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Sockel, Untersatz in Gestalt einer starken Platte oder
ines Würfels für Pfeiler, Säulen, Statuen ꝛc.
Zockenblume, s. Ppimedium. [20000 E
Socorro, Stadt in Kolumbien, am Rio Suarez, (1892)
Soda, kohlensaures Natrium, Natriumkarbonat, ur—
prünglich aus Sodaseen gewonnen seit Ende des 18. Jahrh,
fast nur noch künstlich aüs Chlornatrium hergestellt. Nach
dem Leblancschen Verfahren erhitzt man Kochsalz mit
Schwefelsäure in besondern Ofen (Sulfatöfen), oder man
leitet ein Gemisch von schwefliger Saure, Luft ober Wasser—
dampf über das Salz; die entwickelte Salzsäure abforbier!
man durch Wasser, das schwefelsaure Natrium (sog. Sulfat)
verschmilzt man mit Kaltstein und Kohle in roͤtierenden
Ofen (Revolverösen), die Schmelze wird aͤusgelaugt und die
Lösung zur Kristallisation eingedampft. Die Roh?S. wird
durch Umkristallisieren gereinigt und als kristallisierte S.
oder entwässert als kalzinierte S. in den Handel gebracht
in der Hitze körnig ausgeschiedene S. heißt Sodasalz
Setzt man bei der Sodaschmelze überschüssige Kohle hinzn,
so bildet sich hauptsächlich Atznatron (Sodaftein), das als
kaustische S. (kaustisches Sodasalz), verunreinigt durch S
und Natriumsulfid, im Handel ist. Beim Ammoniakver⸗
fahren (Solvayprozeß) setzt man eine konzentrierte Kochsalz—
ösung mit einer gleichfalls konzentrierten Lösung von
Ammoniumbikarbonat bei 400 C. um; dabei entsteht Na—
triumbikarbonat, das abgesaugt und durch Erhitzen in sehr
reine kalzinierte S. Ammoniak-S.) übergeführt wird. In
neuester Zeit wird das Kochsalz vielfach durch Elektrolyse zer⸗
legt in Chlor und in Natrium; dieses liefert mit Wasser Atz⸗
natron, das man durch Kohlensäure nach Bedarf in S. (elek
trolytifche S.) überführt. Wasserfreie S, bildet ein weißes
kristallinisches Pulver, schmilzt bei Rotglut, löst sich leicht
in Wasser und kristallisiert daraus in großen monoklinen
Kristallen mit 10 Molekülen Wasser, die an der Luft
verwittern; kristallisierte S. schmilzi bei 340 im Kristall⸗
wasser und geht bei höherer Temperatur erst in ein Salz
mit einem Molekül Wasser, dann in kalzinierte S. über
S, dient zum Waschen und Scheuern, zur Seifen- und Glas—
abrikation, in der Farbenfabrikation, Färberei, Bleicherei
Zengdruckerei, Papierfabrikation, zum Entfetten der Wolle,
in der Metallurgie, zum Fällen der Kalksalze aus hartem
Wasser (gegen Kesselstein) und zur —— vieler
Natriumsalze, medizinisch als säuretilgendes und blasen—
steinlösendes Mittel, auch zu Bädern ⁊t.
Zodakraut, Salzkraut, s. Salsola.
Sodalis, Sodäle (lat.), Genosse, Gefährte; Sodalität,
Sodastein, s. Soda. [Genossenschaft.
ZSodawasser, künstliches kohlensaures Wasser, das eine
‚eringe Menge kohlensaures Natrium aufgelöst enthält.
Sodbrennen, Magenbrennen (Pyrosis), brennendes
Zefühl in Schlund und Speiseröhre, veranlaßt durch das
Aufstoßen von Mageninhalt bei Magenkatarrh, auch durch
Genuß saurer Pflanzenkost, junger saurer Weine, sehr ge⸗
zuckerter oder fettig-süßer Speisen ꝛc. Mittel dagegen
gebrannte Magnesia, doppeltkohlensaures Natrium.
Soden. 1) Stadt im prenß. Reg.-Bez. Cassel, an
der Kinzig, (1805) 1130 E., Schloß, Burgruine Stolzen⸗
berg; Solbad. — 2) S. am Taunus, Landgemeinde und Bad
im preuß. Reg.⸗Bez. Wiesbaden, am Taunus, 1917 E.“
24 Kochsalzquellen (13—28,7 0.); Fabrikation der Sodenei
Pastillen. — 3) S. an der Werra, Solbald, s. Sooden. —
4) S. (Sooden), Dorf im bayr. Reg.-Bez. Unterfranken
141 E., 2 Salzquellen; dazu Bad Sodenthal.
Soden, Hermann, Freiherr von, prot. Theolog, geb
16. Aug. 1852 zu Cincinnati, 1887 Wredian und 1898
zugleich Prof. in Berlin; Hauptschriften: „Der Brief des
Apostels Paulus an die Philipper “(1889), Handkommentar
 zum N. T.“ (hg. von Lipsius, Bd. 8, 3. Aufl. 1899)
Reisebriefe aus Palästina“ (2. Aufl. 1901), „Urchristl
Literaturgeschichte“ (1905).
Soden, Zulius, Freiherr von, Diplomat, geb. 5. Febr
8a6 zu Ludwigsburg, 1872 — 84 im Konhsulatsdienst
886. Gouverneur von Kamerun, 18800 -91 von Deutsch
Ostafrika, 1800 6 württemb. Ninister des Auswurtigen
Zodenthal, Bad bei Soden (s. d.) in Bayern.
Söderhammn, Seestadt im schwed. Län Gefleborg, am
Bottuischen Meerbusen, (1909) 11 285 E.
Södermanland, Landschaft im mittlern Teile Schwe⸗—
dens, 8800 qkm; den Hauptteil bildet das Lan. S. oder Ny

wping, 6810 qkm, (1004) 160 062 E., reich an Landseen;
auptstadt Nyköping. F J
⸗ — — (spr telje), Stadt im Lün 3
ho n an iutarsee, (1000 8207 E. Luftkurort, Kaltvasserheilanstalt,
 dsehenn ensabeiten-Sodlum,
 s. v, w. Natrium. uan:
Sodom Gomorrha, zwei Städte Palästinas,
mS des jehigen Toten Meers nach 1 Mos. 19 aut
zZeit Abrahamd wegen der Gottlofigkeit ihrer Bewohne
von Gott vernichtet. F er.
Sodoma, eigentlich Giov. Antonis Bazzi, ital. er
geh. 1477 zu Vercelli, gest. 1549 zu Siena, Iet
dilen don Heiligen in Sleua, Hochzeit Alexanders d. Gm.
Sodome, Sodomiterei (nach der Stadt Sodom),
Unzucht ag Menschen und Tieren.
Soerabaja (spr. sura⸗), s. Surabaja. 8
Zoeft (spr, sohst), Kreissiadt im preuß. Reg,—
Irnsberg, in fruchtbater Ebene (Soester Börde), 490
6721 (1905: 17395) E., Amtsgericht, roman. Dom
dirche, Raria zur Hohe, got. Wiesenkirche, Archigymug
ium (16534 gegründet)/ evang. Prediger- und dehrersem⸗
nar, landw, Winterschule, Taubstummen-, Blindenan⸗
talien, Waisenhauser. Im Mittelalter bedeutende —5 —
tadt mit eigenem Recht (Soester Stadtrecht); die Soeft.
Fehde (144447) zwischen der von Johann ĩ., Herzog vy
Lleve und Grafen von der Mark, beschützten Stadt n
hrem Herrn, dem Erzbischof Dietrich von Köln, en 5
nit der Erwerbung von Sedurch Herzog Johann (1449).
Bgl. Hausberg. „Die Soester Fehde“ (1882). in
Scour ( frz., spr. ßöhr), Schwester. — Scwurs de
harito V 1— Barmhetzige Schwestern; Swurs griso
spr. grihs'), Graue Schwestern. befßi
Sofala, Landstrich an der afrik. Ostküste vom Sam *
is zur velagpabal, portugiesisch Mosamdik). Die Sta
Z., an der Mündung des Flufses S., 1800 E.
Soferim (hebr.), Schriftgelehrte (s. d.). m
Soffariden (Saffariden), pers. Dynastie in Chorassa
7 333 F Chr.
offionen (ital.), s. Bor. —
Soffite (ital.), Unteransicht eines Bogens, —
der einer mit Felbern verzierten Zimmerdecke: im Theate
IyMWer der Bühne hängendes Dekorations— 7
tück.
Soffia (Sophia), bulgar. Sredec, Haupt⸗
tadt des Fürstent. Bulgärien Karte: Bal—
anhalbinsel 1, 1] und des Kr. S. (9676
stm, 1901: 889 608 GE.), am Ister, 67 780
ẽ. Universität (seit 1888), Kriegsschule; leb⸗ 1756. Sofia.
jafter Handel; im Altertum wichtige Mili—
ärstation; hier 344 berühmtes Konzil; 800 von der
Bulgaren, 3. Jan. 1878 von den Russen erobert.
Softa (aus pers. suchteh, „verbrannt“, ocrumpiert),
die Zöglinge der Moscheeschulen. ufs
Sog, das durch die Vorwärtsbewegung des Sqise
am Hintersteven hervorgerufene Zufammenströmen de
Wassers, das ein Tiefereinsinken des Hecks bewirkt.
Sogdiane, nordoͤstlichste Satrapie des —
wischen dem mittlern Jaxartes und Oxus; Hauptsta
Margakanda (jetzt Samarkand). 8
Sögel, Vorf und Kreisort im Kr. Hümmling e
areuß. Reg.⸗Bez. Osnabrück, (1908) 1363 E., Amtsgericht.
Sogn (spr. ßaun), Vogtei im norweg. Amt —
Bergenhus, Hochgebitgsland um den 1410 1xm ins Lan
rinschneidenden Sognefivrd (spr. ßaunesjohr; 86 x
breit; bis 1200 m hohe Felseuwände). Tafel: Karto—
Irgphie I, 10.)]
Sohag ESauati), Hauptstadt der oberägypt. Prog
Virheh, am Ril und ans Kanal von S., 183909) 14512.*.
Sohanmt (spr. ßöämm), Stadt in der engl. Grafshh
Tambridge, (4b01) 8319 6. s24 00 6.
Sohar, Hafenstadt in Oman, am Golf von Omau,
Sohl, uͤngar. Zolyom, Komitat in Ungarn, 2621 4k1.
gd)ο G, von der Gran durgflossen, Häupt⸗
idt Keufohl. Spree (1908) 6118 6.
Sohlaud, Dorf in der sachs. Kreish. Bautzen, an
Sohle, Fischgattg., s. Schollen.
Sohlenbau, Strossenbau, im Bergbau eine Abbau⸗
nethode, bei welcher Stufen (Strossen) in die Sohle
gehauen werden.