Hörner des Männchens bis 80 em Ig. und 16 xs schwer,
deim Weibchen kleiner, Haarkleid rötlich- bis gelblichgrau
häufiger nur noch in den Grajischen Alpen. Andere, bes,
durch die Form der Hörner unterschiedene Arten sind der
span. S. (6. hispanten Schimp.), in der Sierra Nevada;
der pyrenaische S. (0. pyronaioa Schinæ), in den span.
Pyrenäem; der kankas. S. (C. caucastea Guldenst.), in
Laukasus; der sibir. 6. (O. sibirica (Tafel: Asiatische
Tierwelt, 8).
Steinböck (Capricornus), das 10. Zeichen des Tier—
treises; auch ein Sternbild des nördl. Himmels [Tafel:
Astronomle I, iq mit einem Doppelstern.
Steinbohrer, Felsenbohrer (Saxicava), Gattg. der
Llaffmuscheln, mii gleichtlappiger, üngücher, abgerunder
vierseitiger Schale, großen Siphonen, bohrt mechanisch
mit ußt der Schalen in Felsen, Korallen, Muschelschalen
Steinbrand,ns. Brand (des Getreides)
Steinberech, Pflanzengattg., s. Saxitragk Abb. 1607)]
Stein brecher, Brechmaschine, Backenquetsche, Maschint
zum Zerkleinern von Erz, Gestein, Kohle n. a., in welcher
das Material zwischen zivel zneinander geneigten Stahl⸗
oder Hartgußplatten (Brechbacken) zerquetscht wird.
Steinbruch, s. Budapest.
Steinbühler Geib, s. Baryum.
Steinbutt, s. Schollen.
Steindattel, s. v. w. Steinmuschel (s. Miesmuscheln)
Stein der Weisen, s. Alchimie.
Steindorff, Georg, Agyptolog, geb. 12. Nov. 1861
n Dessau, seit 1803 Prof. in Lespzig, unternahm 1885
und 1889 1800 Reisen in Aghpten, schrieb: Koptische
Grammatik“ (2.Aufl. 1904), „Kunstgewerbe im alten Agyp⸗
en? (1888), Blutezeit des Pharaonenreichs“ (1800) u. a.
Steindreher, s. Steinwälzer [Abb. 18051
Steindrossel (NMontiedla
der, Petrooindla), Gattg. der
Drosseln, ausgezeichnet durc
pfriemenförmigen Schuabel und
kurzen, ausgeraudeten Schwanz.
InFelsspalten nistende Bewohner
felsiger Gebirgsgegenden der Al—
ten Welt. Hierher der Steinrötel
Steinmerle, Gebirgsamsel, M.
zuxatllis Cab. [Abb. 1803)]),
braun und rostfarben, Südeuröpa; Blaumerle (Blauamsel,
Blaudrossel, Blauvogel, einsamer Spatz M. dyanes 13).
Männchen schieferfarben, an Kopf, Hals und Kehle schön
aschblau, Weibchen bhraungrau, Südeuropa.
Steiudruck, s. Lithographie.
Steineiche, s. Eiche.
Steinelster, der gemeine Steinschmätzer (s. d.).
Steinen, Karl von den, Forschungsreisender, geb.
J. März 1855 zu Mülheim a. d. Ruhr, 1878 79 Irrenarzt
 in Berlin, machte 1879—81 behufs mediz. und
ethnolog. Forschungen eine Reise um die Erde, beieiligte
sich 1882 ¶83 an der deutfcheu Südpolarerpedition näch
Südgeorgien, bereiste 1884 und 188788 Brasilien im
Schingugebiei, 1887 88 die Südseeinseln (Marquefas 2c.),
1800-6 Prof. für Völkerkunde in Berlin, 1904 6 aus
Abteilungsdirektor an den königl. Mufeen; schrieh: „Durd
Bentralbrasilien“ (1886), „Die Bakatrisprache“ (1892)
„Unter, den Naturvölkern Zentralbrasiliens“ (2. Ausg
Steiner, Jal. Geigenbauer, s. Stainer. [11897).
Steiner, Jat., Mathematiker, geb. 18. März 1786
zu Utzenstorf Sn weiz gest. als Prof. 1. April 1863 zu
Berlin; Vorlesungen über synthetifche Geometrie“ (3. Aufl
1887- 98), „Gesammelte Werke“ (1881 -82). — Val
Graf (1807), Lange (1889).
Steiner Alpen, Gruppe der JInlischen Alpen (Ost⸗
alpen), nordöstl. von der Save, im Grintouz 269 mm hoch.
Steinernes Meer, Gebirgsstock der Salzburger Kalt
alpen (Ostalpen), im Selbhorn 2655 m hoch
Steinfalt, der Merlin- uͤnd der Wanderfalk (s. Falken)
Steinflachs, s. Stipa.
Steinforelle, die Bachforelle (s. Forellen).
Steinfrucht, Steinbeere (Drupa), fleischige oder fa—
serige Frucht mit einem harten Kern, der den Samen ein—
chließt, z. B. bei den Steinobstgewächsen, vielen Valmen,
wie bei der Kokoknuß ꝛc.
Steinfrucht, Steinkind, s. Lithopädion.

803. Steinrto.

750

Ste

Steinfuchs, der Polarfuchs, s. Fuchs JAbb. 633).
Steinfurniere, Massefurniere, aus einem mit Mi—
eralfarben gefärbten Teig aus Kreide, gebranntem Kalt
ind Leimwasser gebildete Fuͤrniere.
Steingallen, blaue Maͤler, Krappenmäler, bei Pferden
nfolge fehlerhafter Stellung und fehlerhafter Hufe häufig
vorkoimmende Krankheit, bestehend in viner mit Blut?
ergießung verbnndenen Quetschung vder Zerrung der Weich⸗
teile im Eckstrebenwinkel.
Steingreßling, Steingründling, s. Gründling.
Steingrün, s. Grünerde,
Steingut, eine poröse Tonware mit nicht verglastem
und nicht, durchscheinendem Scherben; die Masse besteht
rus plastischem Ton, Quarz- uͤnd Feldspatpulver, läßt
ich leichter formen als Porzellanmasse und braucht zum
Brennen eine geringere Temperatur als diese.
Steinhagen, Gemeinde im preuß. Reg.Bez. Minden,
em Teutoburger Walde, (1900) 2110 E; Braumwein⸗
brenuerei (Steinhäger, eine Art Genever).
Steinhäher, der Tannenhäher (s. Räben).
ZSteinharz, s. v. w. Dammarharz (s. d.).
Steinhauerlunge, s. Staubinhalationskrankheiten.
Steinhausen, Georg, Kulturhistoriker, geb. 2 FJuni
1866 in Brandenburg d. d. Havel, 1802 ünipersitats
bibliothekar in Jena, 1901 Vorsteher der Murhardschen
Bibliothek in Cassel; Herausgeber des „Archivs (bis 1802
Zeitschrift) für Fnneie schrieb: „Geschichte des
eutschen Briefs“ (2 Bde., 188991), „Geschichte der
deutschen Kultur“ (1804) u. a.
Steinhausen, Heinrich, Schriftsteller, geb. 27. Juli
1836 in Sorau, Prediger, in Podelzig be Oderbru
chrieb Erzählnngen und Novellen: „Irmela“
„Markus Zeisleins großer Tag“ (1883), „Die Kuust mid
die christl. Moral“ (1886) u. a., unter dem Pseudonym
Veracius Rusticus: „Meletemata ecdeclesiastica“ 4891).
Steinhäuser, Karl, Bildhaner, geb. 8. Juli 1813 zu
Bremen, lange Zeit in Rom, seit 1864 Direktor der Bilde
hauerakademie in Karlsruhe, gest. das. 9. Dez. 1879; Kin—
derfiguren, biblische und motgeleg. Gestalten (Judith, De—
borah, Psyche, Hermann und Dorothea).
Steinheil, Karl Aug., Physiker, geb. 12. Okt. 1801
zu Rappoltsweiler (Elsaß), 1835 Prof. zu München,
i849262 Vorstand, des Departements für Telegraphie
zu Wien, seitdem Ministerialrat zu München, gest. das.
12. Sept. 1870, bes. um die elektromagnetische Tekegraphie
ochverdient. Seine optische und aströn. Werkstaͤtte uͤber—
ieß er 1862 seinem Sohn Adolf S. (gest. 4. Nov. 1893).
Steinheim, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Minden, gu
r Emmer, (1905) 3156 E., Amtsgericht, Rektoratschule.
Steinholz, s. v. w. Xylolith (s. d.).
Stein horst, Gutsbezirk im preuß. Reg.»Bez. Schleswig,
.905) 289 E., Amtsgericht; zwei Domänen
Steinhuder Meer, Blunensee auf lippe⸗schaumburg.
Bebiet, 81 4k4m; darin auf künstlich geschaffener Insel das
176165 vom Grafen Wilhelm von der Lippe angelegte
Fort — * (ehemals mit Militärschule, jetzt Staato—
efüngnis).
ee ahn, Berghuhn (Caceubis saxatllis Cray), zu
en Feldhühnern gehöriges Waldhuhn, aschblau, Waigen,
dehle und Gurgel weiß, Bauch rostgelb; in den Hoch⸗
ebirgen der Mittelmeerländer. Bildet mit dem Rothuhn
d die Gattg. 6.
Steinhund, s. v. w. Nerz (s. Stinkmarder).
Steinigt, Tal der Weißen Elster, in der sächs. Kreish.
Zwickau, zwischen Rentzschmühle und Elsterberg, von der
ahn Weischlitz⸗Wolfsgefürth durch —
Steiningwer, die Lößkindel . öß).
Steinkauz, s. Eulen.
Steinkern, s. Versteinerungen.
Steinkind, s. Lithopädion.
Steinklee, s. Melilotus und Klee.
Steinkohle⸗ Schwarzkohle, dichte, im Bruch meist
nuschlige, fettglänzende, samte bis pechschwarge Kohlen⸗
massen mit 752580 Proz, Kohlenstoff, Zersetzungsproͤdukt
porweltlicher Pflanzen, insbes. von Geftßtryptogamen,
Zykadeen 2c., meist in unterirdischen, vft uüber Hunderte
von Quadratmeilen sich ausdehnenden Schichten (Flözen),
von Papierdicke bis zi 20 und mehr Reber Muͤctigteil,
wechsellagernd mit Schiefertonen und Sandsteinen di—