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pflichtigen Alter stehenden männlichen Ortseinwohner;
auch die Liste der Wannschaften oder Pferde eines Truppen⸗
eils. (S. auch Kriegsstammrolle)
Stammtafel, Gejchlechtstafel, Geschlechtsregister
zenealog. Tafel, die alle von einem Elternpaare ab—
Personen verzeichnet, jedoch mit Ausschluf
der Nachkommen der Töchter. (G. auch Genealogie.)
Stamp (engl. spr. stämmp; ital. stampa), Stempel,
Bepräge, Druck; Briefmarke.
Stampalia, türl. Infel im Agäischen Meere, im
WBSW. von Kos, 80 qk, 1500 E. hafenreich.
Stampfbau, s. v. w. Gußmauerwert
Stampfen, vom Schiff,. Schlingern.
Stampfwerk, Stampfnümte, eine Art Pochwerk,
welches früher in der Papierfabrikation (Stampfgeschirr)
in der Olschlägerei (Sistampfe)rc. und zur Zerkleinerung von
Erzen und Gesteinen sowie bei der Fabrikation der Mital
farben noch jetzt in Gebrauch ist.
Stampillen (ital. sStampigiie), Stempel zum Aufdrücken
 eines Namens, Wappens u. dgl.
Stams, Dorf in Tirol, am Inn (Oberinntal), (1900
196 E., berühmte Zisterzienserabtei (1271 gestiftet).
Stanco, türk. Insel, s. Kos.
Standaert (spr. ahrt), Beiname des niederländ
Malers Pieter van Bloemen (s. d.).
Standard (engl., spr. stännderd), Normalmaß; ge—⸗
etzlicher Feingehalt, ekwas Mustergültiges, als klassisch bc
erkauntes; Standardgold ist 22 karatiges Gold; 8s. or Ute
Ispr. leif), Lebenshaltung, das Maße der wirischaftlichen
Bedürfnisse für die verschiedenen Gesellschaftsklassen.
Standard Hill (spr. stännderd), Funel in der engl
Brafsch. Vork (Rorth Sizing; uig ug. 1138 die sog
Standartenschlacht (Sieg der CGngländer über die Schotten).
Standarte (aus dem frz. etendard), ursprünglich daẽ
laiserl. Reichsbanner, jetzt die Regimentsfahne der Kaval—
ierie (s. auch Kaiserstandarte); in der Jägersprache der Fuchs⸗
Standartenwache, s. Znnenwage sschwanz.
Standbein, in der Bildhauerkunft das Beu einer
neuschlichen Figur, das die Last des Körpers trägt; Gegen⸗
atz: Spielbein (s. d.) [Tafel: Statue II, 51
Standbild, s. Staͤtue.
Stände, die durch Vnene Art und gemeinsame
Interessen verbundenen bteilungen der Geseüschaft, ur—
prünglich Erb.⸗S. (Adel, Freie), dann Berufs⸗S GKlerus
Herren, Ritter, Buürger, Bauern); an Stelle dieser alten
ind jetzt neue Berufs -S. getreten; auch s. v. w. Vand
ttände (1. d.). * oder Kommandozeichen.
Stander, ausgezackte oder dreieckige Flagge als Schiffs:
Ständerung,- u der Wappenkunde fKaf. T 17 bi
mittels gerader und schräger Vierung entstehende, ab⸗
wechselnd gefürbte Teilung eines Schildes, der dadurk
zeftündert wird.
Standesbeamte, die mit Führung der Zivilstands⸗
cegister (j. Zivilstand) beauftragten Personen; in der Regel
der Gemeindevorsteher. Geistliche und Religionsdiene
sind von dem Amte eines S. ausgeschlossen. Der Be—
zirk, für welchen der S. bestellt ist heißt Standesamts·
bezirk, das Amt selbst Standesamt.
Standesherren, alle seit 1806 mediatisierten, früher
reichsunmittelbaren Fürsten, Grafen und Herren det
ehemal. Deutschen Reichs, gehören zum hohen Adel und
sind den souveränen Häusern ebenbuͤrtig; die Mitglieder
ihrer Familien sind don der Wehrpflicht, ihre Gebäude
von der Einquartierung befreit; dagegen Cohen sie den
privilegierten Gerichtsstand und die eigene Gerichtsbarkeit
durch das Gesetz vom 27. Jan. 1877 verloren.
Ständeverfammlung, suv. w. Landtag, weil früher
ne Mitglieder des Landtags nach Ständen gewühlt wurden.
Staudfähigkeit, Standfestigkeit, s. Stablitat
Standgerichte, Militärgerichte für leichte Vergehen
der Unteroͤffiziere und Gemesnen Sie werden gebildet
bei den Negimentern, Bezirkskommandos, selbstuͤndigen
Bataillonem, Kommandanturen der Festungen, im Felde
Feld⸗S.) sowie an Bord der Schiffe (Bord⸗S.) und be—
tehen aus drei Offigieren als Richlern
Standia, Inself. d. w. Dia.
Standrecht, daß waͤhrend des Belagerungszustandes
(s. d.) an Stelle des ordentlichen gerichtlichen Verfahrens
tretende summarische Verfahren vor den Kriegsgerichten.

Stanford (spr. stännf'rd), Leland, amerik. Eisenbahn⸗
önig, ge 9. G 1824 enne Meuyork), faßte
den Plan der Pacificeisenbahn, 1861 -68 Gouverneur
»on Kalifornien, 186693 Senator, gründete die Uni⸗
»ersität in Palo Alto, gest. das. 21. Juüni 1808. J
Stang, Frederik, norweg. Staatsmann, geb. 4. März
808 in Stokke (Jarlsberg), 1848 -65 Minister des
Innern, 1861 wieder Staatsrat, 1873—v80 erster Staats⸗
ninister Norwegens, gest. 8. Juͤni 1884. — Sein Sohn
Emil S., geb. 14. Juni 1834 in Kristiania, 1862
walt am Obexappelationsgericht, 1862 Abgeordneter un
Führer der, Rechten, 1888—81 und 1893-95 erster
Staatsminister, kümpfte gegen die Lösung der Union.
Stang, Rud,, Kupferstecher, geb. 26. Mai 1881 in
düsseldorf, Schüler von Jof. Keller, 1884 1902 Prof. q
Amsterdam; Stiche: Sposalizio nach Raffael, Abendua
iach L. da Vinci, Ruhe auf der Flucht nach van Dyck.
Stange (Staͤng), älteres schwed. Langenmaß zu 10 Fuß
2, ↄ00 m.
Stange, in der Jägersprache s. v. w. Spieß (. d.).
Stangenkugeln, Kettentugeln. dein⸗
Stangenleinwand, gemusierte und geköperte Leir
vand, bes. zu Bettzeug, Handtüchern ꝛc. de
Stangenpferde, die in der Veichsel gen Iiy
ines mehrfach bespannten Fuhrwerts (Geschütz u. dg
Der zugehörige „Fahrer“ heißt Stangenreiter.
Stanugenfchörl, s. v. w. Turmalin. J
Stangenfpat, saulenförmige Kristalle von Schwer—
pat auf Erzgängen. d
Stangenzirkel, ein Instrument zum Messen nnd
übertragen von Luigen in eine Zeichnung, besteht q
einer mit Maßeinteilung versehenen Stange, an der sn
wei Spitzen verschieben Jasfen, wird die eine Spitze desd
einen Bleistift oder, eine Kiehfeder ersetzt, fo lassen sich
mit dem S. große Kreisbogen schlagen.
Stanhope (spr. stännöp), James, erster Graf,
engl. Staatsmaun und Diplömat, geb. 1673, befehligte
708210 die Engländer in Spanen, unter George
eit 1717 Leiter des Kabinetts, 1718 Graf, gest. 4. Febr.
721. — Sein Enkel Charles, dritter Graf von g
Jeb. 3. Aug. 1758, im Parlament eifriger Wigh, gest.
18. Sept. 1816; ihm gelangen zahlreiche Erfindungen
auf naturwiss. und technischem Gebiet. Seine Tochter
Ladn Esther Lucy, geb. 12, Marz 1776, leble seit 1810
n der Türkei, zuleßt im Schlosfe Dschihun im Libanon
ind übte durch ihr mystisches Wefen großen Einfluß d
die syr. Bevölkerung aus; gest. 23. Jum 1830. — Vgl.
Mexyon (1845; deutsch 18460). — Der Enkel von Charles,
philipp Henry funfier Graf von S. geb. 31. Jan. 1806
lest. 24. Dez, 1878, machte sich als Viscount Mahon durch
distor. Arbeiten bekannt.
Stanimaka, Stadt in Ostrumelien, an einem Neben⸗
luß der Maritza, (1901) 14084 E.; Seidenzucht.
Stanislau, Bezirksstadt in Galizien, an der Bistritza,
1900) 30410 G., griech.-dath. Bischofssißz.
Stanislaus Kostta, Heiliger, geb. 1380 zu Kostkow
1567 Jesuit, gest. 180. Aug, 1868; 1726 heilig
esprochen, Gedächnistäg 18. Rov. (Beilage: Heiligeéc. J.
Vorbild keuscher Jugend. —BVgi. Gruber (1902).
Stanislaus, Heiliger, gebe 1080 dei Bochtia, (Ga⸗
izien), 1073 Bischof von Krakau, von König Boleslaw
O7s in der Metropolitankirche ermordet; 1353 olIs Schutz⸗
»atron Polens heilig gesprochen; Tag 7. Mai, in Krakau
elbst 8. Mai. Beuage: Heilige 7c.]
Stanislaus 1. Leszezynsei, König von Polen, geb.
20. Okt. 1677 zu Lemberg, Sohn des Wojwoden von
Posen, Rafael —— 1704 durch Einfluß Karls XII.
»on Schweden zum König von Polen gewählt, mußte nach
der Schlacht von Poltawa (1700) Nüchten, kam nach
nancherlei Schicksalen nach Weißenburg im Elsaß, ver⸗
nählte hier seine Ine Marie 1728 mit Ludwig XV.
»on Frankreich; nach Augusts II. Tode (1733) erschien er
vieder in Polen, eutfagte aber 1736 der poln Krone uud
residierte als lebenslänglicher Inhaber der Hzgt. Lothriugen
ind Bar, zu Lunkville; gest. 28. Febr. 1736
Stanislaus 11. Auguft, lehter König von Polen
4764-95), geb. 17. Jan. 1782 zů Wolchyn, Sohn des
vrafen Skanislaus Poniatowfti, durch den Einfluß Ka—
harinas 7. Sept. 1764 zum König gewählt, von Ruß—