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gauptmanuschaften. Oberlandes-, Landesgericht in Graz.
Wappen: Feuer speiender, silbernet Panther in Grün; auf
dem Schilde ein Fürstenhnt [Abb. 1801]; Landesfarben:
Grün-Weiß. — S ursprünglich von Kelten bewohnt,
bildete einen Teil Kürnteus und kam nut diesem untern
Karl d. Gr. Otto d. Gr. gründete die Kärntner Mart
1056 wurde Ottokar, Graf uͤn Traungan, mit dieser be—
lehut und naunte sich Markgraf von“ Sleier. Bis zur
Mitte des 12. Jahrh. ethielt das Geblet seiner Nachkomnien
die heutigen Grenzen von S Oulokar IY. wurde I180
Herzog, 1192 kam das Land an Osterreich. 1282 be—
sehnte Rudolf von Habsburg feine ee damit. — Bgl.
Rosegger, „Das Volisleben in S. (8. Aufl., Bde. 1885);
Imnsendoörfer, „Landeskunde“ (1903); zur Geschichte von
Muchar (8 Bde 184467), Gebler (1862), Mayer (1898).
Steigbügei, an beiden Seiten des Sattels an ver
dellbaren Riemen herabhängender eiferner Bügel mit
Tritt für die Füße beim KReiten — 6 heißt auch ein
Vehörknöchelchen des menschlichen Ohrs (s. d. und Tafel:
Sinnesorgane II, 2).
Steigeifen, die zum Erklettern von Büumen, Felswän⸗
den, Ges. von Hochtouristen) ec. benuhten, an der
Schuhsohle befestigien, mit kurzen Stacheln versehenen Eisen
Steigentesch, Aug. von, Lustspieldichter, geb. 12. Jan
7174 zu Hildesheim, gest. 80. Dez. 1826 bei Wien.
Steiger, s. Bergmaun.
Steiger, Ernst, deutsch-amerik. Buchhändler, geb
4. Olt. 1832 in Gastewitz bei Oschatz Inhaber eine—
dedeutenden deutschen Sortimentsbuchhau dlung'nut Verla
in Neuyork, seit 1880 unter der Firma, E. Steiger &amp; Ko.“
— Selbstbiogr. (1901).
Steigerwald, Waldgebirge in Franken, zwischen
Eltmann und Marktbreit, im Scheinberg 408 m hoch
mit Schloß Frankenberg 411 m ü. d. MyH.
Steigrad, s. Hemmung nebst Abb. 7865p.
Steiin, Martinus Th. Prasident des ehemal. Oranje⸗
Freistaates, geb. 2. Okt. 1857 in Winburg (ehemal. Oranje
Freistaat), 1883 89 Rechtsauwalt in Bloemfoutein, dann
Staatsanwalt und Landrichter, 1896 Präsident, beteiligte
ich hervorragend am Kampfe gegen England.
Stein, s. Gesteine und Mineralien; künstliche S., s
Steinmasse. — S. oder Kontrement (Caloulus), in der
Mediziun jedes in den Körperhöhlen vorkommende mit dem
Körper nicht verwachsene Gebilde von steinartiger Härte,
ent steht infolge Niederschlags mineralischer und organischer
Bestandteile aus den Körperflüssigkeiten, fo die Blasensteine,
Ballensteine, Harnsteine, Rierensteine. (S. Steinoperation.
Stein, fruͤheres Gewicht für Wolle, Flachs, Hanf und
Federn; in Preußen, Sacsen, Osterreich SI, Zentner,
n Baden Nio BZentuer; in Schweden (Sten) dis 1883
32 Pfd. I8)6 kg, in den Niederlanden dis 1870 53 xg
Se auch Stone.) [Hochheim (s. dy).
Stein, Weinsorte, s. Frankenweine; Weinberg bei
Stein bei Nuürnberg, Dorf im bayr. Reg.⸗Bez
Mittelfranken, an der Rednitz (1900) 2064 E., Schloß,
A. W. Fabersche Bleistiftfabrik.
Stein. 1) Bezirksstadt in Krain, am Südabhang der
Steiner Alpen, an der Feistritz, (1900) 1745, als Gemeind.
2208 E.; dabei Pulverfabrik. — 9) Stadt in Niederöster⸗
ceich, l. an der Donau, 4490 E., Museum, Hafen von Krems
Stein am Rhein, Bezirksstadt im sehweiß, Kantor
Schaffhausen, am Ausfluß des Rheins aus dem Untersee,
4800. 1777 E. ehemal. Benediktinerabtei St. Georgen
ljegt Privatbesih). — Vgl. Ziegler (Geschichte, 1862)
Stein, Charlotte von, Freundin Goethes, geb. 26. Dez
1742, in Weimar, Tochter des Hofmarschalls von Schardi
vermählt seit 1784 mit dem herzogl. Deprie Baron
Friedr. von S., gest. 6. Jan. 1827. vethes Briefe ar
Frau von S wichtige Quelle für seine Lebensgeschichte
hgaon Schöil Tucur Ausg. von Wahle 3Bhege
900): Heinemann (4 Bde., 1894 -55). — Bgl. Düntzer
(2 Bde. 1874). Hotfer
Stein, Chriftian Gottft. Dan. Geograph, geb. 14. Okt.
1774 zu deun Prof. am Gymnafium zum Grauen Klosier
zu Berlin, gest. Ta Fun 1830; schrieb: „Haudbuch der
Geographle und Statistit⸗ (i. Auft gor 1883 71)
Beographie für Schule und Zaub 34 Aufl. 1877).
Reisen diach den vorzuüglichsten Hauptstaten den Mittet
europa“ (7 Bde., 18272 3995

Stein, Heiurich, Freiherr von, Philosoph und Dichter,
eb. 12. —* be in Eoburg, 1878 Erzieher Siegfried
Wagners, 1880 Privatdozent in Halle, 1884 iu Berlin.
gest. 15. Juni 1887; Hauptwerk: „Entstehung der neuern
isthetit“ (1886); die Dichtung Helden und Welt“ (1888).
— Vgl. Chamherlain und Poste (1903). z.
Stein, Karl, Freiherr vom und zum, deutscher Siente;
nann, geb. 26.Okt. 1757 zu Nassau an der Lahn, sei
730 im preuß. Staatsdienst, 1804 als Chef, des Atziser
zoll⸗, Fabrik- und Handelsparlaments Mitslied des 5
iisteriums, erhielt 4 Jan. 1807 den Abschied, bereitete a
ast Anbeene Minister vom 10. Juli 1807 bis 24. Ier
1808 durch zahlreiche Reformen die Befreiung Vrenhen
dom franz. Joch vor; deshalb von Napoleon J. geächtet,
wirkte er in Osterreich und seit 1812 in Rußland gegen
diesen, zog sich ugch dem 2, Pariser Frieden auf In
Güter zurück, gest. 20. Inli 1831 auf seinem Schloß
dappenberg in Westfalen. — Biogr. von Vertz (6 Bde,,
818 6582 Bde. 18856), Seeley (1878; deutfch 1888 fd.),
Neubauer (1894), Lehmann (8 Bde. 1902 5. b
Stein, Lorenz von, Staats- und Rechtslehrer, geb.
15. Nop. 1815 zu Eckeruförde, 1846 Prof. zu Kiel, —7
Teilnahme an der schleswig-holstein. Erhebung 1852 eut⸗
lassen, seit 1888 Prof. der polit. Skonomie zu
Jest. 23. Sept. 1800 in Weidlingau bei Wien; schrieb;
„Geschichte der sozialen Bewegung in Fraukreich seit 1789
3 Bde. 1880),„Lehrbuch der Finanzwissenschaft“ G. Aufl.
1835 86),Berwaltungslehre“ (1863 80). „Die Frau
auf dem Gebiete der Nationaloͤkonomie“ (6. Aufl. 1886)
Steinabad, Luftkurort und Fichtennadelbad bei Boun—
orf in Baden.
Steinach, Flecken in S.-Meiningen, im Thüringer
Balde, am Flust S. (zur NRodach), (1800) 6985 E. Amtssericht;
 Schieferbrüche, Eisenerzgruben, Glashütte.
Steinach, Gemeinde in Tirol, Bezuksh. Junsbruck,
200), 1360 E.; Sommerfrische.
Steinadler, sJ. Adler (Abb. 28)].
Steinalp, s. Gadmental.
Steinananger, ungar. Szombathely, Hauptstadt des
tgar. Komitats Eisenburg, an der Guüͤns, (1800) 24 761 E.,
Alkertumsmuseum, theol. Lehranstalt.
Steinasche, unreines Kaliumkarbonat.
Steinauit. 1) S. an der Kinzig, Stadt im preuß.
Reg.-Bez. Cassel, (1808) 2178 E. Autsgericht. — 2) 8.
au der Oder, Kreisstadt im preuß. Nege-Bez. Breslau,
1278 E. Amtsgericht, Lehrerseminar, Waisenhaus; hier 1874
Siege des Königs Matthias von Ungarn über Kafimir IV.
»on Polen und 11. Okt. 16033 Wallensteins über die
Schweden, — Bgl. Schubert (Geschichte, 1895).
Steinbach in Baden, Stadt im bad. Kr. Baden,
im Schwarzwald, (1905) 2167 E.; angeblicher Geburtsort
Erwins von Steinbach.
Steinbach, Emil, österr. Staatsmann, geb. 11. Juni
846 in Wien, 1874 Prof. an der Wiener vandelshoch⸗
chule, dann im Ministerium, 1881 98 Finanzminister,
899 zweiter, 1904 erster Präsident des Obersten Gerichts⸗
ind Kassationshofs.
Steinbach, Erwin von, s. Erwin.
Steinbach⸗Hallenberg, Marktflecken im preuß.
eg.Bez. Cassel, im Thuͤringer Walde, an der Schwarza,
1805) 4504 E. Amtsgericht; dabei Ruine der Hallen—
zurg, — Bgol. Köbrich (Geschichte, 1884). . d.).
Steinbeere, s. Steinfrucht; auch s.vb. w. vaoeinium
Steinbeißer, Steinpeitzger, DorngrundelCopttis
gente L. ) zur Familie der Karpfen ge—
hörender Leiner aalförmiger Fisch.“—
Z.. Bogel, s. v. w. Kernbeißer (f. d.)
und Steinschmätzer (s. d.).
Stein berg, Weiuberg im Rheingan,
dei dem vormaligen Kloͤster Eberbach,
iefert vorzüglichen Rheinwein (Stein⸗
verger).
Steinbirke, s. Birke [Abb. 214).
Deitnoe Untergattuuͤg (Ibex) der Wor
attg. Ziege, von den eqhhten Ziegen *
urch stärkere, mit starken et Alhenstelnna
ersehene, scharflantige Hörner und den Rangel eines Kiun⸗
arts unterschieden; Bewohner der Hochgebirge. Hierher
er europ. S. (Alpen⸗S., Ca pra ibex 4. I&amp;kopf, Abb. 13802)),