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schmerzhaft wird, kann durch Erschöpfung, Lungenent—
zündung, Gehirnblutung zum Tode führen; trat früher
epidemisch auf auf Schiffen, in Kasernen, Gefängnissen ꝛc
Ursache: Kälte, 8g Wohnung, schlechte Ernährung. —
Bgl. Cantani (1884), Devt (franz.,2 Bde., 1904).
Skorbutkraut, s. Cochlearis.
Skorpion, Sternbild des südl. Himmels, desser
hellster Stern Antares ist; auch das 8. Zeichen des Tier—
—D
Skorpivne (Scorpionina), Ordnung
 der Spinnentiere, mit dreizehnglied⸗
rigem Hinterleib, von dem die sechs letzten
Glieder einen dünnen, schwanzartigen
Abschnitt bilden; letztes Glied blasen—
artig aufgetrieben, mit Giftdrüsen, in
einen Stachel endigend. Kieferfühler
kurz, Kiefertaster beinartig —
beide mit Scheren ausgestaltet. Leben— — E a1
diggebären de Bewohner der warmen und Arar
heißen Länder. Stich sehr schmerzhaft, bei
den großen Arten auͤch für den Menschen tödlich. Europ
S. (Haus⸗S., Euscorpius carpathieus I., europaeut
Latr. Abb. 1753]), rotbraun, unten gelblich, in Südeuropa
Feld⸗S. (Buthus ocoitanus Am.), größer, rostgelb, unter
dunkler, Italien, Spanien, Frankreich, Griechenland ꝛc.
Stkorpionsliege, s. Schnabelfliegen [Abb. 1651].
Sktorpionspinnen, s. Geißelskorpione.
Skorpionswicke, s. Coronilla.
Skorpionwasserwanze, s. Wasserskorpione.
Skoten (Seoten), s. Schottland (Geschichte).
Skotom (ggrch.), dunkle (blinde) Stelle im Gesichts
felde, infolge herdförmiger Erkrankungen der Netzhaut;
am meisten stört eine Erkrankung des gelben Flecks und
dessen Umgebung (zentrales S.).
Skram, Amalie, dän.-norweg. Romanschriftstellerin,
geb. 22. Aug. 1847 in Bergen, seit 1884 Gemahlin des
dän. Schriftstellers Erik S. (geb. 1847 in Kopenhagen),
gest. 15. März 1905 in Kopenhagen; gehörte ganz der reg⸗
üstischen Richtung an; schrieb: „Hellemyrsfolket“ (18090),
„Forraadt“ (1892), „Njcerlighed: Nord og Syd“ (1891) u. a.
Skramasaxr, ein bei den Franken und andern german.
Stämmen gebräuuchliches einschneidiges Schwert.
Skribent, Stribax (lat.), Schreiber, bes. Vielschreiber;
Schriftsteller, in mehr verächtlichem Sinne.
Skriptum, Skriptur, s. Seriptum.
Skrofelknoten, s. Igelkropf.
Skrofulariazeen, Pflanzenfamilie der Labiatifloren,
Kräuter, Sträucher, über die ganze Erde verbreitet: Braun—
vurz, Fingerhut, Löwenmaul, Ehrenpreis ꝛc.
Skrofulose, Skrofelkrankheit, auch Druͤsenkraukheit,
chronische lokale Tuberkulose der Lymphdrüsen, infolge
deren schleichende Entzündungen in den verschiedensten
Organen auftretend; bekundet sich durch Anschwellung de—
Lymphdrüsen, namentlich derer des Halses (Skrofeln)
Hautausschläge am Kopf und Gesicht, katarrhalische Er—
krankung der ane und des Darnis, Gelenkentzündunger
(Gelenkwassersucht oder Gliedschwamm), Knochenentzuͤn—⸗
dungen mit Zerftörung, bes. in der Nase und im Gehör
—F Entzündungen der Lidränder und der Hornhaut
Die S. ist angeboͤren oder meist in den ersten Lebens⸗
jahren erworben; sie geht bei sorgfältiger Behandlung
gewöhnlich in völlige Heilung über, kann aber auch zu
allgemeiner Tuberkulose führen. — Vgl. Hüter (1872),
Elze (1897), Cornet (1900).
Skrubber (engl.), Apparat der Leuchtgasbereitung,
in welchem dem Gase das Ammoniak durch Wasser ent⸗
zogen wird.
Skrupel (lat.) Gewissenszweifel, Anstoß, Bedenklich—
leit; Gewicht, s. Apothekergewicht und Escruͤpulo; stru—
pulüs, bedentlich, gewissenhaft, peinlich.
Skrutieren, strutinieren (lat.), untersuchen, erfor—
chen (s. Skrutinium); Stimmen fammeln.
Skrutintum (vom lat. verutari, ausforschen), im
Kirchenrecht die der Ubertragung eines geiftl. Amtes vor—
ausgeheude Untersuchung auf die Befähigung des Beru—
fenen; auch die Wahl des Papstes oder eines Bischofs
dann ůͤberhaupt Wahl mittels Stimmzettel. (S. auch Listen⸗
krutinium.)
Skuld, eine der Nornen (s. d.).

Zkull (engl. seull, spr. ßköll), Riemen, der an jedem
EInde ein * hat; e jemand der mit S.s rudert;
uch Bezeichnung eines leichten Bootes, das von einer
Zerson mit S. Jehandhabt wird.
Skulptur (lat), Bildhauerkunst (s. d.). p
Srkunt, das nocdamerit. Stinktier (s. d. und Tafel:
Amerikanische Tierwelt, 18). h anß
Skupfchtinga (serb.), Versammlung; insbes. die au
Wahlen hervorgegangene serb. Landesvertretung.
Srurril (vontlat vourra, Wißzbold), possenhaft; Stur⸗
rilität, Possenreißerei.
—S S. (slaw. Skadar, türk, Ischkodra),
Hauptfladt des türkzalbanes. Wilajets S. (10800
öο F), am See vonS, (873 4km), 20900
Wollweberei, Schiffvau, Waffenfabrikativn. — 2) S, tg
Fotnvar) Stadi am afiate üfer des Bosporus Kar
Balkanhalbinsel 1,71], Vorstadt von Konssantinape
Skutiform (lat.), schildförmig. I82 ä
Skwira, Kreisfiadi im russ.“ Gouv. Kiew, an de
5kwirka, 16 265 E.
Skye (spr. ßkei), größte der Innern Hebriden, gn
hott. ere ehorig 1538 Iun, (1801)
165 705 E.; Hauptort Portree. FF
Srhua'al Sechnaß in der Odyssee ein sechsköpfiges
Ingehener in einer delsenhöhle Im Hteer gegenüber der
habdis (s. dey, das die Vorüberfahrenden verschlang,
alisiert auf cner in der Meerenge von Messina auf⸗
genden steilen Felsenklippe (Sey IIasum progontorium).
Srkypetaren, einheimifcher Name der Albanesen.
Skyphos, altgriech. napfförmige Trinkschale.
rras GSthroß eille der Rördt. Sporaden im Agtischen
Neer, Nomos Eubba, 208 qkm, (1896) 38512 6.
Sky-sorapers (engl., spr. ßkei ßkrehp'rs), Himmel⸗
der Wolkenkratzer, die hohen, bis 20 und mehr Stockwerte
athaltenden Haͤnfer in' den großen nordamerik. Städten.
Skytaͤle (arch.), Stab, Botenstab, Briefstab, bei den
zportanern eine Art von chiffrierten Depeschen, durch die
die Ephoren mit den deldherren auf dem Ktrieas—
hauplatze verständigten.
Skythen, bei den alten Griechen Name der Wander⸗
oͤlter der zentralasiat. und füdeurop. Steppen, besß, de
m R. der Donaumundungen und des Schwarzen Meer
itzenden Stämme, die sich selbst Skoloten nannten und
vahrscheinlich der arischen Rasse angehörten. Die östle—
entralasiat. S. (darunter die Indostythen) brachen seit
em 7. Fahrh. v. Chr. öfters verwüstend gegen die vorder⸗
siat. Reiche vor. In der röm. Kaiserzeit bezeichnete man
18 ganze nördl. Asien bis nach Indien als Scythis.
Skythisches Lamm, Farn, s. Agnus Soythicus,
——
der für sins Ioco, ohne Ort, bes. ohne Druckort,
Slaby, Abdolf, Elektrolechniker, geb. 18. April 1840
u Berlin, seit 1882 Professor an der Technischen Hoch⸗
chule, feit s902 auch an der Universität daf, seit 1898
gtitglied des preuß. Herrenhaufes, verbesserte die Funken—
Slagebrücke, s. v. w. Zugbrücke. stelegraphie.
Slagelse, Stadt im dän. Amte Sorsö auf Seeland,
901) v88686.
Slang (engl. spr. ßläng), die vulgären Redensarten
s Londoner Straßenlebens, auch die eigentümlichen
usdrücke des Sportlebens, der Gaunersprache ꝛc.
Slankamen (it- und Neu⸗Salaunkemen), Gemeinde
Kroatien-Slawonien, an der Mündung der Theiß in die
Donau, (1900) 890 und 3826 E. dabei Salzquellen; hier
i9. Aug. 1691 Sieg der kaiserl. Truppen über die Tuͤrken.
Slalin, Sir Rud. Karl von, anglo-ügypt. General⸗
nasor und Generalinspettor des Sudan, geb. 7. Juni 1867
nn Wien, bereiste 1874 —76 Kordofan, seit 1879 wieder in
ügypten, Gouverneur von Därfur, mußte sich 1883 dem
Mahdi Mohammed Achmed ergeben, entfloh 1895 aus der
sefangenschaft, machte dann den engl.-ägypt. Feldzug gegen
en Mahdi mit, 1000 Generalmajor; Hrieb: „Feuer und
Schwert im Sudan“ (10. Aufl. 1899).
Slatina, Hauptstadt des rumän. Kr. Olt, an der
niuta, (1899) 74129 E.
Slaͤtopol, Flecken im russ. Gouv. Kiew, 12 900 E.
Slatoüst, Kreisstadt im us Gouv. Ufa, am Aj, im
— — 20973 E., kaiserl Eifenez, Guͤßstahl⸗ und
Waffenfabrik