land abhängig, mußte 1772 in die erste Teilung Polens
i und 25. Nov. 1795 dem Throne entsagen; gest
12, Febr. 1798 zu Petersburg. „Mémoires“ (1862).
Stanislausorden, russ. urfprüuglich poln. Orden,
1765 zu Ehren Stanisiaus des Heiligen von König Sta—
nislaus II. August gestiftet, drei Klassen. Devise: Prae
miando ĩncitab. J
Staniza (russ., „Herde“), Name der Kosakendörfer.
Stäuker, der Illis (f. Stinkmarder nebft Abb. 1819)
Stanko, s. Kos. lvon Derby (. d.)
Stanlen (spr. fnnle), Lord, zweiter Titel der Grafen
Stanltey (fpr. stäunle), Henry Morton, eigentlich James
Rowland, Afrikaforscher, geb. 28. Jan. 1841 bei Denbigh
in Wales, begleitete 1867 als Berichterstatter des „New
Iorx Uerald“ die Engländer bei ihrem deldzuge gegen
Abessinen unternahrn 1871 7 iAuftrege James
Gordon Bennetts eine Reise nach Afrika zur Auffindung
Lipingstones, den er Nob, 1871 in Udjidji antraf, wohnte
187374 dem brit. Feldzuge gegen bie Aschänti bei
unternahm 187477 auf Kosten des „New Xork Heraldund
 des „Dasiy Telegraph“ eine neue Afrikareise, ent⸗
deckte deu Albert-Eduard-Njansa, erforschte den Alexran—
drac Nil (Kagera), befuhr 187677 den Lualaba und
stellte dessen Identität mit dem Kongo fest, war 1879- 84
im Auftrage des Königs von Belglen bei der Gruͤndung
zahlreicher Niederlassungen am Kongo tätig und entdeckte
dabei 1882 den Leopolds II.«See; 1887 -89 unternahm
S. eine Reife zum Entsatze Emin Paschas, mit dem er
29. April 1888 am Albert-Riansa zusammentraf und
.Dez. 1889 in Bagamojo eintraf. Rach diner aufiral. Reise
ließ er sich 1892 un England naturalisieren und gehörte
1395— 1061 dem Unkerdaufe an, wo er sich der Unonisti—
chen Partei auschloß. S. starb i0. Mai 1004 in Londyn
Er schriebt „Wiee ich Liviungstone, fande (S Bde 3. Nuft
801), „Durch den dunkeln Weltteil“ (S Bde.3. Aufl.
1891), Der Kongo und die Gründung des Kongostaates“
2 Bde.2. Aufl. 1887), Im dunkelsten Afrika“ (2 Bde.
5. Aufl 1891), „My katiy travels and adventuros in
Amorioa and Abia“- (2 Bde, 1806), „Phrough South
Africa“ (1808). — Bgl. Reschard (1807).
Stanlenfälle (pr. stäunle), s. Kongo.
Stanley Pool (spr. staͤnnle puhl), ein vom Kongo ge⸗
hildeter See sFarxte: AfrikaJ, 11), 210 xm, mit 17 Jnseln
1877 von Stanley entdeckt, welcher 18082 am füdl. üfer die
Station Leopoldbille gründete, nachdem S. de Brazza
1830 die franz. Station Brazzaville errichtet hatte.
Stanungte, die Salze der Zinnfäure.
Stannin, s. Zinnkies.
„Staunisi (vom lat. stannum), Zinnfolie, gan?
dünne Zinnblätter, durch Auswalzeun und feines Aus
ichlagen mit Hämmern ersement und gewöhnlich etwas
upferhaltig; dient zum Belegen von Spiegeln und Ein—
vickeln von leicht austrokneuden Waren. ⁊
Stanniverbindungen, s. Zinn.
Stannotypie (lat.⸗grch.), s. v. w. Woodburytypie.
Stannoverbindungen, j. Zinn.
Stannum (lat.), Zinu.
Stanowsjgebirge, Gebirge in Osssibirien, von der
Quellen des Onon und der Ingoda bis zum Südwest⸗
winkel des Ochotskischen Meers (bis —V—
Jablonnoigebirge ss. d.s genannt), dann längs —2
— D—— hoch.
Stans (Stanz), Flecken und Hauptort des schweiz
Kantons Unterwalden nid dem Wald, am Stanser Horn
(1800 m; Drahtseilbahn, 4xXm), (1900) 2798 E., Denkmal
Brunnen) Arnolds von Winkelried.“ Im sog. Stanser
Verkommnis (1481) wurden durch Vermittlung Nikolaus
oon der Flüe Freiburg und Solothurn in“ den Eid—
Jenossenschaftsbund aufgenommen.
Stanto pedo (lat.), stehenden Fußes, sogleich.
Stantintt, schwarzbraunes fossiles Harz mit zahl—⸗
eichen Pflanzeneinschlüssen im Oligozän des Samlaudes.
Stanz, s. Stans und Stanzer Tal.
Stanze (ital.), Zimmer; bes. die von Raffael mit Wand⸗
nalereien, ausgeschmückten Gemächer des Vatikans in Rom,
erner Abschnilt, Strophe eines Gedichts, bes. der Ottave⸗
rime (s. d.). Über die Spenser S. s. Spenser.
Stanzen, Umformen von Blechen und Platlen zwischen
wei Stempeln ohne wesentliche Veränderung der Dicke
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon. 5. Aufl. II.

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S. auch Prägen.) Lochmaschinen und Durchschnitte werden
aft fälschlich als S. bezeschnet.
Stauzer Tal, Hochtal in Tirol, von der Rosanna (zum
Inn) durchströmt und' von der Arlbergbahn durchzogen,
Zauptverbindungsstraße zwischen Tirol und Vorarlberg;
enannt nach dem Dorfe Stanz (1900;3 208 E.) bei Landeck.
Stanzmaschine, Maschine zum Stanzen (s. d.).
Stapel, auf einer Schiffswerft die Neihe Klötze (Siapel⸗
lötze), anf die der Kiel eines neu zu erbauenden Schiffs
zu liegen kommt, um es von da dis Wasser zu lassen
vom S. laufen lafsen). Stapelplatz Stapelstadt, Hafen
der Stadt quit Niederlage für abzuladende und weiter⸗
uführende Waren; in Schweden Seestadt, die das Recht
sat, anf eigenen Schiffen Waren ein- und auszuführen.
Ztapelartikel, Waren, die den Hauptumsatz eines Orles
ilden. Stapelrecht, chedem Vorrecht gewisser Orte, keine
Waren durch- oder vorbeiführen zu laͤffen bevor sie am
Orte selbst feilgebbten worden. — S im Wollhandel
das Vlies, der Faden,
Stapelia, Aasblume, Aaspflanze, Pflanzengattg. der
Astklepiadeen, blattlose Gewächse mit fleischigen Stengeln
und prachtvolen, aber nach Acs riechenden Blüten, Sud—
afrika; Gewächshauspflanze ist z. B. 8. variegata 7.
Stapelplatz, Stapelrecht, s. Stapel.
Staphylsa L., Pflanzengatig. der Sapindazeen,
Strucher mit weißen Blütentrauben und blasiger Kapsel;
Zierstrauch ist die in Südeuropa heimische Piniper⸗, Klap⸗
per- oder Blasennußß (8. pinnata T.), deren feftes Holz
u Drechslerarbeiten verwandt wird uind deren vlhaltig
*amen (wilde Pistazien) genießbar sind.
staphymidae, Staphxlanus, s. Kurzflügler.
Staphylitis (grch.), Entzündung des Zůpfchens.
Staphyloeooous, Trauben- oder Haufenkokkus, regel⸗
os angeordnete Kokken (s. Kokkus und Tafel: Bwut
terieu, . Bekannte Arten; 3. pyogenes aursus und
Ubus, die häufigste Ursache eitriger Entzündungen (Fu—
runkel, Phlegmone nu. a.).
Staphylom (grch.) Traubengeschwulst, fleischiger Aus—
vuchs am Auge oder Ausbuchtung der verdünnten Augen⸗
äute, bes. einer Horuhautnarbe; Staphyloplastit, küustliche
Raumenbildung; Staphylorrhaphie, Gaumennaht,
Stapleton (spr. stehplt'n), Stadt in der engl. Grafsch.
Bloncester, (1901) 21 286 E.
Staps, Friedr., geb. 14. März 1792 zu Naumburg
t. S., Kaufmann, suchte 12. Okt. 1809 Napoleon J. in
-chönbrunn zu ermorden, 16. Okt. erschossen.
Star (engl.), Stern; Opernberühmtheit.
Star, Vogel, s. Stare.
Star, Nanme mehrerer Angenkrankheiten, die teilweise
oder völlige Blindheit bewirken. Schwarzer S., s. Amanrose.
 Gruͤner S., s. Glaukom. Beim grauen oder weißen
3. (Cataraota) ist die Ursache des Sehhindernisses die
Verdunklung der Linse oder Linsenkapsel infolge von
Allgemeinerkrankungen (Zuckerharnruhr, Gicht, Rheumatisnius),
 Verletzungen des Linseusystems oder Alters—
entartung (Alters S.). Heilung durch Operation; nach
dieser e brennglasähnlich geschliffene Brillengläser
Siarbrillen) die verlorene Linse, RNach⸗S., KapfelS.
Abnahme des Sehvermögens infolge Trübung der nach
der Operation zurückgebliebenen Linsenkapsel, wird durch
*paltung der getrübten Kapfel beseitigt. — Vol. Magnus,
Beschichte des grauen S. (1876), Schoen 1887)
Stär (Stähr), männliches Schaf (Schafbock, Widder).
Stäraja Rüssa, Kreisstadt im russ. Goup. Row.
orod, am Polist, 16800 E., Solbäder.
Staramsel, s. v, w. Rosenstar (s. Stare).
Stara Zagora, bulgar.-ostrumel. Stadt,f. Eski Zagra.
Starbrille, s. Star.
Starbuckinsel, Volunteerinsel, Lagune im Stillen
Dzean, zu den Fanninginseln gerechnet, S qkm, nut zeit⸗
veilig bewohnt (Guanoz und Gipslager); seit 1866 britisch.
Starck, Ingeborg, s. Bronsart vou Schellendorf.
Stare (S8turnidao), Familie der Sperlingsvögel, ge⸗
ellschaftlich lehende, Insekten, Würmer tc. aber auch Obst,
Beeren fressende Vögel. Hierher der gemeine S. (Sturnus
vunlgaris L. [(Tafel: Singpögel, 32)), schwarz mit
peigen Fleckchen, Europa, Asien, Suͤdafrika, lerntleicht
prechen und singen; Einfarb⸗S. (S. unichlox Temm
einfarbig schwarz, Südeuropa, Nordwefiaftita, Palasting
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Sta