Spark, Futterpflanze, s. Spergula.
Sparkalft, s. Gips.
Sparkaffen, gemeinnützige, unter Garantie des Staates
oder der Gemeinden stehende Anstalten zur Annahme und
Verzinsung von Erspaenssen, die dem Cigentuümer au
dessen Verlangen sofort oder nach kurzer Kuͤndigungsfris
urückgezahlt werdeu in neuerer Zeit sind auch Schut⸗S
(begründet 1806 dunch Laurent in Gent) sowie Post⸗S
d.) n verschiedenen Ländern eingeführt worden.
Pfenuig ·S., den eugl Pennybanken nacgebildet (sei
1880 in Darmstadt), sammein kleinste Beträge (10 5,
3). durch aufgekleble Sparmarkene(f. d.) — Bal
C RoͤscherPot Sund LotetSin veutschland“ (1880)
Seedorff, Die Sparkasseubuchführung“ (1887); Sendel,
„Die Einrichtungen der deutschen Schul- und Jugend-S.“
us82); Sedel (Bdon, 1800 Vigelius (1802).
Sparkassenverficherung, Sparverfichetung.
Sparks, Jared, amerite Geschichtschreiber, geb. 10. Mai
Is88. zu Willington (Connecticut), seil 1839 Prof, zu
Comhrdge (Moasachuselts), gest 1 Margz 1866 zu Boston
Maßsachufetis) inoritüt fur bie Nevolulonsgeschichte der
Ver. Slaaten ., Diplomatic correspondenode“, 12 Bde.
1829 31, und Correspondence ot the Ambrican re
lution“, 4 Bbe., 1883 2c.). — Biogr. von Ellis (1860),
Adams (1603).
Sparmannie afrioana L., s. gimmerlinde.
Sparmarken, Wertzeichen, mit deren Hilfe die Er—
sparung tleinfter Betrüge und ihre Ansammlung zu der
don den Sparkassen (s. d.) geforderten Minimalgtöße der
Einlage erkeichtert wird, sie werden in Sparbüchern oder
auf Sparkarten aufgeklebt
Sparr, Otto Christoph Freiherr von, brandenb. General⸗
feldmarfchat, geb. 1608 zu Prenden bei Bernau, anfaugs
in kaiserl., seit 1849 in brandenb. Diensten, entschied 1656
die Schlacht ber Warschau, 16086 Generalfeldmarschall
socht auch uhnwoll im Turkenkriege, bef. in der Schlach!
bei Santi Golihard (1069, geft. g. Wial 16068 in Preuden
—Wal. Schmidt (1806)
„Sparren, die Hoͤlzer des Dachgerüstes, zur Unter—
stütung und Befestigung der Dacheindeckung dienend; in
der Wappenkunde ein aus einem rechten und einem liuken
Schrägbalken zufammengefetztes Heroldsstück.
Sparta, im Altertum Hauptftadt der griech. Land⸗
schaft vake damon oder Lotonitn (s. d.) [Karte: Die Alte
Welt U, u, bei Altertum], am mittlern Eurotas, ward
um 1000 v. Chr. von den einwandernden Dorern gegrün—
det, im Mittelalter Lakedaimtonia (Lakedämonig) genannt
hielt sich bis 1218. Erst 1834 entstand das moderne S.
oder Sparti, die Hauptftadt des griech. Nomos Lakedämon
Karte Baltanhalbinfel Cisso) ig 7 G be
dem die Ruͤinen des alten liegen. Von S. aus unter—
warfen, die Dorer nach heftigen Kämpfen mit den alt—
ingesessenen Achäern, und naͤchdem durch die Verfassung
des Lykurgus (sq. d.) ihre innern Verhältnisse gefestigt
waren, die ganze Landfchaft, griffen feit denm 8. Jahrh
J. Chr. sogar darüber hinaus und bemaächtiglen sich in zwei
driegen Messeniens und anderer pelopounesischer Gebiete.
So ward S. seit dem 6. Jahrh. v, Chr. zur Vormaqht des
Peloponnes und bald ganz Griechenländs. Nach den
Persertriegen trat Athen ebenbürtig daneben, aber durch
die Besiegung der Athener im Peloponnesischen Krieg 400
v. Chr. erlaugte S. von neuem auf kurze Zeit die Hege—
monie über ganz Griechenland. Als dann 871 p. Ehr
die Spartaner bei Leuttea den Thebanern unterlagen, be—
Jaun der Rückgang. An der Spitze des spartan Staates
tanden zwei Koͤnige und ein Secnet (Gerufia). Das Volk
S.s teilte sich in die herrschenden Spartiaten, die Peridken
G3.d.) und die, Helolen (s. d.). Aue Sparticten weren
eit Mkurgus gleichmüͤßig zur Teilnahme am Staatsleben
berechtigt. Die Erziehung der Jugend wurde ganz vom
Staate geleitet und bezweckte bef. kriegerische Tuͤchtigkeit
Bei der einbrechenden Sittenverderbuis wurde die Ver—
sassung gelockert und, S. unterlag 221 8. hr deu Ruedoniern,
 Uls v. Thrden Romern (S. auch Griechenland,
eschichte) —. Sal. Stein, Topographie des uen S
890) Verfassung und Geschichte; K. S. Muͤller (2 Bde.
2. Aufl. 1844), Gillbert (1872), Busolt (Bd. 1, 1878).
Sparta, Herzog von, Tilel des Krouprinzen Kon—
stantin (j. d.) voß Griehenfand.

735

Spe

Spartaäͤcus, ein Thrazier, Anführer der empörten
öm. Sklaven im Sklavenkrieg, besiegte mehrere röm.
Heere, fiel 71v. Chr. in Lukamen gegen Crafsus.
Sparte cdie, itaͤl.), Abteilung, Fach.
Spartel, Kap, Nordwestspiße von Afrika, an dem
Pesteingang der Straße von Gibraltar, 3825 w, Leucht-Sparterte
 Efrz.), s. Holzgewebe. lturm.
Sparti, Spartiaten, s. Sparta.
Spartium L., Pflanzengattg. der Leguminosen. 8.
ancsum L., am Mittelmeer, gelb blühender, fast blatt
oser Strauch, dessen rutenförmige Äste zu Seilen, Decken,
dörben, Besen verwendet werden, Zierstrauch.
Spartivento, Kap, Südspitze des ial, Festlandes
Spartogras, s. Esparto. lim Jon. Neer.
Sparversicherung, auch Sparkassenversicherung, die
tinrichtung, bei der durch jährliche gleichbleibende Ein⸗
ahlungen mit Zinsen und Zinseszinfen innerhalb einer
estimmten Frist, ein bestimmtes Kapital gesammeit wird.
Spasma, Spasmus (grch.), Krampf; Spaenu t
iis, s. Gefichtskrampf; spasmatisch, an Kruͤmpfen le—
end; spasmödisch, spastifch krampfhaft; krampfstillend.
Spasowiez, Wladimir Danilowitsch russ. und poln.
Schriftsteller, geb, 16. Jan. 1828 in Nzeczyca (Gouv.
Ninsk), Advokat in Petersburg, berühmt ais Verteidiger
n Strafprozessen, zog sich 1062 nach Warschau zurück;
chrieb jurist., polit. Tritische und literar-histor, Schriften,
o „Geschichte der poln. Literatur“ (deutsch in Pypin und
poasowicz, „Geschichte der slaw. Literaturen“, Boe 2) u. a.
Svpat, leicht spaltbare Mineralien, Feld⸗ Kalt-Sre.
Spat, am Sprunggelenk der Pferde borkommende
gronische trockne Entzundung der Gelenke, der untern
— Seite, ent⸗
teht durch zu starke Anstrengung der jungen Pferde, ver⸗
ursacht Lahmgehen, Knochenanswuchs und Geleutsteifigkeit;
inheilbar, Besserung durch scharfe Pflaster und Breuneifen'
Spateisenstein, s. Eisenspat.
Spatglas, s. Milchglas.
Spatha —* grch. spatns; davon ital. spada), zwei⸗
yneidige Hiebwaffe der Gallier und Germanenß auch
Blütenhüllblatt, bes. bei den Arazeen.
Spatlum (lat.), Raum, Zwischenraum; Spatten, im
Buchdruck die dünnsten Bleikörper zum Ausfüllen' der
Räume zwischen den Wörtern (s. Ausschließen); daher
pativnieren (yatilin Jieren), sperren; spatiss, geräumig.
Spätrengissance, die auf die eigentliche Renaissance
olgende Kunstepoche, etwa 1560 1680.
Spatsalbe, Spanischfliegensalbe (s. d.) für den tier—
exztlichen Gebranuch.
Spatz, s. Sperling. Einsamer S. s. Steindrossel.
Speaker (engl., spr. spihker), Sprecher, der Vorsitzende
»es Unterhauses im engl. Parlament.
Specht, Franz Anton, dath. Theolog, geb. 19. Juni
847 in München, 1888 Domkapitular und geistl. Nat
das.; sein Hauptwerk: „Geschichte des Unterrichtswesens
in Deutschland bis zur Mitte des 18. Jahrh.“ (1885)
vurde preisgekrönt von der histor. Kommission in Müuͤnchen.
Specht, Friedr., Tiermaler, geb. 6. Mai 1839 p
dauffen, bes. bekannt durch seine in Holzfchnitt vervpiet
ältigten Tierzeichnungen zu Brehms Tierleben“, Mar—
ins „Illustrierte eiet der Tiere“ u. a.
Spechte iei), Ordnung der Vögel, mit geradem,
angem Schuabel, stark bekraͤllten Kletterfühen kurzem
Schwanz. Drei Familien: 1) Wendehälfe
Iyngidae), mit dem gemeinen Wendehals
Natterwendel, Otterwindel, Iynx torquilla
. [Abb. 1771)), hellgrau und braun, lerchen⸗
Woß, dreht den Hals unter Sträuhen der
Zopffedern mit ersaunlicher Fertigkeit, Zug⸗
bogel. 2) Weichschwanz⸗S. ESpechtlinge,
picumnidae), mit dem Zwerg⸗S. (Piou.
mus cirratus 5 van . 5 Ser
dis Paraguay. 3) Eigentliche S., ungesellige
Sland⸗ pee klettern an bgt Wendehals.
men, hacken mit dem Schnabel die Rinde auf, um In—
ekten zu suchen, misten in selbstgemeißelten Baumloͤchern,
Schwarz⸗S. (Dryocbpus marttus Boie, Picus martius )
Hwarz, Scheitel und Genick rot, hei nus vereinzeln vnnt
. Mendroospus) Grundfarbe schwarz, weiß gefcheckt, n
ier deutschen Arlen, dem grohen Bint6. B. major