Smith, Joseph, Stifter der Mormonen (s. d.).
Smith Sophus BirtenS. dan. Historiker, geb. 28. April
1888 zu Randers, 1880 Leiter, 1883 Oberbibliothekar der
niverfitatsbiblicthet in Kopenhagen, einer der ersten stenner
älterer dan. Geschichte und Literatur.
Smith, Syduen, engl. satir. und polit. Schriftsteller,
geb. 8. Juni 1771 zu Woodford (Esser), gest. 22. Febr.
845 als Kanonitug der Panlskitche di London, Rit—
begründer der „Edinburgh Review“; schrieb: „Lettere
on the subjeot of tus vatholies by Peter Plymley“
— h., „Flementary sketohes of morsai phijop
 Is650). a. Bhogr von feiner Tochter, Lady
Holland sneue Ausg. 1874), Ruffell (1806).
Smith, William Robertfon, Briemalisi, geb. 8. Nov.
1846 zu Keig in Schottland, 1870 Prof, am Free Chureh
dollege zu Aberdeen, wegen seiner Arbeiten über alt—
testamentliche Fragen seines Amies entsetzt, seit 1888 Prof.
in Cambridge, gest. 31. März 1894; schrieb: „The old
bestament in tho ein ren (1881; deutsch 1894)
. 4.. aAuch Herausgeber der noyclopedie Britannica“.
Smith⸗ Hardybremfe Eisenbahnbremsen.
Smitnsonian ĩnstitution (spr ßohmeninfitsuhsch n),
wvissenschaftliches Fustuut zu Washington in Nordamerika
zur. Unterstützumg wissenfchaftlicher Forschungen und VBer—
breitung nüßlicher Kenntnisse, Stiftung des Engländers
James Smithfon (gest. 1828), 1846 gegründet. — Vgl
Smithsonit, sGoalmei. Goode (engl., 1898).
Smithsund, Kanal im arktischen Amerika, trennt
rönlande Prubdhoeland) von Encameiend Karte:
Polarlünder ible von Bylot und Baffin entdeckt
Sutjeinogörsk'(SmeinogorsH oder Smjejew, Kron⸗
hüttenwert und Stadt n russ.⸗sibir, Gouv. Tomsk, an der
darbolicha und Smjejewka, 7140 E.; Silber- und Blei—
Smoking (engl), Art Frachadeti. sbergwerke
Smolendk, Gouvernement im mittlern Rußlaud, am
Oberlauf des Onsebt, waldreich o b4 qkm, 1528279 E.,
zum Teil Weißruͤssen. — Die Hauptstabi Si, am Dujepr,
57 405 G. hier 17. Aug. 1813 Sieg Napoleons J. übei
die Rufsen;5. bis 15. diov sammelten sich hier auf den
Nückzug die Franzosen wieder.
Sinvlensk, Fuͤrfi von, Beiname des russ. Feldmar⸗
schalls Kurusow q. d.
Smolka, Franz, oͤsterr. Politiker, geb. 5. Nov. 1810
zu Kalufz (Gatizien), Advokat in e Mitglied des
galiz. Landtags und stert. Reichsrats, Fuͤhrer der poln.
Fraktion, 1881 —93 Präasident des österr. Abgeordneten⸗
hauses, dann lebenslängliches Mitglied des Herrenhaufes,
gest. ¶ Dez. 1809 in Lemberg.
Smollett, Tobias, engl. Romanschriftsteller, geb.
Marz 1721 zu Dalquhurnhouse, gest. 21. Okt. 17717bei
Livorno, Verfasser der humoristischen Romane, Rodériek
Random“, Peregrine Picklo“, Humphrey Clinker“
——— Biogr. von Hannay
engl, 1887), Smeaton (engl 1897)
Smollis, sw Smolis 4085.
Smorzando (ital. Mus)), verlöschend, verhallend.
Sʒ M. S. SSeiner Htajeftut Schiff wor Schisanamen)
S. M. Y. — Seiner Majestat Pacht.
Smurna, türk. Ismir, Stadt im türk.-kleinasiat. Wi⸗
lajet Aidin, am Meerbusen von S. des Agtischen Meers,
201000 zut hent griech. E., Hafen, Haupthandelsplat
Zleinafiens; Nusfuht def. von Weiste, Rosinen, Sesam
Feigen Adkerdoppen, Baumwole, Olipenöl, Opiun
Shwammen, Teppichen, Tabakt. Vgt. Scherzer (1873)
Gehrgiades franug, 1866) Rougon ramge 1892).
Smyrnateppiche, leinafiat. Teppie, hausindu⸗
sriell aurz Lammwolte und Mohair in Uschat, Kula u. a
O. hergestellt und üͤber Smyrna in den Haundel kommend
Sn, chem. Zeichen für Ziun.
Snakteindianer (Snakes, spr. ßnehks), s. Shoshoni.
Snate River (spr. ßneht iwwer) Fluß in wesn.
Nordamerila, entspringt im Nationalpark von Wyoming,
mündet nach 1450 1min den Columbia.
Snakes Island (pr. ßnehts eilund), s. Anguilla.
Sneer, Stadt in der miederländ Plop. Friesland,
westl. vom Sneeker See, (1800) 12078 E Mn m.
Snehätten, höchster Gipfel des Dovre in orwegen,
Suellus, Willebrord, Mathematiker, geb. 1891 zu
deiden. aeit. als Grof das. 0 1626 leate durch

719

Soc

Entdeckung des Lichtbrechungsgesetzes den Grund zur
Bearheituͤng der Sptik. [11500 E.
niatyn, Bezirksstadt in Galizien, am Pruth, (1800)
Snidergewehr (pr. ßneihe Enfieldgewehr.
Snieders, Jan Renier, fläm. Romaͤnschriftsteller,
jeb. 22. Nov. 1812 zu Bladel, Arzt zu Turnhont, gest.
as. 9. April 1888, behandelie bes. das Dorfleben —
Sein Bruder August S., geb. d. Mai 1824, gest. 4. Nov.
a04 in Antwerpen, gleichfalls aee ecte
Snob (engl.), Vornehmtuer, Ged.
Snodfelle, grönlänbische, die Felle des jungen ge—
neinen nordischen Seehundes (Phoca vitulina T.).
Znorre Sturluson, isländ. Schriftsteller, geb 1179
u Hvamm, mehrmals Gesetzsprecher, fiel, in die polit.
Fehden, seiner Heimat verwickelt, 22. Sept. 12410 auf
Neykholt durch Mörderhand; Verfasser des „Mättatal“,
ines Lobliedes auf König Hakon und den Feck Skule,
in den verschiedensten Versmaßen perfaßt, der Geschichte
iorweg. Koöͤnige „Heimskringla““ (hg. von Unger, 1868;
eutsch von Mohnike, 1887) und der jüngern Eddacsk d.)
— Biogr. von Storm (1873).
Snoug Hurgronje (spr.ßuuch), Christian, holländ
Drientalist, geb. 8. Febr 1887 in Oosterhout (Nord⸗
rabant), lebte 1884/85 in Mekka, seit 1880 Regierungs⸗
eferent der holländ. Kolonialregierung in Batavia; ver—
aßte viele Schriften üher den Isslam 'und feine Institu⸗
ionen, „Mekka“ (2 Bde. und Bilderatlas, 1888 — 80),
Do Atiéhmers“ (2 Bde. 1893 94) u. q.
Snowdon (spr. ßnohd'n), höchfter Berg des Wali⸗
ischen Berglandes (Grafsch. Carnarbon), 1083 m. hinauf
uͤhrt eine Zahnradbahn.
Suuͤssi (Senusi, Sinusija), in Nordafrika, im Sudan
ind, Wadai verhreiteter mohammed. Orden, 1888 von
MNohammed ibn Ali el⸗Senusi (gest. 1859) gestiftet Haupt⸗
art bis 1896 die Oase Dschaghbub (Oschatabub) im Wilajet
Tripolis, seitdem an verschiedenen Orten weiter südlich. Bie
5. bekämpfen die christl. Hegemonie in Rordafrika
Sunders (spr. hnei), Frans, niederländ. Tiermaler,
geb. 1679 in Antwerpen, gest. das. 1687; bes. Bären-,
Volfs-⸗ und Eberkämpfe, zu denen zeitgenössische Meistet
SEO. — Südost. sdie diguren hinzumalten.
a. o. — salvis omissis (lat.), vorbehaltlich der Aus—
jsumgen; auch Ssins obligo, vhne Gewähr (s. Obligo).
Soane (spr. ßohn), engl. Schreibung für Schonssf. —d.).
Soapstono (engl., spr. ßohpstohn, „Seifenstein“),
o. w. Saponit (s. d.).
Sogve, Stadt in der ital. Prov. Verona, (1901)
3343 E.; mittelalterliche Festung.
Sobat, r. Nebenfluß des Weißen Nil, entspringt (als
ßaro) auf dem Abessin Hochlande, mündet bei dem Orte
Fort) S., Fhiffbar, fischreich.
Sobernheim, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Koblenz,
an der Nahe, (19065) 3478 6G., Anitsgericht, evang. Dia⸗
konissen⸗, kath. Schwesternhaus.
Sobleski, s. Johann (Könige von Polen).
Sobleskischer Schild (Scutum Sobiesci), kleines
S„ternbild des südl. Himmels.
Sobl e Sabak, grch. Suchos), ägypt. Gott,
dem das Krokodil heilig war.
Sobor (russ.), Konzil, Synode; Landtag (Semstij S.,
die russ. Landtage im 16. und 17. Jahrh.); auch Kathe⸗
drale, Domkirche.
Sobränje (das), die gesetzgebende Versammlung in
ulgarien.
Sobriẽktät (lat.), Mäßigkeit, Nüchternheit.
Soccus (lat.), niedriger, leichter, altröm. Schuh ohne
Bänder; die Fußbekleidung in der Komödie, im Gegensatz
um Kothurn (s. d.).
Sooistas Cat.s, Gesellschaft. 8. Jeonina, Löwengesellschaft,
 s. Leoninischer Vertrag. 8. Jecu (abgekürzt
3. 7.), Gesellschaft Jesu, Jesnitenorden.
Sooléts anonyms sfrz., spr. hoßleteh nihm, „anonyme
Gesellschaft“), s. v. w. Attiengesellschaft
Socin, Albert, Orientalist, geb 18. Okt. 1844 zu
Basel, 1876 Prof. in Tübingen, '1890 in Leipzig, gest.
25. Juni 1899 unternahm Forschungsreifen in Eyrien,
»eren philol. Resultate er in dahlreichen Schriften über die
rrab., syr. und kurdischen Dialekte veröffentlichte.
Socitnus, Lälius. s. Sozinigner