Spr

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Spreu, der gemeine Star (s. Stare).
Spreublätter, die auf dem Fruchtboden der Kompo—
iten stehenden Deckblätter der Einzelblüten, důnnhämige
ider steife Schuppenblättchen.
Spreublume, s. Achyranthes.
Spreutafeln, s. Gipsdielen.
Sprichwort, ein dem Volksmund entsprungener kurzer
oft bildlicher Ausspruch in feststehender Form als Aus
druck einer bewährten Erfahrung.“ Vollstündigste Samm—
lung Wanders „Deutsches Sprichwörter-Lerikon⸗ (G Bde.
186780), außerdem Sammlungen deutscher S. von
Simrock (1846), der german. und roman. Sprachen von
J. von Duringoͤfeld (— Bde. 1872 75), der nieberländ
pon Harrebomte (3 Bde., 1858 685), der engl. von Haz⸗
litt (869), der schott. von Hislop (1862), der franz. von
Quitard (1842), Le Roux de Lincy (2. NRufl. 18809, der
ital. von Pitré (1882).
Spriet, Segelstange in Booten, die das viereckige
Segel (Sprietfegel) diagonal ausspannt.
Springaffe (Callishrix), Gattg. der breitnasigen
Affen, von sehr schmächtiger Statur mit langem, dünnem
Schwanze; ihres Fleisches wegen gejagt. Hierher der
Sahunssa (Sahuassu, C. pexrsonata Geoßr.), Behaarung
ostrot, Gesicht und Hände schwarz; Ostbrasilien.
Springbeutler, Springbeuteltiere, s. Känguruhs.
ZSprinugbock, s. Antilopen.
Springbrunnen, Fontäne, ein Brunnen, bei welchem
durch den natürlichen Wasserdruck oder durch Pumpwerke
ein Wasserstrahl emporgetrieben wird, der durch ver—
schiedene Mundstücke verschiedene Formen erhalten und
auch leuchtend gemacht werden kann Leuchtfontane). Bei
den Zimmerfontünen wird der Druck durch die Wasser⸗
leitung, durch ein hochgelegenes Wasserreservoir oder durch
ein von einem kleinen Heißluftmotor oder Elektromoton
getriebenes Pumpwerk erzeugt, oder dieselben sind als
Heronsbrunnen (s. Heronsball) ausgeführt. Natürliche
S. sind die Artesischen Brunnen (s. d.).
Springe in Hannover, auch Hailerspringe, Kreis—
stadt im preuß. Reg.⸗Bez. Hannover, an der Hallerqueile,
1905) 3067 E., Amtsgericht; dabei kaiserl. Jaͤdschloß mii
Jagdgehege (Sanpark).
Springer, die oberhalb durch
einen Pferdekopf (daher auch
Rössel) gekennzeichnete Figur ini
Schachspiel (s. d. nebst Abb.
1609); die jedesmaligen s Mög⸗
lichkeiten seines Ganges zeigt
Abb. 1788. (S. v Rössel⸗
prung.) [Abb. 2221].
Springer, Fisch, s. Blaufisch
iee et *
reiber un unstschriftsteller, Thͤri
geb. 13. Juli 1825 zu Prag, seit Gang des Springers.
1873 Prof. zu Leipzig, gest. das. 31. Mai 1891; schrieb
Kunsthistor. Briefe“ (1882 57), „Geschichte der bildender
Künste im 19. e „Bilder aus der neuen Kunst⸗
geschichte“ (1867; 3. Aufl. 1886), „Raffael und Michelan⸗
gelo“ (8. Aufl. 1895), „Handbuch der Kunstgeschichte“
(6. Aufl. 1901 52); auch Werke zur Geschichte Ssterreichs
„Aus meinem Leben“ (1892) u a.
Springfield, nordamerik. Städte. 1) Hauptstadt des
Staates Jilinois, (1900) 34159 E., Arsenal, Hochschule.
— 2) Stadt in Massachusetts, am Connecticut, (1903)
37423 E., Arsenal. — 3) Stadt in Missouri, am Wilfoñ
Treel, (1900) 23 267 E.; Blei⸗ und Zinkdistrikt 4) Stadt
in Ohio, am Lagonda Creek und Mad River, (1000)
Sprinugflut, s. Ebbe und Flut. (38268 E.
Zpringgurke, s. Feballium Abb. 469).
Springhase, s. Springmäufe.
Springkäfer, . v. w. Schnellkäfer (s. d.).
Zpringkraut, Tmpatiegs sAbb. 854)].
Zpringkürbis, s. Momordica.
Zpringlaufe,. vlatiflöhe.
Springmaufe MDipddao), Familie der Nagetiere, mit
curzen Vordera und sehr langen, krästigen Einterbeinen
Springbeinen), langemnt, oft eine Endanaste tragendem
Balanclerschwanz. Hierher die üghpt. S. (Wusen S.
Papus aegy ptius Hempr. et Ehrbu. [Abb. 17880) graugelblich,
 unten weiß, mik langem, am Ende mit einer Quaste

*

ersehenem Schwanze, Nordostafrika, Arabien; Jerboa (Dzagitta
 Sckreb.), graugelb, in den südrufs. Steppen; Hüpf—
naus (Jaculus hudsonianus Baird), gelbbraun, Nordamerika;
 Pferdespringer
Alakdaga, Alactäâga jacuus
 Brandt sTafel: Asia⸗
ische Tierwelt, 21)),
zraugelb, Steppen Südost⸗
europas und Asiens, wegen
desFleisches gejagt; Spring
hase (Pedetos caffer Illiq.),
hräunlichgelb, Südafrika,
'amilienweise in unterirdie- 1788. Agyptische Springmaus.
chen Bauten, des Fleisches
ind des Felles, das wie Haseufell verwendet wird, halber
Springprozession, J. Echternach. sgejagt.·
Springrüßler, s. [Abb. 1533).
Zpringschwanz, s. Madenwurm [Abb. 11047
Springschwänze (Poduridae), Familie
er Thysanuren, mit zweizinligem Springappa⸗—
rat (Springgabel) am Hinterleibsende. Hierher
der Wasserfloh (Podura aquatioa L.), schwarz⸗
lau, im Frühling häufig auf stehendem Wasser.
Schneefloh (Degeeria nivalis I), gelblichgrau,
m Winter auf Schnee, wenn plößlich Wärme
iutritt; Gletscherssoh (Desoris giacialis Nic.
Abb. 1790)), schwarz, auf Gleischern häufig. Aher⸗
Springfpinnen (Saitigradao), Unter —
ardnung der Spinnen, weben keine Netze, son⸗ J
dern fangen ihre Beute durch Auspringen. RNur eine Fanisie,
 die Hüpffpinnen (Ittlage);, bekanntefte deutsche Art
die Harletinspinne (Epsblemum scentscum C.. [Abb. 17 91),
chwarz und weiß.
Springwurm, der Madenwurm (s. d.
Sprinz, s. v. w. Sperber (s. d.).
Zprit, s. v. w. Spiritus (s. Alkohol).
Zpritblau, s. Anilinblau.
ZSpritgelb, s. Azobenzol. [1673].
Spritzfisch, s. Schuppenflosser [Abb. —
Zpritzgurke, s. Reballium (Abb. 469). Harle tin⸗
Spritzwürmer, s. Sternwürmer sAbb. spinne
Zprocke, s. Köcherfliegen. [1808]. (Mannchen)
Sproͤkwürmer, s. ghertegen.
Zprödglaserz, sehr silberreiches Erz, s. Stephanit.
Sprogsöð, dän. Insel im Großen Belt, 34 Ns, Leuchtturm.
Sproffein, die an der Stange des Hirschgeweihes
ex Rehgehörns angesetzten Enden (s. Geweih).
Sprossenkohl, ß Rosenkohl [Abb. 1539).
Sprossentanne, . Hemlocktannen.
Zprosser, s. Nachrigall. —
Sproßpilze, s. Blastomyzeten.
Sprofssung, s. Knospuung. —
Sprottau, Kreisstadt im preuß. Reg.⸗Bez. Liegnitz,
am Bober, (1905) 7900 E., Garnifon, Ämtsgericht, Real⸗
gymnasium; in der Nähe Hüttenwerke.
Sprotte (Sprott), Breitling (CIupsa sprattus L)
Fisch aus der Familie der deringe im Kanol, der Nord⸗
see und westl. Ostsee, wird geräuchert (Kieler S.) oder
iu sog. russ. Sardinen verarbetet.
Spruchband, s. Banderole.
Sprüche Salomonis (lat. Proverbis), Spruchbuch
m A. T., in nachexilischer Zeit einheitlich bearbeitet.
dommentar von Ewald (1867), Delitzsch (1873), Franken⸗
Sprudelstein, s. Aragonii. sberg (1898).
Svrühflecken krankheit, Durrfleckenkrantheit, Kranf⸗
Jeit des Steinobstes, bes. der Kirschen, bestehend im Auf⸗
treten kleiner trockner Flecken, die später ausfallen, auf
den Blättern, so daß das Blait dann durchlöchert erscheint
daher auch Schußlöcher⸗, Schrot⸗ oder Flinteuschußtrank·
jeit). Ursache hauptsächlich parasitäre Pilze (Clastero-—

Spruner von Merz, Karl, Geschichtsforscher, Geo—
zraph und Dichter, geb. 15. Nop, 1808 Stuttgart,
Jayr. General der Jufanterie, gest. 24. Aug. 1892 in
München; Hauptwerk: „Histor.geogr. Handatlas“ (8. Aufl.
862-79; 4. Aufl. von Sieglin, 1892 fg.).
Spruugbein (Talus), der obersie der7 Fußwurzel⸗
mochen, der sich mit den beiden Unterschenkelknochen zum
Fußgelenk oder Sprunggelenkt vereiniat.