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12. Aug. 1551 als Bischof, von Pomesanien zu Marien—
werder. — Biogr. von Cosack (1861), Tschadtert 33
Sperber (Nisus), zu den Habichten gehörige Raub—
oogelgattg. mit kurzem, von der Wurzel
ab gebogenem Schnabel und hohen, dünnen,
glakten Läufen. In Deutschland der ge—
meine S. (Finkenhabicht, Sperlingsstößer,
N. communis Cuv. IAbb. 1774)), bläulichgrau,
 Unterseite weiß, mit dunkeln
Querwellen, fast in ganz Euͤropa und Mit⸗
telasien. [( Habichte nebst Abb. 719.
Zperberfaut, .x. w. Huͤhnerhabicht . perder
Spercheios, Sluß, s. Hellada. *
Sperenberg, Dorf im preuß. Reg.-Bez. Potsdam,
am Krummen See, (1900) 1349 E.; großes Steinsalz⸗
sager, Gipsbrüche; dabei Artillerieschießplatz Cummersdorf.
Spergũla L, Spergel Spörgel, Spark,
Spört, Pflanzengattg. der Karyophylla—
zeen, einjähr. Kräuker der gemäßigten
Zone. Der gemeine Spergel oder Acker⸗
Spergel (S. axvensis L. [IAbb. 177b8))
und der große Spergel (S. maxima Meihe)
geschätzte Futterpflanzen.
Sperling, Spatz, Spert (Passer),
zur Familie ey —— J
vogelgattg. mit starkem, dickem, kegelför— 4
e Schnabel, abgerundeten kurzen Flü— ——
geln, kurzem, abgestutztem Schwanz, in
Höhlen nistende, mehrmals im Jahre brütende Stand⸗
»ögel. Drei deutsche Arten: Gemeiner S. (Haus⸗S., P
domesticus L.; s. Tafel: Singvögel, 10) Rücken rostfarbig,
 schwarz gefleckt, Unterseite grau, Flügel mit einer
gelblichweißen Querbinde, Europa, Asien ac., jetzt auch
zach Amerika verpflanzt, schadet dem Feld⸗ und Garten⸗
hau mehr als er durch Inswengeiaunn nützt; Feld⸗S. (P.
montanus L. Tafel: Singvögel, 9), Flügel mit zwei
ceinweißen Querbinden; Stein⸗S. (Graufink, P. potronts
IAN braungrau, lerchenfarbig, in Deutschland nur vereinzelt
Thüringen, Rhein ꝛc.); SiedelS. (P. soolus), früher zu den
Webervogeln gerechnet, in Afrika, nistet in großen Scharen
zemeinsam [Tafel: Afrikanische Tierwelt, 27)].
Sperlingspapageien. s. Jurz hzoanpapageien.
Sperlingstößer, s. Sperber [Abb. 1774).
Sperlingsvögel (Fasssres), artenreichste Lüber 6000)
Ordnung der Vögel, ohne Wachshaut an der Basis def
Schnabels, mit bier Zehen, davon drei vorn, die
beiden äußern in der Länge des ersten Gliedes durch
Bindehaut pereinigt; Nesthocker. Zwei Unterordnungen;
Schreibögel (s. d.) und neeet (s. d.).
Sperma sgreh.), der tierische und menschliche Same.
Zpermatitis (Irch.), Samenstrangentzündung.
Spermatophoren (grch.), Samenpatronen, in Kapseln
ingeschlossene Samenportionen männlicher Kopffüßer,
Vrillen und anderer wirbelloser Tiere.
ZSpermatorrhöe (grch.), Sameufluß, s. Pollution.
Spermatozoiden, Spermatozden Egrch.), die ge—
formten Elemente des tierxischen Samens 5 d.); in der
Botauik die männlichen Befruchtungszellen bei den meisten
Kryptogamen [Tafel: Botanik II 20 u. 30) und einiger
Ryninospermen, bewegliche, mit Zilien versehene Körperchen.
Spermazeti (grch.-lat.), se v. w. Walrat (s. d.).
Zpermfisch, s. Pottwal.
Spermin, flüchtige organische Base, im Sperma und
ielen Drüsen enthalten, wirksamer Bestandteil der Brown⸗—
Sequardschen Spermaemulsion, als belebendes und nerven⸗
Spermöl, s. Walrat. sstärkendes Mittel verwendet
Sperrforts, vereinzelt liegende Festungswerke, um
em Feinde wichtige Verkehrswege zu sperren (s. For!
Sperrgesetz, s. Brotkorbgesetz. [nebst Abb. 614)
Sperrgetriebe, s. v. w. Gesperre (s. d.).
Sperrgut, im Postverkehr ein Paket unter 10 Kg,
das in irgendeiner Ausdehnung 1140 1a überschreitet, oder
überhaupt Guter, auch Fachtgüler (sperrige Guter) im
Eisenbahnverkehr, die bei geringem Gewicht unverhälinis
mäßig großen Raum einnehmen; für fie wird Porto
um die Haͤlfte) und Frachtsatz erhöht.
Sperrhakein, sJ. vd w. Dietrich G. d.).
Sperrige Güter, s. Sperrgut.
Sperrklinke, s. Hlinke.

Sperrkraut, Polemonium.
Sperrvögel, j. v. w. Spaltschnäbler (s. Fissirostres).
Sperrwerke, s. v. w. Gesperre (s. d.).
Spes, die röm. Göttin der Hoffnung, mit Blume oder
dornähre als Attribut; der Anker, ist modern.
Spesen lital), Auslagen, Besorgungsgebühren, bes.
Handlungsunkosten. F
Speffart (Speßhart), Waldgebirge im bayr. Reg.
Beg. unerfranten 75 iem lg., im Geiersberg 686, 2
. Der Vor⸗S. bildet den bußern Saum längs des
Moains, der Hoch⸗S. das innere Waldgebirge, der diniez
S. senkt sich platecuartig gegen die Finzig und Kahl p
Bol. Herclein Saͤgen“ des S (2. Aufl. 1886);
Bücking (1892), Wolff (1804 u. 1905).
Spefsartin, s. Granat.
Sperfä, Spetsopula, griech. Inseln, s. Spezzia. 8
Spey (spr. RcDh Fluͤß in Schottland, entspringt gh
dem Speyfee südl. von den Cortievairackbergen, münde
unach 173 Kmübei Garmouth in die Nordsee.
Speyer (Speier), Hauptstadt des bayr. —
Pfalz und Bezirksstadt, 1. am Rhein, (1900) Iger
(1905: 21857) E., berühmter Dom (1080 -61 erbaut⸗
lsso und 1794 von den Franzosen zerstört, 181368 er⸗
neuert, mit Gräbern deutscher Kaiser und Kaiserinnen,
die Aobo cufedectt wurdend, evong. Proteftationskirche
(1904), Gymnasium, Realschuͤle, kath. Priesterseminar und
dehrerbildungsanstalt; Freihafen. S. (das Augusta Xc
etn vder Novlomegus der dtömer), 1204 — 1801 FSreie
teichsstadt, 1013 osd Sitz des Nleichskammergerichts
ind vieler Reichstage (am wichtigsten der von 1529, Pro⸗
estation der evang, Fürsten). Das uralte Bistum S.
kam 1801 teils an Frankreich, teils an Baden. — Bh
Remling, „Geschichte der Bischöfe von S.“ (5 Bde., 1862
267); Weiß, „Geschichte der Stadt S.“ (1876).
Spezerei (ital. spezierie), Spezereiwaren, aigentlich
Vewürze, dann Materialwaren überhaupt.
Epezla, La, Siadi in der ilal. Prov, Genua, am Golf
zon S. Karte: Italien J, V⸗ Asoi) cb 2 E.ʒ be⸗
estigter Iarereher mit Marinearsenal, Schiffsbau⸗
verften und Trockendocks, 2 Handelshäfen, Seebäder.
Speziãl, speziell (lat.), im Gegensatz von general
allgemein) das Einzelne, Befondere betreffend; Spezialien
Speécdialia), Einzelheiten, genauere Umstände; speziali⸗
ieren, im einzelnen und besondern angeben, bestimmen;
Zpezialität, Besonderheit, besondere Eigentümligteit;
Fach, dem fich jemand (Spezialist) ausschließlich widmet;
oharmazeutisch eine eigenartige Zubereitung, deren Zu⸗
mmensetzung ac. sich immer möglichst — bleibt.
Zpeziaͤlgerichte, s d. w. Aussaahmegerichte (s. d.)
Speziãalhandel, s. Generalhandel. szial.
Zpezialisieren, Spezialisi, Spezialität, s. Spe⸗
Zpeziãlwaßffen, Speziattruppen, Artiüuerie (s. d.)
enie⸗ (. Genie) und Verkehrstruppen.
Speziell, s. Spezial.
Spezies (lat. 6pecies), Anblick, Gestalt, äͤußere Er⸗
cheinung; in der Naturgefchichte s. v. w. Art (s. dzin
er Arithmetik die vier einsachen Rechnungsarten: Addi⸗
tion, Sübtraktion, Multiplikation, Division; pharma⸗
zeutisch ein Teegemisch.
Spezrestaler, Taler in specie, d. h. in Geftalt,
also harter Taler, frühere Silbermünze in Deutschland
und Ssterreich (bis 18879 — Leo, in Schweden (bis 1873)
— 4,80, in Dänemark (bis 1875) &amp; 4,x66 M.
Spezifikation (lai.), Aufzoͤhlung von Einzelheiten,
namentliches Verzeichnis aller zusammengehörigen Einzel⸗
zegenstände, juristisch die Herstellung einer neuen Sache
hurch Verarbeitung oder Umbildung einer audern, führt
um genn des Spezifikanten an der neuen Sache
Bürgerl. Gesetzb. 88 950 fg.).
Spezifisch (lat.), dem Wesen einer Person oder einer
Sache eigentümlich, ihr ausschließlich zukommend.
Svpezisische Mittel (Speciftoa), Heilmittel von be⸗
onderer, Wixkungsweise, wie Quechsilber bei Syphilis,
Chinin bei Wechselfieber, Jod gegen Kropfar.
Spezifisches Gewicht, die Zahl, welche ausdrückt,
wievielmal schwerer ein Körper ist als ein ihm 8
Volumen Wasser oder atmosphärischer Luft. Zur Bestim⸗—
mung desselben dient das Aräometer, das Hyknometer,
die Mohrsche Wage (s. diese Artikel).