Stageira, griech. Stadt, s. Stagira.
Stägemanu, Friedr. Aug. von, preuß. Staatsmann
und Dichter, geb. 7. Nov. 1763 zu Nierraden, 1806 vor—
tragender Rat, 1800 Geh. Staatsrat, gest. 17. Dez, 1840
in Berlin; veröffentlichte: „Histor. Erinnerungen in ly—
rischen Gedichten“ (1828) u. a. Briefe von S. gab
Rühl heraus (1809 799.
Stagione (ital. spr. dschohne), Jahreszeit, Saison.
Stagira (auch Stagirus, grch. Stageira. Slageiros)
griech. Stadt an der Ostküste der Halbinsel Chalkidike,
Gebuͤrtsort des Aristoteles (daher der Stagirit genannt)
Staglaterne, s. Positionslaternen.
Stagnation (lat.), Stillstand, Stockung.
Stagnellus, Erik Joh. schwed. Dichter, geb. 14. Okt
1783 auf Sland, Kanzleibeamter zu Stockholm, gest
3. April 1823; schrieb Bramen, Epen ꝛc. Deutsche Über—
etzung von — (1851).
Stagnieren (lat.), sullstehen, stocken.
Stagnone sspr. staͤnnjohne), Inselgruppe an der Küst⸗
Siziliens, zur ilal. Prov. Traäpani gehörig.
Stagsegel, s. Segel.
Stahl, s. Eisen und Eisenerzeugung.
Stahl, Friedr. Jul., Staatsrechtslehrer, geb. 16. Jan
1802 zu München, seit 1840 Prof. in Berlin, in der
preuß. Ersten Kammer seit 1848 Führer der streng kon—
ervativen Partei, gest. 10. Aug. 1861 im Bad Brückenau
Hauptwerke: „Philosophie des Rechts“ (2 Bde., 5. Aufl
1878), „Der christl. Staat“ (1847).
Stahl, Georg Ernst, Arzt und Chemiker, geb. 21. Okt.
1660 in Ausbach, seit 1716 Leibarzt des Königs von
Preußen, gest. 14. Mai 1734 in Berlin, Begruünder der
dehre vom Phlogiston (s. d.) und des Animismus (f. d.);
Hauptwerke: „Kxperimenta, observationes et animad
vorsiones chymico-physioage““ (1731), „Théoria me
dica vera“ (1707; neueste Aufl. von Choulant, 3 Bde,
1831-33; deutsch von Ideler, 1832 38).
Stahlbronze, von Uchatius erfundene Geschützbronzt
nit stahlähnlichen Eigenschaften.
Stählchen, der Wein von Bacharach.
eeen s. Eisenweinstein.
Stahlpräparate, s. v. w. Eisenpräparate (s. d.).
Stahlquellen, Stahlwässer, s. Mineralwässer.
Stahlrot, s. v. w. ee (. d.).
Stahlstein, s. v. w. Eisenspat (f. d.).
Stahlstich, Vervielfältigung von Abbildungen aller
Art durch Gravierung boder Atzung in Stahlplaͤften; is
in allen Manieren der Kupferstechkunst (s. d. anzuwenden
Stahlwässer, s. Mineralwässer.
Stahr, Adolf, Schriftsteller, geb. 22. Okt. 1808 zu Prenz
lau, 1836—582 Gymnasialprof, in Oldenburg, lebte seit⸗
dem in Berlin, vermählt 1856 mit Fanny Lewald (J. d.),
—
und literarhistor. Gegenstände; Hauptwerke: „Ein Jahr
in Italien“ (4. Aufl. 1874), „Torso, oder Kunst, Künstler
und Kunstwerke der Alten“ (2. Aufl. 1878), „Bilder aus
dem, Altertum“ (1868 —66), „Goethes Frauengestalten“
(7. Aufl. 1882), Kleine Schriften“ 14 Bde. 1872 78)
Stähr, s. Stär.
Stainer, Jakob, Geigenbauer, geb. 14. Juli 1621 zu
Absam in Tirol, gest. 16838. — Vyl. Ruf (1872 u. 1809)
Staines (spr. stehns), Stadt in der engl. Grafsch
Middleser, an der Themse (Brücke), (1901) 6688 6E.
Stair Epr. stähr), schott. Viscount- und Grafentitel
in der Familie Dälrymple. — Sir John Dalrymple
2. Viscount und 1. Graf von S., geb. 1648, 1672 An—
walt, 1691 Staatssekretär und bald darauf Geheimsiegel⸗
bewahrer in Schottland, 1703 Graf, förderte die Union
Scholtlands mit England, gest. 8. Fan. 1707. — Sein
Sohn John Dalrymple, 2. Graf von S. geb. 20. Jul
1673, General und Diplomat, zeichnete sich 1708 bei Oude⸗
gaarde aus, unter Königin Auna Mitglied des Geheimen
Rats, längere Zeit Gesandter in Paris, 1720 abberufen,
1742 Feldmarschall, gest. 8. Mai 1747. — Bgl. Murray
Graham (2 Bde., 1876).
Stake, im Wasserbau, s. v. w. Buhne.
Stal, s. Richtmünze.
Stalagmiten und Stalaktiten, s. Tropfstein.
Staleybridge, —— Stadt, s. v. w. Stalybridge (s. d.).
Stalimene, Insel, s. Lemnos.

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Sta

Stälin, Christoph Friedr. von, Geschichtsforscher, geb.
t. Aug. 1805 zu Calw, gest. 12. Aug. 18738 als Oberbiblio
hekar zu Stuttgart; Hauptwerk: Wurttemb. Geschichte“
Bde. 1842 73). Sein Sohn Paut S.. geb. 23Ott.
840 in Stuttgart, bis 1905 Archipdirettor daf.; schrieb:
„Geschichte Wuͤrttembergs“ (Bd. J, 188287) u. a
Stallupönen, Kreisstadt im preuß. Neg.-Bez. Gum—
binnen, (1905) 5275 E., Garnison, Amtsgericht.
Stalybridge (pr. stehlibridsch), Stadt in England,
an der Grenze der 8 Lancaster und Chester, am
Tame, (1901) 27 674 E., Baumwollindustrie.
Stambul, türk. Name für Konstantinopel.
Stambülow, Stephan Nikolow, bulgar. Staatsnann,
 geb. 1855 in Tixnova, seit 1879 Advotat das.,
884 Präsident der Nationalversammlung, organisierte
1886 die Gegenrevolution, dann Mitglied der Negent⸗
chaft, 1887 94 Ministerpräsident, gest. 18. Juli 1898
nfolge schwerer Verlezungen bei einem überfall am
5. Juli. — Vgl. Beaman (engl., 1885).
Stamon (lat.; Mehrzahl, stamina), s. Staubgefäße.
Stamford (spr. stämmf'rd). 1) Siadt in der engl.
Brafsch, Lincoln, am Welland, (1901) 8220 E. — 2) Stadt
m nordamerik. Staate Conuecticuk, am Long-SIslaud
Stamin, s. Etamin. [Sund, (1900) 16997 E.
Stamin odlen, warzen⸗ oder fadenfoͤrmige, unfrucht⸗
dare Stanbgefüße.
Stammt, in der Botanik das normal blättertragende,
mit einem Vegetationspunkt fortwachsende Achsenorgan
der höhern Pflanzen, im Ipedn v Sinne die dicken
holzkörper der Büume. Die oberirdischen Stammorgane
er krautigen und strauchigen Gewächse heißen Stengel
. d.). Die Hauptachse kann weitere Nebenachsen ober
Stammachsen erster, zweiter aic. Ordnung hervorbringen.
durch die Iusertion der Blätter (Knoten) wird er in
chnitte, die Internodien oder Stengelglieber geteilt, welche
ich durch interkalares Wachstum strecken. Die Stamm—
achsen sind aufrecht, kriechend, kletternd oder windend, zu—
weilen sehr kurz als Knollen, Zwiebeln, oder unterirdisch
als Rhizom entwickelt. — S. in der Sprachwissenschaft der
Teil des Wortes, der übrig bleiht, wenn män die Flexions—
endungen abtrennt (z. B. Stein-es, ruf⸗en).
Stamma, Phil. syr. B im Anfang des
18. Jahrh., verfaßte ein Buch über künstliche Endspiele
1737; neue Ausg. 1856).
Stammaktien, im Gegensatz zu den Prioritätsaktien
s. d.) die Urkunden für die ein Vorrecht nicht genießenden
Aktionäre und das durch diese Urkunden verbriefte Recht.
Stammbaum, bildliche Darstellung des verwandte
haftlichen Verhältnisses zwischen verschiedenen Personen.
Stammbruch, gemeiner Imch . d) mit dem Zähler 1.
Stammbuch, Albunm, ein Buch, in das Freunde
hren Namen (mit einem Denkspruch, einer Handzeichnungec.)
eintragen; seit dem 16. Jahrh. üblich. — Vgl. Keil,Die
eutschen S. des 16. bis 18. Jahrh.“ (1893).
Stammeln, das Unvermögen, einzelne Laute (z. B. g,
l, x; danach Gammas-, Lambda-, Rhotazismué
gengunt) und Lautverbindungen richtig 6 zum
Teil durch schlechte Erziehung, zuni Teil durch organifche
Fehler bedingt. Häufig ist das fehlerhafte Aussprechen
der Zischlaute, das Lispeln (Blaesttas oder Sigmatis
mus) und das Näseln (Rhinophonie). (S. auch Stottern
ind Sprachstörungen Literatur)].)
Stammigüter, Geschlechtsgüter, Grundstücke, die sich
in einer adligen Familie im Mannesstamm vererben und
bei denen der jeweilige Inhaber in der freien Verdußerung
durch die Rechte der nächsten Erben beschränkt ist D
Zwecke der S, sind im wesentlichen die gleichen wie jene
des Familienfideikommisses.
Stammler, Rudol. Jurist, geb. 19. Febr. 1856 zu
Alsfeld (Hessen), seit 1885 Prof.in Halle; schrieb: Wirt,
chaft und Recht nach der materialistischen Geschichtsauf⸗
assuug“ (1806), „Allgemeine Lehren des Rechts der
Schuldverhältnisse nach dem Bürgerl. Gesetzbuch“ (1806),
Lehre von dem richtigen Recht“ 1802) „Praktikum des
nürgerlichen Rechts⸗ (2. Aufl. 1903) u. a
Ztam mprivoritãten, . v. w. Prioritätsaktien (s. d.).
Ztam miregister, s. v. w. Juria (s. d).
Stammrolle, Rekrutierungs S. das von den Ge—
neindevorstehern zu führende Verzeichnis aller im milttic