Solon, athen. Gesetzgeber, einer der sog. Sieben
Weisen, geb. wach der MNute des 7. Jahrh., wurde 584
d. Chr. als erster Archont mit der Ordnung der innern
Verhuͤltnisfe betraut. S. entsprach diesem Auftrage 1) durch
ine Sozial-æ und Wirtschaftsreform die sog. Seisachthie
6— d.), 2) durch eine Verfassungsreform, 3) durch eine
Gesettgebung, Mdurch ane düng, Maoß— und Gewichts⸗
reform; gesft, bald nach 5860 zu AÄthen. Die Fragmente
seiner Gedichte in Bergts: „Poetae Iyrici graeci“, Bd. 2
Soloszene, s. Monodiama.
Solothurnu (frz. Soleure), Kanton der westl. Schweiz,
xM Sõo) Iααι Mä deutsche E (37 i01 RKothe
liken, 1807 Joraeliten, wind vom Jurg durchzogen, von
Aare und Birs vewassert, sehr fructtbar. Der Kanton
Dn in fünf Bezirke. S. trat 1461 der Eidgenofsfen⸗
chaft bei. D Die Hauptstabt S (Ddas röm. Solodurum),
an der Aare; (189005 10025 E. Domkirche, Zeughaus (mit
Sammlung bon Waffen und Rüstungen), Gemaldegalerie
tantonsschule (mit Bibliothek und Sammlungen).
Solotnik, ruff. Gewicht zu id, Pfund —Ag.
Solotonoͤscha, Kreisfladi ind uss Goup. Hohtawa,
im Flusz S. (zum Dujepr), 8788 E.
—A Inselgruppe im Weißen
Meer, vor dem Onegabusen, zum russ. Gouͤv. Archangelsk
Jehörig; größte: Soloweztij it berühntem Kioterund
zoolog. Statlion.
Solowjew (spr. halawjoff), Sergej Michajlowitsch, russ.
Historiker, geb. 17. Mai 1820 in Moskau, Ptof. daf., gest.
16. Ott. 1878; Hauptwert: „Geschichte Rußlands“ (ruͤss.,
29 Bde. 1883179 u. 539. cZesn Sohn Wladimir Ser⸗
gejewitsch S., russ. onh und Publizist, geb. 28. Jan.
1853, 187477 Prof in Moskau, gest. 13. Aug. 1900 in
Ustoje bei Moskau; schrieb: „Die religidfen Grundlagen
des Lebens“ (ruff, 1884), „Geschichte und Zukunft der
Theotratie“ (ruff. 1887) ε ααν (1888), ,„ La
kussie et Véguse univeréee“ I889).
Solözismus (grch.), grober Sprachfehler, nach der
Stadt Solor in Kuitien, deren Beibohner ein saltchtes
— sprachen.
Solquellen, s. Sole.
Solsalz, s. Salz.
Solspirdel, s. dw. Gradierwage (s. d.).
Sol stein, s. v. w. Dornstein (. d).
Solstitten (lat), s. Sonnenwenden.
Solt (spr. scholt), Großgemeinde in Ungarn, Komitat
best, nahe der Donan, (1860) 6485 E.
Soltaä, Insel im Adriat, Meer, in Dalmatien, Be—
irtsh. Spalato, 18 x Ig., g am 'br (1800) 8687 E.;
däfen Carober (Lloydstation) und Oliveto.
Soltan, Kreisstadt im preuß. Reg.⸗Bez. Lüneburg, in
der Lüneburger Heide, 905) 4862 E., Amtsgericht da⸗
bei (bei Münster) ein Truppenübungsplatz.
Soltykow, s. v. w. Saltytowe( d.).
Zolution (lat.), dösung (s. d.
Solutol, s. Kresol.
—AV wän), von dem belg. Industriellen
Ernest Solvan (geb, 16. April 1838 n Rebecg bei Brüssel)
erfundener Prozeß der Sodafabrikation, s. Soda.
Solvent (lat), zahlungsfahig, Solveng, Zahlungs⸗
ahigkeit; Solventta, guüͤflosende Heil mitiei
Solveol, saKresot.
Solvieren (lat.) auflösen; eine Schuld abtragen.
Solway Firth spr. dollwe foͤrth) Golf des Jrischen
Meers, treum daß subwestt Schottland von England,
Soma, im Sanskrit Rame einer Pflanze, aus deren
Saft die alten Inder ein stark berauschendes Getrünk,
auch S. genannt, brauten, das als den Göttern wohl⸗
gefälligstes Trankopfer angesehen wurde. Bei den Indern
und Eraniern (als Haoma) wurde S. personifiziert und
zu göttlicher Würde erhoben.
Somain s(spr. ßömang), Stadt im franz. Dep. Nord,
—1901) 6093 E.
Sopmtal (Singular Somali, hamitischer Volksstamm
in Ostafrika im Somalland)y, etwae Mu. Köpfe, krie⸗
gerisch und grausam, nomabisierende Viehzüchter, aubge⸗
zeichnet durch tiefschwarze Hautfarbe, hohen Wuͤchs, dichtes
zottiges Haar. Vgl. Paulitschke (2. Ausg. 1888)
Schleicher (1892 u. 1800), Reinisch (3 Tle, 1900 8).
iferrand (franz., 1903), Kirk (engl.? 1905.

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Söm

Somalland, Landschaft in Nordostafrika sKarte:
Ufrika IIJ, zwischen 119 n. B. und 28f. B. 1900 8800 0
johe, pou Randgebirgen amgebene Hochfläche, vom Jub
ind Webi Schebehli bewässert; Bevölkerung Somal f. d.);
olit. zu Brit.n Franz. und Ital.⸗S sowie zu Brit.⸗
Oftafrika (R) gehörig; Areal, Bevolterung und Handel
. Beilage Afrika, weiteres in den Einzelartikeln, (S.
ruch Mullahreich und, Beilage: Entdekungsreisen)
— Bgal. Prinz Ghika Granz., 1888), Preel (engl,
1903), Swayne (engl., 3. Aufl. 1908) Engler (1904).
ZSomatisch (arch.), körperlich, den Körper betreffend;
Zomatolsgie, Lehre vom menschlichen Körper.
Somalofe, durch Behandlung mit Altati löslich ge⸗
nachtes Fleischeiweiß, ausgezeichnetes Nahrungsmittel fuüͤr
dranke und Rekonväleszeuten.
Sombart, Werner Vationalökonom, geb. 19. Jan.
863 in Ermsleben am Harz, 1880 Prof. in Breslau,
hrieb: „Sozialismus und soziale Bewegung“ (1806 u. ö.),
Der moderne Kapitalismus“ (8 Bde. 19d02),die
eutsche Volkswirtschaft im 18. Jahrh.“ (1903), Gewerde
vesen“ (2 Tle., 18904),, Die aewerblich⸗ Arbeiterfrage“
1904) n. a.
Som bor, Stadt in Ungarn, s. Zombor.
Sombrerete, Stadt im mexrik. Staate Zacatecas,
1570 m ü. d. M. (1900) 11954 E., Silberminen.
Sombrerit, durch Gugnosickerwässer aus marinem
dalkstein entstandener Phosphorit von der Insel Sombrẽro,
iner der brit. Kleinen Antillen. smaerops).
Sombreros (span.), Hüte aus Palmblättern (s. Ohs-Somerein
 (ungax. Somorja), Stadt in Ungarn, auf
»er Großen Schütt, (4800) 3027* E.
Somerset spr. ßömmrßett), Grafschaft im südwestl.
sEngland, 4223 4km, (1901) 308 104 E.; Hauptstadt Bath.
Somerset (spr. ßömmoͤrßett). 1) (S. East), Ort iu
)er Nordostprovinz der Kapkolonie, (1904) 6816660
) S. West). Ort in der Westprovinz der Kapkolonie, 2613E.
Somerset (spr. ßömmerßett), engl. Grafen- und
Herzogstitel, den früher das Haus Beaufort (s. d.) be—
aß. — Die jetzigen Herzöge von S. siammen“? von
ẽdward Seymour, seit 1347 Herzog von S., Bruder von
Jane Seymour, der dritten e Heinrichs VIII.
gach dessen Tode Protektor des Reichs, auf Betreiben des
hmefeindlichen Warwick wegen Felonie verurteilt und
22. Jan. 1552 enthauptet.
Zonmtersinseln, . v. w. Bermudainseln.
Somersworth (spr. ßömmerswörth), Great Falls
spr. greht fahls), Stadt im nordamerik. Staate Nen
jampfhire, am Salmon Falls, (1900) 7028 6.
Som erville (spr. ßömmerwill), Vorstadt von Boston
m,nordamerit. Staate Massachusetts, (1903) 68090 6.
Somlysvasärheln (spr. schommljohwähschahrhäljß,
eutsch Schomlau, Kleingemeinde in Ungarn. oοααα
F.; Weinbau (Schomlauer).
Sommea, Monte S., der nördl. Gipfel des Vesuv;
im Nordabhange der Ort S. Vesuviana, (1901) 10 1306.
Sommationm (frz.), Aufforderung, nachdrückliche letzte
Mahnung; in der Diplomatie s. v. w, Ultimatum.
Somme (pr. ßomm), Fluß in Rordfrantreich, ent—
pringt im Dep. Aisne bei Fonsomme, munde nach
245 Arm unterhalb Saint-Valery in den Kanal, derh den
Saint⸗Quentinkanal mit der Schelde, den Crozatkanal mit
der Oise verbunden und von einem 1806 60 langen
Seitendanal begleitet. — Das franz. Dep. S. aus der
vestl. Pikardie bestehend, 6277 akm, (1901) 337 848 E.;
hauptstadt Amiens.
Sommer, meteorologisch die wärmere Jahreszeit, in
)er nördl. gemäßigten Zone im Juni, Juli und August,
n der südl. gemäßigten im Dezember, Januar, Februar;
istronomisch, auf der nördl. Halbkugel die Zeit vom
21. Juni (Sommersolstitium) bis zum 23. Sept. (Herbst
iquinoktium), auf der südl. die vom 21. Dez. bis 21. Manʒ.
Tafel; Astronomie J.2.1
Sommer, Anton, thüring. Dialektdichter, geb. 11. Dez.
818 in Rudolstadt, Garnisonprediger das., gest. zur
. Juni 1888; schrieb: „Bilder und Klänge aus Rudol⸗
tadt in Volksmundart“ 11. Aufl. 1881) àù. a.
Sömmerda, Stadt im preuß Reg.Bez. Erfurt, an
er Unstrut, (1905) 8165 E., Amtsgericht, Präparanden⸗
instalt: Dreysesche Gewehr- und Gewehrmunitionsfabrit.