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Slowacki (pr. waͤtzti), Juliusz, poln. Dichter, geb
23. —8 1809 in Kremenez, lebte seit 1831 im Aus—
lande, bereiste Agyrten und Palästina, gest. 3. April 1848
in Paris; schrieb epische Erzählungen: „Jan vielecki“
„Arab“, „Lambro⸗“. „Der Vater der Pestktanken“ (deutsch
1872), „Beniowsti, „König Geifte, die syrische Idylle
In der Schweiz“ (deutsch 1880); Dramen: „Maxria
Stuart“ (dentsch 1847 n. 1880),, Mazepa“, Kocdjan“,
„Balladyna“ (deutsch 1882) u. a. Biogr. von Maleckt
(2 Bde., 1869 u. 6.), Hoefick (83 Bde. 1801).
Slowaken, die slaw. Bewohner des nordwestl. Un—
Vrus bis nach Mähren Iein, etwa 2 Mill., zum kleinerr
Drittel Protestanten, die übrigen Katholiken IKarte
Deutschtum TJ. Die flowakische Sprache ist ein Dialek!
des Tschechischen Grammatik von Vittorin, deutsch, 4. Aufl.
1878, Dzambel, flowak., 1902). Eine wirklich slowakifche
diteratur begann durch Bernoläk (Ende 18. Jahrh) und
Stuͤr (19. Jahrh.). Dichter: Holld, Sladkovit, Chalupka,
Hraͤl, Zäborsty (Dramatiker) Hviezdoslav; Novellisten?
Kalindaͤt, Vajansty (Spetozur Hurban), Kukudin una.
Volksliedersammlungen von Safakik (2 Bde. 1823 -27),
Kollaͤr (2 Bde., 183435), in „Sbornik sIovonsxFeb
narodnich piesni“ (2 Hefte, 1870 - 74), „Slovenské
3pevy“ (1880 fg.).
Slowenen, in der Geschichte Winden. Wenden ge—
nannt, der südöstlichste Volksstamm der Slawen, im südl
Kärnten und Steiermark, Krain, Görz, nördk. Istrien,
nordöstl. etwas nach Ungarn und weftl. nach Italien
das Resiatal von Cividale) hinüberreichend; 11/, Mill
Latholiken, wenig Protestanten sKarte: Deutschtum ]JjJ.
Die slowen, Sprache, zu den südslaw. gehörig, kommt im
O. der kroat.⸗serb. nahe. Grammatik von Kopitar (1808),
Metelko (1825); ee von Janegiẽ (1894); Sktei
(1893), Pecnik (1881); he von Janegit (2 Bde.,
8. Aufi. 1887 u. 1883), Wolf ( owen.s deutsch, 2 Bde.
189495). Altestes Deukmal der sslowen. Literatur die
„Freisinger Fragmente“ (10. Jahrh.). Die Reformation
brachte Bibeluͤbersetzungen, Postillen, Gesangbücher. Wirk
lich nationale Bestrebungen begannen erst Anfang des 19
Jahrh., bes. durch den Dichter und Publizisten Vodnik. Andert
Dichter sind: Pregern, Levstik, Jenko, Stritar, Gregorgit,
Askerc; Novellisten: Jurdik, Erjavec, Stritar, Kersnik
Tavdar. Bei den S. in Ungarn hat sich eine kirchliche Lite—
ratur im steir. Dialekt erhalten. Übersichten der Literatur
von Kleinmayr (slowen., 1881), Glaser (slowen., 4 Bde.
804 - 98); Volksliedersammlungen von Vraz (1839)
Scheinigg (18809), Strekeli (1805 fg.).— Val. Suman (1881).
Slovinzen, ein Stamm der Kassuben (j. d.)
Sluin (Slunj), Markt in Kroatien, Komitat Modrus
Fiume, an der Korang, (1900) 9186 E.
—ADDD
mit Bark- oder Voufchiffstakelage; in Eugland, Nord—
amerika und Rußland uͤngepanzerte Kriegsschiffe.
Slupzy (poln Slupea), Kreisstadt im rusf.“poln. Gouv
Kalisch, an der Meszna, an der preuß, Grenze, 113516
Slutsch (spr. ßlutschj. 1) R. Nebenfluß des Goryn im
russ. Gouv. Wolhynien, 460 kmeIg. — 2) L. Nebenfluß des
Pripet im Gouv. Minsk, 170 k Ilg.
Slunys (Sluis, spr. sleus), franz. LeEcluse, Stadt in
der niederländ. Prov. Seelauid, am Zwin, (1899) 2386
E.; im Mittelalter bedentende Handelsstadt; dier 28. Jum
1340 Seesieg Eduards III. über die Franzofen.
Sluzke(spr. ßluzk), Kreisstadt im russ. Gouv. Minsk,
am Slutsch, 14 180 E.
S. M., Abkürzung für Seine(r) Majestät.
S.- M. (I. oder R.), Ahkürzungen fuür Sa Majosté
Ipsrisale oder Royaio, franz.) Seiner oder Ihrer
Kaiserlichen oder Königlichen) Majestaät.
Smaalenene, s. Smaͤlenene.
ZSmack, Fahrzeug, s. Schmack.
Smaland, Landfchaft im fudl. Schweden (Götarike),
30579 4k1m, 560000 E.
Smaͤlenene, norweg. Amt, an der Ostseite des
Dristianiaflord, 144 quA, (isho) I86 886 E Haupt.
stadt Frederikshald.
Smallthorne (spr. ßmaͤhlthorn), Stadt in der engl
Grafsch. Stafford, (1001) 6263 6.
Smalte, jedes bei der Glas— und Emailmalerei ver—
wendete gepulverte farbige Glas, bes. das durch Kobalt—

oxyd blau gefärbte Kobaltglas, dargestellt durch Ver—
dn an are . Kobalt) mit Pottasche und Quarz,
Pulvern und Schlämmen des erhaltenen Glases; durch
das Ultramarin verdrängt.
Smaltin, Mineral, s. Speiskobalt. J
Smaragd, s. Berhll; brasil. S., ein durchsichtiger
zrüner Turmalin; orient. S., ein grüner Korund; Kupfer⸗
S.,„ s. v. w. Dioptas; Lithium⸗S., s. Hiddenit.
Smaragdente, Labrador⸗, schwarze vstind. Ente,
chwarze Hauseute mit smaragdgrünem Glanze, 3
Zpiegel und schwarzen Füßen; sehr fruchtbar und schmackhaft.
Smaragdit, grasgrüne, faserige, altinolithahnliche
ʒornblende, Gemengteil von, Gabbrs und Ellogit.
ZSmaragdochalzit, s. Atacamit.
Zmart (engl.), pfiffig, gewandt.
Sutederevo, serb. Siadt, s. Semendria.
Smeinogorsk, russ. Stadt, s. Smjeinogorst.
Smerdis, perf. Bardija, Bruder des Perserkönig
dambyses, wurde auf dessen Befehl im geheimen er⸗
nordet, weil er in dem Verdacht stand, nach der Krone
zu streben. Als Kambyses in Ahypten Krieg führte (625
B322) bestieg ein Magier, Gamata (der fatsche S.),
)en Thron, wurde aber von Darius J. bald beseitigt.
Smorinthus, Gattg. der Schwärmer, mit am Außen⸗
rande zackig ausgeschnitlenem Vorderflügel; hierher Linden⸗
und Poppelschwärmer und das Abendpfauenauge.
Smetana, Friedr. tschech. Komponist und Klavier—
irtuos, geb. 2. März 1824 in Veitomischl, 1866537*
kapellneisler am Landestheater in Vrag, gest. daf, 12. Mai
884, der bedeutendste Vertreter der böhm. National⸗
nusik; schrieb Opern. („Die verkaufte Braut“, 1866),
infon. Dichtungen („Mein Vaterlaud“ u. a.), Kammer—
nusikwerke ꝛc. — Bgl. Wellek (2. Aufl. 1899).
Smethwick (sprßmethich, Stadt in der engl. Grafsch.
Stafford, Vorort von Birmingham, (1001) 34538 E.
Smichow, Bezirksstadt in Böhmen, an der Moldau,
nit Prag durch die Palackybrücke verbunden, (1900)
17 183 E, botan. Garten. sKarte: Sfierréichisch⸗
Ungarische Monarchie J, 85.)
Smidt, Joh., Staͤatsmann, geb. 5. Nov. 1773 zu
Zremen, seit 1821 Bürgermeister von Bremen, gest.
NMai 1857, um Hebung seiner Vaterstadt hochverdient;
Bründer von Bremerhaven (1827). F
Smilax L., Pflanzengattg. der Liliazeen, immergrüue
letterpflanzen, meist im nördl. Südamerika und Zentral⸗
amerika. Die Wurzeln von 8. syphalitloa
umb. et Bonpl. IAbb. 1755; a Blüte,
. Gruppe von Früchten], oftleinali
Xtch., medies Schlecht. und dordato.
vata Pers. sind als Sarsaparille (Sas
'aparille) offizinell und werden als harn⸗
ind schweißtreibendes Mittel sowie gegen
ee rande die der am Mittel⸗
neer heimischen Stechwinde, 8. aspera
L. liefert die ital. Sarsaparille, die von ——88*
8. ohins L. in Japan und China die v
Pocken⸗ oder Chinawurzel. Die Wurzelsprossen der nord⸗
amerit. Aralia nudieaulis L. sind als graue Sarsapa⸗
ille im Handel.
Smiles (spr. ßmeils), Samuel, engl. Moralschrift⸗
teller, geb. 23. Sept. 1816 zu Haddington in Schottlaud,
est. 16. April 1904 in London; schrieb: „Selt holp
deutsch, 4. Aufl, 1866), Characten“ (deuisch, 4. Aufl.
Zmirgel, sJ. Schmirgel. [1884) u. a,
Smith, Adam, s Nationalökonom, geb. b.Juni
7283 zu Kirkaldy (Schottland), 1751 —64 Prof. in Glas⸗
Jow, seit 1778 königl. Kommisfar der Zoͤlle in Edinburgh—
jest. 17. Juli 1790, Begründer der neuern National⸗
konomie, stellte in seinem Werk „Inquiry into the
aature and cçdauses of wealth of nations“ (1776 u. ö,
dentsch von Stöpel, 1878) als Urfachen des National-‚eichtums
 Arbeit (Industriesystem) und freien Verkehr
Freihandel) auf. — Biogr. von Stewart (engl., 1817)
Rae lengl., 1895); vgl. Oncken (1874), Walcker (1890).
Smith, George, engl. Assyriolog, geb. 26. März 1840
zu Chelseq bei Loudon, reiste 1873 nach Ninive, gest,
19. Aug. 1876 zu Haleb; schrieb: „Assyrian disooveries
7. Aufl. 1888), „The Ohaldean accoupt of Genesis
ẽ23. Aufl. 1880; deutsch 1876P u. q