»urch Kondratij Seliwanow (gest. 1832). Die S. wußten
hr Treiben geheim zu halten, bis es 1869 durch den
rozeß Plotizhn bekannt wurde. — Val. Velifan deinsa
i876), Pfizmaier (18883).
Skorbut, Scharbock, Krankheit, die im wesentlichen
us Blutungen besteht, die ohne Anlaß eintreten, in leich⸗
ern Fällen auf der äußern Haut, in andern auch in tiefer
elegenen Teilen und in den Schleimhaͤuten (der Rase,
es Darms, der Bronchien u. a.); beginnt mit bläulichet
Färbung des Zahnfleisches, das anskhwilt lt

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