jalsche Dialektik Wahres mit Falschem zu mischen und
aͤber alles einen srugerischen Schein zu verbreiten. —
Bgl. Gomperz (1863).Sophistisch. spihfindig, trügerisch.
Sophokles, griech. Tragiter, geb. 486 v. Chr. im
Gau Kolonos in Attika, gest. 406 v. Chr. Bon seinen
Tragödien haben sich7 —2 „Elektra“, „Autigone“,
Oidipus Tyrannos“, Oidipus auf Kolonos“, „Die
Trachinierinnen“Philotletes) erhalten; Ausgaben von
Schneidewin⸗Nauch, Dindorf, Wecklein u. a.; Ubersetzungen
von Donner, Jordan, Bader u. a. — Vgl. Schöll (2. Aufl.
Sophonlas, s. Zephanja. (1870).
„Sophonisbe, Tochter des Karthagers Hasdrubal
Gisgos Sohn), erst nit dem Numtderköuig Syphar,
nach dessen Gefangeunahme durch die Römer (208 v. Chr.)
mit Massinissa vermählt, der ihr, durch Scipio gedrängt,
den Giftbecher sandte. *
Sophoras L., Sophore, Pflanzengattg. der Papiliona—
zeen. 8. japonica L. (japan. Sophore, Schuurstrauch).
gus Japan uͤnd China, Gartenzierbaum; die getrockueten
Blüten (Waifa) dienen zum Gelb- und Grünfärben.
Zophronist (grch.), Sittenaufseher. J
—AD—
Sopka (xuss.), in Sibirien s. v. w. Vulkau.
Sopo (Soppo), Ort in Kamerun, Stationsbezirk
Buea, seit 7804 Sitz des Kommandos der Schutztruppe.
Sopor (lat.), tiefer Schlaf, Betäubuna; Schlafsucht:
soporös, schlafsuͤchtig.
Sopran (ital.), auch Diskant, die höchste der vier
Singstinmen, von Frauen oder Knaben gesungen; man
unterscheidet hohen S. vom Mezzosoprau (s. d.). Sopranschlüssel,
 der O-Schlüssel auf der ersten Linie, wodurch
die Note auf letzterer zum (eingestrichenen) O wird.
Sopratara (ital.), s. v. w Supertaran(f. Tarq).
Sopron (spr. schoch, ungar. Name von Hdenburg.
Sor, türk. Mutesfarriflik im nordwestl. Mesopotamien,
8000 4km, 100000 E. — Stadt S., am Euphrat,
2000 6 Cisos) 16 00E.
Sora, Stadt in der ital. Prov. Caserta, am Firi,
Soracte, Berg 40 1m nördl. von Rom, mit be—
ühmtem Apollotempel; jetzt Monte Sant' Oreste (Monte
Soratte, Monte San Silvestro), 691 m.
Sorano, Gemeinde in der ital. Prop. Grosseto, (1801)
38149 E., Mineralquellen.
Sorata, Nevado di S., Schneeberg der Ostkordilleren,
in Bolivia, nordöstl. vom Titicacasce; Gipfel JUampu
uind Ancohuma; 6617 mn hoch.
Sorau in der Niederlausitz, Kreisstadt im preuß.
Reg.sBez. Frankfurt, (1000) 16 915 (1905: 16410) E.,
Amtsgericht, Haudelskammet, altes Schloß (13. Jahrh.),
etzt Gefängnis, Gymnasium, Webschüle, Landesirrenanstalt,
 Waisenhaus. (Rio de Aguas, (1900) 7306 E.
Sorbas, Stadt in der span. Prob. Alnieria, am
Sorben, deutsche Form des Namens Serben, die
Jaw. Völker zwischen Elbe und Oder (Polaben), jetzt
richtiger angewendet für die heutigen Wenden (s. d.) und
deren einstige Rachbarn bis Saale und Unstrut.
Sorbet, Scherbet (arab. „Trank“), Limonade aus
vem Saft des Granatapfels, Zitronsäure und Zucker.
Sorbonne, ursprünglich eine Magisterinnung an der
Variser Uniperfitͤt, gestiftet um 1250 von Robert von
Sorbon, später bis 1789 die theol. Fakultät daf.; setzt
ein Gebündekompler von wissenschaftlichen Instituten nebst
Aniversitätsbibliothek.
Sorbpus T., Eberesche, Pflan⸗
zengattg. der Rosazeen in der
nördl. gemäßigten Zone. 8.
aucuparia L. (gemeine Eber⸗
esche, Vogelbeere, Quitschbeere
Abb. 1762; a Bluͤte, b Beere,
oLängsschnitt durch eine Beere)).
in Europa und Nordasien;
e Lockmittel für en
rosselbeere), auch zur Berei⸗ *
tung bon Fert und Essig 1762. Gemeine Eberesche.
verwendet; die süße Eberesche, eine Varietät der vorigen,
mit eßbaren Früchten; 8S. arxia Crante (Mehlbeerbaum),
Mittel⸗ und Sudeuropa; S. torminelis Crane (Eis:,
Else- Elzebeere), Mitteleuropa, mit genießbaren Früchten;
S.domestlea T. (Speier⸗ Sperber⸗ Spierlingsvogelbeere)

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Sor

nit orangegelben eßbaren Früchten, im südl. Europa wild;
3. Hybrida L. Gastardeberesche), Allees und Zierbaum;
Soandiea Fries Eschwed. Mehlbeerbaum), häufig in
Schweden und Finnland; S. chameινααιUus Meanια
Zwergmispel), in Südeuropa und in den Alpeñ Zierstrauch.
Sorby, Henxy Clifton, engl. Raturforscher, geb.
O. Mai 1826 zu Woodbourne (Sheffield), lebt auf feinem
zandsiß Bromfield bei Sheffleld, bes. verdient durch
nikrostopische Untersuchungen und Änwendung physik. Me⸗
hoden auf geolog. Probleme. ldämpft.
Sordino (ital.), Dümpfer (s. d.); soxdo (Musc), he⸗
Sordrine (ital. sordone), veraltetes, fagottartides
lzblasinstrunient.
Zoredien (grch.), Fortpflanzungsorgane der Flechten.
Sorel, Agnes, Geliebte Karls VIf. pon Frankreich,
geb. um 1410 zu Fromenteau, kam 1441 als Ehrendame
der Herzogin von Anjou an den Hof, vom hellfamfien
kinfluß auf den oft schwachen König, gest. 9. Febr. 1450.
Sorel, Albert, frauz. Historiker, geb. 13. Aug. 1842
u Honfleur (Calvados), 1872 Prof. der Geschichte in Paris,
898 an der Kriegsschule in Saint-Cyr, seit 1894 Mitglied
der Akademie, gest. 29. Juni 1806 in Paris; schrieb:
AMAistoire dipplomatique de la guerre franco-allewande“
2 Bde., 1875), „ILEuropeé et la révolution franqaise
7 Tle. 1888- 1904), „Montesquieu“ (1887), „Pesais
nistoiro et de critique“ (1894 u. 1898), Romane u. a.
Inr Nua. Stadt in der ital. Prov. Eremona, (1901)
365 E.
Sorghum Pers., Sorgho, Pflanzengatte
nineen. S. vnlgaro Pers. (Moor- oder
Mohrenhirse, Kaffern⸗, Guinea⸗, Neger⸗
orn, Durrha, Durragras Abb. 1763;
UÜhrchen, b Fruchtrispe, &amp; Rispenästchen,
1Fruchtährchen ), in Afrika als Brotkorn,
n mehrern Varietäten auch in Südeuropa
ingebaͤut, auch zur Bereitung von Sirup
ind als Viehfutter verwandt; das ägypt.
dari oder Barn als Viehfutter und zu
Brennereizwecken in Europa eingeführt;
. Saccharatum Pers. (chines. Zuckerrohr,
uckerhirse) dient zur Zuckergewinnung
Sorghumzucker) und Branntweinberei—
ung; eine Varietät, das Besenkorn, lie—
ert das Material zu den Reisbesen; S. halepense Pers.
Aleppomoor⸗ oder immergrüne Hirse, Guinen⸗, Johnson⸗
ras), in Amerika, Futterpflanze.
Zorghumzucker, s. Sorghum. Farne).
ʒori (Mehrzahl zu zoxus, s. d.), Sporenhäufchen (f.
Zorla, Hauptstadt der span. Prov. S. (10 8318 qkmm,
100: 160 482 E.; im O. von Altkastilien), am Duero,
Zoristan, s. Syrien. [7151 E.
Zorites (greh.), Kettenschlußßz, verkürzte Schlußreihe
n Form eines einzigen Schlusses, bei dem die Ober⸗- und
intersätze der einzelnen Schlüsse weggelassen sind.
Zor (Soror) Juana Inez de la Cruz, s. Cruz.
Sorlingues pr. ßörlüng' . frauz. Name der Scillu—
Neln (s. dy).
Sorma, Agnes (Frau Agnes Mito von Minotto),
Schauspielerin, geb. 17. Mai 1865 zu Breslau, 1883 — 906
ind 1893-98 am Deutschen, 180083 am Berliner, seit
1904 am Neuen Theater in Berlin; hervorragendste Rolleu:;
Zäthchen von Heilbronn, Ophelig, Desdemona, Jüdin von
Toledo, Esther, Rautendelein, Nora.
Sorö. 1) Zum norweg. Amt Finnmarken gehörende
Infsel, 971 4km. — 2) Hauptort des dän. Amtes S,
AIss gu, I8äν: oααν ), am Soroͤsee, 22016,
Ritterakademie (seit 1628, früher Zisterzienserklosters.
Soroche (span., spr. otsche), in Argentinien die
tergtrantheit. [Dujestr, 26 823 E.
Zoröki, Kreisstadt im russ. Gouv. Bessaktabien, am
Sorr, Dorf in Böhmen, s. Soor.
Sorrento, Stadt in der ital. Prov. Neapel, an der
Sůdseite des Golfs von Neapel, auf der Halbinsel von S.,
1801). 8038 E., Schiffahrtsschule; Geburtsvrt Taffsos.
Karte: Italien 1, 6.)
Sortie (frz.), Ausgang, ⸗fahrt; Ausfall, Ausfallstor.
Sortiment lital.), Sammlung von verschiedenartigen
Segenständen derselben Gattung, nach Sorten geordnetes
Warenlager; Sortimentsbuchhandel, s. Buchhaudel.

deyx Gra—