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Abb. 1761; à Männchen, b Weibchen]). — S., Sonnenrallen
Turxypygidae) heißt auch eine Fanulie der Sumpfpögel,
Bewoͤhner Südamerikas. — Sonnenvogel (Pekingnachti—
gatt. Loiothrix lutes Blylth) heißt ferner ein zu den Drossel⸗
meisen gehöriger Singvögel der zentralasiat. Hochgebirge
Sonnenwalde, preuͤß. Stadt, s. Sonnewalde.
Is wenwelie⸗ s. v. w. Sonnenferne boder Apheliun
Apsiden).
ZSonnenwende, Pflanzengattg., s. Heliotrop.
Sonnenwenden, Sonneustiistandspunkte, Solsti
ien, Solstitialpunkte, die vom— Aquator am weitesten
(280 27 entfernten beiden Punkte der Ekliptik, duͤrch
welche die Wendekreise (. df gelegt sind. Der nördl.
das Sommersolstitium oder der Sommerpunkt, wird von
der Sonne 21. Juni erreicht; der süds., das Wintersolsti
ium oder der Winterpunti, 21. Dez.; beide Punkte liegen
1807 auseinander. Tafel: Astron'o mie 1,2.]
Sonnenwendfeier, die in vorchrifti Zeil zur Son⸗
renwende ehe auf den Sonnenkultus bezüglichen
Jerman. Volksfeste Tafel: ReligionenJ, 283]. (S. auch
Johannes der Täufer, Weihnachten,)
Sonnenwirbel, Bergs. Keilberg.
Sonnenzeit, im Gegensatz zur Sternenzeit, die durch
die scheinbare Bewegung der Sonne gemessene und be⸗
stimmte Zeit. Der Zeitraum zwischen 2aufeinander⸗
folgenden, Mittagen (. d.) heißt ein Sonnentag. Da
dieser verschieden lang ist Ghhte Differenz fast eine Mi—
nute), wegen der elliptischen Bahn, nimmt man eine wahre
und mittlere Zeit (S.) an; erstere wird von deu Sonnen⸗
uhren, letztere von richtiggehenden Uhren angegeben. Der
Unterschied zwischen beiden heißt Zeitgleichung.
Sonnenzirkel, Sonnenzyilus s. Zyklus.
Sonnenzyklus, s. Zyklus.
Sonnewalde (Sonnenwalde), Stadt im preuß. Reg.⸗
Bez. Frankfurt, (1900) 1076 E.; nahebei Flecken S.
110 E., mit Schloß und rene des Grafen Solms⸗S
Sonnino, Sidney, Baron, ital. Staatsmann, geb
11. März 1847 in Alexandria (Agypten), 1893 96 Schatz⸗
ninister, von Febr. bis Mai 1906 Ministerpräsident.
Sonntag (lat. Dies solis, engl. Sunadage frz. Di
manche), der 1. Tag der Woche, von den heidn. Voͤlkern
der Sonue geweiht, in der öltesten christl. Kirche schon
als Tag der Auferstehung Jesu gefeiert, auf den allmah—
lich die strengen jüd— Sabbatgefetze übertragen wurden.
Die strengste Sonntagsfeier hat sich in England, Schotk⸗
and und Rordamerika — 38 —
Sonntagsarbeit. In Deutschland ist das Verbot
der S. durch das Arbeiterschutzgeseß vom 1. Juni 1891
und die Novelle zur Gewerbeoroͤnung pom 6. Aug. 1896
zingeführt und geordnet. Die Vorschriften über die Sonn⸗
tagsfeier enant im allgemeinen das Verbot öffentlich
vorgenommener oder ——— Argernis erregender oder
—A Arbeiten, ferner des Offenhaltens offener
Verkaufsstellen und des Abhaltens von Getreide— und Vieh⸗
märkten, von Treibjagden und öffentlichen Versteigerungen
am Sonntag. Zuwiderhandlungen bedroht 8 366, 1 des
iczostragoserhuchs. In OÖsterreich gilt das Gesetz vom
16. Jan. 1895.
Sonntagsbuchstabe, der Buchstabe, welcher bei der
Bezeichnung, der 7. ersten Tage des Jahres nut den7
ersten —— des IAPpeabsle, auf den 1. Sonntag
des Jahres fällt. Ist z. B. der'5. Jan. ein Sonntag
so ist der S. R. Schaltsahre haben 2 S. wovon der eine
vor dem 24. Febr. der als Tag nicht mitgezählt wird, der
indere nach demselben zu brauchen ist.
Zonntags ruhe, s. Sonntagsarbeit.
Sonntagsschuͤlen, Anstalken, wo Kinder, die man
in der Wocht zur Arbeit braucht, Sonntags Elementar⸗
unterricht erhalten; dann zur weilern Ausbildung für
die aus der Syoe entlassene Jugend eingerichtete, jeht
meist durch die Fortbndunhsschulen(s. d) und Fachschulen
. d abgelsst. Reuerdings dejeichnet man ans S.
Kindergottesdienst die Einrichtung, daß junge Mädchen
oder junge Manner unter Aufsicht uUnd Leitung eines Geist⸗
lichen Kinder in die Lehren des Christentumg, bes. in die
einführen. — Vgl, Dalton (1887 u. 1891).
Sonor (lat.), klangvoll, wohltönend.
Son ora, nordwestlichstet Slaut Mexikos, 198 496 4km,
1900) 221682 E.; Hauptstadt Hermosillo.

Sonvrische Sprachen, Sonorasprachen, die Spra⸗
n einer großen Zahl von Indianerstämmen in Meriko.
Sonrhan, Negerstamm, s. Songhahÿ.
Sontag, Heuriettie, Süngerin, geb. 8. Jan. 1806 zu
doblenz, 1824 -28 anm Königstädtischen Theater in Ber⸗
in, zog sich 1830, mit dem uͤal. Gräfen Rossi vermählt,
»on der Buͤhne zurück; trat seit 1849 wieder auf, gest.
7, Juni 1854 zu Mexiko. — Ihr, Bruder Karl S.,
Schauspieler, geb. 7. Jan. 1828, in Dresden, Wien,
Schwerin, 186277 in Hannover engagiert, gest. 28. Juni
800 in Dresden, spielte besonders Helden- und Bon—
ivant-Rollen; schrieb: „Vom Nachtwächter zum ktürk.
daiser“ (4. Aufl. er
Sonthofen, Markt und Bezirksort im bayr. Reg.⸗
Bez. Schwaben, in den Allgäuer Alpen, an der Iller,
1805) 3829 E., Amisgericht, Schloß.
Sontra, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Cassel, am
dlusse S. Gur Wehre), (1906) 2004 E., Amtsgericht.
Sooden. 1) S. an der Werra, Flecken im preuß.
Veg.-Bez. Cassel, (1900) 712 E.; Salzwerke, Solbad. —
Igl Solbad S. (1892). — 2) Dorf in Bayern, s. Soden, 4.
Soole, s. Sole.
ZSoonwald, Teil des Hunsrücks (s. d.).
Soor, Mundkrankheit, s. Schwämmchen.
Soor (Sohr, Sorr), Dorf in Böhmen, Bezirksh.
LTrautenau, (1800) 1054 E.; hier 30. Sept. 1745 Sieg
Friedrichs d. Gr. über die Ssterreicher unter dem Herzog
»on Lothringen; 28. Juni 1866 Sieg der preuß. Garde
Sorpee s. Oidium. luͤber die Osterreicher.
Soothill(pr. ßuthill), Stadt in der engl Graffch.
Hork (West Riding), bestehend aus Nether S., (18901)
552, und Upper S. 6108 E.; Wollindustrie.
Zophia (grch.), Weisheit.
Sophia, Hauptstadt von Bulgarien, s. Sofia.
Sophia Alerejewna, russ. Großfürstin, geb.
7. Sept. 1657, Halbschwester Peters d. Gr. dritte Toch⸗
ter des Zaren Alerej Michajlowitsch, wußte es 1682 durch
einen Aufstand der Strelitzen dahiu zu bringen, daß Iwan
mit Peter gemeinsam den Thron bestieg und sie die Re—
zierung leitete; 1689 von Peter gestürzt umd in ein Kloster
zu Moskau gebracht, gest. das. 14. Juni 1704.
Sophie, Kurfürstin von Hannover, geb. 14. Okt. 1680
m Haag, Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz
ind dessen Gemahlin Elisabelh, der Tochter Jakobs T. von
England, vermählte sich 1058 mit dem Herzog Ernst August
von, Braunschweig, späterm Kurfürsten vön Hannover,
vurde 1701 vom eugl. Parlament zur Thronerbin erklärt,
gest. 8. Juni 1714; auch bekannt als Freundin von Leibniz.
— Bal. H. Schmidt (4808), Ward (engl., 1908).
Sophie Dorothea, Kurprinzessin don Hannover,
ekannt als Prinzesfin von Ahlden, geb. 15. Sept. 1666,
Tochter und Allodialerbin Herzog Georg Wilhelms von
Braunschweig-Lüneburg-Celle, 1682 mit dem ——
Beorg Ludwig von Haunover (später Georg J. von Groß⸗
ritannien) vermählt, wegen ihrer Beziehungen zu Graf
Phil. Christoph von Königsmarke(s. d) geschieden (28. Dez.
894) und auf das Shͤloß Ahlden gebracht, gest. daf.
48. Nov. 1726. — Bgl. Schaumann' (1878), Wilkins
(engl., 2 Bde., 1900).
Sophie Charloite, Doe von Preußen, geb.
20. Okt. 1668, Tochter Kurfürst Ernst Au usts von Braun⸗
ichweig⸗ Lüneburg, 1684 zweite te König Fried⸗
richs T von Preußen, Mutter Fricdrich wee I. gest.
l. Febr. 1705 in Hannover, durch geistige nne aus⸗
Jezeichnet („die philos. Königin“), nach ihr CTharlotten⸗
ourg benannt; „Briefe“ (1905). [Alexander⸗
Sophie, Großherzogin von Sachsen-Weimar, s. Karl
Sophienkirche (Hagia Sophia), Gebuude in Konftan⸗
inopel, von Kaiser Konstantin begründet, von Justinian
387 im byzant. Stil in Form eines griech Kreuzes neu auf⸗
gebaut, 1453 in eine Moschee umgewandelt, 1847 renoviert.
Sophisma (grch.), spitfindger —
Sophisten (Weisheitslehret), in Griechenland eine
dlasse von Lehrern der Beredsamkeit, Staatskunst und
philosophie vom 5. Jahrh. v. Ehr. an; gegen die Ent—
irtung ihrer Lehre zu eee Deklamakion verbunden
nit allerlei rhetorischen Kunstgriffen traten Sokrates und
eine Schüler mit Erfolg ein. Daher Sophistik (So⸗
histerei) nach Plato und Aristoteles die Kunst, durch