Sohlengãnger (Plantigrada), in der ältern Syste—
natik die Saͤugeliere, die mñ ganzer Fußsohle auftreten
Sö hlig, im Berghaus. v. m hortzontal. Baren
Sohn, Rudolf Furist, geoͤ 0. Ott. 141 in Rofi
Sed Prof. in Freiburg Bre 878 in Straßburg 188
inn Leipzig; fchriebe Frunt Reichs und Gerichtsver.
fasung“ 4871) „Institutionen“ (11. Aufl. 1903), Kirchen—
Ischichte im ünnriß“ (as. Auft. 1803).Kirchentedt
Bd. 1, 1892) u. a.
Sohn, Kaͤrl Ferd., Historien- und Porträtmaler, geb
—B—— zu Düssel⸗
dorf, gest. 26. Nov. 1867 in Köln; Stoffe aus Mytho—
logit Ind Dichtung. — Sein Neffe und Sqüler Wittg. S.,
3 29. Aug. 1880 in Berlin, Prof. an der Düsseldorfer
ademie, geft. 10. Marg 1888 in Vützhen bei Bonn; erst
teligiöfe Stoffe, dann faͤrbenprächtige Genrebilder, wie:
stonsultation bein Rechtsanwalt (1866, Leipzig) u. a.
Sohr, Dorf in Bohmen, f. Soon
Sohrau in Sberfchlefien, Stadt im preuß. Keg.⸗
heg. Dppein, (1805) 4637 E. Amtsgericht, zwei Solquellen.
Soi·aisant (fri hoa disang), sogenannt.
Soignies (spr ßeaunsihß Stadtein der belg. Prop.
dennegau, an der Senne, (1904) 10480 E.
Sotrẽe se spr. ßöareh), Abendgesellschaft.
—ãA oder
Noviodunum Suessiõnum, Stadt im franz. Dep. Aisne,
an der Aisne, (1801) 183 240 E., Festung, got. Kathedrale
2. und iß, Jahrhe), Ruen“ aus dec gih meczeit, hiet
36 Sieg Chlodwigs über Syaarins? fputer Residenz der
Merowinger!
—A Graf von, Titel, den
Lharles von Bourbon, geb. 1567 als Sohn des Prinzen
Ludwig J. von Condẽe, gest. 1612, annanh Sein Sohn
douis von Bourbon, Graf von 8. geb. 1604, fiel als
Anführer der Gegner Richelieus bei Sedan 6. Juli 1641.
Sein Neffe und Erbe Eugene Manrice von Savoyen,
deb. 1685, geft. 1678 Gemaͤhl der ais Giftmischerin be—
üchtigten Siympia Vancini (gest. 1708) und Vater dee
Prinzen Engenesf. d.), gründete die Linie Sapoyen-S
33 1734).
Soja, eine aus den Samen der Sojabohne (Soja hispida
Aonch, in Oftafien und Indien heimische Bohnenart) be—
reitete braune, pikante Sauce, in Japan Shoin genannt.
Sojoten, Sojonen (Sajauen), ͤrk. Volksstamm, der
—A
Tauuu⸗ola, zu großem Teil mongolisiert.
Zokal, Bezirtsstadt in Galigien, am Bug, (1800)
Sokode, s. Basari. [609 E.
Sokol (slaw, dalke; dann rüstiger Mann, Held;
auch Name der Turnvereine der Tschechen und Polen.
Soköolka (spr. ßo), Kreisstadt im rusf. Goub. Grodno,
in der Sokolda, 5156 E.
Sokslow (poln. Sokotsw), Kreisstadt im russ.⸗poln.
Bouv. Sjedlez an der Zetyma Gum Bug), 8237 E.
Sorkoto Eagatu), dulbeteich im mitllern Sudan,
größter der Haussastaaten, zwischen Niger und Binue, zu
Nordnigeria gehörend; Hauptstadt Wuruo; ehemal. Haupt
stadt S am Flusse Guldi⸗neS. Bakura), früher 120 000
jetzt 8000 E.
Sokotra, brit. Insel an der Küste Ostafrikas, 287 kKm
om Kap Guardafui, 3579 4k4m, 12 000 mohammed. E.,
Hauptort Tamarida (100 Eh, hasen, seit 1886 britisch
zum Kaiserreich Indien, Aden, gerechnet).
Sokrates, griech. Philofoph, geb. 170v. Chr. zu Athen
ursprünglich Buͤdhauer, lehrle dann unentgeltlich prak⸗
aische Leben bweisheit in der von ihm kunstpoll ausgebilde
den/ oft mit Ironse durchfehten Gespruchs orm (ESonratisce
Methode), machte im Peloponnef. Kriege drei Feldzüge
mit, ward in seinem 61. Jahre Mitglied des Raisde
Fünfhundert, mußte, von feinen demokrat. Gegnern an—
geklagt, daß ex neue Götter einführe und die Jugend ver⸗
derbe, 308 b. Chr. verurteilt, den Giftbecher leeren. Durch
Ausbildung der bewußtvollen induktorischen Begriffs⸗
heftimmung ist er der Begrunder der Dielettit.“ Seang
Lehren sind bes. aus den Schriften seines Schülers Plato
zu entnehmen. (S. auch Sokratiker.) — Val. Joel (2 Bde.,
1883 1801), Ifleiderer (1806), Röck (1808).
Sokrattker, die Schuͤler id Freunde des Sokrates,
welche verschiedene philos. Schulen, denen die Richtung auf
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon. 5. Aufl. I.

721

Sol
as Ethische gemeinsam ist, gründeten: Plato, Antisthenes
Kynische) nn Gyrendische), Euklides Megarische),
Vhädon Elische Schule) u. a.
Sol, franz Geldgröhe, s. Sou; auch die peruan. Geld⸗
inheit zu 100 Centavos —8 Frank.
Sol, röm. Sonnengott, s. Helios.
Solamen missris socĩos Rabuisse malõrum (lat.),
s ist ein Trost für Unglückliche Leidensgenossen zu haben.
Solanazeen, Pflanzenfamilie der Tubifloren, Sträu⸗
her, Kräuter, seltener Bäume, bes. im trop. und subtrop.
Amerika; viele Arznei⸗ und Giftpflanzen; Solanum,
Atropa, Capsicum, Datura, Nicotiana u. a.
Solanin, giftiges Alkaloid in den Keimen alter Kar—
offeln und in allen ͤbrigen Arten von Solamum (s. d.), wirkt
shmend auf das Atmungszentrum und den Herzmuskel.
Solano (span.), Ostwind, fauͤlfchlich fur Leveche (s. d.).
solanum L., Nachtschatten, Pflanzengattg. der Solangeen,
 über 900 meist trop.-amerik. Arten, Krüuer, Sträucher,
eltener Baume. In Europa 8. auicsmara (Bittersüßß
Näuseholz, Stinkteufel, Alprante,
deufelszwirn), Kletterstrauch mit So—
anin (s. d.) cathaluenden und deshalb
iftigen roten Beeren und violetten
lüten; ebenfalls giftig sind 8. igrum
. sschwarzer Nachtschatten Tafel
giftpflanzen, 13) mit schwarzen,
5. miniũtum Bernn. mit hellroten, 8.
rillösum Lam. mit wachsgelben Bee—
ren, Unkräuter und Schuttpflanzen, die
ve als Tollkraut bezeichnet werden.
dultiviert werden 8. inherdsum T., die Kartoffel (s. d.),
3. ycoopersioum (s. Liebesapfel), 8. eSculopfteua Du?
Eierpflanze), in Südeuropa angebant mit hühnereigroßen,
oioletten, roten ac., saftigen, eßbaren Beeren (Auberginen,
Eierfrüchten [Abb. 1757)); 8. quitoene Lam., deren
Früchte GOrangen von Quito) als Obft gegessen werden;
owie S. anthropophagõòrum Seem., die Kannibalentomate
der Fidschünseln.
Zolar (lat.), die Sonne betreffend.
Solarchemie, Untersuchung der chem. Beschaffenheit
her Sonnenatmosphäre durch Spektralanalyse.
Zolarmaschine, s. Sonnenmaschine.
Solaröl, deutsches Petroleum, durch Destillation von
Teer aus Braunkohle, Torf, Blätterschiefer u. dgl. neben
Paraffin und Photogen gewonnen; dickflüssiger aͤls Pho—
ogen, fast farblos, vom spez. Gewicht O ees bis O, s3o,
iedet zwischen 160 und 2008; dient zur Beleuchtuͤng,
jochsiedendes auch als Schmieröl.
Solarstearin, der feste Bestandteil des Schweine⸗
chmalzes, durch Abpressen des flüssigen Fettes gewonnen;
s wird zur Kerzenfabrikation verwendet.
Solaweqhfel. Wechse.
Solbäder, Bäder in den natürlichen Kochsalz⸗ oder
Solquellen, wirlen belebend auf die Haut, die Drüfen und
den Gesamtstoffwechsel, daher Hauptmittel bei Skrofulofe,
Unterleibsstockungen, Katarrhen, nenneamen Gicht;
auch die eingedampften Salze der Mutterlaugen werden
zur Bereitung von künstlichen S. verwendet.
Solbrunnen, s. Sole.
Soldanella L. Alpenglöckchen, Pflanze
jattg. der Primulazeen, alpine Kräuter mit
zioletten Blüten. 8. alpiĩna L. [IAbb.
7838; a Fruchtstand] und S. minims Hoppe
zierpflanzun.
Soldat, eede um Sold **
iat. solidus, s. Goldsolidus) dienende Kries
er, dann jede Militärperson außer den
Hilitärbeamten. — S. zoslogisch die ges vedda nen—
neine Feuerwanze; bei trop. Ameisenformen Blöckchen.
olche weibliche Individuen mit in der Entwicklung gehemm⸗
en Geschlechtsorganen und ohne Flügel, die nicht arbeiten,
andern nur zur nte diguug des Staates dienen.
Zoldatenbriefe, s. oldatenpostsendungen.
Soldatenhunde, s. v. w. Kriegshunde
Soldatenpostsendungen, die an attlive Militär—
zersonen des Heers und der Marine bis zum Feldwebel
hez. Obersteuermann aufwüärts adressierten Postsendungen
nit ermüßigtem Porto: Briefe bis 60 g portofrei, Post⸗
nweisungen bis 15 M. 10 Pf. Kakete bis z4 204

1757. Eierfrucht