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Stachelschweinmenschen, s. Ichthyosis.
Sta onvxs . Siest, Pflauzengattg. der Labiaten, mit
s deutschen Arten, deren Bluͤtenquirle eine dichte oder
unterbrochene Ahre bilden. 8. germantea L. (Geutsche⸗
Ziest), dicht zottig grau behaart, purpurn blühend. Pur—
purrot blühen auch 8. palustris T. (Sumpfziest) und der
stark riechende Waldziest, 8. silvatioa , gelblichweiß 8
reota I. (gradstengliger Ziest). 8. aftinis Bqe., s. Crosnes
Stade, Hauptstadt des Reg.-Bez. S. (orss gin
1900: 376 017 I1805: 403 347] E.; 14 Kreise, umfaßt die
ehemal. Hzgt. Bremen und Verden) der preuß. Prov
Hannover uud Kreisstadt, an der Schwinge, 6 Km von
deren Mündung in die Elbe, (1005) 108460 6., Garnison,
Land⸗-, Amtsgericht, Generalsuperinlendentur, Gymnasium,
Lehrexseminar, Tanbstummenanstalt; früher Hansestadi
und Festung (1882 eudguültig geschleift), kam 1718 wut
dem Hzgt. Bremen an Hannover.
Stade, Bernhard, prot. Theolog, geb. 11. Mai 1848
zu Arnstadt, seit 1875 Prof. in Gießen; Hauptschriften:
Hebr. Grammatik“ (1878), „Geschichte des Volkes
Idrael“ (mit O. Holtzmann/ 2 Bde. 1887 -88), Sebr.
Wörterbuch“ (mit Siegfried, 1883), Bibl. Theologie des
Alten Testaments“ (Bd. 1, 1905), Herausgeber der Zeit
ichrift für alttestamentliche Wissenschaft“ feit 1881).
Stadel, Röststadel, s. Eisenerzengung.
Stadera, griech. Gewicht, s. Olta.
Stadlon (grch.), s. Städium und Estadio.
Stadion, Joh. Philipp Karl Joseph, Graf von, österr
Staatsmann, geb. 18. Juni 1763, 1797 Gesandter in
Berlin, 1804 iun Petersburg, seit 1806 Minister des Aus
würtigen, betrieb hauptsächlich den Krieg von 1809, nack
dessen unglücklichem Ausgang er resignierte; 1815 Finanz⸗
minister, gest. 13. Mai 1821 zu Baden bei Wien.
—A— Rennbahn
für gymnastische Wetttämpfe; vann Wegemaß: das ägi⸗
ueischzattische (gemeingriecht) S. zu 800 Fuß (164 w),
das olympische zu 600 Fuß (192 mm), das griech.eröm. zu
b00 Fuß 178 0), das röm. zu 628 Fuß 188 m); auch
Abschnitt im Verlauf einer Begebenheit.
Stadt, geschlossener Wohnplatz der größern Gemeinder
(s.,d.), die nach der für sie ausfchließlich geltenden Ge—
meindeordnung (Städteordnung) ihre Gemeindeangelegen⸗
heiten selbständig verwalten unter Leitung einer beson⸗
dern Gemeindeobrigkeit, des Magistrats, Rats, oder Stadt.
rats (s. d.), und eines Ausschusses der Bürget, Kollegium
der Stadtverordneten. Die deutschen S. Jelangten erfi
seit Heinrich J. zu Bedeutung, entwickelten 9 infolge der
ihnen, gewährten Vorrechte rasch, schlossen sich mehrfach zu
gegenseitigem Schutz aneinander zu Städlebünden(f. Hansah,
gexieten nach dem Dreißigiähr. Kriege in Verfau, erhoben
sich in neuester Zeit durch den Aufschwung von Industrie
und, Hanudel zu höchster Blüte. (S. auq) Reichsstädien)
- Bal. Hüllmann, „Städtewesen im Mittekalter“ (4 Bde.
1825529); „Chroniken der dentschen S.“ (I182 f9.);
von Maurer, „Geschichte der Städteverfassung“ (4 Bde.
1869 71); Heusler, „Der Ursprung der deutschen Stadt⸗
verfassung“, (1872); von Below, „Euͤtstehung der deutschen
Stadtgemeinde“ (1888) und „Urspruug der Stadtver—
fassung“ (1802); Sohm, „Entstehung des deutschen Staͤdte⸗
wesens!⸗ e
Stadtältester, in Preußen Ehrentitel für Magistratsmitglieder,
 die ihr Amt mindestens 9 Jahre mit Ehren
bekleidet haben; bestand 1832 78 auch in Sachsen.
Stadtamhof, Bezirksstadt im bayr. Reg.-Bez. Ober⸗
ofalz, Negensburg gegenüber, an der Donau, (1905) 4269 E.
Amtsgericht.
Stadtausschuß, s. Stadtkreis.
Städteordnung, s. Gemeinde und Stadt.
Stadtgraf, s. v w. Burggraf (s. d).
—— Stadt im Fuͤrstent. Schaumburg⸗Lippe
ae 6687 E., Landratsamt, Amtsgericht, Handwerks—
ammer, fürstl. Schloß mit Erbbegrähnis, Realproghm—
nasium, landw. Winterschule.
Stadtilm, Stadt in Schwarzburg-⸗Rudolstadt (Ober⸗
—
Stadikreis, in Preußen seit 1815 der nur aus Linen
Stadt bestehende Kress (s. d), dessen Gefchäfte die stuͤdtt
chen Behörden und ein Stadtausschuß beforgen.
Stadtlengsfeld, s. dengsfeld.

Stadtlohn, Stadt im preuß. Neg.⸗Bez. Münster,
in der X — 2884 E.; hier 6. Aug. 1628 Sieg
Tillys über Herzog Christian von Braunschweig.
Stadtmifsion, die Organisation der Innern Mis⸗
ion (s. d.) in großen Städten.
Stadtoldendorf, Stadt im Hzgt. Braunschweig,
18085) 3514 E., Amtsgericht; dabei chemal. Zisterzienser⸗
ibtei Amelunxborn, jetzi Domune, mit schöner roman. Kirche.
Stadtpfeifer, Stadtmusikanten, s. Pfeifer.
Stadtprozelten, Stadt im bayr, Reg.⸗Bez. Unter⸗
anken, am Main, (1905) 845 E. Amtsgericht.
Stadtrat, städtische Kollegialbehörde, deren vollziehen⸗
des Organ der Magistrat (Bürgermeisteramt) ist; auch
3 des Maͤgistratskollegiums und Titel seiner
Mitglieder. ——
alcecht, Weichbildrecht, das Necht, welches sich
Nittelalter in den einzelnen deutschen Städten e
ete (Culmer Necht, Magdeburger S., Lübecker
Münchener S. u. a.), Es entwicelte sich teils aus
wohnheiten, Schöffensprüchen, Verordnuugen des ß
teils aus kaiserl Privilegien. S. bricht Landrecht heißt:
as S, geht, dem Landrecht dor — Vgl. Schröder,
Deutsche ——— (4. Aufl. 1902).
Stadtreisender, J. Handluugsreisender.
Stadtremda, s. Remda. b
Stadtfteinach, Bezirksstadt im bayr. Neg.⸗Bez. O
ranken, am Frankenwald, an der Steinach, (1905) 1502 E.,
Amtsgericht; Eisensteingruben.
Stadtsulza, Stadt in S.-Weimar, an der Ilm, Ioop
2156 E. sechs Solquellen, Solbadeanstalten, Gradier⸗
verke, Baugewerken⸗, Tischlerschule. S. bildet mit Dorf⸗
ulza und Oberneusulza (meiningisch) das Solbad Sulza.
Stadtsynode, s. Synodalverfassung.
Stadtverordnete, s. Gemeinde und Stadt.
Staẽl⸗Holstein (spr. stahl), Anne Lounise ermane
Baronin von, franz. Schriftsiellerin, geb. 22. April 176
zu Paris, Tochter des nachmaligen Finanzministers Necker,
ꝛermühlt 1786 mit dem schwed. Gesandten Baron von
A Rerolution
tätigen Anteil, von Napoleon J. aus Paris verbannt,
gest. 14. Juli 1817 zu Paris; schrieb die Romane „DPel.
pᷣpine“ (1802; deutsch 1847) und, Gorinne“ (1807;
deutsch 1807), das Wert De PaAlüemagne“ (1810),
porin, sie die Franzosen zuüerst mit dem Geistesleben
Deutschlands bekannt machte; ferner Dix années d'exil“
I1821), „Considérations sur la révolution“ u. a. 7
Biogr. von Lady Blennerhasset (3 Bde. 188789), Sor
franz. 1800). sSet (1900) 4228 6.
Stäfa, Gemeinde im schweiz. Kanton Zürich, aim Züricher
Stafette (frz.), s. Estafette.
Staffa, zu den Innern Hebriden gehörige Insel,
/8 Ein, beruhmt durch die Fingalshöhle (s. dd).
Staffage — spr. -ahsch), in der Malerei die Be—
ebung einer Landschaft, eines Architelturbildes durch
Bruppen von —R oder Tieren.
Staffel (militär.), s. Echelons; im Seelriegswesen
Formation, in der die Schiffe eines Verbandes gleichge⸗
ichtet aber in — Linie mit gleichen Abständen fahren.
Staffelit, s. Apatit. storrent.
Staffelrehnung, die Zinsrechnung beim Konto—
Staffelschnitt, in der Wappenkunde ein Herolds⸗
tück, stufenförmig gebildet aus einer Querlinie und einem
Stück einer Senkrechten.
Staffelsee, See im bayr. Reg.-Bez. Oberbayern, bei
Murxnaui, 649 m ü. d. M. T.e qum.
Staffelstein, Bezirksstadt im bayr. Reg.⸗«Bez. Ober⸗
ranken, an der Lauter, (1905) 1779 E.“Amtsgericht;
abei der Staffelberg oder S. (639 m), mit Kapelle.
Staffeltarif, Beförderungsgebühren auf Eisenbahnen,
)eren kilometrische Einheiten bei zunehmender Beförderungs⸗
ünge geringer werden.
Staffieren, mit Zubehör versehen, ausrüsten.
Stafford (pr. stäff'rd) Grafschaft in Mitlelengland,
3033 4km, 1801) 1234 882 G.; reich an Kohlen, Kisen,
upfer, Kaltstein und Töpferlon, — Die Hauptftadt S.,
am Sow und am Grand-Trunk-Kanal, 20 894 E.
Stage, starke Taue, die die Schiffsmasten nach vorn
jalten; nach den Masien und Stengen benannt (Vock⸗,
Broß-, Besan- und Vorstengestag 2c9.