Spezifische Wärme, die Zahl, welche angibt, wieviel
Warmeeiheilen norig sind, um die Temperatur der Ge⸗
wichtseinheit eines Körpers um 10 zu erhöhen. FJ
Spezisizieren (lat.), einzeln angeben, aufzählen.
Zpeztmen (iat.), Probe, Probearbeit.
Zpeziss (lat.), anfehnlich, shön; auch scheinbar.
Spezzia i neugrch. Spetsä, Petsa), griech. Insel
des Nomos Argolis, am Eingang zum Golf pon Nauplia,
23 4k”m, (1896) 4432 E.; Hauptort S. Südöstl. die Insef
Spetsopula (Spezzopula).
Sphuacoslus, der talte Brand (. Brand).
Sphagta, Insel, s. Sphatteria.
Sphagnum Ehri. Torf- oder Sumpfmovs.
Zaubmovsgoaitg. der Sphagnazeen, überall in
Nooren, delbliche, rotliche vder grüne Polster
bildend; die hüufigsten Arten sind 8S. oymbifolnm
 Elxh., cuspiautum MM. und acαtfobum
Lerk. sAbb. 1776 8 kapseltragender Zweig]. —
Val. Roih (1006).
Sphakta, Hauͤptstadt des Nomos S. (1900: voet
25 057 E.) auf der Insel Kreta, 1500 E.; Käse⸗ I
handel. — Sphakiotifche Berge, s. Aspravung.
Sphakterta, im Altertun Sphagia, Insel vor der
Bucht von Pylos an der Westtüste von Hreffenien (Pelo—
ponnes), 4 xin lg.; hier 425 b, Chr. Gefangennahme von
292 Spartanern durch die Athener.
Sphalerit, s. Zinkblende.
Sphäre (ugrch.), Kugel, bes. Himmels- oder Welt⸗
kugel; Kreis Wandelbaͤhn; Wirkuͤngs-, Gefchaftstreis
Sphärenmusit, s. v. w. Harmonie der“S.
Sphärifch nennt man eine Figur, die auf der Ober⸗
fläche einer Kugel durch größte Kreife gebildet ist, z. B.
das durch zwei größte Kreife gebildete Kugelzweieck (daher
Sphärik, Lehre von solchen Figuren); sphärische Dreiecke
dehandelt die sphärifche Trigonometrie
Sphaerohsius 7Tode, Pilzgattg. der Gasteromyzeten,
leine, gelbe, kugelige Pilze auf faulenden Pflanzenteilen
Sphäroid — abgeplattete oder verlängerte Kugel⸗
gestalt, bes. die Gefialt der Erde.
Sphäroidaler Zustand, von Leidenfrost (s. d.)
zuerst näher beschriedene Erscheinung, daß Wasser, auf
eine glühende Metallfläche gebracht, micht sofort verdampft.
sondern einen platt gedrückten Tropfen (Leidenfrostscher
Tropfen) bildet, der lebhaft rotiert und nur langsam an
GBröße abnimmt, da ihn eine Dampfhülle vor schnellen
Erhitzung schützt; erst bei Abkühlung des Hetauls üllt di
Dampfhuͤlle weg, und der Tropfen verdampft explosionsartig
Der S. Z. kann zu Dampfkesselexplosionen Anlaß geben
Spharolithe (grch.) oder Sphärulite, meist radial—
faserige Kügelchen, bes. in Quatzporphyr und Rhyolith
und deren Glasausbildungen (Pechstein Obsidian, Perlit)
Sphärolithfels, s. v. w Perlit (s. d).
ZSphärologie (grch.), Lehre von der Kugel.
Sphäromẽeter (urch Kugelmesser“), Instrument zur
Bestimmung der Gestall der Linsengläser und der Dickt
dünner Blättchen; genau gearbeitete Mikrometerschraube
Sphärosiderit, der in kleintraubigen oder nieren⸗
förmigen Gestalten auftretende Eisenspat (s. d.).
Sphaerothaliia M. ab Es., FSlechtengattg., deren
Thallus aus knolligen Abfchnitten besteht, in den Wusten
Nordafrikas und Kleinafiens. Die eßbaren Knöllchen der
Mannaflechte (8. esculonta Mab IS) werden oft durch
den Wind fortgeführt und fallen als Mannaregen nieder
Sphärulite, s. Sphärolithe.
Sphen (grch.), s. Titanit.
Sphenoid, hemiedrische Form des tetragonalen und
chombischen Kristallfystems.
Sphingiden (Sphingidca) urmer 5d.).
Sphinkter — der
Schließmuskel (s. d.J.
Sphinrx, phantastische Fi⸗
sdzw— aus Lowenleib und Men—
schen⸗ oder Widderkopf zu—
sammengesetzt Abb. 1777], im
alten Agyplen Symbol des
Sonnengoltes, häufig vor 17. Sphinx.
Tempeln. Die griech S. Tochter des Typhon und der
Schlange Echidna, gab auf einem Felsen bei Theben jedem
Vorübergehenden ein Rätsel auf und verschlang den der

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Spi
S nicht lösen konnte. Oidipus erriet es, worauf die S.
ich vom Felsen herabstürzte.
Sphinrhaube, Kopfbedeckung der vornehmen alten
Ugypter aus einfarbigem, gestreiftem oder
zemustertem Tuch JAbb. 1778).
ʒEygzragistit (grch.), Siegelkunde (s.
Siegel).
Sphygmisch (greh), den Puls (Sphyg
mos) betreffend; Sphygmologre, Lehre vom
Puls; Sphygmograph, Sphygmometer, sJ.
Pulsmesser; Sphygmomanomẽter, Apparat
zum Messen des Blutdrucks in den Schlag⸗ Arv.
adern; Sphygmophon, mit galvanischer Sphinxhaube.
Batterie und Telephon verbundener Strom—
unterbrecher, der auf die Arterie aufgesetzt wird und die Puls⸗
Spiauter, s. Zink. syläge hörbar macht.
Spichern (Speichern), Dorf im Bez. Lothringen, Kr.
Forbach, 6 Rm südl. von Saarbrücken, (1000) 808 E.;
die nördl. davon gelegenen, von den Franzosen unten
General Frossard befetzten Spicherer Höhen wurden 6. Aug.
1870 von den Preußen unter Steinmetz gestürmt. — VBgl.
Tendering, „Die Schlacht bei Aufl. 1890).
Spickaal, s. v. w. geräucherter Aal.
Spickdamm, s. v. w. Buͤhne (s. d.).
Spiegel, jede are Fläche, welche die von einem
Begenstand auf sie fallenden Lichtstrahlen so zurückwirft,
daß, dadurch ein Bild des Gegenstandes entsteht, insbes.
geschliffene und polierte Metau- oder Glastafeln. Man
interscheidet Plan⸗S., bei denen die Oberfläche voll—
tommen eben ist, und Hohl⸗S. (s. d.) Konvere (der—
treuungs⸗) S. auf der ãußern Seite des Kugelabschnitts po⸗
iert, zerstreuen die Lichtstrahlen und geben vertleinerte
Bilder. Metall⸗S. sind gus Spiegelmetall (f. d.); Glas6.
Jaben eine metallische Belegung die früher aus Zinn—
amalgam bestand, aber jetzt durch die Silberbelegung ver—
drängt ist. (S. auch Rotierender Spiegel.) — S. in der
Medizin Instrumente, mit denen man Licht in die dem
Auge direkt nicht zugänglichen, een wirft und
sie der Besichtigung zugänglich macht: Augen⸗, Ohren⸗,
Fehlkopfe, Mutter⸗S. ꝛc.; bei der Munition der Feuer“
waffen der zur Verbindung von Ladung und Geschoß
ienende Teil; bei Schiffen der hintere äußere Teil.
Spiegel zum Desenberg, Verdinand August,
Braf von, Erzbischof von Köln, geb. 25. Dez. 1764 auf
Schloß Canstein (Westfalen), 1780 Domherr, 1799 Dom—
hechant zu Münster, 1824 Erzbischof von Köln, gest. 2. Aug.
1835; verdient um die wissenschaftliche Bildung des Klerus
und den konfessionellen Frieden. — VBgl. Nippold, „Die
vertrauten Briefe des Erzbischofs S.“ (1889).
Spiegel, Friedr. von, Orientalist, geb. 11. Juli 1820
zu Kitzingen, 1849 Prof. zu Erlaugen, lebte seit 1891
in München, gest. das. 16. Dez. 19080; Hauptwerk: Aus—
zabe (2 Bde., 18383—50), Ubersetzung (8 Bde., 183268)
ind Kommentar (2 Bde. 1865.269) des „Avesta“; ferner
„Eranische Altertumskunde“ (8 Bde. 1871 -78)., Ber⸗
jleichende Grammatik der alteranischen Sprachen“ (1882)
Spiegelberg, Otto, Geburtshelfer und Gynätolog,
eb. 9. Jan. 1830 zu Peine, 1861 Prof. in Freiburg,
864 in Königsberg, 1865 in Breslau, gest. 10. Aug.
881; schrieb; „Lehrbuch der Geburtshilfe“ (3. Aufl. 1801),
Mitherausgeber des „Archivs für Gynäkologie“.
Spiegelente, die Krickente (s. Enten).
Spiegelfasern, beim Holz s. v. w. Markstrahlen (s. d.).
Spiegelglas, auf beiden Seiten geschliffenes und po⸗
iertes Tafelglas, früher nur zu Spiegeln, jetzt auch viel
zu Fenstern benutzt.
Spiegelhuhn, das Birkhuhn (s. d.).
Spiegelinstrumente, Instrumente zur Messung des
Winkels zwischen zwei entfernten a insbes.
zur Messung der Sonnen- oder Gestirnhöhe uͤber dem
Horizont, bestehen aus zwei auf drehbarem Gefiell be—
festigten Spiegeln und einem Fernrohr. Die wi tigsten
siud der Sextant, der Prismenkreis und der ———
Spiegelkanon, s.Krebskanon.
Spiegelmetal, en von Kupfer und Zinn,
oft mit geringem Zusatz von Arsen oder Rickel, zur Her—
stellung von Metallspiegeln.
Spiegel Salomonis, der aus sieben Metallen her⸗
gestellte Spiegel zum Wahrsagen.

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