Durchmesser 1,80 Mill. Km. Sie ist im Volumen 1297000 mal
so groß als die Erde; ihre Dichte beträgt nur *, der Erd—
dichte. Das Sonnenlicht ist 6id o0od mal fso heul als der
Vollmond. Die Son nentemperatur detrugt etwa 56000
Grad. Der Sonnenkörper besteht aus einem feurigflüssiger
Kern, der von der sog. Photosphüre In geben ist diese is
der Licht und Wärmẽ aussendende Teil und bildet mit
hrer äußern Begreugung den Sonnenrand; sie besteht wahr⸗
heinlich aus einem Gemenge von Flüssigem und Gasen.
Uber der Photosphãre lagert sich die nur bei dotaler Sonnen⸗
finsternis als schmaler roter Saum sichtbare Chromosphäre,
die in ihrem obern Teil aus Wasserstoff, in ihrem untern
ans Metalldämpfen (Eisen, Magnesium ec.) Besteht und
die Protuberanzen (s, d) ausfendet. Die dußerste Hülle
bildet die orcua (f. dj. [Tafel: Astronomie DR, 1,
2u. 8.] — VBgl. Secchi (deutsch 1872), Houng (eutsch 1888)
Sonneberg, KreisstadtinS.-Nleimingen , am Thüringer
Wald, (Cisoo 13313 (1008 18002) .Amtsgerit,
Handels⸗ und Gewerbekammer, Industrieschule; Fabri—
kation von Sonneberger Spielwaren (bes. Puppen ꝛc.)
und Schleifsteinen, Griffelschieferbrüche, Ockergruben.
Soennegen, riedr, Wertzeugfabrikant, ged. 20. Sept.
1848 in Droͤschede bei Jserlohm erfand neue Schreibfeder⸗
sormen, gründele 1875 1n Boun ine Schreibwarenfabrit
schrieb: Die Rundfchrift (1875 u. d.).) Die RKeform des
——— [Amisgericht.
Sonnefeld, Flecken in S-Coburg, (1900) 1271 E.
Sonnemann, Leopold, Bankier und Journalist
geb. 29. Olt. 1881 zu Hoͤchberg (Unterfranten), gründete
1856 die „Frankfurter Zeitung“, 1871 -76, 1878 -84
Mitglied des Deutfchen Reichstags (Demokrah.
Sonnenbäder, Besen des entkleideten Körpers
durch die Sonne zu Heilzwecen, bef. bei Blutarmut
Sonnenbahn, s. Etliptit. I(s. Phototherapie).
Sonnenblume, s. Felianthus.
Sonnenbronze, Legierung aus Kobalt, Kupfer und
Aluminium zu Juwelierarbeiten.
Sonnenburg, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Frank⸗
furt, an der Lenze, (1005) 4424 E., Amtssgericht, Schloß
341811 Siß des Hetrenmeistertums des Johanniter⸗
Sonnenfackeln, s. Sonnenflecke sordens
„Sonnenfels, Jof. von, geb. 17338 zu Nikolsburg
Mhren), 1788 Prof. der Stastswissenschaften zu Wien
4778 Wirkl. Hofrat der osterr. Hoftanzlen gest. 38. Äpril
12817, durch Verbesserungen im peinlichen Recht (Abschaffung
der Folter), im Polizei⸗ und Finanzwesen verdient, auch mo⸗
calischer und dramaturgischer Schriftsteller. „Gesammelte
Schriften“ (1788 87) vBlogr. von Rüller s82).
Sonnenferne, s. v. w. AÄphelium (s. Apfiden).
Sonnenfinfternis, die Eischeinung, welche entsteht,
wenn der Mond zur Zeit des Neumonds zwischen Erde
und Sonne so zu stehen kommt, daß die Sonne dadurch
—— (totale S.) oder zum Teil (partielle S.) bedeckt er⸗
cheint. Wirklich verfinstert wird nur der Teil der Erde,
der durch den Kern- oder Halbschatten des Mondes Feht:
Ringförmige S, entstehen, weun dabei die Spitze des Mond⸗
schaltenkegels die Erde nicht erreicht, so daß bei der Mitte
der S. ein ringförmiger Teil der Sonne sichtbar bleibt.
Tafel: Astronbmie s; T, 2.)] [fisch [Abb. 936).
Sonnenfisch, s. Heringskönig [Abb. 788] und Klump⸗
Sonnenflecke, auf der Sonnenscheibe erfcheinende
Flecke, innen schwarz, am Rande mit weißlich⸗grauem Hof
Benumbra), der ofi in große Flächen oghe Kern zerflleßt
Tafel: Asronomie au. 81. In der Nähe der
S. erscheinen oft Sonnenfackein [Taf. II, 1PI, auffallend
helle Stellen, aus denen häufig S. hervorbrechen; außerdem
erscheint die Sonne für das dewaffnete Auge überall mit
Janz kleinen Fleckenpunkten, sog. Poren, bedeckt. Die S.
sind nach Kirchhoff Wolkenbildungen, nach Zöllner schlacken⸗
artige, auf der glühendflüssigen Sonnenoberfläche ent—
standene Abkühlungsprodukte.
Sonnengeflecht (Plexus soläris), größtes Nerven—
geflecht des Sympathrous nervus (s. d.), dicht unter dem
Zwerchfell auf der Vorderseite der Aorka gelegen.
Zonnengott, s. Helios.
Sonnenjahr, s. Jahr. [1139).
Sonnenkäfer, Sonnenkälbchen, s. Marienkäfer [Abb
Sonnenkultus, die Verehrung der Sonne als eines
oersönlich gedachten, in die Geschicke der Menschen ein—

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Son

reifenden Wesens; noch jetzt bei den Indern, Japanern,
rüher bei noch andern Völtern des Orients, ferner bei
den alten Agyptern (Sonnengott Ra), Griechen (Helios)
ind Germanen Fenned s. d. und Tafel: Re—
igionen J, 2592.7 Bgl. Böttger (1891).
Sonnenm aschine, Solarmaschine, eine mechan. Vor⸗
ichtung, welche die strahlende Warme der Sonne als
Triebkraft benutzt; besteht aus einem zylindrischen Dampf⸗
essel, der sich konarial mit der Brennlinie eines großen
dohlspiegels befindet und eine Dampfmaschine betreibt.
der Hohlspiegel samt Kessel wird von einen Uhrwerk nach
em Lauf der Sonne gedret
Sonnenmesser, s. Heliometer.
Zonnennähe, s. v. w. Perihelium (s. Apsiden).
Zonnenorden (pers. Nischane⸗schirre hurschid), pers.
vil⸗ und Militärverdienstorden, 1808 gestiftet; b Klafsen.
Sonnenpapagei, s. Amazonen.
Zonnenrallen, s. Sonnenvögel.
Zonnenxinge, s. Hof (meteorolog.). [Helianthus.
Sonnenrösochen, s. Aolianthemum. Sonnenrose, 5
Sonnenscheinautograph, Apparat, in dem bei
onnenschein eine Marke in eine Zeitstala eingebrannt oder
otographisch erzeugt wird; bedarf im Gegensatz zu andern
egistrierapparaten keiner Uhr.
ZSonnenspiegel, s. v. w. Heliotrop (Instrument).
iee bidenturhetaset.
Sonnenstein, Irrenanstalt bei Pirna.
Sonnenstern, s. Seesterne.
Zonnenftich (Insolatao), sJ. Hitzschlag.
Sonnenstrahlung, Jufolativn, Zufuhr von Wärme
ind Licht von der Sonne durch Strahlung, ist die Queue
iller meteorolog. Vorgänge und alles Lebens auf der Erde.
Zie läßt sich mittels des Bolometers (s. d.) messen, übi
iuch einen geringen Druck aus (s, Lichtdruch.
Sonnen system, die aus der Sonne und den sie um—
reisenden Planeten (nebst ihren Monden), Kometen und
Meteorschwärmen bestehende Gruppe von Himmelskörpern,
»eren Zusammenhang durch die allgemeine Gravitation
ʒedingt, ist. Wahrscheinlich gibt es unzählige S, deren
Zentralkörper die Firsterne sind.
Sonnentafeln, Werke, welche Rechnungsdata zur
chnellen Auffindung des scheinbaren Ortes der Sonne
nthalten; die neuesten von S. Newcomb (1898).
Sonnentag, s. Sonnenzeit.
Sonnentau, Pflanzengattg., s. Drosera.
Sonnenthal, Adolf, Ritter von, Schauspieler, geb.
1. Dez. 1834 in Pest, seit 1886 am Burgtheater in Wien,
381 in den Adelsstand erhoben; vorzüglich in klass. Rollen
Faust, Wallenstein, Lear, Nathan ꝛc.) wie im modernen
zchau⸗s und Lustspiel. — Vgl. Eisenberg (2. Aufl. 1900).
Sonnentierchen Gelsozoa), kleine Ordnung der
ZSarkodetierchen, Urtiere mit starren Pseudopodien, Stelett,
denn vorhanden, kieselig und aus radiären Nadeln oder
us einer Gitterschale bestehend; Süßwasserbewohner. —
zal. Penard (franz., 1904).
Sonnenuhr, eine Uhr, bei welcher der durch die
Sonnenstrahlen erzeugte Schatten eines der Erdachse pa—
allelen Stabes (Gnomon) auf einem Zifferblatt die Zeit
inzeigt. Die ainsgute ist die Aquinoktialuhr mit einem
em AÄquator parallelen Zifferblatt, auf welchem die Stun—
enstriche gleich weit abstehen. Bequemer ist die Horizontalchr
 mit horizontalem Zifferblatt, aber ungleich weit abstehen⸗
en Stundenstrichen; letzteres auch bei der Vertikaluhr mit
»ertikalem Zifferblatt, das entweder von Ost nach Wesi
Mittags⸗ oder Mitternachtsuhr) oder von Nord nac Süß
Morgens oder Abenduhr) befestigt wird.
die schhon von den ältesten Astronomen ge⸗
rauchte, Skaphe und Heliotropion 5
aannte Art ist die hemisphärische S., dei
der ein Stist oder ein schattenwerfendes
Fadenkreuz die Sonnenzeit auf der in einer
alben Hohlkugel angebrachten Teilung an—
eigt. — Bgl. Sonndorfer (1864), Weinek
0b), vofchuer (2. Nufi, 106).
Sonnenvögel, Honigsauger, Netta- 161. Erz⸗
inien (Nootariniidao), Familie der Sper⸗ honigsauger.
8 mit langen, dünnem, gebogenem Schnabel;
chön gefärbte, klleine Vögel, die die Sopen der Allen Weli
ewohnen (Erzhonigsauger, Nectarin metaluca Fere.