Spi

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Zpiegelteleskop, s. Fernrohr.
Spieker, Nägel mit plattem Kopf zum Befestigen der
Schiffsplanken.
Spiekeroog, Insel der Nordsee, an der Küste von
Ostfriesland, zum preuß. Reg.⸗Bez. Autich gehörig, 144xm,
1800) 220 E., Station zur Rettung Schiffbrüchiger,
Seebad; Schellfisch⸗ Seehundfang. — Vgl. Nellner (1884)
Spiel, die freie Beschuͤftigung des Koͤrpers und Geistes
zhne ernsten Zweck: Beweguůgsspiele, bef. im Freien (Fuß⸗
dall, Lawn-Tennis, Kegel⸗Su. a.j f. auch Volts und
Jugendspiele); Gesellschafts⸗S. sowohl zur Unkerhaltung
wie zur Staͤrkung der Gesundheit; sog. Verstandes⸗S
GKarten⸗, Würfel“, Schach⸗, Halma⸗ Salta⸗So), nicht
ohne Anreiz auf Gewinn; über Glücksspiele s. Hasard und
Lotterie. — Vgl. Gutsmuihs (7. Aufl. 1888), Groos (1809)
Spielart, s. Art.
Spielbein, in der Plastik das den menschlichen Körper
aur leicht stützende, etwas emporgezogene Bein; Gegen—
jatz: Standbein (s. d.). sdelle (Kaserne)
Zpielberg, Berg westl. bei Brünn, 288 m, mit Zita⸗
Zpieldosen, s. Spieluhren.
Spielhagen, Friedr. Romanschriftsteller, geb. 24. Febr.
1829 zu Magdehurg, lebt seit 1862 in Berlin; Haupt⸗
romane: „Problematische Naturen“ (1860), „In Reih
und Glied“ (1866), „Hammer und Amboß“ (1869), „All⸗
zeit voran“, „Sturmflut“ (1877), „Uhlenhans“ (1884)
„Was will das werden?“ (1886) u. a.; schrieb auch No—
vellen, Schauspiele und he getce Schriften („Aus
meiner Studienmappe“, 2. Aufl. 1881; eine Selbstbiogr.
„Finder und Erfinder“, 1880). „Sämtliche Werke“
(5. Aufl. 1892); „Sämtliche Romane“ (1885 fg.). —
Vgl. Hart (1884), Karpeles (1888).
Spielhuhn, das Birkhuhn (s. d.).
Spielkarten, eine chines. Erfindung, angeblich über
Ostindien durch die Araber ins Abendland eingeführt,
wo sie schon ini 14. Jahrh. bekannt ist; ältestes KHarten
spiel das ital. Tarok. Die S. wurden im Mittelalter
von den Brief- oder Kartenmalern mit Hilfe von Pa—
tronen aus freier Hand verfertigt, später durch Holz—
druck hergestellt; jeßt kommt bei den feinern Soͤrten
Kupferz, Stahlstich, Zinkätzung sowie Lithographie zur
Auwendung. Die Kartenspiele, aus sog. franz. oder
deutschen erte ztie bestehend, sind keils Hasarde
teils sog. Kommersspiele, bei welchen die Zahl der Stiche
oder der Augen entscheidet, — Geschichte der S. von Leber
(franz. 1848), Taylor (engl., 1866).
Spielkartenftener, weit verbreitete Verbrauchssteuer,
m Deutschen Reiche nach Gesetz vom 8. Juli 1878 füt
—D
Spiel 50 9. [der deutschen Infanterie
Spielleute, die Tambours, Hornisten und Pfeifer
Spielmanusdichtung, die Dichtung der fahrenden
Leute im Mittelalter, umfaßt fast alle Gattungen der
Dichtkunst (Lieder, Epen, Srucegung,, unterscheidet
sich durch derbere Art von der höfischen ichtung.
Spieluhren, Uhren mit einem Spielwerk im Innern,
das von selbst oder durch Antrieb spielt (Glockens, Pfei⸗
fen⸗, —An—— Die Fahrikation der Spiel⸗
dosen (Musikkästen) ist bes. in der Schweiz verbreitet.
Spier, Pflanzengattg., s. Spiraea.
Spieren, lange, runde Hölzer zu Masten, Stengen,
Rahen ꝛc. Spierentionne, Boje (s. d.) mit einer Spiere.
Spierling, Fisch, s. Stiñt.
Spierstraͤucher, s. Spiraea.
Syieß, Langfpieß, s. v. w. Lanze (s. d.); in
der Ieeoe das Geweih der Hirsche und
Vehböcke, welches nur einfache Staͤngen ohne
Sprossen hat IAbb. 1779]; daͤher Spießer, ein⸗ F
ähriger Hirsch, Spießbock, einähriger Rehbock. —*
Spieß, Abols, Begründer des neuern Schul- Spieß.
urnens geb. 1810 in Lauterbach, 184858 Leiter det
Schulturnens in Darmstadt, gest. 9. Mai 1888; ver—
aßte „Lehre der Turnkunst“ (2. Auüflt. 1867 88). Turn⸗
buh für Schulen“ (2 Bde., Aufi, 1880 — 80) ua
Spieß, Christian Heinti, Verfasser zahlreicher Ritter
romane, g5 April 1756 zu Freiberg, gest. 17. Aug
1799 ezdiekau in Böhmen.
„Spießbod, s. Spieß; auch Bezeichnung für die An—
ilopengattg. Orvyx (s. Antiloben)

Spießbürger, im Mittelalter die in der eigentligen
Stadt wohnenden Bürger, im Gegensatz zu den Pfahn
ürgern (J. d); jett Bezeichnung für engherzige, be—
hraͤnkte Kleinbürger. 9 stöter s. Würger).
Spießer Jageispr.), s. Spieß; als Vogel der Nuu—
Bpießglanz, s. Antimon.
oͤießglanzbleierz, s. Bournonit.
Zpießaianzglas, Spießtglas, J. Antimonglas.
Z3pießrutenlaufen, s. Gassenlaufen.
Spite, Pflanzenart, s. Lavandula.
Zpiköl, s. Lavendelöl. ß
Spirt, starte Winde auf dem Schiff oder Kai
kinwinden der Ankerketten (Ankerwinde, er
inderer Taue und Ketten, meist durch Dampf getrie *
Dampf⸗S.), neuerdings auch durch Elektrizität; e
der Pump⸗S. hat horizontale, Gang⸗S. vertikale Dee
Spillage (spr. aͤhsch), der Verlust, den trockne Güter
urch undichte Verpackung erleiden.
Spillbaum, s. Evonymus.
Spiller von Hauenfschild, s. Hauenschild.
ẽPiũgut, s.d. v. Vorbehaltoͤgut (f. Einhandsgut).
Spilling, s. Pflaume.
Spillmage, Spillseite, s. Mage. ack⸗
spina (lal.), Dorn, Stachel, Grite; 8. gorsi, das Rüd⸗
zrat; 8. nodosa oder rentösa, Knochenwurm, strofulose
dnochenentzündung der Finger; spinal, zum Rückgrat ge⸗
vpinaoĩia, Pflaͤnzengattg, s. Spinat. lhörig.
Spinalganglion, s. Ruͤckenmaͤrk. J it
Spinalirritation, Form der Rervenshwöne ant
roßer Empfindlichteir der Wirbelgegend. (S. Rücen⸗
hmerzen.) hhöute
Spinalmeningitis, Entzündung der Nückenmarls⸗
Spinãalnerven, die vom —S—— entspringenden
sterven, im ganzen 81 Paare.
Spinãalnenralgie, vw. Spinalirritation (s. d.)-Spinalparalyfe,
 s. Lähmung.
Spinalsystem, s. Zerebral.
Spingat (Spinaota), Pflanzengattg. der Chenopodia⸗
een, aus dem Orient. Kultiviert werden der gemeine S.
S. blsrnode .) in zwei Varietaten und der holländ. S.
S. glabra Mili), beide einjahrig oder durch Herbstaus
at zweijührig (Winter Soy se geben ein? gesundes
Bemüse. In Ostindien wird S. tetrandra Stev., der
Schamum, angebaut. Neuseeländ. S., s. Tetragonis;
ranz. und engt. S. oder ewiger S., s. Rumoex. Als Peru⸗
3. pen die Blälter von Conνοαum Quinoa L.
genossen.
Spinazzola, Stadt in der ital. Prov. Bari delle
Puglie, (1901) 11420 E.
Spindel, der hoͤlzerne gylinder am Spinnrad und
in den Spinnmaschinen, welcher zur Erzeugung des Fadens
dient; im Maschinenbau eine dunne Welle (Drehbank-,
tgohr⸗ S.); bei Mahlgüngen. die fentrechte Achse des
äufers; in der Botanik die Hauptachse der Ähre.
Spindelbaum, s. Pyonymus.
Spindelschnecke, s. Kinkhörner.
Spindler, Karl, Romansqhriftsteller, geb. 16. Olt.
786 zu Breslan, gest. 12. Juli 1886 im Bad Freiexs⸗
zach; Hauptwerke: die Romane „Der Bastard“, „Der
Jude“, Der Jesuit“. „Werke“ (neue Ausg., 101 Bde.,
1864 66; 55 — 1875).
Spineéil, lebhaft glänzendes Mineral, regulür, meist
im Oktaeder und Sttacderzwillingen Tafel, Edel⸗
steine V, 19, 20)] kristallisierend, verschieden gefärbt, be—
steht bes. aus Tonerde und Magnesia. Variekäten: edler
S., rot, in Edelsteinsanden Ostindiens, blauer S., mit
etwas Eisenoryd, Chloro-S., grasgrün, schwarzer S.
Ceylanit, Pteonast), in Kontakigesseinen, und Pikotit,
schwarz, in Olivingesteinen; die durchsichtigen roten Varie⸗
täten liefern wertvolle Edelsteine, als Kubin⸗S., Rubin ⸗
Balais, blaß rosenrot, Almandin⸗S., violettrot, Rubizill,
azinthrot, unterschieden.
Spinellan, Mineral, s. v. w. Haüyn.
Spinelli, Niccolo, ital. Opernkomponist, geb. 1865
a Turin; belannteste Oper: „A bacso porto“ (1885).
Spinett, auch Virginal, fruͤher gebräuchliches kleines
Zlavier von drei Oktaven Umfang, dessen Saiten durch
Rahenkielen gerissen wurden sTafel: Musik 1, 23)].
Zpinndrüsen, s. Spinnorgane.