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gemäßigten Zone. Viele Arten Ziersträucher, so 8. arun
qus L. (Waldspier, Geißbart), in den deulschen Gebirgen
8.ulmaria I. Grampf⸗- oder Wurmkraut, Suͤßspier Maͤdel
süsßt), an feuchten Stellen, und die nahe verwandte 8. pal
mats Zhanb. aus Japan; 8. HIpendula T. (Knollenspier
Filipendelwurz), auf trocknen Wiesen. Unter den aus—
ländischen Spiersträuchern sind in Garten bes. geschtzt: 8
salicifolis L. (Weidenspier), S. uImifolis Scop. (Ulmten⸗
spier), 8. opulafolis T. (Schneeballspier), 8 Douglasiũ
Hoon. S. tomentõsa L. (Filʒspier), S. sorbifolis T. Eber⸗
eschenspier), 8S. prunifolsa Aime. (Pflaumenspier), S. cal
idsa ab,. (Schwielenspier) u. a.
Spirabel (lat.), alembar, verdunstbar. *
Spiräen, Abteilung der Rosazeen(. d.). ——
Spirale, Spirallinie, Schneckenlinie,
rumme Linie, die um einen festen Punti *
umendlich viele Umläufe macht.“ Die ein— Archnduscht
fachste S. ist die Archimedische, welche ent— —*
teht, wenn ein Punttes gleichförmig auf
einer Geraden fortschreitet, wührend diese um einen festen
Punkt o gleichförmig rotiert [Abb. 1780)].
Zpirant (lat.), Hauchlaut (s. Laut).
Spirdingsee, Landsee im preuß. Reg.-Bez. Gum—
»innen, 118 44m, fließt durch den Pissek zur Narew ab
Spiriferen, wichtige fossile zwei—
chalige Armfüßer (Gattg. Spirtfer
Abb. 1781)); bes. im Devon. Spiri⸗
ferenbänke, Kalksteinschichten mit S.
m untern Muschelkalk und im mitt— Spirit ει
ern Lias. — Bgl. Scupin (1800). 8wiritor speciogus
Spiriuum, Schraubenbakterie, Balkterienform, die zu
rorkziehere und schraubenförmigen Gebilden auswächft
dazu gehören außer den Spirillen im engern Sinne die
Bibriouen, kurz, wenig gewunden, sehr beweglich, und
Spirochäten, aus mehrern, zu längern Schraubeu ver—
pↄundenen Einzelwesen bestehend, mit trägern Bewegunger
Spiroohaete Obermeieri Cobn, der Erreger des Ruͤc
alltyphus, Tafel; Bakterien, 11)].
Spiritismus (neulat.), auch Spiritualismus, der
Zlaube an die Möglichkeit eines Verkehrs mit den Seeler
Verstorbener, schon im heidn. und jüd. Altertum vorhanden
durch den vorgeblichen Geisterverkehr Swedenborgs G d.
sowie den tierischen Magnetismus Mesmers erneuert, danu
durchmagnetisierende Arzte (bes. Just. Kerner) vertreten, fand
seit Mitte des 19. Jahrh. von Nordamerika aus (Famulie
Fox) zugleich mit den Tischrücken, Geisterklopfen und de
—— (mittels des Psychographen) weite Verbreitung.
Der Verkehr der Geister findet angeblich nur durch wenig
Auserwählte, sog. Medien, statt. Obwohl die meisten
derselben als Betrüger entlarvt wurden, faud der S. guch
in Europa zahlreiche Anhäuger (Spiritisten) — Vgl
Crookes (deutsch, 8. Aufl. 1858), Fichte (1878), E. von
Hartmann (2. Aufl. 1898), du Prel (2 Bde. 1860 91)
Baudi Ritter von Vesme (deutsch, s Bde. 1808 1900),
Aksakow, „Animismus und S.“ (4. Aufl. 1908).
Spiritualen (lat.), Sittenaufseher in den Priester—
eminaren; dann die Partei der Franziskaner, die die
trengere Richtung des Stifters festhielt, seit 1322 als
Opposition gegen die Kirche disziplinarifch verfolgt.
Spiritualien e lat.), geistl. oder geistige
Angelegenheiten, Glaubenssachen; — die mit einem
— Amt verbundenen geisil. Machtbefugnisse im
Begensatz zu den Temporalien“ (s. d.).
Spiritualis mus —5 — die metaphysische Ansicht
aach der die materielle Welk nur eine Erscheinungsform
Borstellungsphünomen) innerhalb der Geister ist (Ber—
eley, Leibniz), Gegensatz Materialismus;, auch s. d. w.
Spiritismus (s. d.); Spiritualist, Anhänger des S.
Spiritualitãt (lat.), das geistige Wesen, innere Leben;
pixituell, geistig, geistreich.
Spiritugs Aal) geistvoll, feurig; Alkohol enthal—⸗
end; Spirttuẽsen, geistige Getränke.
Spixitusso, spixitoso sitol. Muf.), mit Geist, belebt,
Spiritus (at.), eigentlich Hauch, Seele, Geist; in der
griech. Grammatik der“über jeden Volal und Diphthong
cines Wortes gesetzte scharfe (8. aope deichen ) ud ge⸗
liude Hauch (8. Jonis, Zeichen );. auch Bezeichnung des
Alkohols G D, und Spiritusfabrikativnß
Spiritusblau, s. Anilinblam

Spiritusfabrikation, Brennerei, die gewerbsn
— ndisbrn von Spiritus, in Deutschland meist
landw. Gewerbe. Am einfachsten ist die Darstellung aus
olchen Materialien, in, denen der Alkohol fertig vor⸗
janden ist; alsdann genügt, wie bei der Kognakhrennerei,
ine einfache Abscheidung des Alkohols durch Destillation.
Bei den Zzuckerhaltigen Rohstoffen (Melasse, e
Obst u. a.) muß erst durch Gärung eine Spaltung es
Zuckers in Alkohol und Kohlensäure stattfinden, winen
Re Abscheidung des Alkohols durch Destillation erfo g
Die stärktemehlhaltigen Rohstoffe (Getreide, Kartoffe
erfordern vorher noch eine Umwandlung des Stärkemeh
n vergärbaren Zucker.
Spixitus rapailiaris (lat.), Haus⸗, Schutzeist.
Spiritusglühlicht, s Gäsglühlicht.
ZSpiritusmotor, J. Gaskraftmaschine. 9
spiritus rootor (lat.), lenkender Geist, geistige,
Ide Kraft; 8. —T Heiliger Geist.
Spirochäten, s. Spirillum.
Spirometer (lat.»grch.), Atemmesser, ggsometerartigen
Apparat aus zwei Zylindergefäßen mit Skala, gibt nach
Ausatmung in den Äpparat den Luftgehalt der Luugen
Zpirometrie, Bestimmung der eingeatmeten Luftmenge 3—
Spirsaure, s. v. w. Salizylsuure (s. d.). ltels S.
Zpital, s. Hospital.
Epital, Stadt in Kärnten, s. Spittal. J
Zpithead (spr. hedd), Meeresarm, der die F
Iusel Wight vom Festlande treunt, vor Portsmou h⸗
brit. Hauptreede, befestigt. b
Spitta, Karl Joh. Phil., geistl. Liederdichter, geb
Aug. 1801 zu Hannoper, seit 18583 Superintendent in
beine, gest. 28. Sept. 1880 zu Burgdorf bei —
dauptwerk: „Psalter und Harfe“ (1. Sammlung —*
. Sammlung 1848). — Val. Münkel (neue Ausg. —
— Sein Sohn Philipp S., geb. 27. Dez. 1841 in Wehcold
ei Hoya, seit 1875 Prof. fur mice an der uUpe
ersttät und an der Akademie der Künste zu Berlin,
882, auch Direktor der königl. Hochschule fuͤr Musik, ge
3. April 1894 in Berlin; —* eine Biogr. von J. *
Zach (2 Bde. 1873 —80), gab die Werke von Seri
chütz (16 Bde., 188594) und die musikal.
riedrichs d. Gr. (1889) heraus. — Dessen Bruder Friedrich
*. prot. Theolog, geb. 10. Jan. 1882 in Wittingen
Hannover), seit 1887 Prof. und Universitätsprediger
Itraßburg; i „Die Offenbarung des Johannes
1880), „Die Apostelgeschichte, ihre Quellen 2 (1881),
Zur Geschichte und Literatur des Urchtistenkums“ (2 Bden
893 -96) u. a.; gibt mit Smend seit 1806 heraus, Monats⸗
chrift für Gottesdienst und kirchliche Kunst“.
Spittal (Spital), Bezirksstadt in Kärnten, nahe der
Nau, (1800) 2562 E., Schloß.
Spitteler, Karl, Dichtet (hseudonym Felix Tandenm),
eb. 24. April 18485 in Liestal, lebt iu Luzern; schrieb⸗
Prometheus und Epimetheus“ (1881), „Eriramundana
883), „Balladen“ (18391), „Der Gotthard“ (1897),
Olympischer Frühling“ (18003) u. a. cht⸗
Spittler, Ludw. Timotheus, Freiherr von, Geschich
chreiber und Publizist, geb. 10. Rop. 1762 zu Stuttgart,
1779 Prof. in Göttingen, 1806
Minister in Württemberg, gest
14. März 1810; schrieb: „Grund⸗
iß der Geschichte der christl. Kirche“
6. Aufl. 1812), „Geschichte Wir⸗
embergs ꝛc.“ (1783) u. a.
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— — 5
agen am Halse, fuchsähnlichem
——— Aobb. rrh. 1182. Spitz.
Spitzbergen, Inselgruppe im Nördl. Eismeer, norde
istl. von Grönland sKarte: Polarländer J, 4]), aus drei
größern und mehrern kleinern Inseln bestehend, 66 600 xminbewohnbar,
 doch reich an See- und Pelztieren; gebirgig
in der Rewtonspitze bis 1750 m) und gletscherreich; Haupt⸗
nseln: West⸗S. Nordostland, Stans⸗Foreland oder Edge⸗
insel, Barentsinsel. — S. wurde 1896 von Holländern
entdeckt. — Vgl. Vetermann (1865), Zeppelin (1882), Gutt⸗
mann (1899), Haffter (1900), Conway (engl., 1806).
Spitzbeuiler, s. Beutelmarder und Tafel: Austra⸗—
ische Tierweli,7