xricht, Berginspektion; königl. Salzwerke. Dabei größtes
Steinfalzlager des enrop. e bis 340 mn tief,
1839 erbohrt. Dabei das auhalt. Salzwerk Leopoldshali
q. d.). — VBgl. Bischof (2. Auff. 1878), Precht 1891)
Staßfurtit, s. Borazit. ltüre, s. Kursorisch
Statarisch (lat.), stehend, verweilend ; statarische Let—
Stateniufel, zum südamerik. Archipel Feuerland
gehörige Insel, argentinisch, bis 900 m hoöch.
Staten Jslaud (spr. stätt'n eiländs, Insel in der
Bal von Neuyork Karte: Bereinigte Staaten J, 81,
vor der Mündung des Hudson, 154 4km, (1800) 67 021 E.,
seit 1898 mit Renyork vereinigt (Borough Richmond).
Stater, altgriech. Münze aus Golb (in Attika),
Elektron nud Silber (der äginetische zu 2 Drachmen,
der euböische, der korinth. und attische Didrachmon ge⸗—
nannt]); der altpers. Gold-S. ist der Darikus (s. dꝛ.
Stathmogräph (grch.), Apparat, welcher selbstlätig
die Fahr⸗Aufenthalt- unñd Fahrgeschwindigkeiten von
Lisenbahnzügen verzeichnet.
Statios C Pflanzengattg. der Plumbaginazeen, mit
ahlreichen Arten in den Miltelmeerländern und Äsien,
derwendet als Zierpflanzen, zu Dauerbuketts und Kränzen.
Statik (grch.), Teil der Mechanik (s. d.) — S. der
dandwirtschaft, die Lehre der gegenseitigen Beziehungen
des Ertrags, der Erschöpfung und Befruchtung des Bodeus.
Station (lat.), Aufeuthalts⸗, Standort; Anhalte—
zunkt; auch Stelle, Amt; bei kath. Prozessionen Still⸗
Zaudsorte zur Verrichtung der Andacht, bezeichnet durch
Fapellen, Betsäulen ec.; Siationär, stillstehend; festgestellt
bleibend; stationieren, wohin stellen, ansiellen.
Stationers Hall (spr. stehsch'ners hahl), in London
Bezeichnung der —B———
Stationstage (lat. dies stationarti), Wachtage
)ie wöchentlichen Fasttage in der kath. Kirche (f. Faste n)
Statiös, Staat machend, stattlich.
Statisch (grch.), die Statik betreffend; statisches Mo—
nent, s. Moment. innne
Statist (neulat.), stumme Person auf der Bühne,
Statistik (vom nenlat. und ital. statista, Staats
mann, Politiker), ursprünglich s. v. w. Staatenkunde
d. h. systematische Darstelluung der Verfassung, Organi—
sation, Bevölkerungsverhältuisse eci, der Slaaten; daueben
die Methode, der zahlenmaßigen Erhebung nund Untersuchung
von Massenerscheinnugen auf dem Gebiete des staatlichem
wirtschaftlichen und soziglen Lebens, sowie die darauf ge⸗
Fündete Wissenschaft, welche diese Erscheinungen auf gewisst
Gesetze (Quẽtelets Gefetze der großen Zahth zurückführt
Nach dem gegenwärtigen Sprachgebrauch ist'S jede Ausknnft
 über Zustünde oder Vorgange, die auf als gleich⸗
artig gezählten und zu Gruppen vereinigten Einzekfüllen
beruht, im engern Sinne „die Anwendung dieser Dar—
stelluugs- und Untersuchungsmethode auf den in Slaat
uud Gesellschaft lebenden Menscheir“. Man unterschede
Bevölkerungs-, Moral-, Kriminal-, Medizinal- Handels⸗
Bewerbe-, Poste, Eisenbahn-, Ackerban-, Bergbau-, Forst⸗
S. ꝛc. Statistiker, Gelehrke, die sich mit S. beschäftigen; die
bekanntesten in Deutschland: Süßmilch, 8. Moser, Ph
Fischer, Heym, Krug J. G. Hoffmanu, von Reden,
Dieterici, Wittstein, Zeuner, Knapp, Lerxis, Ernst Engel
Rümeliu, Viktor Böhmert, Älerxauder von Ottingen, Ber⸗
tillon, Westergaard, Block, Nenmaun-Spallart, Jnama—
Sternegg, Bodio, F. B. von Hermann, Quetelet, B
Hildebrand, Wappäus, von Czoernig, Böckh, von Mayr
u. a. Die amtliche S. besorgen die Statist. Bureaus
und Siatist. Ümter (für das Veutsche Reich das Kaiserl
Statist. Amt in Fnin zur Ausbilduuͤg von Sta—
tistikern wurde 1862 in Berlin ein Statist. Seminar ei—
ichtet. Juternationale Statist. Kongresse zur Herbei—
führung einer Einheitlichkeit in den Erhebungen fanden
1853— 76 aller 2-53 Jahre statt, ein internationales Sta—
tistisches Justitut wurde 1885 in London gegründet. —
Val. von Mayr (1877; 1805-98), Block 1879), Kolb
— John
1884), Meitzen (1886), Hasse (1888), Westergaard (1890),
Reichesberg (1888), Courad (1809).
Gebühr, Abgabe für ein-, aus- vder
durchgeführte Waren behufs Sicherung von deren statist.
Anschreibung für die Zwecke der Handelssiatistit [s. Bei⸗
zage: Deutschland.

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Sta

Statius, Cäcilius, s. Cäcilius Statius.
Stattus, Publius Papinius, röm. Dichter, geb. um
55 n. Chr. zu Neapel, gest. um 96; verfaßte die epischen
Bedichte Thobais“ (ha. von Helin, 1892; deutsch von
Imhof, 1883- 80) und Adhilleis- (b99. von Klotz, 1902),
owie Gelegenheitsgedichte Silvae“, hg. von Klob, 1900
rutsch von Sebicht, 1802) sstrumenten.
Ztativ at. Vorrichtung zur Aufstellung von In—
Statoblasten, hei ungeschlechtlicher Vermehrung von
üßwasserbryozoen sich bildende Keime.
Statthalter, der Stellvertreter des Regenten inner—
jalb eines bestimmten Bezirks, in der ehemal. Republik
er Vereinigten Niederlande der obersle Staatsbeamte,
iach Einführung der Generalerbstatthalterschaft (1747
15 erhlich im Hause Nassan⸗Oranten) nit fast monarchi—
her Gewalt; in Hsterreich Amtstitel der polit. Laudes⸗
»ehörden (Statthaltereien) in den einzelnen Kronländern.
Statuarisch (lat.), bildhauerifch.
Statute — Standbild, Bildsäule, eine in Stein
Marmor), Erz oder auch Holz gebildete Menschengestalt,
tweder Porträt- S., getreue Rachbildung einer histor,
Persönlichkeit, oder Ideal⸗S., Darstellung einer Geflali
aus der Mythologie, allegorische Perfonifikattonec. [Hierzu
die Tafeln: Statue Iu. I1]
ZStatuenbronze, s. Brouze.
Statuenporzellau, s. v. w. Parian (s. d.).
Statustte (frz.), kleine Statue (s. dy.
Statuieren (lat.), aufstellen, feststellen; gestatten;
in Exempel statuieren, ein Beispiel zur Waruͤung geben.
Statüur (lat.), Leibesgestalt, Wuchs.
Btatus (lat.) Stand, Zustand, Vermögensstand. 8.
aascendi, Entstehnugszustaud; S. quo (ante) der Staud,
worin sich etwas befindet (befand)
Statut at.), Stiftungs-, Grundgesetz, Satzungen
»on Gesellschaften, hochgestellten Familien ech Statuten—
ollision, s. Kollision. Statutarisch, was Statuten zufolge
gesetzmäßig ist.
—I Architekt, geb. 9. April 1819 iu Köln,
gest. das, 21. Aug. 1898; baute im got. Stil bes. in der
ẽrzdiözese Köln Kirchen, Schlösser, Villen.
Staubbeutel, Staubblätter, s. Staubgefäße.
Staubbrand, s. Brand * Getreides).
Staubfaden, s. Staubgefüße.
Ztaubfeuerung, s‚Kohlenstaubfenerung.
Staubfiguren, s. Kundts Samurn und Tafel:
SchallI, 12; elektrische S., s. v. w. Lichtenbergsche Fi—
zuren (s. d.) und Tafel: Elektrizität , 1u.2.
Staubgefäße oder Staubblätter (Staalna), die Or—
zane der phanerogamen Pflanzen, welche in ihrem Innern
zie Polleukörner entwickeln; es sind bei den Nadelhölzern
einfache Schuppen mit kleinen Pollensäckchen, bestehen bei
den Angiospermen aus der Anthere oder dem Staubbeutel.
n welchem der Pollen entsteht, und zwar gewöhnlich in zwei
Fächern, aus dem zwischen letzterm liegenden Konnektiv dder
Mittelrand und dem Träger, Filanent oder Staubfaden
Tafel: Botanik I, 1116, 251). Die S. sind umge—
vandelte Blätter, sie entwickeln sich in der Ratur und bes.
u der Kultur (bei gefüllten Blüten) oft zu Blumenblättern.
Staubinhalationskrankheiten, Staubkrankhei—
en, Krankheiten des Atmungsapparakes infolge fort⸗
esetzter Einatmung von Staub, bes. beim Betrieb gewisser
vewerbe. Häufig nimmt die Zung dabei ein auffallendes
lussehen an, so bei Grubenarödeitern die Kohlenlunge
(Anthrakosis), bei Steinhauern die Steinhauerlunge
Kiesellunge, Kalllunge oder Chalikosis), bei Metauͤ—
arbeitern die Eisenlunge (Siderosis) ꝛc. Zur Verhütung
der S. dienen kräftige Ventilation, häufiges Besprengeůͤ
der Arbeitsräume, Schutz des Atmungsapparates duͤrch
tZorbinden von feuchten Shhwämmen und besondern Respie
atorxen. — VBgal. Merkel (3. Aufl. 1882), Arnold (1885).
Staublaus, s. Holzläuse.
hhe Staubpilz, s.Bofist und Tafel Pi lze, 33.
ZStaubspritze, s. v. w. Drosophor (s. d)
Staubverfaͤhren, photogr. Verfahren, benutzt als
ichtempfindliche Schicht mit Kaliumchromat versetztes arab.
Bummie oder, Dextrin, das an den belichteten Stellen
seine Klebrigkeit verliert, so daß aufgestnbtes Forbenpulver
 nur an den unbelichteten Stellen haftet; feuer—
Heständige Farbe kann auf Glas, Porzellan eingebrannt
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